I ♥ Tokyo - Akihabara ist das Paradies der Nerds

Wer sich in die Tiefen der elektronischen Stadt von Tokio, im Osten der Yamanote-Ringlinie, wagt, der wird von der totalen Moderne verschlungen, einer apokalyptischen Zukunft, die im absoluten Gegensatz zum…
I ♥ Tokyo

Akihabara ist das Paradies der Nerds

Wer sich in die Tiefen der elektronischen Stadt von Tokio, im Osten der Yamanote-Ringlinie, wagt, der wird von der totalen Moderne verschlungen, einer apokalyptischen Zukunft, die im absoluten Gegensatz zum seelischen Frieden steht, einer Idylle, die wir uns oft so vehement zurück wünschen. Akihabara, das ist ein mit Technik, Lichtern und Tönen durchzogener Ort. Ruhe findet hier niemand, doch Ablenkung jeder.

Unzählige mehrstöckige Geschäfte voller elektronischer Errungenschaften teilen sich den engen Platz rund um den Bahnhof in Chiyoda. Waschmaschinen, Fernseher, Handys. Von den bunten Reklametafeln und den J-Pop-Songs, die aus allen mehr oder minder versteckten Lautsprechern simultan ertönen, darf man sich nicht ablenken lassen, Akihabara ist ein Ort voller gut versteckter und oft delikater Schätze.

Man muss sich nur durch die kleinen und großen Türen wagen, in die Hinterhöfe und auf die Treppen. Nicht selten stolpert man so in von der Außenwelt abgeschottete Wunderwelten. In gigantische Hallen, in denen es nur Brettspiele zu kaufen gibt. In rötlich schimmernde Gänge, an deren Seiten sich DVDs mit nackten Mädchen stapeln. In kleine Keller, in denen kleine Plastikfiguren vertrieben werden.

Und natürlich Anime, Manga und Videospiele. Überall, ob alt, ob neu, ob rar, ob massig. Wer ein Herz für Nostalgie hat, dem schmilzt es in Akihabara schlichtweg fort. Super Nintendo, Mega Drive, Game Boy. Sie lächeln euch an, die gezeichneten Figuren aus eurer Kindheit, ihr wollt nur noch zugreifen und kaufen und zugreifen und kaufen und zugreifen und kaufen. In Akihabara werden Kindheiten konserviert.

Vorbei an Cafés, in denen süße Mädchen in noch süßeren Kostümen Kaffee und Kuchen verkaufen, hinein in die Comichöllen, aus der es kein Entkommen mehr gibt. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Für die Abenteuerlustigen, für die Verliebten. Für die Technikbegeisterten, für die Musikliebhaber. Für die Witzigen, für die Perversen. Erfundene Welten im Überfluss. Japaner brauchen das, heute mehr denn je.

Wer noch ein paar Yen übrig hat, der steckt diese in einen der niedlich aussehenden Spielautomaten, die mit Highscores, Spaß und Gewinnen locken. Bleibt man mutig und konzentriert, findet ein Plüschtier den Weg in die eigenen Arme. Oder eine Maske. Oder ein kleines Maskottchen, das das Glück bündeln soll. Geld wird in den Hochhäusern schneller in Ware umgewandelt als man gucken kann.

Akihabara soll kein Ort sein, an dem sich Menschen wohl fühlen. Er ist ein Konsumtornado, der den nationalen Handel unaufhaltsam rotieren lässt. Eine mit Lichtern und Tönen dekorierte Maschine. Und doch streift man mit einer lodernden Genugtuung durch die lauten Straßen dieses Ungetüms, wenn man sich dafür begeistern kann, welche Bedeutung dieser einzigartige Ort besitzt. Akihabara ist das Paradies der Nerds.

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