Eine neue Studie belegt es - Jede Menge LSD macht euch zu glücklicheren Menschen

Wenn ihr das nächste Mal bunte Regenbögen schluckt, auf Einhörnern reitet und versucht den nach euch rufenden Drachen im Wald zu fangen und eigentlich nur die Wand ableckt, während euch…
Eine neue Studie belegt es

Jede Menge LSD macht euch zu glücklicheren Menschen

Wenn ihr das nächste Mal bunte Regenbögen schluckt, auf Einhörnern reitet und versucht den nach euch rufenden Drachen im Wald zu fangen und eigentlich nur die Wand ableckt, während euch euer genervter Mitbewohner seit Stunden anbrüllt und mit Wasser bespritzt, dann könnt ihr ihm, sobald ihr wieder runter seid, mit stolz geschwellter Brust sagen: Eine neue Studie belegt, dass jede Menge LSD uns alle zu glücklicheren Menschen macht!

Zum ersten Mal seit 40 Jahren haben Wissenschaftler wieder einen ausführliche Studie zum Thema LSD geführt und dabei für sie Erstaunliches, für Berliner Clubkinder aber eher Alltägliches, herausgefunden: Viel LSD macht happy, wenig LSD macht hingegen depressiv. So ging es jedenfalls Krebspatienten im Endstadium.

In einem Pilottest in Solothurn in der Schweiz wurden zwölf Männern und Frauen hohe Dosen an LSD verabreicht. Die Resultate zeigten, dass dadurch 20 Prozent geringere mit ihrer Krankheit zusammenhängende Symptome auftraten, sie hatten weniger Angst – und das LSD zeigte auch keinerlei Nebenwirkungen.

Allerdings zeigte die einmalige Studie auch: Wenn die Ärzte in unserem Nachbarland den leidenden Krebspatienten lediglich eine geringe Dosis des chemisch hergestellten Derivats der Lysergsäure verabreichten, verstärkten sich ihre Depressionen und Angstzustände enorm. Oder anders ausgedrückt: Je mehr Drogen desto bessere Laune.

Während der wissenschaftlichen Aufzeichnungen wurden vier der insgesamt zwölf Patienten lediglich ein Placebo verabreicht. Während die anderen von bunter Wolke zu bunter Wolke hüpften und dabei Farben rochen, verschlechterten sich die Zustände der Placebo-Gruppe, die Depressionen stiegen an, die Angstzustände ebenfalls. Erst danach gab man ihnen auch etwas vom LSD ab.

Der Psychiater Peter Gasser sagte am Ende der Studie, dass elf der zwölf Patienten noch nie zuvor in ihrem Leben LSD genommen hätten, aber alle würden nach diesen für sie sehr positiven Tests die Droge erneut verwenden und sie auch anderen Patienten in ähnlichen medizinischen Situationen empfehlen. LSD, das Wundermittel?

Ein Patient beschrieb seine Erfahrungen mit dem starken Halluzinogen als „mystisch“, alle Patienten fühlten sich nach der Studie besser – und das gute Gefühl, mehr mit ihrer verbleibenden Zeit anzufangen, hielt mindestens zwölf Monate nach der Therapie an. Für die Patienten sind diese positiven Gedanken eine Erleichterung.

Natürlich solltet ihr jetzt nicht damit anfangen, haufenweise MDMA-Verschnitte in eure oralen Körperöffnungen zu drücken, weil ihr denkt, dass sich dadurch all eure Probleme auf einen Schlag lösen können. Obwohl ihr das ja eh jedes Wochenende mehr oder minder erfolgreich in irgendwelchen Berliner Kellern versucht.

Zunächst müssen noch mehr Studien mit LSD getestet werden, aber die Ergebnisse dieser Therapie bestätigen zumindest, dass sich nicht alle Drogen partout verteufeln lassen und gute Nachrichten nehmen dem Halluzinogen zumindest ein wenig den aus gesellschaftlichem Unwissen generierten Schrecken. Womöglich ist LSD ja schon bald rezeptfrei in der Apotheke erhältlich, wer weiß…

Foto: Brad Casey

Tally Weijl

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