Thomas Hitzlsperger ist schwul:

Thomas Hitzlsperger ist schwul - Das hier ist der beste Kommentar zum Coming-out

Thomas Hitzlsperger steht auf Männer – und leider ist das heutzutage immer noch ein riesiges Medienereignis. Denn im Jahr 2014 sollte es vollkommen egal sein, welches Geschlecht man liebt, mit…
Thomas Hitzlsperger ist schwul

Das hier ist der beste Kommentar zum Coming-out

Thomas Hitzlsperger steht auf Männer – und leider ist das heutzutage immer noch ein riesiges Medienereignis. Denn im Jahr 2014 sollte es vollkommen egal sein, welches Geschlecht man liebt, mit welcher Person man zusammen sein möchte. Die ZEIT war dem Ansturm des Coming-outs kaum gewappnet, auf der Facebook-Seite der BILD überschlagen sich bemitleidenswerte “Menschen” mit homophoben und gleich auch noch rassistischen Beleidigungen und die Bundesregierung lobt die neue Offenheit, will Schwulen und Lesben aber weiterhin weniger Rechte zukommen lassen als heterosexuellen Paaren.

Den besten Kommentar zum Thema brachte ganz klar Esther Schapira vom Hessischen Rundfunk in den gestrigen Tagesthemen. Dort merkt sie an, dass es mutig von Thomas ist, uns mitzuteilen, was uns eigentlich gar nichts angeht. Und dass die Begeisterung der Prominenz und der Politik verlogen ist, solange immer noch viele Schwule und Lesben Angst vor ihren Gefühlen haben müssen, solange homosexuelle Menschen immer noch Gewalt am eigenen Leib erleben, solange es immer noch internationale Diskriminierung von Leuten gibt, die ein bisschen anders sind. Homophobie lebt, obwohl es sie eigentlich gar nicht mehr geben dürfte.

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8 Kommentare

  • Mirsch

    Stimme voll und ganz zu. Das Schlimme aber ist, dass man dieses Wort “Homophobie” benutzen muss. Dabei ist es keine Phobie im medizinischen Sinne, sondern einfach nur ein schlechtes Synonym für Intoleranz und Menschenverachtung.

    • Danke @Mirsch für die Aufklärung, ich habe noch nie über das Wort an sich nachgedacht. Es ist tatsächlich die falsche, mittelalterliche Bezeichnung, die von allen Seiten verwendet wird. Traurig, aber wahr.
      Eine komplette Gleichstellung – und vor allem Akzeptanz – von trans-, metro-, a-, hetero- und homosexuellen Menschen wird noch viele Jahre dauern und das werden wir wohl nicht mehr miterleben, aber ich hoffe, dass sich die Welt dahingehend verändert.

    • Dexter

      Ber Begriff Homophobie mag wirklich etwas veraltet sein, wenn man ihn ausschließlich aus medizinischer Sicht betrachtet, aber als ein schlechtes Synonym für Intoleranz und Menschenverachtung ist er m.E. noch weniger geeeignet, weil sie viel eher die Ergebnisse von unkritischer Homophobie sind. Ursache und Wirkung. Homophobie als Ursache sagt nämlich genau das, was sie meint: Die Furcht vor gleichgeschlechtlicher Liebe und Partnerschaft. Oder noch besser: Die Furcht vor sich selbst und einem Wetlbild, in das man womöglich selbst nicht (mehr) passt.

  • Lore

    Sorry, aber ich finde das ist der beste Kommentar: http://taz.de/Was-am-Hitzlsperger-Lob-nervt/!130717/