Rache muss weh tun - Wenn du mir mein Herz brichst, dann breche ich dir eben dein Arschloch

„Wenn dir jemand das Herz bricht, dann brich ihm die Beine“, lautet ein zynisch illustrer Spruch, den man frisch Verlassenen gerne mit auf den Weg gibt. Als seelische Stütze, mit…
Rache muss weh tun

Wenn du mir mein Herz brichst, dann breche ich dir eben dein Arschloch

„Wenn dir jemand das Herz bricht, dann brich ihm die Beine“, lautet ein zynisch illustrer Spruch, den man frisch Verlassenen gerne mit auf den Weg gibt. Als seelische Stütze, mit einem gut gemeinten Augenzwinkern hinterher. Schwachsinn, sage ich. Wenn jemand dein Herz fickt, dann ficke ihn. Aber so richtig. In den Arsch.

Ungefähr drei Monate ist es jetzt her, dass mein Freund mit mir Schluss gemacht hat, weil er ein nettes, braves und nicht so anstrengendes Mädchen kennengelernt hat. Natürlich war ich stinksauer und wünschte ihr die Pest an den Hals. Jeden Morgen, jeden Abend, jede Nacht. Bis ich merkte, dass der Fehler gar nicht bei ihr liegt, sondern bei ihm.

Die Sache mit den netten, braven und nicht so anstrengenden Mädchen ist nämlich die: Sie sind auch im Bett oftmals sehr nett und brav. Da werden nicht einfach mal so Fäuste in die Muschi gesteckt und ins Gesicht spritzen geht auch nicht klar. Mein Ex hatte sich jedoch dafür entschieden, statt der versauten Rotzgöre, die ihr Sexleben mit Vorliebe dem Internet erzählt, eines der lieben Mädchen seine neue Freundin zu nennen.

So kam es, dass er zwar echt verliebt, jedoch auch sexuell frustriert wurde und begann, mich mit den perversesten Nachrichten, die ich je in meinem Leben erhalten hatte, zu bombardieren. Und ich habe schon viele perverse Nachrichten in meinem Leben bekommen, schließlich mache ich ja auch keinen Hehl daraus, dass ich auf so etwas stehe.

Ich hatte mit dem Typen, von dem ich Dinge wusste, die die Grenzen des guten Geschmacks und sozialen Verständnisses leicht sprengten, bereits alles gemacht – von mehr oder weniger leckeren Golden Showers bis hin zur fast schon klinisch anmutenden Prostatamassage fehlte nichts, außer einer klitzekleinen Sache: dem gepflegten Fick mit einem Strap-On.

Eigentlich ficke ich damit nur Mädchen. Ich genieße es sehr, meinen großen, harten Gummischwanz in ihre feuchten Mösen zu schieben und sie beim Kommen zu beobachten, während ich sie zärtlich ficke und mit der Zunge ihre Nippel lecke. Mir geht dabei so richtig einer ab und ganz oft wünsche ich mir, einen richtigen Schwanz zu haben. Ich glaube nämlich, dass es ziemlich geil sein muss, wenn man am Schwanz spürt, wie feucht das Mädchen, das da unter einem liegt, eigentlich ist und wie sich die Muskeln in ihrer Muschi zusammen ziehen, wenn sie einen Orgasmus hat.

Männer damit in den Arsch zu ficken gibt mir eigentlich nichts. Zumindest gab es mir nichts, bis ich es ausprobierte. Ich dachte immer, ich sei nicht der Typ, der andere gerne erniedrigt. Bis… naja, bis ich meinen Gummischwanz in das bis dato jungfräuliche Arschloch meines Exfreundes steckte. Oder in mein Arschloch von Exfreund. Im Prinzip kann man es nennen, wie man will.

Mein Ex hatte meinen fast schon episch anmutenden Strap-On schon häufiger bewundert und ich glaube, insgeheim ist er auch heute noch neidisch darauf, dass ich selbst entscheiden kann, wie groß mein Schwanz ist. Und dass ich natürlich immer einen hoch kriege, was bei ihm leider nicht immer der Fall war.

Manchmal trug ich den ledernen Harnisch auch für ihn und ließ ihn an meinem großen, schwarzen Schwanz saugen, doch gefickt habe ich ihn damit nie. Wie gesagt, Erniedrigung ist eigentlich nichts für mich – und es gibt ja wohl kaum etwas Erniedrigenderes für einen Mann, als sich nackt vor ein Mädchen zu knien und sich von einem Gummischwanz, der größer und härter ist als der eigene, penetrieren zu lassen.

Es war ein Freitagmorgen und ich saß gerade mit meiner Mitbewohnerin im Wohnzimmer, um mir mit ihr alte “Buffy”-Folgen anzusehen, als mich seine WhatsApp-Nachricht erreichte: „Wir sollten es noch mal treiben, Baby. So richtig dreckig. Anspucken. Anpissen. Fisten. Und ich will, dass du mich mit dem Strap-On fickst.“

Meine erste Reaktion darauf war ein lautes Lachen, hatte er doch am Tag zuvor zu mir gesagt, dass er mich nicht mehr ficken will, weil er jetzt dieses Mädchen hat. Mein zweiter Gedanke war: Ich tu's. Natürlich hätte ich seinen Schwanz gerne in mir gehabt, alleine um zu beweisen, dass ich viel geiler bin als „dieses Mädchen“, das den Begriff Deepthroat vermutlich nur aus dem Urban Dictionary kennt, wenn überhaupt.

Dass er jetzt jedoch angekrochen kam und wollte, dass ich meinen Schwanz in ihn stecke, machte die Sache noch viel spannender. Meine Mitbewohnerin saß derweil da und wusste nicht so genau, ob sie mich jetzt anfeuern oder aufhalten sollte – immerhin hatte mir der Typ aufs Übelste das Herz gebrochen und bei jedem Fick, den ich nach der Trennung eingegangen bin, immer ein Stück mehr davon behalten.

Letzten Endes entschied sie sich doch dazu, mich gehen zu lassen, half mir dabei, mir den Strap-On umzuschnallen – ich hatte nämlich vor, ganz stilecht mit Trenchcoat, Spitzenunterwäsche und besagtem Sexspielzeug bei meinem Exfreund aufzutauchen – und gab mir zur Verabschiedung High Five.

Als ich die Wohnung meines Ex, zu der ich noch immer einen Schlüssel besitze, betrat, lag dieser bereits mit heruntergelassener Hose auf der Couch, zog sie jedoch schnell wieder hoch, als er mich in meinem Aufzug sah. Er hatte Schiss, das konnte ich bis hierher spüren. In dem Moment wollte ich eigentlich schon wieder umkehren. Wenn ich eines noch weniger leiden kann als Lügner, dann sind das wohl Loser, die große Reden schwingen, bis sie mit der Situation, von der so angeblich so unglaublich krass träumen, konfrontiert werden.

Ich entschied mich jedoch dazu, zu bleiben und abzuwarten, bis er seinen Joint fertig geraucht hatte. Ich wollte dann doch nicht unverrichteter Dinge nach Hause kehren, nur um meiner Mitbewohnerin zu erzählen, dass mein Exfreund immer noch ein Arschloch ist, dessen Arschloch ich leider nie mit meinem Schwanz penetrieren durfte.

Also wartete ich, bis er fertig geraucht hatte, zwang ihn dann, sich vor mir zu entblößen und versohlte ihm den Arsch dafür, dass er mich so lange hatte warten lassen. Dann rammte ich ihm meinen großen, schwarzen Schwanz in sein kleines, enges Arschloch, wie er es zuvor immer so gern bei mir getan hatte und fickte ihn, bis er mich wimmernd darum bat, ihn endlich kommen zu lassen. Den Gefallen tat ich ihm allerdings nicht. Ich tauschte lediglich meinen Gummischwanz gegen einen Buttplug, den ich nicht mehr brauchte, ließ ihn den Strap-On noch schnell sauber lecken und verschwand grußlos in die Nacht.

Es war als letzter Fick geplant und ich finde, es ist nicht meine Aufgabe, einem Typen, der meistens schon nach fünf Minuten abgespritzt hat, weil das alles viel zu geil für ihn war, einen letzten Orgasmus zu verschaffen, während ich in der gesamten Beziehung nach jedem Fick eigentlich nur frustriert da lag und überlegte, wen ich wohl die Nacht darauf mit ins Bett nehme, nur um mal wieder so richtig geil zu kommen.

Soll sich doch die Neue damit rumschlagen. Statt eines Orgasmus habe ich eben meine Genugtuung bekommen. Und eine Geschichte, die noch bei so einigen Saufrunden mit Freunden für Erheiterung und große Augen sorgen wird. Noch bevor ich zu Hause ankam, hatte ich eine weitere Nachricht von ihm auf dem Handy: „Das war echt geil, auch wenn ich mir jetzt selbst einen runterholen musste. Doch bitte erzähl keinem etwas davon.“

Tja, liebe Jungs, und auch liebe Mädchen, was soll ich dazu sagen? Fangt endlich an, zu euren sexuellen Vorlieben zu stehen. Man unterhält sich sowieso darüber, ob im Netz oder privat. Und nichts ist so geil wie ein Mensch, der seine Perversion nach außen tragen kann, ohne dabei rot zu werden und das Stottern zu beginnen.

Nadine Kroll: Stellungswechsel
Urban Outfitters

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Tally Weijl

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3 Kommentare

  • rabbel

    Finde den Artikel super! Nichts als die Wahrheit und die Message dahinter ist so deep, wie das Arschloch deines Exfreundes!
    Nadine Kroll, ich feier dich!

  • Philipp

    Feier ich gerade übelst ab!

    Geile Aktion!

  • Schade, bis “entschied sie sich doch dazu, mich gehen zu lassen, half mir dabei, mir den Strap-On umzuschnallen – ich hatte nämlich vor, ganz stilecht mit Trenchcoat, Spitzenunterwäsche und besagtem Sexspielzeug bei meinem Exfreund aufzutauchen – und gab mir zur Verabschiedung High Five.” war es noch halbwegs realistisch.