Arbeiten im Ausbeuterbetrieb - Das hier passiert, wenn drei Modeblogger nach Kambodscha verfrachtet werden

Während ihr euch gerade ganz geil findet, weil irgendein drittklassiker Designer auch Modeblogger auf seine Fashion-Week-Show eingeladen hat, und dort, warum auch immer, mit Sonnenbrille, Notizblock und heruntergezogenen Mundwinkeln auftauchen…
Arbeiten im Ausbeuterbetrieb

Das hier passiert, wenn drei Modeblogger nach Kambodscha verfrachtet werden

Während ihr euch gerade ganz geil findet, weil irgendein drittklassiker Designer auch Modeblogger auf seine Fashion-Week-Show eingeladen hat, und dort, warum auch immer, mit Sonnenbrille, Notizblock und heruntergezogenen Mundwinkeln auftauchen werdet, sitzen am anderen Ende der Welt Menschen, die euch dieses schicke Leben für einen Hungerlohn ermöglichen.

Die drei norwegischen Modeblogger Anniken, Frida und Ludwig wollten sich einmal genauer ansehen, wie ihre Klamotten hergestellt werden, und flogen für die skandinavische Tageszeitung Aftenposten ins weit entfernte Kambodscha, um dort gemeinsam mit Einheimischen zu leben und in einem der zahlreichen Ausbeuterbetriebe zu arbeiten.

Was als Abenteuer begann, endete in einem wahrhaftigen Tränenmeer. Während die drei jungen Menschen in Oslo monatlich rund 600 Euro für Klamotten ausgaben und auf den Gästelisten der angesagtesten Partys der Stadt standen, konnten sie sich in ihrem neuen Zuhause für den dortigen Hungerlohn nicht einmal genug zu essen oder eine Zahnbrüste kaufen.

Ihr könnt euch die Folgen hier mit englischen Untertiteln in aller Ruhe anschauen – und euch damit womöglich und hoffentlich ein Bewusstsein schaffen, dass es eben auch Menschen sind, Menschen wie ihr und ich, die eure hässlichen Primark-Klamotten zusammennähen müssen. Und jetzt viel Spaß auf der Fashion Week, präsentiert von Leuten, die sich selbst viel zu geil finden.

Guess

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27 Kommentare

  • tph

    600 euro für klamotten im monat? das is meine monatliche miete für meine wohnung…
    das geld ist woanders wohl besser investiert.
    vor allem dann, wenn es in solche ausbeuterbetriebe landet.
    leider ist primark, trotz des wissens der ausbeutung IMMER voll mit menschen.

  • Lady-Frage: Kauft eine Lady nur 100 % Baumwolle? | Lady Blog

    […] Kambodscha, wo die Bedingungen für die Textilarbeiter besonders schlimm sind. Schau Dir doch mal diesen Link an, den Dani heute bei Facebook geteilt hat. Das beste Gewissen kannst Du haben, wenn die Kleidung […]

  • Sarah

    Zahnbrüste? Made my Day :)

    Nichts für ungut Fehler passieren :)

  • Ich würd den Text ja unterschreiben wenn die rechte Seitenleiste nicht wäre.

    “Ten Little Missions – Mit diesen tollen Aufgaben verwandelt ihr das kommende Wochenende in ein Spektakel” bebildert mit zwei Mädels die sich in Strapsen und oben ohne knutschen.

    Sorry amypink – das ist der zweite Artikel, den ich hier jemals gelesen habe, und ihr schafft es erneut komplett bescheuert dazustehen ob der Selbstgefälligkeit, mit der anderen Leuten Moral angekreidet wird, während man die eigenen PIs mit Tittenbildern hochdrücken will.

    Sorry aber: lächerlich.

  • Fashion-Week-Madness hautnah: Modemädchen blicken hinter die traurigen Kulissen der Modewelt

    […] allerdings tatsächlich in so einem Sweatshop zugeht, haben sich drei norwegische Modeblogger mal ganz genau […]

  • Marcel, vielen Dank für das Aufmerksammachen auf eine so wichtige Aktion. Ich wünschte, davon würde so viele Menschen, wie möglich in der westlichen Hemisphäre erfahren. Ich mag nur nicht den deutlich erhobenen Zeigefinger in Deinem Text. Aber hey, künstlerische Freiheit, eigner Schreibstil und so.
    Auf jeden Fall: Thanks for sharing!

  • Yapyap

    Warum läuft man in einem Land wie Kambodscha so rum, als wolle man sich vom nächstbesten Trottel ordentlich durchbohnern lassen? Ich mag mir das in diesem Kontext nicht anschauen. Da gehe ich lieber zu Youporn, wo ich mir sicher sein kann, dass sich das Mädel auch noch komplett nackig macht.

  • warum sehen die drei aus wie schlampen und filmen sich beim heulen? Selbstdarstellung?

    nett gemeint die Aktion. aber come on. tut nicht so als wärt ihr das vice magazine.

  • Milton

    Der schon genannte erhobene Zeigefinger ist in diesem Artikel recht fragwürdig platziert, wenn sich der Autor explizit auf die Fashion Week bezieht; denn gerade die Stücke, die von verschiedenen Labels/Designern auf der Fashion Week gezeigt werden sind im Regelfall aus der Mainline und nicht irgendwelchen Diffusion Lines. Und Mainline-Produkte von Modehäusern, die auf der Fashion Week vertreten sind, werden praktisch nie in Sweatshops produziert, weil einfach kein Designer Lust hätte, vor tausenden mehr oder weniger kritischen Augen ein Produkt vorzuführen, das eine schiefe Naht von einer ungeübten Kinderhand aufweist.

    Ich hab hier Sachen rumliegen von Maison Martin Margiela, Dior Homme, Burberry Prorsum, Dolce & Gabbana, deren Billig-Line D&G und Prada, und alle von denen sind entweder Made in Italy oder Made in France. Was also der Hinweis auf die Fashion Week soll, versteh ich nicht ganz – denn gerade, wenn man sein Geld für solche Kleidung ausgibt, unterstützt man eben keine Sweatshops. Anders sieht’s da schon bei Primark, H&M, New Yorker oder eben den Diffusion Lines der großen Häuser (Versace Jeans Couture, Armani Jeans, Boss, CK etc) aus. Mir kommt vor hier sollen eher Klischees bedient werden, á la “die Hochglanz Fashion Industry vs. das dunkle, dreckige Treiben dahinter”.

  • Daniel

    Lesen kann ich den Artikel leider nicht, denn wenn ich scrollen will, geht es alle 2 Sekunden eine Zeile weiter, mein Prozessor wird warm und das, obwohl ich schon 7 Tracker, Widgets, Werbung und Analytikeinbindungen blockiert habe. Mit einem Sprung ans Seitenende zum Kommentarfeld kam ich dann noch in endlicher Zeit.

    Da kann wohl jemand nicht genug Geld verdienen mit einer Geschichte über Ausbeutung.

  • Frl_Emma

    Wahnsinn, die Kommentare hier sind teilweise wirklich krass!
    Zugegeben, die Doku hat ihren eigenen Stil (was ich persönlich gut finde), aber die Message ist ja wohl eindeutig!!!

    Man könnte meinen, hier will man sich von seinem schlechten Gewissen ablenken!
    Und sorry to say, es IST NICHT richtig, dass teure Designer-Ware automatisch unter fairen Bedingungen produziert werden! Die Aussage ist nicht korrekt!
    Made in France kann es im übrigen auch heißen, wenn die Ware in Frankreich ihren letzten Schliff bekommen hat, deswegen wurde sie dort noch lange nicht produziert!!!

    Und das nur faire Designerlabels auf einer Fashion Week sind, ist auch nicht korrekt!

    Da ist es leider wieder!
    Alle schreien auf, weil sie Klamotten tragen die mit für uns und die Umwelt giftigen Farben gefärbt wurden oder Blut der Näher an der Klamotte steht, aber kaum einer ist bereit richtig zuzuhören und die Konsequenz zu ziehen. Nämlich sein Kaufverhalten zu überdenken und zu ändern.

    Und bitte nicht mit der Ausrede kommen, dass es keine Öko Mode gibt, die nicht so aussieht und ihr sie Euch nicht leisten könnt!
    Auf ausgewählte Bereiche mag es zutreffen, doch mittlerweile gibt es ein reichliches Angebot an fair und umweltfreundlich produzierter Ware für die man nicht einmal tief in die Tasche greifen muss.

    Also nicht über die Mädels hier meckern sondern an die eigene Nase fassen und etwas ändern!
    Danke an amypink für den Beitrag und die damit verbundene Mühe

  • moloko

    das scheint mir doch etwas hypokritisch, lieber autor. in einem artikel mode & goodies anpreisen, die mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit zu eben solchen konditionen hergestellt werden, zudem blogs in höchsten tönen loben, in denen die ladies vermutlich auf jede fashion week eingeladen werden & vermutlich keine priorität auf sweatshop-freie kleidung setzen.
    dann wiederum zeigt der film 10 minuten seichtes, vollkommen irrelevantes gelaber, um sich die letzten 40 sekunden in aufklärerischer manier den – überraschung! – schlechten arbeitsbedingungen zu widmen. auf die arbeiterinnen wird allerdings nicht eingegangen, die kamera zeigt wunderschöne, verheulte gesicher und es scheint, als müssten die armen, zutiefst geschockten teenie-blogger angesichts der neu gewonnenen erkenntnis größeres leid ertragen als die unter menschenunwürdigen verhätlnissen arbeitenden näherinnen. sowohl artikel als auch video sind zutiefst unreflektiert.

    natürlich ist das ziel, globale menschenwürdige arbeitsbedingungen zu schaffen schon mal kein schlechtes, an der umsetzung hapert es aber noch gewaltig.

  • Fluzzy

    hip Teens don’t Wear Blue Jeans

  • Lieber Marcel,

    ich schließe mich mit meiner Haltung dem Kommentar von Milton an. Mir ist das zu klischeehaft. Es ist sicherlich nicht verkehrt so ein Keyword, wie Modeblogger und Fashion Week hier unterzubringen. Aber das verfehlt ja die eigentliche Zieladresse, die sich so eine “Doku” mal ansehen sollte. Also der Kontext stimmt für mich nicht.

    Dennoch, danke für’s Teilen dieses Berichts – sehenswert ist es.

  • Rudi M.

    Das ihr blogger euch immer so wichtig nehmt, ist kaum auszuhalten. Nicht ihr seid die nachricht, das ist weder seriöser journalismus noch ist es investigativer journalismus. Das ist 4.klasse niveau – nur dandy diary ist schlimmer im aufmerksamkeit um jeden preis haben wollen. Lernt doch erstmal etwas richtiges oder studiert journalismus. Wirklich peinlich und es nervt such immer mehr. In 2 Jahren besinnt sich der Markt wieder und wird euch die Bedeutung und Aufmerksamkeit zu kommen lassen die ihr verdient- gar keine!! Geniesst eure 15 minutes of fame und unterstreicht diese doch mit ein paar selfies und definiert euch weiterhin über likes.

  • Weil ich nicht auf der Fashion Week bin, hatte ich ein wenig Zeit nachzulesen ;)
    http://www.kathrynsky.de/2015/01/sweatshop-deadly-fashion-eine-reise.html

  • Fashionable Reality Check. Wenn Fashionblogger erleben wo ihre ganzen Klamotten eigentlich herkommen. | Glowbus

    […] an Amy&Pink und Dariadaria, dass sie uns nicht nur auf die norwegische Reality Show ‘Sweatshop’ […]

  • Plad

    Drittklassiger Designer? Ist es als erstklassiger Designer legitimer die Menschen da auszubeuten? Ich mein, als drittklassiger Blogger ist es ja auch nicht illegitimer, seine Ergüsse zu veröffentlichen, oder?

  • Ach ja, Ines hat jetzt auch einen eigenen Modeblog.

    Mit Sachen von H&M und so…

  • Mara

    Diese kleinen Mädchen mit ihren Fashion Blogs gehen mir langsam so gehörig auf die Nerven. Voll individuellen Stil mit Klamotten von H&M, Vero Moda und Co. – das kann absolut JEDE und damit sehen alle gleich aus, von München über Berlin (sowieso) bis nach Hintertupfingen. Ja, ich weiß, das ist absolut keine neue Erkenntnis und wurde schon mehrfach diskutiert. Aber wieso muss heutzutage jeder so tun, als sei der toll und wichtig und hip und sein eigener kleiner Unternehmer und seine eigene Marke? Diese Selbstbeweihräucherung ist mittlerweile echt nur noch schwer zu ertragen.
    Insofern danke Marcel für’s teilen dieser “Doku”, ich erkenne die Absicht dahinter, auch wenn ich mir wünschen würde, dass die Beiträge dazu in Zukunft mal wieder so geschrieben sein könnten, als wären sie nicht in 5 Minuten lieblos hingerotzt worden.

  • Franziska Zuber

    Fashion can be fair. I am a Lingerie Designer, and my Fashion is sensual produced without pain. I pleased Anniken to write about me and she did it today! http://annijor.blogg.no/1428923761_hndlaget_underty.html

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