Rock am Ring - Das Land der lauten Leute

Rock am Ring feierte in diesem Jahr das 30-jährige Jubiläum. Allerdings nicht auf dem beliebten Nürburgring, sondern dem Flugplatz Mendig. Fast 100.000 Menschen pilgerten mit Bier-Bong und Dosen-Ravioli zur neuen…

Das Land der lauten Leute

Rock am Ring feierte in diesem Jahr das 30-jährige Jubiläum. Allerdings nicht auf dem beliebten Nürburgring, sondern dem Flugplatz Mendig. Fast 100.000 Menschen pilgerten mit Bier-Bong und Dosen-Ravioli zur neuen Location, um Bands wie Die Toten Hosen, The Prodigy oder Kraftklub live zu erleben. Einige wenige kamen nur, um sich mit Flunkyball und dem richtigen Pegel „The Festival Time Of Their Life“ zu machen. Ganz nach dem Motto: „Scheiß drauf – Rock am Ring ist nur einmal im Jahr!“

Die Besucher auf dem VIP-Campingplatz haben sich dieses Motto wohl sehr zu Herzen genommen. Schon am Freitag, bevor das Festival überhaupt richtig los ging, hatten drei anonyme Scheißer in den Duschen ihr Geschäft erledigt und somit allen anderen VIP Besuchern einen richtiges Abenteuererlebnis bereitet. Überlegt euch also gut, ob ihr fast das Dreifache für ein VIP-Upgrade bezahlen wollt.

Die brühende Hitze am ersten offiziellen Festivaltag und das mittelgroße Riesenrad auf dem Gelände erinnerten ein wenig an das berühmte Coachella Festival in Kalifornien. Somit hat es einen auch kaum verwundert, dass man mehr und mehr Skinny Bitches in Indianer-Montur statt bierbäuchige Ring-Rocker erblickte.

Eine besonders gute Aussicht über das gemischte Publikum hatte man vom Jägermeister Gasthof. Mein persönliches Highlight, am selben Tag, war übrigens der Auftritt von Trash-Gott Alexander Marcus mit der Jägermeister Blaskapelle. Zusammen rockten sie auf dem Balkon vom Gasthof seinen größten Hit „Papaya“. Danach war sich Alexander Marcus auch nicht zu schade mit seinem neuen Sidekick „Hundi“ an den Turntables seine DJ-Künste unter Beweis zu stellen. Wer diese Show verpasst hat, bekommt beim Deichbrand Festival eine zweite Chance.

Was einem beim Betreten des Festivals sofort auffiel, war das übergroße Gelände. Man musste locker 20 Minuten einrechnen, um vom einen Ende bis zum anderen Ende zu laufen – im nüchternen Zustand, ohne gesammelte Menschenmassen, die einem den Weg versperren. Wenn man einmal herumgefragt hat, wie den Besuchern die neue Location gefällt, hat man überraschenderweise sehr viel positives Feedback erhalten.

Im Durchschnitt sind die meisten froh, dass das neue Gelände viel breiter und nicht so schlauchig wie beim Nürburgring ist. Das sollte dem Veranstalter doch ein wenig freudig stimmen, nachdem in der Nacht von Freitag auf Samstag Weltuntergangsstimmung herrschte. Nach neun Jahren Wettererfahrungen bei Rock am Ring war das jedenfalls die prägendste für mich. Ca. 33 Leute wurden vom Blitz getroffen und etliche haben einen Schock erlitten.

Ich selbst bin klitschnass zum Auto gelaufen und habe dort zwei Stunden auf Monster-Regentropfen und glasklare Blitze gestarrt. Am nächsten Tag habe ich mich mit Lügengeschichten und der Macht des Busens in den Artist-Bereich gemogelt. Dort gab es Free-Drinks und veganes Chili sin Carne, aber keine Künstler. Dafür sah man dort Mode-Bloggerinnen in Hotpants und die YouTube-Stars Bibi und Julian. Die Toiletten waren dort allerdings sehr sauber.

Am letzten Tag standen die „Foo Fighters“ als große Headliner auf der Bühne. Eine Band, die man unbedingt mal gesehen haben muss. Das reicht dann aber auch. Während Dave Grohl noch auf der Bühne stand, habe ich mich gelangweilt ein letztes Mal zum Jägermeister Gasthof aufgemacht. Dort gab es ein DJ-Set von FRAU DIAVOLO aka Teute und Totze von den Beatsteaks. Dort war die Stimmung um einiges heißer als vor der Hauptbühne.

Bevor ich mich für dieses Jahr endgültig vom Festival verabschiedete, stand ich allerdings noch eine Stunde mit offenen Mund vor der Crater Stage, um Slipknot zu sehen. ABSOLUT BESTER ACT 2015. Wer diese Show noch nicht gesehen hat, kann sie sich hier reinziehen. Allein die Bühnen-Deko und Pyro-Show sind absolut sehenswert.

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