Adios Nadia und Masha - Pussy Riot haben gerade ihre bekanntesten Mitglieder gefeuert

Während Nadia Tolokonnikova und Masha Alyokhina gerade durch die Vereinigten Staaten reisen und sich ganz dem Kampf gegen Wladimir Putin, der Homophobie in Russland und den schlechten Bedingungen in Frauengefängnissen…
Adios Nadia und Masha

Pussy Riot haben gerade ihre bekanntesten Mitglieder gefeuert

Pussy Riot

Während Nadia Tolokonnikova und Masha Alyokhina gerade durch die Vereinigten Staaten reisen und sich ganz dem Kampf gegen Wladimir Putin, der Homophobie in Russland und den schlechten Bedingungen in Frauengefängnissen verschrieben haben, erreichte sie heute eine schlechte Nachricht aus den eigenen Reihen: Pussy Riot hat sie gefeuert!

Wie Pitchfork meldet, hat die russische Punkband einen offenen Brief auf ihrer Webseite veröffentlicht, in dem steht, dass sie Nadias und Mashas Mission zwar zu schätzen wissen, sich diese aber nicht mehr mit den Regeln der Gruppe vereinen lässt. Sie hätten die Ideale von Feminismus, Widerstand und den Krieg gegen Autorität und Persönlichkeitskult vergessen.

„Anstatt die Namen von Nadia und Masha zu zeigen, ist auf dem Poster des von Amnesty International veranstalteten Ereignisses ein Mann mit einer Sturmmaske und einer Elektrogitarre zu sehen, während die Veranstalter Menschen dazu aufrufen, teure Tickets zu kaufen. Das ist nicht mit den Prinzipien des Pussy-Riot-Kollektivs vereinbar. Wir sind Frauen. Kein Mann kann uns repräsentieren, weder auf einem Poster noch in der Realität. Wir sind antikapitalistisch, wir verlangen kein Geld dafür, unsere Kunst betrachten zu können. Unsere Videos sind frei im Netz verfügbar, die Zuschauer unserer Auftritte sind immer Passanten, wir verkaufen keine Tickets für unsere Shows.“

Und weiter: „Unsere Auftritte sind immer illegal, sie finden immer an geheimen Orten statt, auf öffentlichen Plätzen, die nicht dafür gebaut wurden, um dort Unterhaltung zu bieten. Die Verteilung unserer Videos findet immer über freie und unzensierte Wege statt. Wir sind anonym, weil wir gegen den Personenkult agieren, gegen Hierarchien, die aufgrund von Erscheinung, Alter oder anderen sichtbaren Eigenschaften getroffen werden. Wir verhüllen unsere Köpfe, weil wir gegen die Idee sind, das weibliche Gesicht als Markenzeichen unserer Auftritte einzusetzen. Die Vermischung von rebellischem Punkrock mit der Verteidigung der Rechte von Inhaftierten, ist schädlich für uns als Kollektiv. Doch diese neue Rolle haben Nadia und Masha eingenommen. Ja, wir haben zwei Freunde verloren, zwei Mitglieder, die unseren Ideologien gefolgt sind, aber die Welt hat zwei mutige, interessante und kontroverse Menschen gewonnen. Wir schätzen ihre Entscheidung und wünschen ihnen alles Gute auf ihrem weiteren Weg.“ Weder Nadia noch Masha wollten den Brief kommentieren.

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