Missingno - Das größte Mysterium unserer Kindheit war ein übermächtiges Glitch-Pokémon

Patricia Hernandez hat in einem Artikel auf dem amerikanischen Spieleblog Kotaku haarklein erklärt, was es mit dem größten Mysterium unserer Kindheit auf sich hatte: Dem übermächtigen Glitch-Pokémon Missingno, das der…
Missingno

Das größte Mysterium unserer Kindheit war ein übermächtiges Glitch-Pokémon

Patricia Hernandez hat in einem Artikel auf dem amerikanischen Spieleblog Kotaku haarklein erklärt, was es mit dem größten Mysterium unserer Kindheit auf sich hatte: Dem übermächtigen Glitch-Pokémon Missingno, das der Legende nach unbesiegbar war, jede Form annehmen konnte und unkontrolliert Spielstände löschte.

Ich habe keine Ahnung, wie wir damals, ganz ohne Internet und digitale Klugscheißer, davon erfuhren, aber als es in unser Leben platzte, da waren wir keine kleinen Nerds mehr, die mutierte Haustiere in ihren Game Boys einfingen, sondern wir verwandelten uns in Entdecker, die gefühlt am Rande der internationalen Legalität agierten.

Irgendwann konnten wir die Prozedur, wie man auf Missingno traf, im Schlaf aufsagen. Erst musste man sich von dem alten Typen in Vertania City zeigen lassen, wie man Pokémon fängt, dann zur Zinnoberinsel fliegen und an der östlichen Küste solange hoch und runter surfen, bis es auftauchte. Meisterball geworfen – und das Adrenalin kochte über.

Wenn sich dein Spielstand nicht sofort verabschiedet hat, wart ihr nun auf euch allein gestellt. Kein Berater, kein Tester und keine Garantie konnte dich davor bewahren, was nun geschah. Entwickelst du den Pixelhaufen zu einem verkrüppelten Pokémon weiter? Exportierst du den Virus ins Nintendo 64? Lässt du den Glitch gegen andere kämpfen?

In einer Zeit, in der Videospiele nicht von vorne bis hinten durchgeprüft waren oder mit einem Knopfdruck korrekt gepatcht werden konnten, war Missingno der letzte große weiße Fleck auf unserer Landkarte. Nur die Mutigsten legten sich mit dem offiziell von Nintendo als gefährlichen Fehler eingestuften Vorkommnis an.

Das hier soll jetzt auch keine wissenschaftliche Abhandlung darüber werden, wie die technologische Erklärung von Missingno lautet, aber es erinnert mich an eine schöne Zeit, in der das Leben noch nicht so vorhersehbar war. Missingno, das war Abenteuer, Neues und Gefahr in einem. Und irgendwie vermisse ich diese Freiheit in heutigen Videospielen.

Wenn ihr euch noch an diesen Glitch erinnern könnt und wissen wollt, wo er her kam, was er wollte und wie er womöglich wieder verschwand, dann lest euch diesen überaus interessanten Artikel hier durch. Das ist schließlich weitaus wichtiger als wirklich etwas zu lernen. Wie ein Musikinstrument. Oder eine Fremdsprache. Oder die Vornamen deiner Kinder.

Strellson

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