Digitale Seelenlosigkeit - Hier sind 10 Gründe, warum dein Blog leider einfach nur unglaublich scheiße ist

Blogs gibt es heutzutage wie Sand am Meer. Wie Pilze schießen sie aus dem Boden. Die digitalen Catwalks, die kunterbunten Magazine, die geldgeilen Copycats. Gute Perlen gibt es viel zu…
Digitale Seelenlosigkeit

Hier sind 10 Gründe, warum dein Blog leider einfach nur unglaublich scheiße ist

Blogs gibt es heutzutage wie Sand am Meer. Wie Pilze schießen sie aus dem Boden. Die digitalen Catwalks, die kunterbunten Magazine, die geldgeilen Copycats. Gute Perlen gibt es viel zu wenige, dafür werden wir überrannt von ätzenden Geschäftsleuten, die denken, Weblogs wären der letzte Schrei, um damit andere zu verarschen und am besten noch ein wenig Asche abzusahnen. Diese zehn Gründe zeigen dir, dass dein Blog leider einfach nur unglaublich scheiße ist…

Grund 1: Du postest alles, was mehr als zwei Likes auf Reddit, 9GAG oder Imgur hat

Es ist kein Wunder, dass du Besucherzahlen bis unters Dach hast, wenn du einfach alles ungefiltert und ohne Sinn und Verstand auf deinen Blog packst. LOL, guckt euch dieses lustige Katzenvideo an, das vor fünf Jahren schon bei “Upps! – Die Pannenshow” lief. ROFL, dieses Gif eines furzenden Babys gibt dir den Glauben an die Menschheit zurück. OMG, dieses Foto einer regenbogenfarbenen Eiscreme müsst ihr gesehen haben! Tu dir doch selbst einen Gefallen und bastle dir ‘nen Bot, der einfach automatisch beliebte Posts aus dem Netz zieht. Damit hast du den Preis für den seelenlosesten Blog der Welt sicher.

Grund 2: Du bloggst nur übers Bloggen

Wie verdient man mit Blogs Geld und welche Software nutzt man zum Bloggen und womit bekommt man Leute, die 65 Jahre alt sind und sich nur für Hirschgeweihe, Bockbier und Kaffeefahrten in den Schwarzwald interessieren, noch heute dazu einen Blog aufzusetzen? Eben. Blogs, die nur übers Bloggen schreiben, sind wie Musiker, die nur über Instrumente singen, Künstler, die nur Pinsel zeichnen, oder Youtuber, die nur über Videos plaudern. Inzest in seiner nervigsten Form. Von Menschen, die nichts anderes haben, als sich durch ein Thema zu profilieren. Diesen Leuten sind Blogs doch vollkommen egal, ihnen geht’s lediglich ums Geld. Sucht euch bitte einen anderen “Beruf”, anstatt Menschen, die aus Leidenschaft bloggen, auf euer Niveau zu ziehen.

Grund 3: Du verlinkst deine Quellen nicht

Hey, diese tolle Videoserie über das Leben von goldkackenden Hirschen in Westschweden würde auch super in dein eigenes Blog passen? Kein Problem: Einfach den gesamten Artikel kopieren, ein wenig umschreiben, raushauen – und sich über allerlei Likes und Shares freuen. Juhu! Aber natürlich eines nicht vergessen: Auf gar keinen Fall den Blog verlinken, auf dem du das Thema gefunden hast. Warum? Naja, damit alle denken, du hättest das ganz alleine entdeckt! Du krasses Individuum du! Leider ist das nicht einfach nur armselig, sondern auch komplett dem Gedanken des Internets zuwider: Die Vorteile kollektiven Denkens, voneinander zu profitieren. Außerdem machst du dich damit nicht allzu sehr bei deinen Kollegen beliebt.

Grund 4: Du hast keine Persönlichkeit

Du hast dir irgendwo ein WordPress-Theme heruntergeladen und es nicht einmal für nötig gehalten, das Teil nach deinen persönlichen Vorlieben anzupassen. Außerdem postest du Artikel zu den wildesten Themen, ohne auch nur eine rote Linie zu haben. Es gibt nirgends ein Foto von dir, dein Blogname ist scheiße und in deinem About-Text stehen nur 08/15-Infos ohne Liebe, Seele oder Charakter. Ganz ehrlich: Gib’s auf. Wer so etwas ernst gemeint in Netz stellt, der hat keinen Plan von gar nichts. Nerv deine kleingeistigen Freunde lieber wieder mit Candy-Crush-Einladungen auf Facebook, aber versuche nicht, zu einem Sprachrohr deiner Generation zu avancieren. Dafür verstehst du zu wenig von der großen, weiten Welt da draußen.

Grund 5: Du rebloggst mit nur einem Satz

Klar, du schaffst um die 60 Artikel am Tag. Aber warum? Weil du im Minutentakt irgendwelche 9Gag-Fotos und Buzzfeed-Videos mit einem einzigen Satz teilst, dessen Persönlichkeitsniveau irgendwo bei Abstellgleis liegt. „Kaninchen tanzt“. Aha. Und warum findest du das jetzt toll? „Jeden Montag dasselbe“. Okay, cool. Aber was genau magst du an Montagen nicht? Deinen Job, das frühe Aufstehen, deine Kollegen? „Krieg unter Nachbarn“ Ja, lustig. Aber was weiß ich dadurch jetzt mehr über dich? Gar nichts. Hast du überhaupt ein eigenes Leben, einen eigenen Charakter, identifizierst du dich überhaupt mit dem, was du da bloggst? Nein? Naja, okay…

Grund 6: Du kennzeichnest Werbung nicht

Es ist schon seltsam, wenn plötzlich überall das neue Duschgel von AXE als Werbung aufploppt, nur bei dir, genau, auf deinem Blog, die gleiche Kampagne mit den gleichen Fotos und dem gleichen Video zu sehen ist, aber nirgends steht, dass du für diesen Post Geld bekommen hast. Mal ehrlich, willst du deine Leser einfach nur verarschen oder warst du vielleicht auch noch so dumm, das alles für einen Gutschein zu machen? Beides wäre ziemlich blöd von dir. Ganz kurz: Wenn du für einen Post Knete bekommst, dann schreib das gefälligst hin! Danke.

Grund 7: Du hast keine eigene Meinung

Alles unreflektiert nachzuplappern ist der Untergang der modernen Gesellschaft. Jaja, Pegida ist scheiße, oh nein, Satire darf nicht verboten werden, Hilfe, Russland will uns alle erobern. Aber was ist, wenn ihr dir sage, dass du, bevor du irgendwelche Meinungen zu deiner eigenen machst, erst einmal darüber nachdenkst, sie hinterfragst, einen eigenen Standpunkt festigst? Natürlich kommst du dann tatsächlich zu dem Ergebnis, dass Pegida ätzend ist. Aber vielleicht fragst du dich dann auch, ob dämliche Satire nicht einfach nur dämlich ist oder ob Putin wirklich in dein Dorf einmarschieren will. Vielleicht ja, vielleicht nein. Aber hab deine eigene Meinung!

Grund 8: Du hast ein unübersichtliches Design

Deine Startseite ist ein unübersichtliches Minenfeld aus aktuellen Artikeln, mies gefilterten Instagram-Fotos und seltsamen Kategorie-Geschwüren, das keiner außer dir versteht? Herzlichen Glückwunsch: Dein Design ist hiermit offiziell scheiße! Kunstvolle Gestaltung ist zwar, bis zu einem bestimmten Grad, ganz nett, aber was ich als Leser und Besucher wirklich will, ist Übersichtlichkeit. Neue Artikel oben, alte Artikel unten. In dieser Reihenfolge, nicht anders. Sonst suche ich mir ‘nen Wolf und bin schneller weg als ihr Page Impressions sagen könnt. Das ist doch wirklich nicht so schwer zu verstehen…

Grund 9: Du hast mehr Werbeposts als normale Posts

Grob geschätzt würde ich sagen: Wenn du mehr als 50 Prozent bezahlte Artikel pro Woche auf einem Blog hast, dann verdienst du damit zwar (hoffentlich) ordentlich Kohle, aber andererseits gehörst du damit offiziell zum Abszess eines einst so vielversprechenden Mediums. Dein Blog existiert nicht, weil du damit Menschen glücklicher machen möchtest. Dein Blog existiert lediglich als Use Case, um Firmen dazu zu bringen, so viele Euronen wie möglich in dich hinein zu drücken und dich hoffentlich auch noch um die Welt zu karren. Daran ist auch nichts auszusetzen, aber dann tu gefälligst nicht so, als hätte dein Projekt eine Seele.

Grund 10: Du lügst

Das Schlimmste, was du machen kannst, ist es, deinen Besuchern, ohne rot zu werden, ins Gesicht zu lügen. Das beginnt damit, dass du fremden Content als deinen eigenen ausgibst oder Ideen anderer Leute klaust, und endet damit, dass du deine Leser zu deinem eigenen Vorteil ausnutzt. Du tust so, als würde es um sie gehen, dabei geht es nur um dich und deinen persönlichen Gewinn. Sei immer ehrlich zu deinen Lesern! Klar darfst du manchmal ironisch, zynisch oder verrückt sein und die Wahrheit auch gerne mal ein wenig ausweiten, wenn es der Unterhaltung dient, aber eine Sache ist sicher: Karma’s a bitch. Was so viel bedeutet wie: Selbst wenn jetzt noch keinem deine dämlichen Lügen auffallen: Irgendwann wirst du dafür büßen. Und davor wird dich nicht einmal die Einsicht darüber, dass du ein beschissener Blogger bist, bewahren können…

Topman

Abonniert unseren Newsletter!

Drückt hier, um weitere aktuelle Neuigkeiten über Games zu lesen und drückt hier, um eigene Artikel und Fotos einzureichen. Oder folgt uns auf Facebook, Twitter, Instagram, Tumblr und Pinterest, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Urban Outfitters

Was ist deine Meinung?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Füge deinem Kommentar ein Bild hinzu:

22 Kommentare

NA-KD