Golden Showers - Wie ich lernte, auf andere Menschen zu pissen

Ich glaube, ich habe bereits sämtliche sexuellen Spielarten ausprobiert, die es so gibt. Okay, vielleicht nicht alle, aber zumindest ziemlich viele – auch solche, die für mich im Kopf keinen…
Golden Showers

Wie ich lernte, auf andere Menschen zu pissen

Ich glaube, ich habe bereits sämtliche sexuellen Spielarten ausprobiert, die es so gibt. Okay, vielleicht nicht alle, aber zumindest ziemlich viele – auch solche, die für mich im Kopf keinen sonderlichen Reiz ausgelöst haben, auf die ich aber immer wieder von Partnerinnen oder Partnern gestoßen wurde. Probieren geht über Studieren, lautet irgendein semikluges Sprichwort, und so kam es auch dazu, dass ich nach einigen nervenaufreibenden Gesprächen und viel Recherche im Internet mit Golden Showers Bekanntschaft schloss.

Als mir zum ersten Mal ein Typ gesagt hat, dass er es geil fände, wenn ich ihm auf den Schwanz pissen würde, war ich so perplex, dass ich das laut aussprach, was mir als Erstes in den Kopf kam: “Ich kann nicht.” Er bekam den Satz in den falschen Hals, wir hörten auf zu ficken und begannen eine Diskussion über das Anpissen beim Sex.

Ich finde es nicht komisch, wenn Menschen darauf stehen, sich anpinkeln zu lassen oder Urin zu trinken. Es kam mir bis zu diesem Moment, wo der Typ, mit dem ich grad am Ficken war, es laut aussprach, nur nicht in den Sinn, es selbst zu machen. In meiner Vorstellung fand ich es einfach nicht geil, mir von einem Typen ins Gesicht oder auf andere Teile meines Körpers urinieren zu lassen. Und was die ganze Sache andersrum betraf: Nun, ich kann eben nicht, wenn mir jemand zuschaut – was ein großes Problem darstellt, wenn unter dir jemand liegt, der danach geiert, dir dabei zuzusehen, wie du ihm auf den Schwanz pisst.

Die Affäre zwischen ihm und mir lief noch eine ganze Weile, doch zu “Watersports” kam es nie. Das Thema schien mich seit diesem Tag dennoch irgendwie zu verfolgen, denn immer mehr Männer, mit denen ich sprach – online und offline – erzählten mir, dass sie total darauf abfahren, sich anpinkeln zu lassen oder es zumindest gerne mal ausprobieren würden. Es war allerdings für keinen von ihnen ein Muss, und so blieb es bei Sex, der sich auf den Austausch von “normalen” Körperflüssigkeiten beschränkte – bis ich Tom kennenlernte und mich Hals über Kopf in ihn verliebte.

Tom war der perfekte Mann für mich, denn er sah nicht nur umwerfend aus, sondern brachte auch charakterlich all die Eigenschaften mit, die ein Mensch, mit dem ich mir eine Beziehung vorstellen kann, haben muss. Es gab jedoch ein klitzekleines Problem an ihm: Er war einer dieser Männer, die zwar permanent geil sind, aber nur dann wirklich einen hochkriegen, wenn ein spezieller Fetisch erfüllt wird – und das war in seinem Fall eben das Anpissen.

Die ersten Wochen halfen wir uns mit anderen Methoden – lecken, fingern, Dildos – über die Runden, doch irgendwann wollte ich mehr. Ich wollte seinen harten Schwanz sehen, anfassen und in mir spüren, und natürlich auch ihm Lust bereiten, denn bisher war es ja immer nur um mich gegangen.

Also fing ich an zu recherchieren. Dabei interessierte mich vor allem, was ich tun musste, um meinen Urin so “neutral” wie möglich zu bekommen – schließlich wissen wir alle, wie Festivaltoiletten riechen und abgesehen davon, dass ich die Vorstellung, jemanden anzupinkeln, sowieso irgendwie unangenehm fand, weil er mir dabei zusehen würde, wollte ich verhindern, dass die Sache auch noch stinkt.

Das Internet klärte mich schnell auf: Viel trinken – am besten Wasser oder Kräutertee – kein Alkohol, keine Drogen, kein Nikotin sowie jeglicher Verzicht auf Lebensmittel wie Knoblauch, Zwiebeln oder Spargel. Diese “Kur” hielt ich exakt drei Tage durch – und beschloss, dass Tom da eben durchmusste. Jemanden anzupissen ist eine Sache – dafür auf alle Dinge, die Spaß machen zu verzichten eine andere.

Lange Zeit blieb jedoch die Frage nach dem “Wie?”. Klar, es gibt spezielle Bettlaken für nasse Angelegenheiten, doch so richtig Bock, mein eigenes Bett in ein Klo zu verwandeln, hatte ich nicht und spezielle “Toilette,” bei denen der passive Partner mit dem Gesicht direkt unter der Klobrille liegt, sodass der Aktive sich nur noch hinsetzen und es laufen lassen muss, erscheinen mir persönlich bis heute sehr absurd. Mein “erstes Mal” passierte dann zum Glück so spontan, dass das “Wie?” plötzlich egal war.

Wir waren auf dem Nachhauseweg vom Berghain, verschwitzt, besoffen und auf Drogen, als mir Tom erzählte, was ihm wenige Minuten vorher auf dem Klo passiert war. Dort hatte ihn nämlich ein mittelalter Typ direkt am Pissoir darum gebeten, von Tom aufs Shirt gepisst zu kriegen. Mein Freund hat es natürlich nicht gemacht, ließ mich aber wissen, dass die Vorstellung, einen Abend in Kleidung verbringen zu müssen, die feucht war und nach Pisse roch, ihn ziemlich erregte.

Zuhause angekommen zog Tom mich mitsamt Klamotten unter die Dusche und wir begannen, uns unter wilden Knutschereien in dem heißen Wasser auszuziehen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es das Kokain in Verbindung mit der von Tom geschilderten Situation im Berghain war, das mich auf das brachte, was als nächstes kam. Ich drehte das Wasser zu und befahl Tom, sich unter mich in die Duschwanne zu legen, auf deren Rand ich mich stellte – ein Bein rechts, das andere Bein links – und platzierte meine Muschi direkt über seinem verwunderten Gesicht, bevor ich anfing, meine mit Bier und Gin Tonic gefüllte Blase zu entleeren.

Ein klarer, warmer Strahl rann langsam an meinem Oberschenkel herab. Es dauerte ein paar Sekunden, bis ich ihn so unter Kontrolle hatte, dass er genau auf sein Gesicht traf, das dort mit offenem Mund auf ihn wartete. Ich schaute in den Spiegel, der gegenüber an der Wand hängt und beobachtete uns dabei. Er schluckte, fing an zu würgen, ich passte einen Moment nicht auf und meine Pisse traf sein linkes Auge.

Es muss echt höllisch gebrannt haben, denn Tom schrie auf und befahl mir, besser zu zielen. Aufgrund seines Würgens war ich total irritiert und stoppte den Strahl komplett. Er jedoch flehte mich an, weiter zu machen und auch sein Schwanz zeigte in seiner ganzen Härte an, wie sehr ihm das gefiel. Also ließ ich es wieder laufen.

Ich hatte sowieso das dringende Bedürfnis, meine Blase jetzt sofort komplett zu entleeren, also konnte ich das auch in seinen Mund machen. Er holte sich währenddessen einen runter und spritzte das erste Mal, seit wir zusammen waren, ab. Die Beziehung zu Tom ging aufgrund anderer Differenzen kurz nach dieser Erfahrung leider in die Brüche, doch vor ein paar Tagen erreichte mich eine SMS von ihm, in der er noch einmal darauf Bezug nahm, wie sehr in das Ganze tatsächlich geprägt hat.

„Ich werde nie vergessen, wie du über mir standest und Pisse aus deiner Muschi kam und ich sie getrunken hab und wie geil mich das gemacht hat. Du hast halt so krasse Bedürfnisse in mir befriedigt, das wird mich für immer beschäftigen, weil es was sehr Besonderes war. Sowas bleibt eben für immer einschneidend in meiner Erinnerung!“

Seit ihm habe ich tatsächlich auf den ein oder anderen Kerl, den ich im Bett (beziehungsweise in der Badewanne) hatte, uriniert. Ich muss gestehen, dass ich den Akt an sich bis heute nicht sonderlich erotisch finde, doch es tut eben auch nicht weh, und zu sehen, wie geil ein Mensch wird, dem gerade seine geheimsten Fantasien erfüllt werden, kann doch schon ziemlich erregend sein.

Nadine Kroll: Stellungswechsel
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