Drogen, Groupies, Egoprobleme - Hier sind jede Menge gute Gründe, warum du niemals einen Rapper daten solltest

Schon klar – du bist seit Teenagerzeiten großer Rap-Fan, hast früher so hart zu Eminem masturbiert, wie die Girls heute zu Drake, und möchtest nichts sehnlicher als endlich die Frau…
Drogen, Groupies, Egoprobleme

Hier sind jede Menge gute Gründe, warum du niemals einen Rapper daten solltest

Schon klar – du bist seit Teenagerzeiten großer Rap-Fan, hast früher so hart zu Eminem masturbiert, wie die Girls heute zu Drake, und möchtest nichts sehnlicher als endlich die Frau an der Seite eines Mannes zu sein, der stark, erfolgreich und irgendwie gefährlich ist. Bevor du aber zum nächsten Konzert gehst, die Security-Guards penetrierst und denkst, dein Groupie-Verhalten würde dir die große Liebe einbringen, lass mich dich warnen: In Wirklichkeit ist es nämlich ziemlich beschissen, einen Rapper zu daten. Sollte es dir dennoch wie eine gute Idee vorkommen, hier ein kleiner Guide.

Der Hipster-Rapper

Er ist der feuchte Traum einer jeden 13-Jährigen: Gut gekleidet, ziemlich witzig und mit einer Stimme gesegnet, die nicht nur „Whiskey“, sondern vor allem „Sex“ schreit – auch wenn viele seiner Fans noch nicht mal wissen, wie das überhaupt geht. In den letzten Jahren hat er die meiste Zeit im Studio, auf Tour oder Preisverleihungen verbracht und nicht nur die deutsche Rap-Landschaft mit seinen Hits dominiert, sondern gleichermaßen den Mainstream.

Er ist die Art von Typ, der um seine Optik und seinen Erfolg weiß und es deswegen sehr genießt zu flirten. Auch wenn er sehr charmant ist, ist es praktisch unmöglich mit ihm auf ein normales Date zu gehen – es sei denn man hat Lust alle 5 Meter auf ein hyperventilierendes Teenie-Girl zu treffen, für das man dann auch noch den Fotografen spielen darf.

Da es aber wahrscheinlich nicht dein Lebensziel ist, einen ganzen Bildband voller heulender Mädchen zu fotografieren, denen Rotze aus der Nase läuft, während dein Stecher gelangweilt den Arm um sie legt, werdet ihr euch nur noch bei ihm zu Hause treffen. Die gemeinsamen Abende werden also überwiegend daraus bestehen rumzuhängen, Pizza zu bestellen und zu kiffen.

Keine Frage: Wenn du jemanden gefunden hast, der immer einen lächerlich großen Vorrat deiner Lieblingsdroge in der Wohnung hat, dir ab und zu limitierte Sneaker schenkt und spaßeshalber nackt die Tür öffnet, dann bist du erst mal ziemlich happy. Da er und seine Band aber Meinungsführer einer ganzen Generation sind, wirst du leider mehr Zeit damit verbringen durchgeknallte Stalkerinnen auf Facebook und Instagram blockieren zu müssen, als du unterm Strich effektiv gevögelt wirst.

Abgesehen davon wäre es sowieso ziemlich naiv davon auszugehen, dass du die Einzige bist – ab einem gewissen Bekanntheitsgrad heißt es für einen Rapper nämlich nicht nur „Cash rules everything around me“ sondern auch „Groupies rule everything around me“. Die Schwierigkeit liegt aber nicht darin, dass ihm ständig und überall Muschi angeboten wird – Viel eher ist es das, was diese Dauer-Beweihräucherung mit seinem Hirn macht. Kritisierst du ihn, wird er sich aufspielen wie eine verdammte Diva.

Wenn dir die gelegentlichen Stimmungsschwankungen aber nichts ausmachen, dich die Sidechick-Politik nicht stört und du damit klarkommst, dass er manchmal Tage braucht um auf eine SMS zu antworten, dann seid ihr vermutlich das perfekte Paar. Allerdings wirst du wohl oder übel der Tatsache ins Auge blicken müssen, dass du trotz all deiner verständnisvollen Geduld immer die Nummer Zwei bleiben wirst – Den ersten Platz teilt er sich nämlich mit seiner Mainbitch namens Musik.

Der Gangster-Rapper

Assi-Slang, Bomberjacke, BMW: Der Gangster-Rapper tut nicht nur so als wäre er aus dem Ghetto, er ist es tatsächlich. Seine abgebrochene Mechaniker-Ausbildung und der fehlende Hauptschul-Abschluss haben ihn allerdings nicht daran gehindert, seine Träume zu verwirklichen. Heute kann er deswegen genau die Art von Frau, die ihn damals immer eiskalt abserviert hat, mit in die Restaurants nehmen, die er sich früher nie leisten konnte.

Auch wenn man es nie vermuten würde, dieser Stereotyp ist trotz seines polizeilichen Führungszeugnisses ein Gentleman der alten Schule: Er ist nett, höflich und zuvorkommend, nennt dich „Baby“ und weiß genau, wo sich dein Platz als Frau befindet: Auf dem Rücken oder in der Küche. Seid ihr aber zusammen auf Tour, so wird er dich in teure Hotels einladen, dich bitten die Reizwäsche anzuziehen, die er dir kürzlich geschenkt hat, während er Champagner und Koks aufs Zimmer bestellt.

In diesen Nächten fühlt es sich so an, als seid ihr Bonnie und Clyde. Wenn du aber im Morgengrauen zu dir kommst, werden dir nicht nur die Haare auf seinem Rücken auffallen, sondern mit ihnen die Tatsache, dass das Leben eben doch kein Hollywood- Streifen ist und ihr euch lediglich in einem seiner klischeebehafteten, beschissenen Musikvideos befindet – Du als austauschbare, nuttige Nebendarstellerin inklusive.

Natürlich ist es von Vorteil mit einem Typen zusammen zu sein, dessen Oberarme fast größer sind als sein Ego. Solltest du dich jemals mit einer kriminellen Gang anlegen, werden er und seine Entourage das Problem schon für dich regeln. Wenn du aber eine von den Frauen bist, die noch einen Teil ihrer Selbstachtung und Würde besitzen, dann solltest du diese gleich zusammen mit deinen Gefühlen weg sperren, bevor er ein weiteres Mal „Baby, ich mag dich wirklich“ daher säuselt und es wieder nicht so meint.

Das Einzige, was diese Art von Mann nämlich wirklich mag, ist es die Kontrolle zu haben. Sein Mädchen bist du eben nur so lange der Haushalt in Ordnung ist, du nicht alleine feiern gehst und immer artig Schwanz lutschst. Da Chabos bekanntlich wissen, wer der Babo ist, wird es dir nicht schwer fallen, hier deine Rolle ausfindig zu machen.

Lass dich nicht blenden von seinen Muskeln, den gemeinsamen Drogenexzessen und Geschenken – Letzten Endes ist und bleibt er ein Hartzer im Kostüm eines Musikers, der zwar eine Menge Kohle, dafür aber einen viel zu niedrigen IQ hat. Du kriegst zwar den Jungen aus dem Plattenbau, niemals aber den Plattenbau aus dem Jungen.

Der Drogen-Rapper

Typen dieser Spezies haben sich früher nicht den Lernstoff, sondern anderes Zeug auf dem Pausenhof reingezogen. Was irgendwann mit einem Joint auf der Schultoilette begann, endete in einem Lebenslauf voller exzessiver Perioden in denen Alkohol, verschreibungspflichtige Medikamente und illegale Substanzen die Hauptrolle spielen. Heute lebt der Drogen-Rapper genau von diesen Erfahrungen: Seine witzigen Texte skizzieren eine rebellische Jugend, die bis heute nicht angehalten zu haben scheint.

Er ist die Art von Typ, der sich damals schon immer zu cool für alles vorkam, weswegen er bis heute nichts auf die Meinung anderer gibt. Seinen kindlichen Humor hat er sich bis heute bewahrt, was euer Date in der heruntergekommenen Kneipe, in der er eine Legende ist, überhaupt erst erträglich machen wird. Keine Sorge, beim ersten Treffen wird er wohl kaum auf Keta sein.

Wenn er dich aber später am Abend fragt, ob du noch mit zu ihm kommen willst, sag lieber nein – er ist nämlich trotz Fahrverbots mit seiner Schrottkarre da und hat vermutlich noch was anderes intus, als die Drinks, auf die er dich gerade nicht eingeladen hat. Wie soll er sich das ohne Top-10-Hit auch leisten können.

Wenn du dich momentan in einer Phase befindest, in der du dich gegen den Stock im Arsch deiner Eltern auflehnen möchtest, dann ist er genau der richtige Macker für dich – Sie werden ihn nämlich hassen. Durch ihn wirst du endlich den Mut haben die Drogen auszuprobieren, vor denen du vorher immer Schiss hattest.

Die Welt da draußen wird sich grenzenlos für dich anfühlen und seine Rostlaube dir wie ein Ticket in die Freiheit vorkommen. Solltet ihr aber die richtige Abzweigung verpassen und in Fledermausland abstürzen, wirst du früher oder später selbst anfangen im Supermarkt deinen Billigwein mit Pfand zu bezahlen. Betrachte diesen Punkt als den Anfang vom Ende.

Nach ein paar Nächten in seinem von leeren Bierflaschen umzingelten Bett wird dir nämlich auffallen, dass er ohne Schlaftabletten nicht pennen und wegen des Speeds ohne Viagra nicht bumsen kann, was so ziemlich der Inbegriff eines Losers ist. Eure zukünftige Beziehung kannst du dir deswegen als Endlosschleife von Streitereien um den letzten Trip und nächsten Fick vorstellen, was nicht nur müh- sondern auch armselig ist. Es gibt noch andere Wege deine Jugend zu verschwenden. Verbringe sie nicht mit einem Rapper, der sich wegen der Zersetzung seiner Denkfähigkeit durch krassen Mischkonsum eh nicht an dich erinnern wird, wenn er Mitte Vierzig wegen einer Leberzirrhose draufgeht.

Der Emo-Rapper

Der Emo-Rapper ist ein Phänomen ohne seinesgleichen. Da er ein sehr bodenständiger Typ ist, hat er vor seiner Rap-Karriere sicherheitshalber was Anständiges gelernt: Mediendesign. Obwohl er privat ziemlich locker drauf ist, sind seine Songs das, was man eine akustische Depression nennen würde: Gesellschaftskritisch, selbstreflektiert, nahezu poetisch.

Rechnet man das alles zusammen, kommt man schnell darauf, dass er ein Mensch zu sein scheint, der sich für die schönen, gefühlvollen und auch ernsthaften Dinge des Lebens interessiert. Das wiederum macht ihn genau zu dem sensiblen Mann, den du dir schon dein ganzes Leben lang gewünscht hast. Gemeinsam könntet ihr euch Nächte lang über intellektuelle Themen unterhalten, Wein trinken und im Morgengrauen eng umschlungen auf dem Teppichboden einschlafen. Zwar würdest du seinen Weltschmerz und die Wunden seiner Vergangenheit nicht heilen können, vielleicht würde er aber eines Tages einen verdammten Hit über eure Liebes-Story schreiben, einen Preis dafür gewinnen und dich damit zur stolzesten Rapper-Gattin der Welt machen.

Hey, komm mal raus aus deiner Scheinwelt. Auch wenn er ein Emo-Rapper ist, ist er noch immer ein Mann. Und Männer haben ja bekanntlich keine Gefühle – vor allem nicht wenn sie Rapper sind. Logisch! Auch wenn ich dich nicht enttäuschen möchte: Das Image deines Angebeteten hat leider nicht wirklich viel mit ihm zutun.

Klar, er ist auch in Wirklichkeit ein ziemlich melancholischer Typ, der viel Zeit damit verbringt seinen Kopf zu zermartern, allerdings wird er keinen Bock darauf haben, dich daran teilhaben zu lassen. Gefühle zu zeigen bedeutet in der Männerwelt eben Schwäche, und Schwäche bedeutet in der Frauenwelt dass wir nicht gevögelt werden wollen.

Da aber auch Emo-Rapper mehr als gerne einen wegstecken, solltest du nicht unbedingt versuchen an den Kern seines Inneren heranzukommen – Da drin ist er nämlich noch immer ein trotziger 10- jährige Junge, der sich gegen deinen versuchten Tiefgang wehren wird. Betrachte eure gemeinsame Zeit lieber als oberflächliches Kumpeltum mit witzigen Gesprächen und sexy Vorzügen. Ihm dabei zuzusehen, wie er sich nächtlich in den Schlaf weint, wäre sowieso nur eine gewisse Zeit lang unterhaltsam.

Puma

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