Nach einer durchzechten Nacht - Mein erster Arschfick begann als Experiment und endete als Offenbarung

Wann immer ich nach einer wilden Partynacht stark verkatert aus meinem Alkoholkoma erwache, stellen sich mir die gleichen drei Fragen. Erstens: Was hab ich getrunken? Zweitens: Wie bin ich ins…
Nach einer durchzechten Nacht

Mein erster Arschfick begann als Experiment und endete als Offenbarung

Wann immer ich nach einer wilden Partynacht stark verkatert aus meinem Alkoholkoma erwache, stellen sich mir die gleichen drei Fragen. Erstens: Was hab ich getrunken? Zweitens: Wie bin ich ins Bett gekommen? Und drittens: Wo krieg ich was zu Ficken her? Während sich Frage 1 und 2 meist nicht mehr konkret beantworten lassen, habe ich bei Frage 3 manchmal Glück und der Aufriss vom Vortrag liegt noch neben mir im Bett. Oder auch daneben. Oder er ist im Flur eingeschlafen, weil er es nach dem Sex, der sich eben dort abspielte (sofern überhaupt einer statt fand, so genau kann man das ja nach einer durchzechten Nacht nie sagen), nicht mehr bis ins Schlafzimmer geschafft hat.

In einem solchen Moment lobe ich mir den Restalkohol, der dazu führt, dass ich es ohne Weiteres (noch einmal) mit der Person, die da in meinem Flur, unter dem Küchentisch oder neben der Kloschlüssel liegt, treiben kann. Der Mensch, den ich gestern aus dem Club mit nach Hause geschleppt habe, entpuppt sich als zahnloser Meth-Junkie, der ein Portrait seiner Mutter auf den Bauch tätowiert hat? Egal. Die Geilheit siegt. Und außerdem mildert Sex in halbbetrunkenem Zustand den darauf folgenden Kater etwas ab.

Es ist nämlich so: Sex ist das Beste, das man gegen einen Kater machen kann. Und Katersex ist der beste Sex der Welt. Ohne Scheiß: Vergesst all diese Tipps von wegen Wechselduschen, Rollmops zum Frühstück, Ibuprofen und einer großen Flasche Wasser. Was wirklich gegen Kater hilft, ist ein ordentlicher Fick.

Die Geilheit, die mich überkommt, wenn ich verkatert bin, ist absolut einzigartig. Ich bin zwar jedes Mal verwundert, dass mein Körper damit reagiert, wenn er nebenbei mit starker Übelkeit, nahezu unerträglichen Kopfschmerzen und absoluter Kraftlosigkeit zu kämpfen hat, doch er tut es. Und ich mag das. Nicht nur, dass der Sex dann irgendwie anders ist (also geiler, weil viel versauter als normal), nein, auch meine Orgasmen haben eine ganz andere Qualität, als wenn ich nüchtern mit jemandem schlafe. Es ist ein bisschen so, als würde man in der brennenden Hölle plötzlich Gott begegnen. Wirklich.

Nun kann ich ja wirklich nicht von mir behaupten, ein verklemmter Mensch zu sein, wenn es ums Thema Sex geht. Von den Jungs und Mädchen, mit denen ich so im Bett lande, kann ich das allerdings nicht immer behaupten. Zumindest nicht in nüchternem Zustand. Jetzt wissen wir vermutlich alle, wie schlecht betrunkener Sex eigentlich ist. Auch wenn wir uns natürlich immer einreden, dass wir in diesem Zustand besonders hemmungslos und damit auch ziemlich super sind.

Fakt ist aber: Betrunkene sind schlechte Ficker. Verkaterte Menschen jedoch haben die Hemmungslosigkeit eines Betrunkenen, aber die sexuellen Fähigkeiten eines Nüchternen. Ich meine: Hallo? Besser kann’s ja wohl nicht sein! Und so wird das graue Mäuschen vom Vorabend zu einer Sexbombe, die in Sachen Schweinereien selbst Sasha Grey blass aussehen lässt.

Den besten Katersex hatte ich nach einer durchschwitzen Nacht in einem schäbigen Club in der Nähe meiner Heimatstadt. Mein damaliger Freund und ich hatten alles geschmissen, was wir an illegalen Substanzen finden konnten, und nebenbei noch kräftig getrunken. Als wir gegen 18 Uhr aus unserem Vollrausch erwachten, wussten wir zwar nicht mehr, wie wir nach Hause gekommen waren, waren dafür aber ziemlich geil.

Jeder, der schon mal auf Drogen gefickt hat, weiß, dass sich das manchmal als schwierig entpuppt, doch hat man erst mal den richtigen Grad der Ausnüchterung erreicht (heißt: funktionieren die Geschlechtsteile wieder so, wie sie sollten), kann man sich wohl auf den besten Fick seines Lebens gefasst machen. Ich sage doch: Katersex ist der beste Sex!

Nach dieser Nacht hatte ich das erste Mal Analsex. Ich war tatsächlich so geil, dass ich mich gar nicht entscheiden konnte, in welches meiner Löcher mein Freund mich zuerst ficken sollte und gleichzeitig entspannt genug, dass das ganz ohne Schmerzen ging. Die restlichen Drogen in meiner Blutbahn taten wohl ihr übriges, aber während er mich mit der nötigen Vorsicht, ohne dabei zu sanft zu sein, fickte, kam ich so hart, dass ausgedehnte (pun indended) Arschficks seitdem ganz oben auf der Liste meiner persönlichen Vorlieben stehen. Auch nüchtern.

Damit wäre eines bewiesen: Sex während des Auskaterns macht nicht nur, dass das schlechte Gefühl, das so eine durchzechte Nacht mit sich bringt, schneller verschwindet, es verleitet auch zu Experimenten, die sich das ein oder andere Mal dann doch als extrem gut herausstellen. Auf ausgefallene Fesselspielchen sollte man allerdings lieber verzichten, wenn die Durchblutung des Körpers noch nicht richtig funktioniert. Genauso wie sich Deep Throating und extreme Facefucks nicht unbedingt gut machen, wenn der Magen aufgrund des hohen Alkoholkonsums am Vortag eh schon rebelliert. Ich spreche da aus Erfahrung.

Es sei denn, du stehst darauf, beim Sex angekotzt zu werden. Dann probiere das nach einer durchzechten Nacht unbedingt! Die Schwelle, die einen zum Entleeren seines Mageninhalts auf den Schwanz des Partners bringt, ist viel schneller erreicht als wenn man nüchtern ist. Ist aber irgendwie auch noch ekliger. Und ich glaube, Lust, die Sauerei danach aufzuwischen, hat man im Katerzustand noch weniger als nüchtern. Aber vielleicht stehst du ja auch darauf, in deiner oder fremder Kotze zu schlafen. Dann probiere das bitte unbedingt!

Ansonsten: Tut, worauf ihr Bock habt. Denn ich weiß, dass ihr Bock habt. Ein guter Rausch lässt die Libido nämlich mindestens so krass hochschnellen wie ein guter Porno. Das wisst ihr, das weiß ich und das wissen sogar unsere Eltern. Fickt, lasst euch ficken und zeigt dem Kater mal so richtig, wo es lang geht. Euer von Alkohol und Drogen geschundener Körper wird es euch danken.

Sollte sich kein potentieller Geschlechtspartner in der Nähe befinden und das Tindern im Katerzustand zu anstrengend sein, tut es natürlich auch die gute alte Selbstbefriedigung. Ob mir der Hand oder mit Spielzeug, das ihr euch in die Körperöffnungen eurer Wahl steckt: Wenn ihr verkatert seid, solltet ihr es auch auf alle Fälle besorgen.

Das ist zwar nur halb so schön wie richtiger Sex, aber gegen den Kater hilft es allemal. Wenn nicht beim ersten, dann beim zweiten oder dritten Orgasmus. Versprochen! Und das Bett verlassen sollte jemand, der gerade erst dabei ist, wieder nüchtern zu werden, sowieso erst für die abendliche Katerpizza vom Lieferdienst.

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Topman