Donald Trump als Präsident - Am Ende gewann der Erzfeind der Immigranten, Frauen und Homosexuellen

Ich… wie… warum? Mir fehlen die Worte. Die Welt scheint ein verlassener, kalter, nicht nur verrückter, sondern suizidaler Ort geworden zu sein, der mit logischem Denken nichts mehr zu tun…
Donald Trump als Präsident

Am Ende gewann der Erzfeind der Immigranten, Frauen und Homosexuellen

Ich… wie… warum? Mir fehlen die Worte. Die Welt scheint ein verlassener, kalter, nicht nur verrückter, sondern suizidaler Ort geworden zu sein, der mit logischem Denken nichts mehr zu tun hat, sondern von Hass, Angst und Wut getrieben zu sein scheint. Die heutige Nacht zeigt, dass wir dem humanitären Abgrund einen großen Schritt näher gerückt sind.

Donald J. Trump, ein Rassist, ein Sexist, ein selbstgefälliger und egoistischer Menschenhasser, wie wir ihn uns nicht in unseren kühnsten Träumen hätten vorstellen können, ist gerade offiziell zum neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt worden. Nicht etwa von ein paar Hinterwäldlern, die sich von falschen Versprechungen in die Irre haben leiten lassen, sondern vom Großteil einer Nation, die sich gerne als Nabel der Welt sieht, als internationale Supermacht, als das wichtigste Land.

“Im Dezember 2015 traf Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in South Carolina ein zwölfjähriges Mädchen,” schreibt Lenz Jacobsen in der ZEIT. “‘Ich habe Angst’, sagte das Mädchen und fragte: “Was wirst du tun, um das Land zu beschützen?” Trump antwortete: ‘Weißt du was, mein Schatz? Bald wirst du keine Angst mehr haben. Die anderen werden Angst haben.'”

Journalisten, Aktivisten und Demokraten auf der ganzen Welt sind fassungslos, dass sie live, und ohne weiterhin dagegen halten zu können, mit ansehen mussten, wie ein machthungriger Mensch, der die Meinungs- sowie Pressefreiheit mit Füßen tritt und nicht etwa seiner Nation oder seinem Volk dienen möchte, sondern nur sich selbst, in das wichtigste Amt dieses Planeten gewählt wurde. Dies sind womöglich die schwersten vier Jahre, die uns als Menschheit an sich in den letzten Jahrzehnten bevorstanden.

“Trump ist kein Mann, der wegen seiner politischen Überzeugungen Präsident werden will, sondern er will Präsident werden, weil er von sich überzeugt ist,” schreibt Kurt Kister in der Süddeutschen Zeitung. “Sein Programm lässt sich in fünf Buchstaben zusammenfassen: Trump. Er vertritt das, was er gerade für nützlich hält, und weil er flexibel ist, ändert sich das immer wieder.”

Kurt führt weiter aus: “Im 21. Jahrhundert gibt es leider eine Renaissance der autoritären Narzissten, zumal solcher, die sich nationalistisch gebärden. Es kommt nicht von ungefähr, dass Donald Trump andauernd so vulgär, zum Teil kalkuliert beleidigend daherredet, wie das seit Richard Nixon kein Kandidat oder Präsident mehr getan hat. Und es ist für alle Freunde des vielfältigen Amerikas traurig, dass dieser Mann so weit gekommen ist.”

In einem Film, in dem gerade ein apokalyptischer Komet auf die Erde zu rast und uns als Spezies als Ganzes bedroht, würde man wohl so etwas wie “Möge Gott mit uns sein!” sagen. Doch hier, jetzt, nun, da fehlen mir die Worte und ich wünsche mir, dass wir auch nur erahnen könnten, in welchem exakten Augenblick wir, womöglich auch nur aus Versehen, in die dunkle Zeitachse geprescht sind, anstatt uns für Liebe, Freiheit und Frieden zu entscheiden. Für eine Welt, in der wirklich leben wollen.

“Trump war mal lächerlich und amüsant,” schreibt Marc Pitzke im SPIEGEL. “Selbst wenn er sich menschenverachtend über alle mokierte, die ihm im Weg standen: Immigranten, Frauen, Muslime, Behinderte, Veteranen und die Parteirivalen, die nacheinander aus den Latschen kippten – “Little Marco”, “Low-energy Jeb”, “Lyin’ Ted”. Es war eine spektakuläre TV-Show, brachte tolle Quoten und jede Menge Aufmerksamkeit. Irre, was der Trump wieder gesagt hat!”

Und weiter: “Doch jetzt ist Schluss mit lustig. Trump hat seine wahre Seite gezeigt. Und siehe da, die menschenverachtende Show war gar keine Show, wie viele dachten, sie war keine Maske, aufgesetzt für die Vorwahlen. Die menschenverachtende Show war Trump. Sie ist Trump. Hinter dem bösen Mr. Hyde steckt kein guter Dr. Jekyll. Donald Trump ist das Monster Hyde, pur und ganz ohne Jekyll – ohne Mitgefühl, ohne Reue, ohne Selbstkontrolle.”

Diese Nacht wird als unheilvolle Nacht in die Geschichte eingehen, in denen ein ganzes Volk in die Irre getrieben wurde, in denen ein Mann gesiegt hat, der den Fortschritt der Menschheit bei vollem Bewusstsein bremst, der das Leben von Frauen, Männern und Kindern zur Hölle machen wird, und das nicht nur im eigenen Land, sondern überall. Auf dieser, unserer ganzen Welt.

ASOS

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