Kioskkritik: brand eins, POP, Retro Gamer - Wirtschaftliche Rebellen, barbusige Models und nostalgische Pixelabenteuer

Auch diese Woche habe ich für euch einmal mehr ein paar Kioske abgegrast und den ein oder anderen kleinen Schatz in die weite Welt herausgezogen. Drei davon stelle ich euch…
Kioskkritik: brand eins, POP, Retro Gamer

Wirtschaftliche Rebellen, barbusige Models und nostalgische Pixelabenteuer

Kioskkritik

Auch diese Woche habe ich für euch einmal mehr ein paar Kioske abgegrast und den ein oder anderen kleinen Schatz in die weite Welt herausgezogen. Drei davon stelle ich euch nun in der neuesten Ausgabe von “Kioskkritik” vor. Diesmal am Start: Wirtschaftliche Rebellen, barbusige Models und nostalgische Pixelabenteuer

brand eins

brand eins

Worum geht’s? Im Grunde gibt es nur zwei Arten von Menschen auf diesem Planeten. Diejenigen, die den Business Punk durchblättern, sich an den bunten Bildchen und knalligen Farben erfreuen und am Ende ein Airbnb für Wohnwägen, Staubsauger oder deine kleine Schwester gründen, und diejenigen, die die brand eins verschlingen und nach jeder vollendeten Ausgabe erfülltere Seelen sind.

Bester Artikel? Wie könnte es anders sein, ist mein Lieblingsartikel dieser Ausgabe der Text „Die Revolution der Schläfer“ von Lena Schnabl über eine wirtschaftlich rebellierende Jugendbewegung in Japan, die sich gegen das Motto „Lern! Sei fügsam! Und trink!“ stellen. Gehört die Zukunft von Tokio womöglich schon bald den jungen Langschläfern?

Schlechtester Artikel? Auf der letzten Seite kann man einen von Steve Aoki gestalteten Scooter mit eingebauten Boxen gewinnen, wenn man an einer kleinen Verlosung teilnimmt. Die Chancen stehen gut, dass ein Berliner das Teil zugeschickt bekommt, was bedeutet, dass er schon bald langsam und mit mieser Musik bestückt auf der Straße neben mir herfährt und somit meine Lebensqualität schmälert. Schlechtester. Artikel. Ever.

POP

POP

Worum geht’s? Noch nie zuvor hat der Titel einer Zeitschrift besser wiedergegeben, wovon sie handelt. Wer weiß schon, was brand eins bedeutet? POP ist riesig und bunt und poppig und stylish. Zwar könnte ich nicht ein geschriebenes Wort wiedergeben, aber ich liebe die klaren, großen Fotos. Und auf jeder dritten Seite gibt es eine nackte Modelbrust zu sehen. Fünf von fünf Sternen. Gerne wieder.

Bester Artikel? Grimes hat Sticker designt und die sind hier drin! Ja, wirklich, ich habe hier drin Sticker von Grimes, sie sind schwarzweiß und gar wunderbar, ich kann sie heraus nehmen und irgendwo drauf kleben, zum Beispiel auf meinen Laptop oder mein Notizbuch oder meine schlafende Mitbewohnerin! Dazu gibt es noch Fotos von ihr im Grünen. So schön. Ich weiß, ihr steht nicht so auf Claire Boucher, aber ich bin ein bisschen in sie verknallt. Hihi.

Schlechtester Artikel? Am schlimmsten an dieser ganzen Zeitschrift ist ja, dass ihr euch bei jedem Umblättern neu verliebt. Hier eine blonde Eleonara, dort eine asiatische Yi, da drüben die barbusige Kasia. Wie soll man bei dieser geballten 450 Seiten umfassenden Bibel aus schönen Menschen nur einen klaren Verstand behalten? Erst mal eine Biografie über Pythagoras von Samos zur mentalen Beruhigung lesen…

Retro Gamer

Retro Gamer

Worum geht’s? Videospiele waren damals sehr teuer. Jedenfalls für uns. 120 Mark für ein neues Super-Nintendo-Spiel waren die Norm. Was taten wir also, um unsere Sucht nach neuen Pixelabenteuern scheinbar kostengünstiger zu befriedigen? Wir deckten uns mit Videospielzeitschriften ein. Die hießen dann Total!, Maniac oder Bravo Screenfun – und waren zusammen genommen genauso teuer wie ein echtes Spiel. Naja. Die Retro Gamer lässt euch noch einmal in Nostalgie schwelgen, mit ihrem klassischen Design und Tests wie einst. Jetzt bin ich ein wenig traurig.

Bester Artikel? Da ich momentan wieder auf dem Game-Boy-Trip bin und gerade die alten Zelda-Games durchspiele, ist mein persönlicher Lieblingsartikel in dieser Ausgabe natürlich “Game-Wunder – Eine Game-Boy-Retrospektive”, mitsamt einer Top 25 der besten Spiele, inklusive “Tetris”, “Pokémon” und “Super Mario Land 2 – 6 Golden Coins.”

Schlechtester Artikel? Dass es in der DDR bereits Computerspiele gab, ist zwar an sich irgendwie interessant, aber als westdeutsches Kind kann ich damit erstens nichts anfangen und zweitens sahen Games wie “Mad Breakin”, “Jungle” oder “Vollgas” einfach nicht gut aus. Sorry, Erich, dein Land war kein Knaller.

Strellson

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