Miauende Monster - Katzen sind im Grunde nichts weiter als herzlose Parasiten aus der Hölle

Unsere Gesellschaft wird häufig, unter anderem, durch die Leidenschaft für unsere haarigen Mitbewohner gespalten. Nicht der bärenartige Heavy-Metal- und “Dungeons & Dragons”-Nerd, mit dem gezwirbelten Kinnbärtchen, der sich mit euch…
Miauende Monster

Katzen sind im Grunde nichts weiter als herzlose Parasiten aus der Hölle

Katze

Unsere Gesellschaft wird häufig, unter anderem, durch die Leidenschaft für unsere haarigen Mitbewohner gespalten. Nicht der bärenartige Heavy-Metal- und “Dungeons & Dragons”-Nerd, mit dem gezwirbelten Kinnbärtchen, der sich mit euch die Miete teilt, ist gemeint. Nein, sondern das, was ihr eigentlich, als vernünftige Studenten, nicht zu Hause habt, zumindest, falls ihr wissen solltet, was Verantwortung bedeutet: Einen Vierbeiner.

Das ist euch immer noch nicht präzise genug, weil ihr eventuell sadistisch veranlagt seid und euren Partner mit Freude beim Liebespiel auf dem scheuernden Teppichboden krabbeln seht? Verdammt, ich rede von einem Haustier! Das, was Mami und Papi euch früher mal geschenkt haben, um euch pädagogisch wertvoll zu erziehen. So war es zumindest bei mir gedacht. Ein Tier soll einem Verantwortungsbewusstsein lehren.

Ich, zum Beispiel, fand es damals einfach verdammt reizend, meinen Mischlingsdackel in kleine T-Shirts und Mützchen zu kleiden. In meinem pinken Kinderwägelchen sah er einfach hinreißend aus. Ich kann euch, egal wie sehr ihr jetzt schimpft, trotz alledem nicht bestätigen, mein bester Freund auf vier Pfoten hätte sich damals auf meinen aufwendig vorbereiteten Modeshows nicht wohl gefühlt. Ich bin überzeugt davon, er hatte riesigen Spaß.

Trotzdem: Lasst eure Kinder bitte niemals mit einem passionsfähigen Lebewesen alleine! Nicht jeder hat so ein sanftes Händchen wie ich. Und wir alle kennen schreiende, erbarmungslose Schokoladenmünder und ihre noch nicht ausreichende Fähigkeit zur Empathie. Die meisten Hunde würden nämlich weder murren, noch ihren vertrauten Peiniger mit den grabschenden Puddingfingern beißen, schließlich sind sie ja das liebenswürdigste Tier, das die Evolution hervorgebracht hat.

Man könnte jetzt schnell behaupten, Hunde schenken einem nur deshalb Zuneigung, um mühelos Nahrung zu ergattern und ihre von Flöhen verseuchten Bäuchlein gestreichelt zu bekommen, aber solche Äußerungen können nur von emotionslosen Pessimisten stammen, die zu der Fraktion „Gefühle entstehen ausnahmslos aus chemischen Vorgängen usw.“ gehören.

Würde ein kleiner, liebenswerter Yorkshire Terrier einem dieser verbitterten, einsamen Seelen nur einmal mit seiner nassen Zunge über die Wange schlecken, wäre ihr Herz erwärmt und sie könnte nicht anders, als zum Stöckchen zu greifen und sich der Liebe eines Hundes hinzugeben.

Okay, zugegeben, ich bin kurz abgeschweift und habe etwas dick aufgetragen. Fakt ist doch, dass die Loyalität dieser Tiere, einmal gefestigt, beinahe unumkehrbar und grenzenlos ist. Die Klassifizierung, ob jemand Hunde- oder Katzenliebhaber ist, sagt, meiner Erfahrung nach, einiges über einen Menschen aus. Natürlich, ich verstehe das. Katzen sind elegant. Und Katzen riechen nicht. Oder zumindest riechen sie nicht nach Hund.

Katzenhaftigkeit hat etwas Gefährliches und Erotisches an sich, denkt man nur an Catwoman. Halle Berry hätte in einem Beaglekostüm höchstwahrscheinlich nicht einmal halb so vielen pubertären Jungs Spaß in die Hose gebracht. Aber wir alle kennen das Phänomen der Schönheit ohne Herz. Jeder Teeniefilm hat uns doch in zahlreicher Ausführung gelehrt, dass sich der etwas Trottelige, aber Liebevolle, der beiden Kandidaten, stets als die richtige Wahl herausgestellt hat.

Ihr könnt also meinetwegen behaupten, eure Muschi sei, von ihrem Verhalten her, viel komplexer als der sogenannte beste Freund des Menschen, weil sie nicht jedem Dahergelaufenen die Hand leckt. Aber das hat nichts damit zu tun, dass sie sich ein bestimmtes Selektionsmuster angeeignet hat, nachdem sie nur mit bestimmten Personen sympathisiert, nein, es hat was mit dem allgemeinen Welthass zu tun, den Katzen mit ihren durchdringenden Blicken auf uns abfeuern.

Ihr erinnert euch alle mit Sicherheit an den filzigen, schlecht dreinschauenden Star von 9GAG. Auf eine ganz banale Art und Weise, nämlich dem Nicht-Verbergen des wahren Charakters seiner Spezies und die rasende Unterstützung von euch, durch das Teilen seiner Bilder auf allen sozialen Netzwerken, hat das goldige Fellknäuel namens Grumpy Cat, letztes Jahr mehr Geld eingebracht, als beispielsweise Schwerstverdiener Will Smith.

Das, liebe Leute, ist der erste Schritt der lange geplanten Herrschaft über uns! Ich will nicht leugnen, dass ich hin und wieder dazu neige zu übertreiben, was wäre auch eine Leben ohne effekthascherische Ausschweifungen. Aber ihr wisst es doch sicher alle selbst, dass neben Verschwörungstheorien bezüglich 9/11, den Illuminaten und Kanye Wests Baby, auch unzählige geheimbündlerische Geschichten im Umlauf sind, bezüglich der wahren Herkunft von Katzen.

Ein Exempel wäre der Mythos, die schnurrenden Parasiten kämen aus dem All und leben unter den Menschen, um sie zu infiltrieren und Informationen für das Mutterschiff zu beschaffen. Mir geht es an dieser Stelle nicht um Authentizität (wow, klingt das klug), sondern um das Ausdrücken meiner Verständnislosigkeit. Katzenmasken, Katzenvideos, T-Shirts mit frechem „Meow“-Aufdruck und natürlich auch die Lieblinge des Facebook-Nutzers, die herzerwärmenden Katzenemoticons.

Ich meine, ich war letztens auf einer dieser nur fast peinlichen Dildopartys, und die Eindrücke des Abends wurden dann im Nachhinein von unserer Dildofee, die in Gestalt der Menopausen-breit-wie-hoch-Schaumfestigerlocken-Heike zu uns geschwebt kam, in einem Album festgehalten, dessen Cover kleine Kätzchen zierten, die in einem Stiefel hockten. Katzen überall. Zufall?

An dieser Stelle wünsche ich mir Jonathan Frakes, einer der zahlreichen RTL2-Stars meiner Kindheit, als Ansprechpartner. (Was der Mann wohl gerade tut?!) Ihr behauptet, das alles läge daran, dass diese Vierbeiner so anbetungswürdig niedlich sind? Glaubt mir, dann gehört ihr nur zu denjenigen, die sich von süßen Instagram-Fotos, oder solltet ihr aus einer analogeren Generation kommen, dann putzigen Glitzerklebebildchen, habt täuschen lassen.

Denkt denn niemand an Beethoven, Komissar Rex oder Lassie? Verdammt nochmal, Lassie hat Timmy aus dem Brunnen gerettet! Mehrmals! Nein, es müssen ja Katzen sein. Das Verlogenste, was der Mensch sich in seine heimischen vier Wände geholt hat. Selbst dem penetranten Klinkenputzer, der euch den neuesten High-Tech-Staubsauger verkaufen will, könnt ihr mehr Vertrauen schenken. Der verkauft euch zwar Scheiße, ist aber höchstwahrscheinlich, in seiner ganzen Einfachheit, selbst von der Qualität seines Auftrages überzeugt. Dummheit ist keine Schande!

Die Tatsache, dass Katzen der Hauptwirt eines perversen, teilweise tödlichen Parasiten sind, ist wahrscheinlich nur den Wenigsten von euch bekannt. Alle von euch, die sich gerade etwas Essbares ins Gesicht schieben, denen rate ich: Stellt eure kulinarischen Köstlichkeiten, Salamitoast oder Spaghetti Bollo, kurz beiseite!

Der Star der Stunde heißt Toxoplasma gondii und lebt in der Katzenscheiße, die ihr Tag für Tag fein säuberlich, und mit Balance, aus dem stinkendem Streu heraus siebt. Der Lebenssinn dieses winzig kleinen Schmarotzers ist es, sich in eurem Gehirn festzusetzen, genau an der Stelle, an der sich euer Angstzentrum befindet, welches dafür sorgt, dass ihr nicht lachend in eine Kreissäge rennt.

Er beschädigt es gezielt und kann euch dadurch so manipulieren, dass ihr Risiken nicht mehr einschätzen könnt und euch in lebensgefährliche Situationen bringt. Dieser Parasit verwandelt euch somit in praktisch suizidgefährdete Adrenalin-Junkies und will euren Tod! Hört sich unheimlich und abgedreht an, aber wenn ihr mir nicht glaubt, fragt doch Dr. Google.

So, nachdem wir nun knapp tausend Wörter umfassenden Shitstorm auf Katzen hinter uns gebracht haben, kommen in mir langsam Befürchtungen auf, ich könnte den einen oder anderen von euch eventuell mit meinen Behauptungen verletzt haben. Zwar ist es mir ziemlich egal, wer wie mit mir sympathisiert, trotzdem möchte ich euch eine Erklärung für den Anfang meines grenzenlosen Grolls gegen eure Lieblinge liefern.

Beinahe jeglicher Generation aus der westlichen Welt dürfte der Disney-Klassiker “Susi & Strolch” ein Begriff sein. Die zwei süßen Hündchen, die sich den Nudel-Hackfleischbällchen-Teller im vermüllten Hinterhof eines italienischen Restaurants teilen. Insgesamt ein ganz toller Film, keine Frage, der gute Walt und seine Crew haben sich zweifellos, wie gewohnt, eine Menge Mühe gegeben, um die Herzen der Kleinen und Großen höher schlagen zu lassen.

Nur was zur Hölle sollte das mit den zwei grausamen, vom Teufel persönlich domestizierten Siamkatzen? Als die beiden blauäugigen Hadesviecher aus dem Korb getänzelt kamen, hatte meine Mutter früher stets Mühe mich zu beruhigen, weil ich aus tiefster Angst und vollem Herzen zu weinen und zu schreien anfing.

Ich meine, schaut euch das Spektakel an, kramt die alte VHS-Kassette aus den verstaubten Kartons, neben vergilbten Barbies oder Lego-Bergen, heraus und gebt euch den vollen Horror. All die Splatter-Filme von heute sind meines Erachtens nach stumpfsinniger Blödsinn, getaucht in jede Menge Kunstblut, gerne noch kombiniert mit einem Hauch Sci-Fi. Diese Szene mit den zwei Scheusalen, die die kleine Susi tyrannisieren, ist echter Psychoterror und hat mich für den Rest meines Lebens traumatisiert.

Zusammenfassend will ich damit einfach ausdrücken, ihr könnt mich hassen so sehr ihr wollt, dafür, dass ich die Wahrheit ausgesprochen habe. Aber vielleicht habe ich ja doch den einen oder anderen zum Nachdenken und Verriegeln der Messerschublade und Verschließen der Schlafzimmertür anregen können. Falls während des Lesens dieses Artikels zufällig euer fetter, gelbäugiger Kater aus dem Hinterhalt zugesehen hat, packt noch heute Nacht eure sieben Sachen, kauft, um Zeit zu gewinnen, kiloweise Katzenminze und verlasst die Stadt. Er weiß nun, was ihr wisst. Glaubt mir, es ist nur zu eurem Besten…

Foto: Moni Haworth

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