Kioskkritik: 11 Freunde, InStyle, DIE ZEIT Wissen Ratgeber Pubertät - Treue Fußballfans, magere Supermodels und pubertierende Schülerinnen

Willkommen, es folgt eine nigelnagelneue Ausgabe eurer intellektuell stimulierenden Lieblingsrubrik “Kioskkritik“, in der wir jede Woche drei Zeitschriften aus dem Supermarkt klauen und sie euch danach Wort für Wort vorlesen.…
Kioskkritik: 11 Freunde, InStyle, DIE ZEIT Wissen Ratgeber Pubertät

Treue Fußballfans, magere Supermodels und pubertierende Schülerinnen

Kioskkritik

Willkommen, es folgt eine nigelnagelneue Ausgabe eurer intellektuell stimulierenden Lieblingsrubrik “Kioskkritik“, in der wir jede Woche drei Zeitschriften aus dem Supermarkt klauen und sie euch danach Wort für Wort vorlesen. Naja, fast jedenfalls. Dieses Mal mit am Start: Treue Fußballfans, magere Supermodels und pubertierende Schülerinnen. Los geht’s!

11 Freunde

11 Freunde (Oktober 2014)

Worum geht’s? Ich hasse Fußball. Wirklich. Ich bin nicht einmal jemand, der zumindest zur Europa- oder Weltmeisterschaft eine Ausnahme macht, Fußball, das ist für mich die Religion der Dummen, der Zeitvertreib der Ahnungslosen, die Liebe der Masse. Und manchmal bin ich neidisch auf Menschen, die den Fußball vergöttern, schließlich können sie so großartige Zeitschriften wie 11 Freunde lesen. Was für eine durchdachte, kleine Bibel.

Bester Artikel? “In guten und schlechten Zeiten” von Andreas Bock, Karol Herrmann, Jens Kirschneck, Philipp Köster und Stephan Reich handelt von den Fans der kleinen Vereine, die bei Wind und Wetter mit ihren Helden auf dem Platz stehen und sie anfeuern, egal was auch immer passiert. Eine Liebeserklärung an eine Lebenseinstellung.

Schlechtester Artikel? In der Hälfte des Heftes war dann aber doch Schluss für mich. Interviews mit Fußballtrainern, Schiedsrichtern und Managern, von denen ich im Leben noch nie gehört habe, und die mir nur erzählen wollten, wie sie Clubs zum Erfolg führen, welche Entscheidungen man treffen muss und woher das Geld kommt. Mein Kopf machte einfach dicht.

POP

InStyle (Oktober 2014)

Worum geht’s? Die InStyle ist im Guiness Buch der Rekorde als „dickste Anzeigensammlung der Welt“ gelistet und enthält mehr Werbebotschaften zum Thema Mode, Kosmetik und Handtaschen als der OTTO-Katalog, der U-Bahnhof Alexanderplatz und ProSieben zusammen. Dafür muss man aber auch noch Geld zahlen. Und zwar 4 Euro. Verrückte Welt.

Bester Artikel? Meine liebste Werbeanzeige stammt von Giorgio Armani auf Seite 97, weil sie eine schwarze VIP-Karte aus Pappe enthält, die ich mir sofort herausgerissen und in mein Portemonnaie gesteckt habe. Jetzt fühle ich mich wichtiger als ihr alle. Ihr kleinen Wichte. Außerdem hat mich Cate Blanchett sexy von der Seite angeguckt. Ein guter Tag.

Schlechtester Artikel? In der Werbeanzeige einer Schallzahnbürste von Philips drückt sich das blonde Model das Teil direkt zwischen die Beine, als würden die Verantwortlichen genau wissen, was Frauen und Mädchen mit so einer pinken Schallzahnbürste wirklich anstellen. Dann könnten sie das Produkt aber auch gleich “Vibrator mit Zahnreinigung” nennen.

Retro Gamer

DIE ZEIT Wissen Ratgeber Pubertät (Nr. 1)

Worum geht’s? Wachsen euch plötzlich Haare an Körperstellen, von denen ihr früher nicht einmal wusstet, dass ihr sie überhaupt habt? Und will euch der doofe Torsten von gegenüber jeden Abend anfassen, obwohl er euch früher immer fette Gans genannt hat? Dann herzlichen Glückwunsch: Ihr seid in der Pubertät! Und dieses Heft will euch helfen, diese gekonnt zu überstehen.

Bester Artikel? In “Crashtest für Körper und Seele” erzählen ein paar junge Leute, wie sie versuchen, einigermaßen heil durch die schlimmsten und gleichzeitig schönsten Jahre ihres Lebens zu kommen. Nomi stellt sich dafür gern vor den Badezimmerspiegel, Jannik geht pumpen, Levin geht feiern und Susanna geht in die Zirkusschule. Ein paar tolle Seiten, für Leute, die wissen wollen, wie es anderen in ihrem Alter so geht.

Schlechtester Artikel? Ach, schlechte Artikel gibt’s hier nicht. Alles ist besser als die BRAVO, hier geht’s um die Schule, dort geht’s ums Rotwerden, da drüben geht’s um Väter, die Angst vor der Sexualität ihrer Töchter haben. Vielleicht bringt die Zeitschrift mit dem umständlichen Namen ja wirklich was. Wer weiß.

Forever 21

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