Style Selection:

Style Selection - Zwischen Schulmädchenuniformen, Jeansjacken und der ersten Liebe

Als ich elf war, kaufte ich mir meine erste Jeansjacke. Für viele wäre es nichts Besonderes, mir hat es die Welt bedeutet. Da, wo ich herkomme, trug man noch Schuluniform –…
Style Selection

Zwischen Schulmädchenuniformen, Jeansjacken und der ersten Liebe

2

Als ich elf war, kaufte ich mir meine erste Jeansjacke. Für viele wäre es nichts Besonderes, mir hat es die Welt bedeutet. Da, wo ich herkomme, trug man noch Schuluniform – und glaubt mir, nichts habe ich nachmittags lieber getan, als nach Hause zu kommen, diese in die Ecke zu schleudern und meine zerrissenen Jeans überzustreifen. Dass ich nur abseits der Schule ein richtig cooles Kind – man hat ja immer einen leicht verzerrten Blick auf sich selbst – sein konnte, hat mich eigentlich nie gestört, ganz abgesehen davon, dass ich mich sowieso nur für Fußball und mein viel zu großes Skateboard interessierte.

Bis dieser Typ in meine Klasse kam. Heute muss ich schmunzeln, wenn ich an seine hauchdünnen Oberärmchen und die strubbeligen Haar denke, aber damals, mit elf? Man hat ja immer einen leicht verzerrten Blick auf pubertierende Herzensbrecher. Plötzich war es mir ganz und gar nicht egal, wie mein Faltenrock sitzt, wie ich in dieser unfassbar spießigen Uniform aussehe und dass ich darin alles andere als cool war. Also kratzte ich mein ganzes Taschengeld zusammen und ging einkaufen. Zurück kam ich mit einer viel zu großen Jeansjacke, die voluminös genug war, um über den Schulblazer getragen zu werden. Die Schultern waren so breit, dass man ein Zelt daraus zu nähen könnte, aber hey – ich fühlte mich unglaublich lässig – und darauf kam es doch schließlich an.

Wir waren drei Tage zusammen. Hielten Händchen, bis ich beschlossen habe, doch lieber Fußball zu spielen und das Projekt “Jungs” erst in paar Jahren nochmal anzugehen. Er nahm es mir nicht übel und kickte einfach mit. Und die Jacke? Die hängt heute noch im Schrank – die Größe passt jetzt auch viel besser. Faltenröcke trage ichübrigens mittlerweile freiwillig. Man hat ja immer einen leicht verzerrten Blickwinkel auf Mode.

3 4 5 DSC01106

Das Projekt #LIVEINLEVIS  ist ein lebendiges Schaufenster für Milliarden weltweit getragener Levi´s-Produkte – alle mit einzigartigen Geschichten und Erlebnissen versehen. Wer seine persöniche Geschichte zum eigenen Lieblingsstück mit der Welt teilen möchte, sollte sich diesen Hashtag merken – auf www.liveinlevis.com werden ausgewählte Storys veröffentlicht. Außerdem erhält man bei einem Einkauf ab 150,- ein DIY-Kit in allen Levi´s- Stores gratis dazu.

[show_shopthepost_widget id=”351254″]

Abonniert unseren Newsletter!

Guess

Was ist deine Meinung?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Füge deinem Kommentar ein Bild hinzu:

5 Kommentare

  • Arschgeweih sein Opa

    Die hat aber auch ordentliche Schenkel.

  • Esra

    Kommst du aus Russland?
    Ich nämlich schon und habe die Uniform auch noch getragen :D Allerdings habe ich sie geliebt“¦
    Wohl, weil ich schon immer irgendwie dazugehören wollte“¦ Und dann, als die Uniform abgeschafft wurde, stach ich erst recht heraus, weil ich wochenlang den gleichen Pulli trug (meine Mutter hatte kein Geld), und die anderen jeden Tag was anderes an hatten :D
    Hach ja, die Schulerinnerungen *zähneknirsch* :D
    lg
    Esra

    http://nachgesternistvormorgen.de/

    • Leni Garibov

      Hi liebe Esra – ja, genau :) ich war ganz froh, endlich mal in Baggyjeans rumlaufen zu dürfen haha
      Und danke für deine lieben Kommentare – manchmal ist es halt recht schwer zu unterscheiden, wo ein und wo zwei Beine nebeneinander zu sehen sind ;)

  • Esra

    @Arschgeweih: und du hast eine ordentliche Lücke im Hirn ;) :)