Hip Hop, Gras und Kate Upton - Wir plauderten mit Teesy über all die schönen Dinge, die glücklich machen

„Wie in seiner Musik, lebt Teesy ein Leben im Aufbruch und stets im Wandel. So hat er seine Sachen gepackt, Berlin hinter sich gelassen und ist nach Kiel gezogen, um…
Hip Hop, Gras und Kate Upton

Wir plauderten mit Teesy über all die schönen Dinge, die glücklich machen

„Wie in seiner Musik, lebt Teesy ein Leben im Aufbruch und stets im Wandel. So hat er seine Sachen gepackt, Berlin hinter sich gelassen und ist nach Kiel gezogen, um dort zu studieren. Doch auch dort ist er nicht wirklich sesshaft: Der junge Musiker pendelt zwischen der einen und der anderen Hafenstadt – in Hamburg befindet sich sein Studio, wo er gemeinsam mit den Tracksetters seine Songs produziert und sein Debütalbum aufgenommen hat.“ Er wird von allen möglichen Medien hoch gelobt und gefeiert. Ist er denn auch ein amüsanter Gesprächspartner? Bevor wir mit dem eigentlichen Interview anfangen, kommen wir auf das Thema „abgefuckt sein“.

Was bedeutet für dich eigentlich abgefuckt sein?

Bier trinken und Schnurrbart haben.

Echt jetzt? Das klingt für mich nach Hipster.

Ja so ein bisschen. Auf alles scheißen, Hartz IV, Breakdance für alle. You know what I mean?

Oh, should we switch into English or what?

We can in English makes this interview, man.

Okay, you have a record named „Glücksrezepte“ what is it about?

It’s about luck. It’s about how to find the luck. It’s about where are you from. It’s about where are you go. How are your friends like and love and all the big things of life. Not in a big way but it’s nice and beautiful.

Gut, wenn dich Jimmy Kimmel mal einladen sollte, kannst du sogar mit ihm kommunizieren. Man muss immer darauf vorbereitet sein, falls man international voll durchstartet.

(lacht) Genau.

Dein Albumtitel hat mich an Glückskekse erinnert. Kannst du dich noch an einen ultimativen Spruch aus so einem Keks erinnern?

Boar, gar nicht. Da steht ja immer so etwas drin wie „Kommste heute nicht, kommste morgen“. So ist mein Album gar nicht. Es gibt kein ultimatives Rezept zum Glück.

Zu deinem Song „Generation Maybe“ gibt es ein Buch mit dem gleichen Inhalt. War das deine Inspiration?

Nein, ich kenne das Buch gar nicht. Ehrlich gesagt habe ich mal einen Blog-Artikel über “Generation Maybe” gelesen und bin deshalb darauf gekommen. Das war im Rahmen dieser Zigaretten-Kampagne „Don’t be a Maybe“.

Interessierst du dich für Verschwörungstheorien oder juckt dich das gar nicht?

Doch schon. Gerade so Sachen wie 9/11 sehe ich ganz skeptisch. Genauso wie die Kontrolle vom Staat und Fernseher in jedem Haushalt. Ich denke gerne mal über so was nach.

Hält sich das denn noch in einem gesunden Maß? Ansonsten kann man auch relativ schnell einen an der Klatsche bekommen.

Nein, das ist noch in einem gesunden Maß. Ich lass es dann auch wieder gut sein.

Kommen wir mal wieder zurück zu deinem Song. Was ist für dich typisch „Generation Maybe“ in einem Satz formuliert?

Die Generation, die alles hat, die eigentlich alles kann, aber alles muss! Meine Eltern hatten damals keine Wahl. Sie mussten mit 16 Jahren die Schule verlassen und eine Ausbildung beginnen. Heute geht es dann erstmal nach Australien oder sonst wohin. Man hat 1.000 Möglichkeiten, die man auch alle nutzen kann, aber man muss auch nicht.

Kommst du selbst gut mit diesen Freiheiten und Möglichkeiten zurecht oder eher nicht?

Eher nicht.

Also lieber gezwungenermaßen KFZ-Mechaniker werden?

Also von beiden ein bisschen ist schon gut. Ich schließe mich auch nicht aus der Generation Maybe aus. Ich kann mit beiden Optionen ganz gut. Was wäre es für dich?

Ich glaube, ich finde es eher gut als scheiße, da ich diese Freiheiten genieße.

Ja, stimmt schon. Ich habe mich ehrlich gesagt noch nicht mit dieser Fragestellung befasst.

Deine Tour war innerhalb von 24 Stunden ausverkauft und von allen Seiten bekommst du Lobeshymnen. Hebt man da schnell ab?

Ich zum Glück bis jetzt noch nicht, da ich das immer mit zwei Augen sehe.

In der Regel sieht man ja immer alles mit zwei Augen.

(lacht) Das schon. Aber ich fühle mich jetzt nicht geil dadurch. Schließlich weiß ich auch selber, dass meine Musik geil ist. Ich mag sie ja selber. Das dann von anderen zu hören, ist cool, aber flasht mich nicht. Für mich ist es eher geil, wenn mir das Leute sagen, die ich selber schätze. Max Herre zum Beispiel, weil er ein Vorbild für mich ist.

Jetzt mal blöd in den Raum geworfen: Meinst du denn, dass jeder Künstler sein Lob wirklich ernst meint? Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch diese ältere Generation gerne etwas von dem Fame der Newcomer abgreifen möchte.

Das muss man dann persönlich unterscheiden. Jeder hat ja ein Feingefühl dafür, was ehrlich ist und was nicht. Aber kannst du dir das wirklich vorstellen, dass das so ein gestandener Künstler wirklich nötig hat?

Ja.

Ja? Auch im Hip-Hop-Bereich?

Ja.

Echt? Na dann muss ich wohl vorsichtig sein.

Das musst du allgemein sowieso immer.

Ja, das sowieso.

Olson hat am gleichen Tag wie du sein Album raus gebracht. Was glaubst du, wer das Rennen gewinnt?

Auf jeden Fall er.

Ach komm!

Nein, auf jeden Fall. Nicht wegen der Qualität, aber weil Universal die dickeren Kanäle hat. Trotzdem finde ich unsere Mucke geiler.

Wenigstens bist du ehrlich. Du studierst ja noch. Was eigentlich?

Deutsch und Sport auf Lehramt.

Wirst du ein besserer Lehrer als die meisten in den Schulen?

Ich hatte eigentlich ganz coole Lehrer. Deswegen wollte ich das auch studieren. Natürlich steht die Musik an erster Stelle und das Studium mache ich so nebenbei. Das dürfen meine Eltern nicht hören.

Ich glaube nicht, dass sie auf AMY&PINK unterwegs sind.

(lacht) Ich glaube auch nicht. Aber ich will auch nicht bis 60 auf der Bühne stehen. Mit einem abgeschlossenen Studium kann ich dann einen neuen Start beginnen. Vielleicht werde ich auch kein Lehrer. Mal schauen.

Du bist jetzt in der Uni in Sachsen-Anhalt eingeschrieben, oder?

Nein, jetzt noch in Kiel aber ich gehe nach Sachsen-Anhalt.

Und ganz zufällig trittst du auch für Sachsen-Anhalt beim BuViSoCo an. Hat das eine vielleicht mit dem anderen zu tun oder ist das wirklich nur ein Zufall?

Nein, das hat nur für uns nutzen. Nach den drei Jahren in Kiel musste ich mich entscheiden, wo ich hingehe, und da Magdeburg ein super Sportstandpunkt ist, habe ich mich für diese Uni entschieden. Natürlich kam es uns dann mit dem BuViSoCo gelegen. Das war Glück.

Ganz zufälliges Glück.

(lacht) Genau. Ganz zufälliges Glück.

Hast du eigentlich schon mal deinen Pressetext gelesen?

Ja, ja. Ich glaube, ich habe ihn sogar selber mitgeschrieben. Oder ist der schlimm?

Naja, ich würde sagen, dass er verbal aus rosa Wattebauschen besteht.

Echt? Nee, dann ist er nicht von mir.

Ich zitiere ihm ein paar Zeile aus dem Text.

(lacht) Ui, neee, den hab ich nicht geschrieben.

Also hast du auch nicht mit jemanden für diese netten Worte schlafen müssen?

Ähh, nein.

Bist du ein Facebook-Junkie?

Ja, schon. Aber ich habe mein normales Profil mit 3.000 Freunden gelöscht und mich neu angemeldet. Allerdings war ich total enttäuscht, da man sein Profil nicht komplett löschen kann, sondern nur deaktivieren. Ich wollte es als Erfolg für mich verbuchen. Scheiß Facebook. Aber ich gucke schon jeden Tag, was geht. Ist halt nur entspannter jetzt mit zehn Freunden.

Musikalisch wirst du ja mit Frank Ocean, Drake und D'Angelo verglichen. Diese Info habe ich übrigens auch aus deinem Pressetext.

Echt? Da schreiben die das schon?

Ja. Was glaubst du, wem du von den dreien optisch am ähnlichsten bist?

George Clooney.

Von den dreien!

Achso. (lacht) Frank Ocean schon mal nicht. Drake auch nicht. Dann schon eher Justin Timberlake.

Den habe ich doch gar nicht genannt!

Hast du nicht?

Nein. Ich hab gesagt: Frank Ocean, Drake und D'Angelo.

Achso, dann natürlich gar keiner.

Jetzt musst du dich aber entscheiden.

Na gut. Dann nehm’ ich doch D'Angelo. Ich glaube der Körper spricht für sich.

Ich hab mir schon gedacht, dass sich unter diesem T-Shirt ein D'Angelo Body versteckt.

Genau.

Du hast keine Probleme Schwanz in den Mund zu nehmen – also das Wort. Wie sieht das privat bei dir aus? Hast du eine Freundin, Freund oder bist du forever alone?

Ich hab eine Freundin. Forever together!

Heute zwar nicht, aber sonst sieht du wie ein wahrer Gentleman aus. Bist du auch einer?

Ich denke schon.

Was zeichnet dich aus?

Seit wir in unserer neuen Wohnung wohnen, habe ich meiner Freundin immer die Tür aufgehalten. Da achte ich immer drauf.

Das war es auch schon?

Ähhh, jap. (lacht)

Was bringt dich auf die Palme?

Scheiß Fussballkommentatoren wie Béla Réthy oder Gerd Gottlob. Bei der WM waren die richtig wreck, man. Behinderte Youtube-Kommentare können mich auch richtig auf die Palme bringen. Haare im Essen gehen mir auch richtig auf'n Sack.

Bist du denn dann auch wenigstens, der Typ, der sich beschwert oder so ein leiser Wüterich?

Nein, eben nicht. Ich bin so ein Leiser. Ich kann das nicht.

Um jetzt auch mal etwas Positives zu sagen: Du spielst in deinen Videos wirklich sehr gut. Könntest du dir eine Karriere bei GZSZ vorstellen, wenn es mit der Musik vorbei ist?

Ja, es geht ja jetzt nicht um GZSZ. Schauspiel kann ich mir schon vorstellen. Ich habe schon immer gerne vor der Kamera rumgesponnen. Wenn ein Angebot kommt, probiere ich es gerne aus.

Kommst du aus einem guten Elternhaus?

Ja, sehr guten. Also nicht krass reich, aber schon sehr behütet. Ich habe eine sehr schöne Kindheit gehabt.

Hast du genug Taschengeld bekommen?

Nicht überviel aber auch nicht wenig.

Wann hattest du dein erstes Handy?

Mit 18! So ein Klapphandy von Nokia.

Führst du eher Grundsatzdiskussionen, wenn du mit denen Freunden chillst, oder lacht ihr dann lieber über den lautesten Furz?

(lacht) Beides auf jeden Fall. Ich habe das Glück, dass ich solche Freunde habe, die beides können.

Welche heiße Maus hättest du gerne mal halbnackt in deinem Video?

Kate Upton finde ich ganz nett.

Über wen kannst du herzlich lachen?

Über Olli Schulz kann ich sehr herzlich lachen. Oft auch über Joko und Klaas, wie jeder wahrscheinlich. Wer noch? Mann, wenn man so direkt gefragt wird, fällt einem immer nur Scheiß ein.

Mario Barth?

Näääääch!!!

Wenn du aus rein musikalischer Sicht mit einem Musiker ein Schaumbad nehmen könntest, welcher wäre das?

Im Moment glaube ich wirklich Max Herre. Weil ich das Unplugged so abfeiere. Darüber möchte ich mich gern mit ihm unterhalten und über die alten Zeiten.

Wenn du dich entscheiden müsstest: Würdest du lieber mit 50 Cent Geldscheine verbrennen oder Schildkröten auf Galapagos retten?

(lacht) Natürlich will ich Geldscheine in 50ies Haus verbrennen.

Dein erotischstes Körperteil?

Mein Mund.

Wie stehst du zu Drogen?

Die soften finde ich gut und an die harten traue ich mich nicht ran. Sprich, alles, was über Gras hinausgeht, trau’ ich mich nicht.

Würdest du ein Leben lang eher auf guten Sex oder auf gutes Essen verzichten?

Ich glaube eher auf guten Sex. Oder? Doch. Liebe kann sich noch anders äußern, aber bei Essen kann man nicht anders als essen.

Filme oder Serien?

Filme.

Welches Genre?

Drama.

Wo kann man dich am besten stalken?

Auf Twitter.

Eine Message an die Leute, die dein Album nicht kaufen?

Brennt in der Hölle! Oder?

Klar.

Nein.

Doch, dann kaufen die nicht das Album von Olson.

Stimmt. Ja, brennt alle in der Hölle!

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