- Hey Twitter, wenn du schon dabei bist: Lösch’ auch gleich den Fav-Button

Da freut man sich, dass man zur Abwechslung endlich mal einen richtigen guten Artikel geschrieben hat, was ja selten genug vorkommt, will, dass ihn die ganze Welt da draußen sieht,…

Hey Twitter, wenn du schon dabei bist: Lösch’ auch gleich den Fav-Button

Da freut man sich, dass man zur Abwechslung endlich mal einen richtigen guten Artikel geschrieben hat, was ja selten genug vorkommt, will, dass ihn die ganze Welt da draußen sieht, und preist ihn deswegen auf Twitter an. Und was passiert? Nicole favt ihn, Flo favt ihn, Sandra favt ihn. Ein paar kleine, gelbe Sternchen, hurra, und was bringen die? Nichts! Rein gar nichts.

Der Microblogging-Dienst setzt gerade zum großen Frühjahrsputz an, will @-Replies und Hashtags den Laufpass geben, den Nutzern erlauben, mehr Fotos gleichzeitig hoch zu laden, und benennt den Retweet-Button womöglich in Teilen um. Das ist ja alles schön und gut, aber eigentlich wünsche ich mir nur eines: Dass endlich dieser unsinnige Fav-Button verschwindet.

Wer etwas auf Twitter teilt, egal ob einen Post, einen Satz oder ein Foto, der rechnet im Idealfall damit, dass er ein nützliches Feedback darauf bekommt. Entweder eine Antwort, um eine Diskussion anzuheizen, Lob und Kritik zu ernten oder einfach nur eine menschliche Entgegnung zu erhalten, oder eben ein Retweet, damit dein kleines Zwitschern munter weiter gereicht wird.

Aber ein Fav, ein Fav bringt rein gar nichts. Nein, noch schlimmer: Ein Fav hält viele davon ab, die ersten beiden Optionen, die wirklich einen Mehrwert für uns alle haben, zu nutzen. Antworten? Super! Retweeten? Noch viel besser! Faven? Faven, das kommt einem müden Lächeln gleich, einem laschen Handschlag, einer nutzlosen Gefälligkeit.

Favs machen mich traurig, denn jedem Menschen, der sich dafür entschieden hat, den farbigen Himmelskörper zu wählen anstatt seine humane Existenz dafür einzusetzen, wirklich etwas zu bewegen, möchte ich entgegen brüllen: Hättest du nicht ein paar Pixel weiter links klicken können?! Teilen ist Liebe, Faven ist Arschloch.

Also Twitter, wenn du uns wirklich einen Gefallen tun möchtest und dir der Gedanke gefällt, dass noch viel mehr Menschen debattieren, teilen und zwitschern, dann gib diesem wertlosen, gelben Stern endlich den überfälligen Gnadenstoß und lösch’ den Fav-Button. Eine ganze Generation von zynischen, einsamen Internetsüchtigen wird es dir danken.

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2 Kommentare

  • Sorry, aber dann hast du das deutsche Twitter grundlegend missverstanden. Twitter wird in Deutschland von nur einem Bruchteil der User als Microblogging und Newsfeed genutzt.

    Für die meisten jedoch ist es eine Kleinkunstbühne, eine Plattform der Selbstdarstellung mit Witzchen, tiegründiger Lyrik und einem gedanklichen Austausch pointierter, aktueller Geschehnisse.

    Für viele sind die Sterne alles. Sie sind der Lohn, der Dank, die Akzeptanz ihrer Selbst und ihren Bemühungen den Menschen ein kleines Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

  • Tja, grundlegend sollte man sich daran erinnern, dass dieses Sternchen der reinen Markierung dienen sollte, um einen Tweet, wenn nötig, schnell wieder zufinden.

    Dass daraus der wahnwitzige Gedanke der Anerkennung und eine regelrechte Sucht nach den Sternchen entstand, konnte wohl keiner ahnen. Und die Featurs zu nutzen, wofür sie entwickelt wurden, sollte nicht die Aufgabe von Twitter sein.