Pixelporno - Fantasy Life ist eben kein Spiel, sondern eine bunte, süchtig machende Droge

Wisst ihr, ich hab hier ‘ne PS4 herum stehen. Und ich könnte “GTA V” zocken oder “Dark Souls 2” oder “The Last of Us”. Um mich zumindest kulturell zugehörig zu…
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Fantasy Life ist eben kein Spiel, sondern eine bunte, süchtig machende Droge

Fantasy Life

Wisst ihr, ich hab hier ‘ne PS4 herum stehen. Und ich könnte “GTA V” zocken oder “Dark Souls 2” oder “The Last of Us”. Um mich zumindest kulturell zugehörig zu fühlen. Aber was mache ich? Seit insgesamt 100 Stunden? Auf dem Klo sitzen und “Fantasy Life” auf meinem Nintendo 3DS spielen. Weil das miese Stück eben eine bunte, süchtig machende Droge ist.

Worum geht’s?

Ihr seid ein arbeitsloser Taugenichts, der auf dem Dachboden in einem märchenhaften Königreich wohnt und eines Tages von einem zwielichtigen Schmetterling dazu gezwungen wird, sich endlich einen Job zu suchen und die Welt zu retten. Schließlich stürzt der Himmel ein und kleine, hüpfende Karotten, eine Wiese weiter, fangen an, ungemütlich zu werden.

Worum geht’s wirklich?

Darum, euch so bunt und fröhlich wie möglich mitzuteilen, dass euer Dasein absolut sinnlos ist, wenn ihr nicht mindestens einer verdammten Berufung nachgeht. Dabei ist es vollkommen egal, ob ihr Koch oder Soldat oder Schreiner werdet. Die Botschaft ist klar: Hartz-IV-Empfänger sind das Übel der Gesellschaft. Und wenn ihr euch nicht vom Sofa runter rollt, ist das Ende nah.

Fantasy Life

Wie sieht’s aus?

Naja, grafisch dürft ihr jetzt keine noch nie da gewesenen Wunder erwarten. Aber die Welt von “Fantasy Life” ist so vollgestopft mit allerlei sympathischen Charakteren und aufmerksamen Monstern, dass ihr am liebsten sofort eure Sachen packen und dort einziehen wollt. Die Musik ist der Hammer und schwirrt mir auch nach Stunden noch im Kopf herum. Nur mal so.

Warum überhaupt?

Ich kann’s nicht in Worte fassen, warum ich manchmal nächtelang vor diesem kleinen Kasten hänge und nur noch schnell eine Aufgabe erledigen will. Nur noch eine. Und noch eine. Und noch eine. Aber die Bewohner dieser Welt sind so scheiße niedlich, und alle haben eine kleine Geschichte und Emotionen und wollen nur das Beste für einen.

Ihr werdet am laufenden Band belohnt und immer, wenn ihr denkt „Joah, jetzt wird’s langsam langweilig…“, ploppen vor euch wieder zwölf neue Herausforderungen auf, die so absolut anders und größer sind als alles zuvor, dazu die liebevolle Story und ständig neue Gebiete. Diesen fetten Fisch habe ich noch nicht gefangen, diesen weißen Drachen noch nicht getötet, diese Grabkammer noch nicht leergeräumt. Euer Questlog ist ständig prall gefüllt mit den skurrilsten Bitten.

Ich meine, ich habe jetzt 100 Stunden in das Teil investiert, ohne es zu merken und ohne irgendetwas zu bereuen, und ich habe noch nicht mal die Hälfte aller Jobs ausprobiert oder diesen fetten Turm auf der geheimen Insel durchgezockt, geschweige denn die Bonusaufgaben meiner Vermieterin abgeschlossen. Say what?

Fantasy Life

Für Fans von?

Wenn ihr “Animal Crossing” ganz interessant, aber einfach zu öde fandet, und gerne Rollenspiele auf dem Super Nintendo gezockt habt, dann ist “Fantasy Life” die perfekte Symbiose aus diesen zwei Welten. Dass es so viel zu tun gibt, geht ein wenig auf die Kosten der Tiefe, aber das ist okay. Der Typ da hinten will zehn goldene Äpfel – und ihr bringt ihm die gefälligst!

Okay, ähm, Fazit?

Wer einfach nur ein kleines, glücklich machendes Spiel zocken möchte, das einen herausfordert, immer wieder motiviert, aber niemals frustriert, wird “Fantasy Life” sofort in sein Herz schließen. Klar, es ist bunter als Hello Kitty im Regenbogenland, aber unter dieser knalligen Oberfläche versteckt sich digitales Kokain, das euch an die guten alten Zeiten erinnert und trotzdem voller Innovationen steckt. So, und wer verheiratet mich jetzt mit meinem Nintendo 3DS? Anyone?

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