Freunde aus der Fremde - Wir vermieten unser WG-Zimmer an Flüchtlinge

Euer Mitbewohner Hannes ist ausgezogen, weil er in Indien ein Mädchen kennengelernt hat und jetzt denkt, er müsse im Wald seine Erleuchtung finden? Kein Problem. Ihr könnt das leere Zimmer…
Freunde aus der Fremde

Wir vermieten unser WG-Zimmer an Flüchtlinge

Euer Mitbewohner Hannes ist ausgezogen, weil er in Indien ein Mädchen kennengelernt hat und jetzt denkt, er müsse im Wald seine Erleuchtung finden? Kein Problem. Ihr könnt das leere Zimmer ja einfach auf WG-Gesucht packen oder per Airbnb zu Geld machen. Ooooder… ihr könnt einen Flüchtling dort wohnen lassen. Aus Kenia. Oder Syrien. Oder Russland.

Golde, Mareike und Jonas haben gemeinsam das Projekt Flüchtlinge Willkommen ins Leben gerufen, das geflohene Menschen aus aller Herren Länder in WGs in Deutschland und Österreich packt. Oft können sie nirgends anders hin. Warum dann also nicht die paar Quadratmeter nutzen, um etwas Gutes zu tun – und womöglich einen neuen Freund fürs Leben zu finden?

Die Botschaft der drei jungen Berliner ist klar: „Wir sind der Auffassung, dass geflüchtete Menschen nicht durch Massenunterkünfte stigmatisiert und ausgegrenzt werden sollten, sondern dass wir ihnen einen warmen Empfang bieten sollten. Wir sind der Meinung, dass wir gemeinsam eine andere Willkommenskultur in Deutschland etablieren sollten.“

Die Unterbringung von geflüchteten Menschen in privaten Unterkünften hält für beide Seiten Vorteile bereit. Auf der einen Seite ermöglicht ihr euren neuen Mitbewohnern eine schnellere und einfache Integration, sie lernen effektiver Deutsch und können so zeitnaher auf eigenen Beinen stehen. Und sie bringen euch auf der anderen Seite ihre eigenen Kulturen und Ansichten näher.

Doch wie funktioniert das mit der Miete, wer kommt dafür auf? „Für die Finanzierung der Miete gibt es viele Möglichkeiten. Wir selbst haben positive Erfahrungen mit Mikrospenden gemacht und können das absolut empfehlen. Dabei sagen mehrere Leute monatliche kleine und Kleinstspenden für einen gewissen Zeitraum zu und richten einen Dauerauftrag ein. Viele Bundesländer fördern den Auszug aus Sammelunterkünften und übernehmen auch die Kosten der neuen Unterbringung.“ Na dann.

Wenn ihr euch gut mit eurem potentiellen Mitbewohner versteht, dann hat sich euer leeres Zimmer schon bald wieder mit Leben gefüllt. Vielleicht geht’s eurem neuen Freund aus Kenia, Syrien oder Russland dann sogar besser als Hannes, der in Indien im Wald sitzt. Ohne Mädchen. Und ohne Wohnung. Naja. Alle Infos zu Flüchtlinge Willkommen findet ihr auf dieser schicken Webseite.

Via: Leni. Foto: Jean-Paul Pastor Guzmán / Flüchtlinge Willkommen

Tally Weijl

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