Im Gespräch mit Balbina - Die neue Berliner Stimme plauderte mit uns über Polen, Fleisch und Brüste

Die neue Berliner Stimme heißt ganz klar Balbina, das hat sich in den Gassen der laut pulsierenden Hauptstadt, in ihren Ecken und unter ihren Dächern, schnell herum gesprochen. Balbina ist…
Im Gespräch mit Balbina

Die neue Berliner Stimme plauderte mit uns über Polen, Fleisch und Brüste

Balbina

Die neue Berliner Stimme heißt ganz klar Balbina, das hat sich in den Gassen der laut pulsierenden Hauptstadt, in ihren Ecken und unter ihren Dächern, schnell herum gesprochen. Balbina ist ehrlich, tief und kraftvoll, mit deutschen Messages, die so nah an uns dran sind und doch weit über unseren Köpfen schweben. Wir haben mit der charismatischen “Nichtstun“-Sängerin über Polen, Fleisch und Brüste gesprochen – und darüber, wen sie lieber hat: Bonnie Strange oder Kim Gloss?

Falls du mal nicht weißt, was du sagen sollst, nimm die Universal-Antwort: Kay One!

Haha. Ich habe Angst!

Ich weiß nicht mehr, wie lange das her ist, aber ich kann mich an einen Auftritt im Cookies erinnern wo du mir zum ersten Mal aufgefallen bist. Kannst du dich vielleicht erinnern?

Das ist schon ein Weilchen her. Da hatte ich die Releasefeier zu meinem letzten Album.

Damals warst du unter dem Namen BINA bekannt. Wieso zur Hölle heißt du jetzt Balbina?

Ich hieß tatsächlich schon immer so. Mein Rufname war nur Bina. Als ich anfing, Musik zu machen, habe ich damals automatisch den Namen Bina gehabt, weil mich alle so nannten. Mit der Zeit fand ich meinen vollständigen Namen aber irgendwie passender. Vielleicht auch ehrlicher, denn so heiße ich nun mal.

Bevor wir dazu kommen, womit du „Geld verdienst“, erzähl uns doch ein wenig über deine Roots. Woher kommst du?

Ich bin in Warschau geboren und in Westberlin aufgewachsen.

Feierst du Berlin?

Ich mag Berlin, es ist definitiv meine Heimat. Trotzdem bin ich mittlerweile lieber an ruhigeren Orten wie in Warnemünde. Der Großstadtlärm ist mir zu laut und ich bin niemand, der gern mitten im Trubel ist.

Hat es was mit dem Alter zu tun oder warst du schon immer so?

Mit Anfang zwanzig hatte ich eine sehr kurze Sturm-und-Drang-Zeit. Da war ich meist an sieben Orten gleichzeitig. Allerdings war das wirklich eine kurze Phase. Ich arbeite lieber in Ruhe an meinen Projekten – das gibt mir mehr. Man muss sich, dramatisch gesehen, die Lebenszeit gut einteilen und ich mag den Klang der Stille halt am liebsten. Absurd für einen Musiker eigentlich. Naja.

Zu welcher Art Berliner würdest du dich zuordnen?

Westberliner Pflanze.

Klingt nach Kiffersorte! Rauchst du das?

Ich esse eher Salat mit viel Dressing und Randzutaten. Also eher Dressingsuppe mit Salatstückchen.

Wie lange machst du Musik?

Ganz schön lange! An einen Beginn kann ich mich nicht bewusst erinnern, weil ich es irgendwie immer so für mich selbst gemacht habe. Ich war nie ein Sie-ging-schon-mit-sechs-zum-Klavierunterricht-Kind. Stattdessen habe ich halb heimlich kleine Gedichte und Geschichten geschrieben. Das mache ich übrigens immer noch.

Womit verdienst du Geld?

Das wird man als Musiker häufiger gefragt und ich bevorzuge hier die Entromantisierung: Ich lebe von Kleidung, aber für die Musik.

Sängerinnen haben es in Deutschland wirklich schwer – gerade im Hip-Hop-Business. Wieso also nicht lieber im Body zu poppigen Beats über die Bühne tanzen á la Helene Fischer?

Also erstens kann ich, glaube ich, nur bedingt tanzen. Beziehungsweise will das keiner sehen (lacht). Aber um ehrlich zu sein: Ich habe mir meine Musik nicht ausgesucht. Das, was ich schreibe, komponiere, die Videos, die ich drehe, das ist das, was aus mir herauskommt. Was mein Gehirn so ausspuckt. Ich könnte andere Dinge nicht tun, weil ich sie nicht kann.

Tanzen könnte ich dir beibringen! Es würde dann vielleicht nur nicht so schick aussehen.

Ich glaube, wenn es mir jemand beibringen sollte, dann nur du. Dann würde ich es vielleicht ernsthaft versuchen.

Nacktheit spielt in deinen Musikvideos keine substanzielle Rolle. Noch! Könntest du dir vorstellen für mehr Fame deinen Brüsten im nächsten Video eine Hauptrolle zu geben?

Nein, das könnte ich in der Tat nicht. Allerdings könnte ich mir vorstellen meinen Bürsten eine Hauptrolle zu geben, zum Beispiel für den Song “Pechsträhne” von meiner „Nichtstun“ EP.

Machst du viel Sport und achtest auf deine Ernährung? Dein Körper ist nämlich ultra hot!

Ich esse eigentlich alles, bis auf Fleisch und Koriander. Ansonsten laufe ich halt viel.

Du bist Vegetarier? Und das als Polin?

Ja. Seit meinem elften Lebensjahr. Jeder Familienbesuch ist quasi eine bunte Diskussionsrunde. Eine gegen alle.

Ich kenne das nur zu gut. Kommen wir mal zu deiner ersten Single-Auskopplung bei Four Music „Seife“ nennt sich das gute Stück. Wahrscheinlich wirst du es schon oft gehört haben, aber was ist die Message? Auf Deutsch: Aussage!

Es geht um die Frage, ob man bestimmte Fehler einfach nicht mehr rückgängig machen kann – oder doch? Mit Seife vielleicht? Vielleicht um den Moment, wo du dir denkst: „Oh nein. Was habe ich gemacht. Das wollte ich so doch gar nicht!“

Maeckes hat ein Feature in diesem Song. Hast du mit ihm geschlafen?

Das ist eine interessante Frage, die glaube ich recht wenig mit dem Song zu tun hat. Aber auch sie möchte gefragt werden! Dies war die Antwort.

Ich glaube, ihr hättet sehr schöne Kinder. Überlegt es euch! Nun würde ich gerne mal ein paar Stimmen aus der Youtube-Kommentar-Zone zitieren für die nächsten Fragen: MaximInfo sagt: „Ziemlich krasses Lied.“¨Die Stimme klingt Mega interessant. Teilweise wirkt es etwas runtergepitcht, aber alles in allem ein gelungenes Kunstwerk! :)_“ Was is da jetzt mit deiner Stimme? Oder hast du einfach zu viel gesoffen?

Ich habe das Glück, eine tiefe Range zu haben. Das ist eigentlich alles. Soll heißen: Ich kann recht tief singen und setze das gern ein, weil ich mag wie es klingt.

Balbina

korkman98 fragt: „Wo gibt’s diesen Hammergeilen Gürtel?“

Haha! Den habe ich auch gelesen! Welchen Gürtel?!

PlayersWithAttitude meint: „Freu mich sehr auf die EP =) “¨Balbina bleibt für mich aber für immer einfach nur Bina, sowie zu guter alter Zeit wo sie mit Prinz Pi aufnahm als er noch Porno hieß.“¨“¨ Viel Glück Bina bei Four hast du verdient!“

Danke Ines, und dir den Erfolg, der dir zusteht, du lustigster Mensch der Welt!

Schnauze, es geht hier um dich!

Das soll aber mit rein.

Peter Venkman: „Ist das ne Transe?“

Eindeutiges Nein. Aber auch ein interessanter Ansatz!

Ich bin mir sicher, er meint Maeckes. Und ich muss sagen, dass verdammt viele englischsprachige Kommentare zu finden sind, die deine Musik loben. Das finde ich krass, da man als Deutscher teilweise den Text nicht versteht. Verstehst du den Text eigentlich selber? Hast du einen Ghostwriter?

Einen Ghostwriter habe ich nicht, aber viele kleine Geister in meinem Hirn! Hui buuuuh!

Wieso eigentlich Seife und nicht Wodka? Ich bin mir sicher, dass deine polnische Familie Vodka als Wunderheilmittel für alles verwendet. Ich spreche hier aus Erfahrung!

Das klingt tatsächlich nach einem Scherz, aber auch meine Schürfwunden wurden mit Vodka desinfiziert.

Siehste, keine Narben. Deine Videos sind sehr künstlerisch. Ist das dein Einfluss?

Ja. Wobei ich das Wort “künstlerisch” in diesem Zusammenhang oft höre. Maeckes und ich wollten eigentlich nur meine Wortbilder auf eine spielerische Weise spiegeln.

In deinen Videos zeigst du nur dein Victoria-Beckham-Face. Wann hast du das letzte Mal herzlich gelacht und warum?

Das klingt jetzt wie verabredet, aber um mich auf das Interview einzustimmen habe ich dein „Lip Plumper Tutorial“ gesehen. Diese Art von WTF-Momenten bringen mich zum Lachen.

Wie oft musst du das eigentlich anwenden? Wie lange hält es an? Musst du ihn immer mitnehmen zu Events?

Ich glaube, ich war nicht schlau genug dafür. Zwei Minuten Gepumpe für eine Minute swollen lips – aber hey!

Seit dem 27. Juni ist deine EP „Nichtstun“ draußen. Sprichst du damit die Ottos und Kevin Justins unserer Generation an?

Ich hatte nicht wirklich im Kopf, dass es eine ernsthafte Zielgruppe geben wird. Seit Jahren schreibe ich unbemerkt vom Rest der Welt Lieder. Nun wird sich das Publikum vielleicht ergeben. Mal sehen, wer mir zuhört!

Oder lieber nichts tut. Kannst du mit Kritik umgehen?

Ich hoffe, ja.

Wo siehst du dich in zehn Jahren?

Genau dort, wo ich jetzt bin. Hoffentlich. Nur der Berg unbezahlter Rechnungen nervt manchmal. Der könnte gern kleiner werden, bitte.

Wie wichtig ist dir Fashion?

Fashion im Sinne von trendiger Bekleidung ist nicht mein Ding. Ich sehe in Mode eher eine Art Bilder zu malen. Deswegen entwirft Susann Bosslau für mich auch viele Kleider für meine Videos und Fotos. Wir versuchen, meine Liedtexte und Stimmungen über die Stoffe, die mich einhüllen, wiederzugeben.

Wer oder was inspiriert dich?

Das Einfache. Das Alltägliche.

Lieblings-Band aus den Neunzigern?

Phil Collins und seine Band. Zählt das als Band?

Ja.

Bonnie Strange oder Kim Gloss – von wem würdest du dich lieber schminken lassen?

Bonnie Strange.

Bock, mal ‘nen polnischen Track rauszubringen?

Mal sehen, erstmal nicht.

Wie viele Stunden am Tag hockst du im Netz?

Bei Krankheit 24 Stunden. Bei Gesundheit 30 Minuten.

Balbina

Deine Lieblingsseiten?

Ich habe nicht wirklich Lieblingsseiten. Meine Startseite ist zeit.de. Damit bin ich ganz zufrieden.

Kannst du ein gutes Selfie machen?

Ich habe nicht so ein Telefon, mit welchem dies möglich wäre.

Magst du Joko und Klaas?

Ich finde Klaas niedlich. Hihi.

Was glaubst du, welcher Promi heimlich der Teufel ist?

Harald Glööckler. Und das nicht mal heimlich.

„Promi Shopping Queen“ oder „Das Perfekte Promi Dinner“?

Essen gewinnt immer.

Deine Lieblings-Castingshow?

„Freakstars 3000“

Deine Lieblingsseife?

Kernseife.

Hast du früher auch an Tipp-Ex geschnüffelt?

Nein, du?

Ich war im katholischen Mädchengymnasium! Als waschechte Polin bist du doch bestimmt ne super Putzfrau, oder?

Bestimmt.

Würdest du dich als Traumfrau bezeichnen?

Haha!

Bist du Single?

Meine neue Single ist gerade draußen.

Dein Traummann? Oder stehst du auf Frauen?

Ich stehe gerade auf meinen knarrenden Dielen.

Wenn es ein Balbina-Parfum geben würde – wonach würde es riechen?

Nach Seife.

In der Musik-Branche gibt es oft Beef. Wem würdest du gerne eine klatschen? Wenn auch nur verbal.

Ich habe nicht das Bedürfnis zu klatschen.

Ich weiß von einem Insider, dass du eine bestimmte Frage aus meinem damaligen Haftbefehl-Interview sehr gefeiert hast. Deswegen stelle ich nun auch dir diese Frage: Stell’ dir mal vor, du chillst vergnügt in deinem Bett und auf einmal steht Gott vor dir und stellt dir folgendes Ultimatum: Balbina, entweder du hast nie wieder Sex, aber dafür kannst du das geilste Essen, bis an dein Lebensende, genießen oder du hast weiterhin Sex, aber du bekommst jeden Tag nur Reis zum Überleben. Sex oder Essen, wie entscheidest du?

Essen, Essen, Essen, Essen und Essen.

Wenn du müsstest, für welches Magazin würdest du dich nackisch machen: Playboy, Penthouse oder Bravo mit dem Selbstauslöser?

Dann würde ich lieber Koriander essen.

Also die Bravo?

Koriander mit Fleischsauce.

Glaubst du an Gott?

Das ist eine Frage, die ich mir häufig selbst stelle. Ich kann dir darauf nicht antworten.

Dein schlimmster Job?

Auf’m Fischmarkt Fische verkaufen.

„Sex And The City“ oder „Breaking Bad“?

„Curb Your Enthusiasm“

Welche Zigaretten rauchst du? Wie viele am Tag?

Der bekannteste Raucher-Krebs ist der Lungenkrebs. Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes erkranken daran in Deutschland pro Jahr mehr als 45.000 Menschen. Bis zu 90 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen mit Lungenkrebs waren Raucher.

Wo kann man dich am besten stalken?

Im Studio Funkhaus in der Nalepastraße. Kommt, ihr Stalker!

Ich dachte eher so an deine Facebook-Seite oder wo du auch immer all deine News verteilst, du Otto!

balbina.fm vermittelt als Zentrale direkt an alle Stalkernetzwerke.

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2 Kommentare

  • Arschgeweih sein Sohn

    Wow. Ich hatte gedacht, dass Fran keiner übertreffen kann. Fran so maximal künstlich traurig in ihrer Selbstdarstellerrolle. Und auch immer so super doll individuell in Kleidung und sentimental und so. Ihr wisst, was ich meine. Aber diese Person übertrifft ja sogar noch Fran. Dafür hat Sie meinen Respekt- mehr aber auch nicht. Schade nur um den View, den Sie nun durch mich auf Youtube bekommen hat. Ich widme mich dann mal den authentischen Musikern.