Überstunden, Lügen, Arschlöcher - Die Berliner Medienbranche ist eine unterbezahlte Hölle

Vor einigen Wochen kündigte ich meinen Job als Redakteurin bei einer Berliner Produktionsfirma. Ein Jahr lang hatte ich mich motiviert in jedes Interview gestürzt, die halbe Riege der in Berlin…
Überstunden, Lügen, Arschlöcher

Die Berliner Medienbranche ist eine unterbezahlte Hölle

Vor einigen Wochen kündigte ich meinen Job als Redakteurin bei einer Berliner Produktionsfirma. Ein Jahr lang hatte ich mich motiviert in jedes Interview gestürzt, die halbe Riege der in Berlin gastierenden Musiker zu ihren musikalischen Ursprüngen, ihren bewegendsten Tourerlebnissen und ihren Freuden und Ängsten befragt. Ich hatte mich auf der Berliner Fashion Week der Tatsache ausgesetzt, dass eine derart oberflächliche Veranstaltung zwar einen betonierten Nährboden für redaktionelle Arbeit bietet, einen aber nicht davor schützt, sich aus schierer Verzweiflung nach Content Creation zum Deppen zu machen und vor laufender Kamera den heißesten Typen irgendeiner Streetwearmesse zu suchen.

Nichtsdestotrotz: Es war an und für sich ein sehr unterhaltsames Jahr, bei dem ich Berlin schnell von den unterschiedlichsten Seiten kennenlernte und mit einem großartigen Team zusammenarbeitete. Auf das neidvolle „Wahnsinn, hast du einen tollen Job!“ aus dem Freundeskreis antwortete ich meist nur mit einem schiefen Lächeln.

Das war immerhin der Ausgleich für das Unverständnis meiner Eltern. „Web TV? Ist das im Internet? Was ist Sido?“ Es war der Ausgleich für mein eigenes schlechtes Gewissen, nicht wirklich etwas zu schaffen, das auch längerfristig einen kulturellen Beitrag leistet – denn wen interessiert am Abend noch, dass die Mädels von LAING am Morgen immer müde sind? Vor allem aber versuchte ich mich darüber hinweg zu täuschen, dass ich vor allem eines war: unterbezahlt.

Mit meinem Magisterabschluss in Kunstgeschichte, Philosophie und Anglistik war ich nach sechseinhalb Jahren Studium bereit in der Arbeitswelt loszulegen und begann meinen Karrierestart in besagter Produktionsfirma mit einem raketensteilen Abstieg als – natürlich – Praktikantin. Als nach wenigen Wochen das gesamte, fünfköpfige Redaktionsteam fristlos entlassen wurde, durfte genau eine eiserne Arbeitskraft ihren Platz behalten: meine Wenigkeit.

Leicht irritiert von der plötzlichen Härte der freien Marktwirtschaft, machte ich das Beste aus der Situation, steigerte mein Gehalt von sage und schreibe 400 Euro auf 1000 Euro netto und wandelte meinen Praktikantenstatus nach einigen Verhandlungen in den einer Redakteurin. Dass es sich hierbei eigentlich um das Aufgabenfeld einer Redaktions- und Produktionsleitung, einer Social-Media-Kraft und SEO-Optimierung handelte, sei nur am Rande erwähnt.

Dass sich der Arbeitsaufwand und die damit verbundene Verantwortung um ein Zehnfaches steigerten, mein Gehalt allerdings immer noch am Existenzminimum angesiedelt war, ebenfalls. Mit harten Bandagen hatte ich mir den “Luxus” erkämpft, nur von montags bis donnerstags zu arbeiten, um am Freitag und am Wochenende freiberuflich zu schreiben, um auf diesem Wege wenigstens etwas Geld dazuzuverdienen.

Eigentlich dachte ich immer, ich mache einen ganz guten Job. Ich verstand mich mit meinem Team großartig, für meine Interviews und Videos wurde ich von Außenstehenden gelobt und ich war meist mit Freude und Elan dabei. Für das gekündigte Personal wurde auch in den darauffolgenden Monaten natürlich niemand eingestellt, aber wir schafften es die Produktionsleistung einigermaßen zu halten und die Zuschauerzahlen der Webseite zu steigern.

Allerdings schien das in der Führungsetage niemanden zu interessieren, keiner wusste sich für die finalen Zahlen des Reportings zu begeistern. Stattdessen wurde mein Interesse an den numerischen Fakten vielmehr argwöhnisch beäugt. Als ich eines Tages zu einem Gespräch mit meinen Vorgesetzten geladen wurde, hieß es, sie seien nicht zufrieden damit, dass ich mir nicht auch noch über meine Arbeitszeit hinaus – beim Abendbrot – Gedanken zu neuen Formaten und bahnbrechenden Reportagen mit meinem drei Mann starken Team machte. Es mangele mir an „originärem Gedankengut“. Dass mir derweil vielmehr Kopfzerbrechen bereitete, wie ich dieses sogenannte „Abendbrot“ auf Dauer überhaupt finanzieren sollte, schien wenig Beachtung zu finden.

Als ich auf diesen Umstand und die Tatsache, dass ich seit Monaten die Arbeit von einem fünfköpfigen Team übernommen hatte und am Ende des Acht-Stunden-Tages weder Energie noch Motivation verspürte, mich weiteren kreativen Ergüssen hinzugeben, aufmerksam machte, wartete mein Chef mit einem schlagkräftigen Argument von sowohl diplomatischer als auch intellektueller Größe auf: „Heul doch!“

Nach einem emotionalen Tränenerguss war mir wenig zu Mute, vielmehr stand mir der Sinn danach, ihm endlich zu sagen, wie sehr er mich an eine perfide Symbiose aus Mr. Burns von den Simpsons und Gargamel von den Schlümpfen erinnerte. Ich behielt es für mich, ließ es aber nicht aus, die mangelnde Kritikfähigkeit der Führungsetage zu erwähnen.

Meine Chefin reagierte mit Unverständnis und hielt dagegen: „Wie soll ich dich denn kritisieren? Soll ich dir eine eMail schreiben, in der ich dir sage: Ja, ihr seht alle gut aus, habt einen tollen Freundeskreis und seid ohnehin die Geilsten, aber dieses und jenes passt mir nicht?“ Ich gratulierte ihr insgeheim zu dieser treffenden Veranschaulichung meiner soeben geäußerten Aussage und beließ es dabei, mein Unverständnis ob der allgegenwärtigen Polemik des Gespräches zu äußern.

Da saß ich nun, mit einem akademischen Abschluss einer Eliteuniversität, und hinterfragte kurz, ob es vielleicht doch ich sei, die im Unrecht war, wenn sie sich darüber aufregte, dass sie trotz engagierter Arbeitsleistung mit einem Gehalt entlohnt würde, von dem sie nicht einmal in dem billigen Berlin einen Lebensunterhalt bestreiten konnte.

Ich blickte einen Moment fragend in die Runde und schon sah ich ihn auf mich zuschnellen, den final-rhetorischen Fausthieb: „Wenn du den Job nicht machst, dann macht in halt ein anderer. Du weißt doch, jeder ist ersetzbar. Und überhaupt, so schlimm ist es hier nun auch nicht. Zumindest sind noch keine Tränen geflossen, dass lief hier früher anders.“ Das war alles was, ich hören musste, um fristlos zu kündigen. Denn durch meine freie Mitarbeit hatte ich der Firma nicht nur jegliche Sozialabgaben und jede Menge Papierkram erspart, sondern mir auch mein umgehendes Kündigungsrecht erhalten.

Nach einem kurzen Moment der Euphorie folgte leichte Irritation: Hatte ich das gerade wirklich getan? Einen Job gekündigt, ohne einen neuen zu haben? Mein Team war niedergeschlagen und fassungslos und auch mir saß ein Kloß im Hals. Sie würden mir fehlen. Aber als ich an diesem Tag auf die Oberbaumbrücke hinaustrat und mir ein leichter Herbstwind entgegen blies, empfand ich ein neues Gefühl von Freiheit.

Es war die Freiheit, sich wehren zu dürfen, gegen das Diktat der Medienbranche, die viel zu oft weder den Menschen noch sein Engagement noch sein Talent zu schätzen weiß. Stattdessen macht man sich selbst glauben, dass die Ausbeute junger, motivierter Mitarbeiter in einem gerechten Verhältnis zu der Arbeitserfahrung stünde, die man mit prätentiöser Geste verspricht – im Tausch gegen unbezahlte Überstunden und misanthropische Gehälter.

Ich glaube, ersetzbar ist nur, wer sich ersetzbar macht und vergisst, dass er als Individuum in einem Staat wie dem unsrigen ein bedeutsames Gut besitzt: die Macht aufzubegehren. Nicht nur sich zu empören, sondern mehr noch: sich zu wehren! Gegen dieses Unwort, das zu einem Lebensgefühl unserer Generation geworden zu sein scheint: Humankapital.

Denn „nicht darauf kommt es an, dass alles gleich und vollkommen ist; der Stolz flickt schon die schadhaften Stellen aus“, wie Nietzsche einst gesagt hat. Stolz ist eine Eigenschaft, die wir viel zu oft negativ konnotieren, die in gesundem Maße aber eigentlich die Grundlage unserer Selbstwahrnehmung bilden müsste. Vielleicht sollte die Frage nicht lauten, was ich dem Markt “šwert' bin, sondern welche Wertschätzung ich mir selbst zugestehe um damit aus der nicht mehr bloß selbstverschuldeten Unmündigkeit zu entkommen.

Foto: Mark Hunter

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149 Kommentare

  • Hmmm

    Wenn ich das Äquivalent von einem “Liberal Arts” Abschluss an der Uni produziere, dann muss ich mich auch auf die Härte des Alltags einstellen. Wenn man das will, dann muss man da durch. Jammern hilft nicht. Viel Geld verdienen und einen coolen Job haben, auf den alle neidisch sind, ist halt kein Ponyhof.
    Diese Ansammlung von Praxisschockartikel der Hipster nervt extrem. Es geht Jedem so. In jedem Job. Du hast dir nur zusätzlich noch eine Branche ausgesucht, die gut mit der Metapher eines Haifischbeckens beschrieben werden kann.

    • Daniel

      Das ist insofern falsch, als das diese angeblichen Hipster verantwortungsvolle Menschen sind, die den moralischen Niedergang zeichnen. Das kann man mit so einem Abschluss nämlich auch. Schlimmer finde ich Leute, wie Dich die nichts Produktives beitragen und nichtmal merken wie überflüssig und unnötig sie sind.

      • Daniel

        Aber eins muss gesagt werden. Jeder Vollhorst kann ein Firma gründen und Mitarbeiter kleinmachen und ausbeuten. Für gar kein oder nur kleines Geld. Das dürfen auch psychisch Kranke. Warum sucht man überhaupt solche Jobs? Gründe einfach. 400 bis 1000 kriegst Du auch selber hin.

    • oekonomikerin

      Unsinn, es geht auch ganz anders, mit bezahlten Überstunden und ordentlichem Gehalt und Wertschätzung. Lehrjahre sind ja ok, aber doch keine Sklavenjahre!

    • ich

      Solche Kommentare sind ja wohl das Allerletzte. Und genau wegen solcher menschen-, vielleicht auch selbstverachtenden Ansichten hält sich dieses System noch. Leider gibt es zu viele Leute, die so drauf sind!

  • Daniel

    @Hmmm: Nein, das stimmt nicht. Es gibt auch andere Jobs, die nicht nur besser bezahlt sind, sondern wo man noch mit Respekt und Achtung für die eigene Arbeit behandelt wird.

    Insofern: Ich weiß auch, dass es bestimmte Zwänge gibt, für alle Beteiligten, auch die Arbeitgeber. Das ist aber noch lange kein Grund, ein Arschloch zu sein.

  • Alice

    @Hmmm
    Finde den Kommentar vollkommen unnötig.
    Der Artikel spiegelt tatsächlich wieder, wie der Alltag vieler Medienleute aussieht. Und dass es in anderen Branchen ähnlich ist, macht es nur noch schlimmer. Was bringen einem überarbeitete, unterbezahlte Ärzte? Oder Bauarbeiter? Oder von mir aus auch Manager?
    Langfristig gesehen entwickelt sich diese Gesellschaft in einen gehetzten, kranken Haufen, der durch Illusionen und Träume halbwegs am Leben erhalten wird, bis er am Ende zusammenbricht – um dann durch Frischfleisch ersetzt zu werden.

  • dulei

    Gut so, richtig gehandelt! Lasst euch nicht auf den Kopf scheißen und werdet euch endlich bewusst dass eure Arbeit, die ihr leistet, einen Wert hat. Und unter diesem Wert würde ich mich nicht (mehr) verkaufen!

  • André

    Ganz ehrlich: Der beste Artikel den ich hier bisher gelesen habe. Mal wirklich was mit Inhalt und Aussage. Man kann natürlich sagen “hey man weiß wie es in dem Bereich läuft und wer sowas machen will sollte das auch wissen”, aber was ändert das daran das es scheiße ist Menschen so auszubeuten und zu behandeln? Wenn alle ihren Mund halten und das Spiel mitspielen würden gäbe es gar keine Veränderung.

  • atride

    ich habe früher in berlin als kameramann gearbeitet, als “die zeiten” noch etwas besser waren. ich kann mich sogar noch an bezahlte überstunden erinnern. allerdings nur sehr schwach ;-) wie dem auch sei, ab 30 verliert die selbstausbeutung einfach jeden charme. und da mittlerweile jeder müll und jedes billig irgendwie ok und irgendwie nicht so angestrengt cool ist, findet jede bude immer leute, die es für wenig bis nichts machen. wenn ich mir allein die ganzen tv-, film, schnitt-, prod-, maske, etc. schulen in berlin anschaue, die in berlin jedes jahr hunderte von neuen wild entschlossenen, narzisstischen dilettanten auf den markt scheißen… nein danke! ich mache inzwischen was echt uncooles, kaufmännisches…

  • Ding-Dong

    Man hätte es ja wissen können. 3 Millionen Menschen zwischen 16 und 35 mit der gleichen Idee, mit dem gleichen Studium (Liberal Arts haben schon Jahrhundertelang den Tisch grandios gedeckt), im Mekka der Medien (ja, auch dieser Markt ist begrenzt)… wenn etwas überlaufen ist werden schlechtere Gehälter gezahlt, wenn der Markt begrenzt ist, kann man nicht endlos wachsen, wenn man etwas studiert hat was 5 Millionen auch studiert haben, wenn man in eine Stadt geht in die alle gehen… Entschuldigung, aber warum wird da rumgeheult? Weil man es sich anders erträumt hat?

    Berlin, Medien/Kunst/Frei, 16-35, alle wollen hin… ein paar Stichpunkte mit denen alles gesagt sein sollte. Selber schuld. Leben ist kein Ponyhof und mit dem Kopf in den Wolken wirds nicht leichter. Fünf minuten nachdenken und gewisse Dinge verstehen retten ein ganzes Leben.

    • Pierre

      Stimme vollkommenst möglich zu!

    • hatgirl

      Ding-Dong! Das ist jedoch nicht nur in Berlin so. So sieht es auch in anderen Städten Deutschlands in der Medienbranche aus.
      Einerseits: Ja, es trägt bei zur Auslese – die Frage ist nur, was bleibt. Es sind nicht immer die Talente- oftmals nur die, mit den größten Hörnern und den besten Kontakten- die Profillosen. Es gehen die, die hätten mehr zur Qualität betragen können, weil sie wissen, was sie wert sind und es leid sind, sich zu verkaufen. Du solltest Deinen eigenen Rat mal zu Herzen nehmen!

    • mkl

      @Ding-Dong: Als ob man seinen Studiengang nur danach auswählen würde, wie viel Geld man damit später verdient und wie viele andere Leute dieselbe Ausbildung gemacht haben! Was für ein Schwachsinn! Aber solche Sprüche muss man sich als Geisteswissenschaftler ja dauernd von “den anderen” anhören. Immerhin haben wir uns Studienfächer ausgesucht, mit denen wir uns selbst identifizieren können. Ist auch was wert.

  • Stefan

    Ehrlich, einer der besten Artikel die es auf der Seite gibt. Deckt sich gut mit den Erzählungen meiner Freunde und Bekannten, die es nach Berlin in die Branche verschlagen hat. 50% davon sind schon wieder zurück und versuchen es z.B. in Wien. (Bin aus .at)

    Scheiss drauf, lass dich nicht ausbeuten. Wenn die Generation Praktikum gelernt hätte, sich zu organisieren, gäbe es diesen Unfung nicht mehr.

  • Bravo! Ich weiß schon, warum ich Sensibelchen mich gleich selbständig gemacht habe.

  • Grazyna.

    Ja – nicht alle Jobs (in der Branche) werden fair bezahlt und nicht jeder Vorgesetzte ist der ideale Manager. Aber (!)

    1.: Es gibt einen freien Markt, auch auf dem das Gesetz von Angebot und Nachfrage herrscht. Und wenn es nun mehr Leute als Stellen gibt für irgendwas mit Medien/Journalismus/Comms etc., dann kann nicht jeder den super tollen fantastischen Job finden, den wir uns alle insgeheim wünschen. Die, die nicht die 5*-Deluxe Stelle abbekommen, müssen sich mit weniger zufrieden geben. Siehe oben.

    2.: Jobs müssen irgendwie bezahlt und entsprechend finanziert werden. Wenn es in diesem Fall (wie ich annehme) über Werbung passiert, kann es funktioniert, muss aber nicht.

    Letztendlich heißt es Fisch oder Aquarium – Berufung folgen und Abstriche machen oder anderen Beruf finden. Jeder muss für sich entscheiden, wo die eigenen Prioritäten und Grenzen liegen. Manchmal dauert das auch etwas länger.

  • Lotte Pike

    Wenn ich Kommentare lese wie “studieren, was zig andere studieren…in eine Stadt gehen, wo 1000 andere auch sind…. und dann rumheulen” könnte ich sofort im großen Bogen auf den Tisch brechen. JA – genau so drastisch-metaphorisch gesprochen, denn:

    Ist es etwa Geistes-/und Kultuwissenschaftlern fortan selbst zu zu schreiben, in einem aktuell kultur-/geisteswissenschaftlich “feindlichen” Umfeld zu leben, das im Moment nicht – oder nur sehr selten – das Potenzial dieser Köpfe anerkennt und auch monetär wertschätzen kann? Wohl kaum! Blickt man über die Grenzen von Deutschland haben andere Länder bereits erkannt, dass Menschen mit diesen Studienabschlüssen neben Fach-Expertise hervorragende andere Kompetenzen besitzen, mit denen sie sich quasi in jedes Fachgebiet einarbeiten können. Es ist purer Nonsens einem kultur- oder geisteswissenschaftlichen Absolventen andere Fähigkeiten abzusprechen. Und diejenigen, die sich in ihren Fachgebieten weiterentwickeln und Fuß fassen möchten (z.B. im Medienbereich) haben ein Recht – wie ALLE anderen Arbeitnehmer – angemessen bezahlt zu werden. Das gilt für jeden Beruf! Man stelle sich für ein paar Minuten eine Welt vor, in der es keine Menschen mehr gibt, die in Worte und Bildr fassen können, was heute auf der Welt passiert. Man stelle sich eine Welt vor, in der sinnhafte Kommunikationsinhalte nicht mehr produziert werden….dann können wir noch einmal darüber reden, ob wir selbst Schuld daran sind, dass wir mit einem exzellenten Uni-Abschluss und großen Erwartungen nach Berlin gegangen sind – oder ob Berlin uns nicht mehr braucht, als sich viele vorstellen können. Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren
    sind Schlüssel aller Kreaturen,
    wenn die, so singen oder küssen,
    mehr als die Tiefgelehrten wissen,
    wenn sich die Welt ins freie Leben
    und in die Welt wird zurückbegeben,
    wenn dann sich wieder Licht und Schatten
    zu echter Klarheit werden gatten
    und man in Märchen und Gedichten
    erkennt die wahren Weltgeschichten,
    dann fliegt vor Einem geheimen Wort
    das ganze verkehrte Wesen fort.

    GO FOR iT AMY!

    • Anchi

      Und am besten sollten diese Leute generell die Finger lassen von jeglichen Medien. Keine Zeitungen und Bücher mehr lesen, kein TV gucken, nicht mehr ins Museum gehen. Denn dahinter stecken ja meist die völlig nutzlosen Geisteswissenschaftler, deren Arbeitskraft und Fachwissen niemand braucht!

      BITTE KONSEQUENT BLEIBEN, LIEBE GEGNER DER KULTUR- UND GEISTESWISSENSCHAFTEN!!! Danke.

  • Luzi

    Hallo? Ganz ehrlich, sich darüber aufregen, aber für 50 Euro! Artikel auf Amy & Pink veröffentlichen ist ja gar nicht schizophren..

  • Jürgen

    Herzlichen Glückwunsch zu diesem Schritt. Was mir ein bischen weh tut, sind die gehässigen Kommentare zu diesem Artikel. Wenn in Zukunft nicht mehr Leute das Maul aufmachen und sich weigern, für diese unfassbaren Gehälter zu arbeiten, wird sich natürlich nichts ändern.
    Ich kenne genug Leute, die sich auf Kosten ihrer Mitarbeiter ein schönes Leben machen. Das kann nicht gut gehen, in keinem Bereich. In Deutschland gibt es keinen Mangel an Ingenieuren z.B. Es gibt einen Mangel an gut bezahlten. Wie soll man seine Rente erreichen mit Mini-, Teilzeit-, oder schlecht bezahlten Jobs?
    Es muss mehr Anneli’s geben, mehr Anarchisten, mehr Mutige.

  • Svenja

    Richtige Antwort Deiner Chefs: “Heul doch”! Was für ein rumgeweine! 1.000 Euro und eigentlich nur Praktikantin?
    Andere haben gesagt, wie toll Deine Arbeit sei? “DSDS Kandidaten hören das auch oft”.

    Klassischer Fall von baldigem Bunt-out! Null belastbar, aber ein völlig unnötige Studion an – oha – “ELITE-Uni”!…..

    Wir hätten Dich auch sofort rausgeschmissen!

    • chris

      na na na … hast du richtig gelesen? wo steht da was von 1000€ für die aufgaben eines prakti´s? und außerdem: was ist das bitte für ein chef, der solche unqualifizierten kommentare von sich gibt? klarer fall von falschbesetzung der führungsriege!!
      und ehrlich gesagt: in EURER firma zu arbeiten muss ja furchtbar sein, wenn alle so gehässig sind. pfui

    • Jürgen

      Vielleicht solltest Du an Deiner Grammatik und an Deinem Geist arbeiten, bevor Du einen solchen Müll verfastt…

  • noname

    Die liebe Frau spricht mir aus der Seele!! Ich habe genau die gleichen wenn nicht sogar die noch schlimmeren Erfahrungen gemacht… Es hat wohl kaum etwas damit zu tun mit einem beliebten Studium in eine Stadt zu gehen, wo es sich stark um den Bereich dreht wo man beruflich hin will. Wenn das nicht eine logische Schlussvolgerung ist, dann weiss ich leider auch nicht mehr. Solle sie lieber nach Timbuktu gehen, weil dort vielleicht grade dringend eine Redakteurin gesucht wird um im Andchluss erst recht wieder keine Jobchancen zu bekommen, weil man dann als Landei oder Lokalsendermöchtegernejournalist bezeichnet wird?
    Ich habe im Medienbusiness angefangen, bei einem Radiosender gearbeitet, bis mir nach kürzester Zeit die Engstirnigkeit der Leute in dieser Branche, welche eigentlich die Medienmacher eines Landes sein sollten, zu sehr auf die Nerven ging. Im Anschluss habe ich studiert -erwas anderes. Eigentlich genau das Gegenteil -ich schloss ein Studium im Marketing-/BWL Bereich ab. Jetzt hör ich schon wieder die Zehnfachklugen aufschreien: Ach, die nächste mit einem Studium mit Beliebtheitsgrad auf Platz Nummer 1… Zur Hölle warum soll ich nicht das studieren wofür ich mich interessiere? Warum soll ich mich nicht da weiter entwickeln wo meine Stärken liegen?
    Ich kann euch sagen, heutzutage und ich betone heutzutage(!) ist auch dort als junger Mensch nichts mehr zu holen. Billiger wird gleichgesetzt mit besser und gratis ist gleich am Besten. Eigentlich haben nur noch diejenigen eine Chance die als Hobby arbeiten gehen und spondored by… sind. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie man sich in unserer Zeit als Single eine Wohnung und vielleicht noch ein Auto leisten soll.
    Inzwischen arbeite ich im Sportbereich -liebe Leute …wer hätte das gedacht? Auch dort ist es nicht anders! Ich weiss leider nicht wohin das ganze noch führen soll, selbst mein Vater -ein unglaublich strenger u ernsthafter Mann, der mich mein Leben lang darauf hinwies, dass nicht die Umwelt sondern du selbst dein Glück in der Hand hast, vertritt inzwischen die Meinung, dass das alles nur noch auf einen großen Chrash hinführen könne(…)
    Denkt doch mal nach ihrjenigen, die sagen, wir seien Heulsusen: Wieviele von denen aus der Generation eurer Eltern/Großeltern waren mit Burnout konfrontiert???
    Ich mache inzwischen ein Fernstudium auf einer Privatuni um die geforderten 5 Jahre Arbeits- und Auslandserfahrung mit perfekten Fremdsprachkenntnissen erfüllen zu können, die an jene Anfang/Mitte 20-Jährigen Uniabgänger gestellt werden, die sich nur für ein unbezahltes Praktikum bewerben wollen… Ich komme leider nicht aus den Verhältnissen ala Sponsored by… weshalb ich nun meine Wohnung gekündigt habe um mir mit Saisonsjobs (weil dort oft Unterkunft gestellt wird) meine Studiengebühren leisten zu können.
    So liebe Leute sieht die Realität der Menschen aus die Ziele haben.

    • Jose

      Alleinig die Meinung Deines Vaters teile ich – crashen muss es irgendwann mal, damit der nächste Entwicklungsschritt vollzogen werden kann.

      Der Rest ist allerdings ein großes Rumgeheule!
      Erstens gibt es heutzutage immer noch genug Branchen, in denen Arbeitgeber händeringend personal suchen (IT, Maschinenbau, Handwerksberufe, etc.).
      “Ist nicht Dein Ding”, sagst Du – dafür habe ich Verständnis, dann musst Du Dich allerdings auf die von Dir präferierten Umgebungsvariablen einstellen und entweder damit Leben oder Dich den Branchenspielregeln anpassen und Dich dort durchsetzen bzw. Dir Deine kleine, eigene Nische suchen oder schaffen.

      Ein Problem heutzutage ist sicherlich, dass die Menschen einerseits eine viel größere Wahlfreiheit haben, als es je zuvor möglich war, die Wahlfreiheit aber auch oftmals mit Verzicht verbunden ist: Sei es…
      – Verzicht auf ein höheres Gehalt zugunsten einer befriedigenden, ausfüllenden Arbeit
      – Verzicht auf einen vermeintlich attraktiven Job zugunsten einer besseren Bezahlung
      – Verzicht auf einen Job/Wohnort in einer private interessen ausfüllenden Stadt, zugunsten einer großeren Wohnung, Haus, geringerer Entfernung zum Arbeitsplatz, höheren Gehalts, Naturnähe, etc. ppp.
      … ich glaube Du weisst worauf ich hinaus will.

      Fakt ist, dass wir alle mehr wollen, aber dennoch verzichten müssen.
      Im Gegensatz zu unseren Eltern kriegen wir auf allen Kanälen vorgezeigt, was alles möglich ist und was unser Bekanntenkreis so alles an vermeintlichen Privilegien geniesst, die Verzichte bleiben jeweils unerwähnt.
      Die Generation unserer Eltern hatte längst nicht so eine breite Auswahl an Jobs und Möglichkeiten zur Verfügung. Viele mussten sich für den einen Job entscheiden oder festlegen, der dann oft auch ein Leben lang ihr Job blieb. Dafür hatten sie eine Sicherheit und meistens ein ordentliches Auskommen, das aber auch oft gerade erst durch die Permanenz (von Ausbildung an im gleichen Betrieb) möglich war.
      Weder ist das besser als heute, noch schlechter, sondern einfach anders!

      Ach ja, damals gab es vermutlich deutlich weniger Burn-Outs als heute. Am Burn-Out sind auch nicht dritte oder die Umstände Schuld, sondern die eigene Fähigkeit sich vor einer solchen Überlastung zu schützen – diese Fähigkeit geht heutzutage anscheinend immer mehr Menschen ab. Woran liegt das? Meiner Meinung nach an den zu großen Erwartung an Geld, Karriere, etc., quasi das Luftschloss, das sich viele Aufbauen und der Enttäuschung wenn es dann doch nicht so läuft; Vermutlich auch an fehlendem Rückhalt durch Familie, Freunde und co.; vielleicht auch an falscher Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und der damit einhergehenden Überforderung oder Enttäuschung…
      Leider werden wir alle offensichtlich nicht gut genug auf diesem Gebiet geschult und vorbereitet, so dass es dem Wesen der Person überlassen ist, eine solche Situation zu meistern oder eben nicht.

      Anyway. statt das nächste Studium und eine potentielle Enttäuschung anzugehen, solltest Du Dich eher mal durchbeissen und ggf. ein paar berufliche Lehrjahre in der Branche auf Dich nehmen, die Dir Spass bereitet. Auf den nächsten Absolventen ohne praktische Erfahrung wartet niemand!

      • Vanessa

        Danke, Jose, du hast es auf den Punkt gebracht, ich sehe es genau so: scheinbar unendliche Möglichkeiten, große Erwartungen, Luftschlösser, riesen Enttäuschungen. Meine Mutter ist damals Lehrerin geworden, nicht weil das ihr Traumjob war, sondern weil das einer der wenigen “handfesten” und gut bezahlten Jobs (für Frauen) war. Für Träumereien wie “ich will was cooles, was Spaß macht, angesehen ist und gut bezahlt wird” war damals kein Platz.
        Wir dagegen wollen alles, aber auf nix verzichten. Burn out vorprogrammiert.

  • noname

    …sorry für die Schreibfehler -ich hab alles am Handy getippt und da is leider der Facebook/Twitter Balken im Weg um sehen zu können was man schreibt ;)

  • cablink

    Kenn das nur zu gut. nach dem Studium habe ich in einer TV-Produktionsfirma angefangen, als Grafikerin. Praktikantinnen-gehalt war zwar okay, leider wurde es ab da nur bedingt besser. Nach 3 Montane wurde ich übernommen, für 150€ mehr. Okay, ich war Berufsanfänger, deswegen wollte ich nicht zuviel erwarten. Aber nach einem 1 1/2 Jahren immer noch weniger als ein ungelernter Logistiker zu verdienen macht nachdenklich. Ach ja ich vergaß zu erwähnen, dass eine Grafikerstelle geschaffen wurden war, ohne den nötigen Rechner. Sprich ich habe auf meinem eigenen Laptop gearbeitet ein 3/4 Jahr.

    Und an alle schlauen Leute die meinen: “Ja selber schuld, hättest halt kein überlaufenes Studium wählen sollen.” Zwei Anregung, es gibt Menschen die sind im Schreiben gut, es gibt Menschen die sind im Rechnen gut und es gibt Leute die einfach (nur) kreativ. Schon mal versucht einem Dreieck zu sagen er soll einfach runder sein? Ach ja und vielleicht kann mir einer dieser schlauen Leute erklären, warum für Design-Studiengänge ein aufwendiger und schwerer Eignungstest Pflicht ist, obwohl die Berufsbezeichnung “Designer” nicht geschützt ist ?

  • Sorry

    Wer einen solchen Text als “Redakteurin” abliefert, hat auch nicht mehr als 1.000 Euro im Monat verdient.

    Abgesehen davon: Du hast diesen Job angenommen und ein Jahr lang(!) gemacht. Du bist mit Schuld daran, dass es Arschlöcher wie deine Ex-Chefs gibt. Denn wenn du den Job für 1.000 Euro gemacht hast, wird ihn sicher auch jemand anders für 1.000 Euro machen. Und am Ende kann der sogar noch schreiben.

    (Aber ja, du hast recht: Wertschätzung ist das Zauberwort.)

    • Bela

      Danke dafür!

      Für mich zeigt der Artikel nur mal wieder, dass auch unsere sogenannten “Elite-Universitäten” vergessen Studenten auf das Leben vorzubereiten. Ich lese hier auch nur (maßlose?) Selbstüberschätzung und gleichzeitige Unfähigkeit Missstände klarzustellen.

      Wenn eine Person “monatelang” die Arbeit von 5 Mitarbeitern erledigen kann, ohne das sich Stapel von unerledigten Aufgaben bilden, stimmt da eine Menge nicht. Den Job (von 5 Mitarbeitern!) für 1000 Euro machen und sich hinterher beschweren ist nun wirklich unterste Schublade. Schon mal darüber nachgedacht, dass niemand mehr eingestellt wurde weil eine Supertolle Elitekraft nicht schlau genug war ihre Vorgesetzten merken zu lassen, dass da Leute fehlen? Merkst was?

      Wenn es das ist, was unsere Unis Produzieren brauchen wir dringend neue Lehrkonzepte!

  • Ding-dong

    Du kannst sehr gerne kotzen, ich breche es auch mal für dich runter:

    Es gibt, und das in jeder Branche, das sehr sehr sehr sehr einfache Prinzip vom Angebot und Nachfrage. In den freien Künsten, den Medien, Journalismus, Kunstgeschichte verdienen die Leute in der Regel nicht sehr viel. Warum? Das Angebot (Arbeitnehmer) ist groß, die Nachfrage (Jobs) ist klein, der Umsatz (Das Gehalt – ganz grob runtergebrochen) minimal. Das ist auch nicht unbekannt, war es auch noch nie, gemacht hat sie es trotzdem. Oder nicht darüber nachgedacht. Das Gleiche gilt für die Medien. Alle wollen nach Berlin, der Markt ist begrenzt, das Angebot hoch, die Nachfrage niedrig, der Umsatz sind ein paar Reiskörner…

    Nur weil man Studiert hat, hat man kein Anrecht auf irgendwas. Wo soll denn das Geld herkommen? Wer soll es denn bezahlen? Klar, man kann besser bezahlen, sehr gerne. Dann werden es halt weniger Jobs und der Rest kann kucken wo er bleibt.

    Btw. Niemand hat Geistes-/ und Kultuswissenschaftlern Potential und Fähigkeiten abgeschrieben. Die sind ja da, werden auch sicher zu einem gewissen Grad gebraucht. Aber das ist alles schon wirklich sehr Mädchenhaft naiv. Und in quasi jedes Fachgebiet einarbeiten? Da wären ja wahnsinnig viele Studiengänge obsolet…

    (…)Ist es etwa Geistes-/und Kultuwissenschaftlern fortan selbst zu zu schreiben, in einem aktuell kultur-/geisteswissenschaftlich “feindlichen“ Umfeld zu leben (…) – Es ist nicht feindlich, es gibt nur zu viele. Für zu wenig Jobs. Für einen zu kleinen Markt. Das war so, das war vor 100 Jahren so, das wird auch in Zukunft so sein… Man kann nicht mit dem Zauberstab wedeln und *PUFF* hier sind die Jobs und *PUFF* hier ist das Geld um es zu bezahlen. So funktioniert das leider nicht. Angebot, Nachfrage, alles andere ist einfach nur naiv.

    (…) …dann können wir noch einmal darüber reden, ob wir selbst Schuld daran sind, dass wir mit einem exzellenten Uni-Abschluss und großen Erwartungen nach Berlin gegangen sind – oder ob Berlin uns nicht mehr braucht, als sich viele vorstellen können. (…)

    Ein Uniabschluss ist ein Uniabschluss. Mehr nicht. Kein Anrecht auf irgendwas.

  • Ich kenne ein paar leute aus der medien branche die weder studiert haben noch irgendwelche anderen tollen qualificationen hatten, die mitlerweile sehr erfolgreich sind, aber die haben alle for 10 + jahren angefangen in Berlin zu arbeiten, mitlerweile gibt es tatsaechlich viel zu viele die sich in dem bereich tummeln, das ist trotzdem keine entschuldigung fuer so manches arschloch chef verhalten… auch diese praktikum abzocke ist echt das letzte, aber solange sich zu viele traumer jahrlang ausbeuten lassen, deswegen danke fuer dein konsequentes tschuess und direktes wort dazu … cheers

  • May

    Das hört sich ja echt nach der mega Hölle an, Fashion Week und dann noch heiße Typen interviewn. Hart!! Find es irgendwie schade, dass nur die negativen Punkte in Erinnerung bleiben und einen scheinbar längerfristig belasten als die positiven erfreuen. Klar, wenig Geld is scheiße aber warum hast du dann zugesagt? Mit einem NEIN hätteste jetzt aber keinen Artikel, also heul nicht weiter rum, sondern freu dich und such dir nen fetten job!!! :)

  • Jose

    Vieles was Du schreibst trifft zu 100 % zu und ich kann das teilweise auch aus eigener Erfahrung nachfühlen bzw. bestätigen.

    Allerdings beleuchtet Dein Artikel die Situation nur aus einem Segment der 360° Rundschau. Hier ein paar Argumente, die Du bei Deiner “Abrechnung” vielleicht auch mal berücksichtigen solltest.

    Ausgangslage – Qualifikation vs. Praxiserfahrung:
    Dein Bildungsniveau für einen Berufsanfänger ist nach 6-jährigem Studium sicherlich ausgezeichnet. Ohne zu stereotypisieren ist es dennoch oftmals der Fall, dass diese Art Superstudenten einerseits hohe Erwartungen an Ihren Job mitbringen, andererseits keine praktische Berufserfahrung mit sich bringen. Und damit meine ich gar nicht mal die vielen Qualifikationen, die in Studium anhand von Cases, Hausarbeiten, etc. erlernt wurden, sondern vermeintlich selbstverständliche Qualifikationen, wie den Umgang mit Kunden, Dienstleistern, die Fähigkeit sich effizient einzuteilen, Jobs in Prioritäten einzuordnen oder sich wie ein Azubi (was man aus praktischer Sicht ja eigentlich noch ist) zurückzunehmen und Wissen und Erfahrungswerte mitzunehmen. Das kann ich auch aufgrund meiner Erfahrungen als Praktikant, Arbeitnehmer in Agenturen und mittlerweile Selbstständiger durchaus bestätigen.
    Ich habe einige Leute ähnlicher Studiengänge als Bewerber vor mir sitzen gehabt oder mit Ihnen zusammengearbeitet und auch einige davon im Freundeskreis – die meisten davon tolle Leute, die meinen Horizont oft erweitern, leider aber auch oft sehr naiv, gutgläubig und weltfremd bezüglich der Arbeit sowie den wettbewerbsbestimmten- und wirtschaftsnahen Branchen. Ich persönlich heisse vieles auch nicht gut, was Du bemängelst, allerdings ist das genausowenig zielführend, wie auf gierige Banken oder faule Beamte zu schimpfen. Alle Marktteilnehmer bewegen sich auf einem vorgegebenen Rahmen, der für alle gleich ist. Diesen ändern kann in Realita nur der Gesetzgeber (denn die Bevölkerung an sich ist zu träge)! Manche schöpfen im negativen Sinn alles aus was möglich ist (und manchmal auch mehr!), andere spielen im Rahmen der möglichkeiten Fair Play. Am Ende müssen aber alle so wirtschaften, damit Sie (gut (über)leben.

    Die richtige Wahl?
    An den letzten Satz anknüpfend:
    Die Medienbranche speziell in Berlin ist gnadenlos überlaufen. Jeder und seine Katze möchten heutzutage “etwas mit Medien” machen – Grafiker tun sich in Berlin übrigens ähnlich schwer, oftmals auch weil Sie eine Dienstleistung mit einem Künstlerberuf (oder Mission)verwechseln. Auf der anderen Seite gibt es in den höher-bezahlten Positionen durchaus Bedarf. Spontan fallen auf Anhieb 6-7 offene Stellen ein, bei denen sich die Suchenden extrem schwertun qualifiziertes Personal zu finden. Die Anforderungen an diese Leute beinhalten allerdings mehr als einen Studienabschluss, nämlich oft mehrjährige Agenturerfahrungen, Brancheninsights, Softskills im Umgang mit Personal, Kunden, etc. sowie eine realistische Einschätzung Ihres Jobs.
    Einigen davon ist übrigens der Bildungsweg mehr oder minder schnurz, piep, egal… (in etwa: file under nettes Add on im CV). Pauschalisiert gesagt bereitet Dich Dein Studium auf KEINEN Job in der Medienbranche ausfüllend vor!
    Ich selbst stelle mir oft die Frage, warum Menschen mit einer so dezidierten akademischen Ausbildung – mit Verlaub – so doof sind, sich ernsthaft in dieses Haifischbecken zu werfen, mit der Absicht darin dauerhaft zu verweilen? Zum Erfahrungen sammeln ok, aber dauerhaft?
    Auch auf die Gefahr hin 5 € ins virtuelle Phrasenschwein werfen zu müssen: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Mittlerweile sollte es jedem digital und medial vernetztem Menschen in Deutschland klar sein, dass in der Medienbranche ein hohes Arbeitspensum für schlechte Bezahlung Usus ist und speziell auf dem Einsteigerlevel schamlos ausgebeutet wird …

    …ABER Moment mal, ist es wirklich nur Ausbeutung? Azubis verdienen doch auch nicht gerade viel und müssen oftmals recht viel schuften. Retrospektiv betrachtet empfinde ich meine Zeit als Praktikant und Assistenz ebenfalls als Ausbildung, in der ich viel gelernt habe, was mir meine heutige Position ermöglicht hat. Leider musste ich dafür auch einen finanziellen Engpass hinnehmen und auch nicht etwa mit Anfang Zwanzig, sondern mitte-ende Zwanzig, was bedeutend schmerzhafter mit Blick auf die maslowsche Pyramide ist, speziell in großen und teuren Städten.

    Demut:
    Ich habe oft das Gefühl, dass die heutige Generation der 18- 30 Jährigen viele Ansprüche hat und nur eingeschränkt gewillt ist, Kompromisse einzugehen bzw. ihre Selbstverwirklichungspläne von einen kurzfristigen Formel-1 Plan in ein langfristig, durchdachtes Unternehmen zu überführen. Zugegeben, auch ich war anfangs eher Formel 1 mässig unterwegs, das hielt aber nicht lange… Mir ist nach wie vor unverständlich, warum ein frisch Studierter mit einem übersteigerten Selbstverständnis meint, im Gegensatz zu anderen Berufseinsteigern ein “normales” Gehalt beziehen zu können ohne sich bewährt zu haben bzw. den Job von Anfang an erledigen zu können? Pardon, kein erfolgreicher Arbeitgeber (Konzerne und Staat mal aussen vor) kann sich ein solches Testlab leisten! (nachgefragte Branchen wie Programmierer mal aussen vor)(und damit meine ich nicht ausbeuterische Arbeitgeber, sondern Personen, die erfolgreich wirtschaften, ob als Biobauer oder Agenturbetreiber).

    Wie es ist:
    Ich unterschreibe gerne, dass ein Arbeitnehmer grundsätzlich ein ordentliches Auskommen haben sollte, so dass ihm genug zum Leben bleibt. Leider regelt dies nicht immer der Arbeitgeber, sondern oftmals auch der Markt (sprich der bezahlende Kunde, Marktwert der Ware oder sontiges). Wir alle konsumieren Medieninhalte oftmals vor Free (was früher anders war), der Werbewirtschaft steht ein manigfaches Mehr an Werbekanälen zur Verfügung, das bespielt werden will, allerdings auch den durchschnittlichen Werbeinvest senkt. Eine einfache Rechnung: mehr Marktteilnehmer + mehr Kanäle/Diszipline + mehr Dienstleister – weniger Netvalue – weniger Consumerspends = mehr finanz. Volumen, mehr Aufträge, aber weniger zu verteilen pro Kopf.

    Motivation:
    Drastisch gesprochen und meine Vorredner zitierend: “Heul doch”. Aber das bringt Dich nicht weiter und andere auch nicht.
    Anstatt also den x-ten Verriss über schlechte Bezahlung und hohe Arbeitsintensität in der ach so bösen Medienbranche zu schreiben, fände ich es sehr interessant zu wissen, welche Art der Wertschöpfung Du aus den gemachten Erfahrungen und Deinem Studium entwickeln kannst. Einerseits um Deinem kulturellen Anspruch und Wohlbefinden zu genügen, andererseits auch zu einer befriedigenden Situation bezüglich deiner Finanzen und Arbeitsauslastung führend.
    Wenn sich die Rahmenbedingungen einer Branche schon nicht ändern lassen (auch wenn das jeder gerne sähe), dann doch mal mit neuen Konzepten entgegensteuern und sich sein eigenes Universum schaffen.

  • Hmmm+1

    “Diese Ansammlung von Praxisschockartikel der Hipster nervt extrem.”

    Word. Dann sollen sie sich halt einen Job suchen, der Spaß macht und besser bezahlt ist. Und nicht damit kokettieren, dass Sie ein Büro an der Oberbaumbrücke haben und auf die Fashion Week Arbeit nennen können.

    Und nicht jammern, dass sie auf der einen Seite nichts gescheites schaffen (“das eigene schlechte Gewissen, nicht wirklich etwas zu schaffen, das auch längerfristig einen kulturellen Beitrag leistet”) – auf der anderen Seite aber nicht dafür bezahlt werden. Ja, wofür denn auch, ist man versucht zu fragen.

    Nichtsdestotrotz wünsche ich allen den Mut, einen Job zu kündigen, der offenkundig blödsinnig und schlecht bezahlt ist. Den auch diese “Medienbranche” lebt vom Mitmachen – oder eben nicht.

    Zum Schluss würde mich nur noch interessieren, welche “Eliteuniversität” gemeint ist.

  • Harald Botz

    Anneli meine Kleine! Ich und deine Mama sind soo stolz dass du es endlich in der Hauptstadt geschafft hast :) Du hast es geschafft was vernünftiges aus dir zu machen, ich finde es super dass du uns und deine Freunde verlassen hast um dich in Berlin ohne Sinn und Verstand in deinen Arsch ficken zu lassen und mit Schwulen und Schlampen rumzuhängen

    meld dich doch zu Ostern bei uns

    Liebe Grüße!

  • chris

    ALLES RICHTIG GEMACHT. wer was anderes sagt ist nur feige und lässt sich die butter klauen.

  • Headwar

    CHECK DEINE PRIVILEGIEN!

    Sechs Jahre nach Lust und Interesse studieren zu dürfen ist sicher toll, hat aber mit Berufsausbildung nur teilweise zu tun…

    Als Berufseinsteiger 1000€ netto für 4 Tage in einem scheinbar einigermaßen renommierten Onlinemedienunternehmen in Berlin sind nicht soo schlecht.. Hättest du lieber das Praktikum für 400 gemacht, dann noch eins und dann vielleicht mal ein Volontariat für 1400€+-???

    Dass du gleichzeitig hier für 50 schreibst… die Ironie!!!

  • Casimir

    Liebe Anneli,

    es böte sich noch die Möglichkeit des Escort-Service an. Da kannst du dir die Begleitung aussuchen und kannst ne Menge Geld steuerfrei einnehmen. Nach recht kurzer Zeit kannst du dann eine Eigentumswohnung in der Simon-Dach-Straße kaufen.

    LG
    Casimir

  • Mara

    Danke für diesen vergleichsweise hübschen, interessanten Artikel, freut mich! Davon möchte ich gern mehr lesen, kommt anscheinend gut an.

  • Hehe, sich ausgerechnet auf Amy&Pink über die arschlochige Berliner Onlinemedien-Szene auszulassen hat schon was sehr ironisches.

  • Zaza

    eure Kritik in allen Ehren, aber hier gehts doch schon lange nicht mehr um den xten Hipster, der nach Berlin geht, umd sich unterbezahlt verheizen zu lassen. Nur um in einem schicken Loft an einem iMac zu sitzen und lieber am Montag im Berghain feiern zu gehen, als in Jotwede in ner Eckkneipe Fusi zu gucken.
    Dieses Land besteht leider nicht vornehmlich aus Menschen, die aufbegehren, Wertschätzung und Gegenleistung einfordern und zu einem grundsätzlich gerechteren System beitragen wollen. Ich will hier auch gar nich lange spekulieren wieso.

    Dass Praktikanten nur minimal eingearbeitet werden und schon schnell als volle Arbeitskraft genutzt werden, dürfte nicht neu sein. Aus politischer Sicht ist ein Praktikant jemand, der nicht zur Arbeitsleistung beiträgt, sondern nur zur eigenen Fortbildung mehr oder weniger hospitieren darf. In diesem Sinne rechtfertigen Bundesministerien ihre nichtbezahlten Praktikanten.
    Für mind. 40 Stunden Lebenszeit, die ich in ein Unternehmen investiere, und sei es ne kleine Klitsche, kann ich auch eine angemessenen Gegenleistung erwarten.
    Wenn es sich ein Unternehmen nicht leisten kann oder will, einen vollen Mitarbeiter zu bezahlen und deshalb den Job als Praktikantenstelle ausschreibt, kann oder will es schlicht nicht richtig wirtschaften.
    Im übrigen ist die deutsche Außenhandelsbilanz unter anderem deshalb so enorm hoch, weil die Lohnkosten systhematisch gering gehalten werden, um anderen Wirtschaftsnationen gegenüber konkurrieren zu können. Nun die Frage: Müssen wir wirklich unbedingt jedes Jahr so einen hohen Außenhandelsüberschuss haben oder kann man hier und da nicht einfach durch bessere Löhne im konsumfreudigen Alter der 20-35jährigen auch die Binnennachfrage etwas zu stärken? Die EU würde sich freuen.
    Wir haben einen Fachkräftemangel, weil die bei uns ausgebildeten Fachkräfte überall in der Welt mit Kusshand genommen werden und in vielen Ländern bei weitem mehr verdienen als hier. Wer gut zahlt bekommt auch gute Arbeit (mit Ausnahme der Bankbranche). Wer billig will, soll billig kriegen.
    Wer seine Arbeitskraft aber für umme verramscht, trägt seinen Teil zu dieser Problematik bei. Wenn man nicht auf Gleichgesinnte hoffen kann, die protestieren, demonstieren, streiken, und ebendiese unterbezahlten Jobs auch nicht annehmen, führt man einen einsamen Kampf. Mit dem wissen, das der nächste Dauerpraktikant, der für den Job sogar zahlen würde direkt hinter einem steht.
    Es ist also keineswegs das Problem eines einzelnen, sondern ein Gesellschaftsphänomen. Solange aber nur jeder seine eigene Misere sieht, es mit sich machen lässt und am Ende frustriert das Handtuch wirft, wird sich auch nichts ändern. Wenn jeder für sich selbst kämpft, steht auch jeder alleine da. Es wird lieber nach oben gebuckelt als sich gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen.
    Im Übrigen geht es ja nicht nur um Geld, sondern auch um die Wertschätzung der geleisteten Arbeit (die eben auch in Geld gemessen wird, aber nicht nur) und um die subjektive Sinnhaftigkeit der eigenen Arbeit.

  • Ben

    Habe so eine Scheiße auch 15 Monate mitgemacht (weil alles ja besser als H4 ist), erst als “Trainee” einen Vollzeitjob gemacht, für 6 Monate sogar allein die Firma mit Content versorgt. Später dann als Freier Redi für 1200 Netto und plötzlich kam sie mit einem 50% gekürzten Budget für Freie daher und bezahlen würden Sie nur Inhalte vom Typ X. Die Sachen wie Y und Z nicht mehr, das wären ja eh keine echte Arbeiten.
    Als ich die dann halt auch nicht mehr gemacht habe, kam eine böse Mail, warum ich denn Y und Z-Sachen nicht mehr veröffentlichen würde, “die liefen doch früher so gut”.

    Nun ja, seit 4 Wochen sehe ich genüsslich zu, wie mein Ex-Kunde versucht sein Schiff zu retten und ihm die Leser, Zuschauer und Kommentatoren aufs Dach steigen, weil einfach mal gar nichts mehr stimmt.

  • Marc

    Willkommen bei der Neuordnung der Gesellschaft. Es wird ja seit geraumer Zeit behauptet nur Möbel, Klamotten etc. vom Trödel sind in… Es reicht wenn einer im Haus eine Bohrmaschine, einer in der Straße ein Waffeleisen und ein anderer im Bock eine Feile hat. Teilen schont die Umwelt und den Geldbeutel. Wenn das ganze dann noch auf einer Onlineplattform organisiert wird, ist es, nein, dann MUSS es gut sein. In Wirklichkeit wird hier die Möglichkeit geschaffen den arbeitenden Menschen weniger Zahlen zu müssen. Denn, wenn es das neue Lebensgefühl ist mit möglichst wenig klar zu kommen – WOW – dann pfeifen die Schafe fröhlich auf dem Weg zu Schlachtbank.
    Es wird so weiter gehen, wenn Menschen die mit und in den Medien arbeiten nicht die Macht der Medien für sich nutzen.

    WEITER SO!

  • Peter von Untzu

    Ich habe den Artikel gelesen, weil er mir empfohlen wurde mit dem Augenmerk:” oh ja, schau mal, die arme, typisch Berlin.” Und als ich den Artikel so durchlese schwillt mir der Gedanke im Kopf immer größer: BUHUU.
    Für “nur” 1000 € einen Lebensunterhalt finanzieren, unmöglich? Ich kenne viele, die mit weniger auskommen müssen. Sei es eine bloße Unterstellung deiner Jugend geschuldet, aber weggehen in der Berliner Partyszene will auch bezahlt sein und gilt nicht als essentielle Ausgabe. 1000 Euro und dafür nur von Montag bis Donnerstag arbeiten, um drei Tage in der Woche zu haben, um sich frei noch etwas dazuzuverdienen? Ergo sind die propagierten 1000 Euro nicht alles, womit du zurecht kommen musst. Der Fehler liegt glaube ich im System. Wer von einer Eliteuni kommt und dort wahrscheinlich gute Noten bekommen hat, fühlt sich wohl zu recht wie der König der Welt. Das bittere Erwachen kommt wohl dann, wenn man auf dem Eliteunizeugnis bei der Wahl des Studienfachs irgendwo steht: “Sie hat Ihren Abschluss summa cum laude in ‘Irgendwas mit Medien’ gemacht…” Nichtsdestotrotz les ich aus deinem Artikel, dass du eigentlich erwartet hättest, dass nun der Spiegel und die Berliner Zeitung vor deiner Haustür händeringend darum kämpfen, wer dich zuerst beim sonntaglichen Brunch abwerben darf. Ich sage dir nur eins: Du wusstest vorher, dass Medien und Berlin mit Mediensöldnern vollgestopft ist bis getno, du wusstest vorher, dass eine Online Platform wesentlich schlechter finanziert ist, als eine Printkonkurrenz. Du warst auf diesem Weg für alle Schritte selbst verantwortlich. Und nirgendwo höre ich heraus, dass du dankbar bist, dass du als frischer Uniabgänger sofort eine so wichtige Position, für die manche sich Jahre den Arsch aufreißen, bekommst. Gerade in den Medien wird erst das Schwein geschlachtet, wenn du ganz oben sitzt und nicht wenn du ein Jahr dabei bist und bestimmt nicht, wenn deine beste Idee auf einer Modemesse ist, das schönste Model zu finden. Du prangerst die Härte deiner Chefs an? Die sind sicher über Jahrzehnte diesen Spießrutenlauf gelaufen und das, was von ihrer Kritikfähigkeit übrig ist, ist pure Gnadenlosigkeit für Schwäche. Ich sag nur immer wieder: Augen auf bei der Berufswahl. Wenn du dem Druck nicht gewachsen bist, dann werd doch Ingenieur.

    • Ing

      Ich kenne keinen Ingenieur, der für einen Tausender im Monat auch nur einen Finger krum machen würde. Wozu auch? Ihr Möchtegern Kreativen mit euren Hipster Blogs (diese Seite und unzählige andere), freilich zahlt man euch kein Geld. Für was denn auch? Für das Umschreiben von dpa Meldungen? Für das Führen von Interviews mit Sido – sprich für etwas, dass 16 jährige ohne nenneswerte Kaufkraft interessiert? Was hat das denn auch mit deinem Studium gemein? Achja – irgendwas mit Worten. Dafür haben sich 6 Jahre Studium redlich gelohnt. Anständige Medien zahlen unterdessen erfahrungsgemäß auch angemessen. ÖR zum Beispiel – aber ja, da kann man nicht so gut seine hippe, überkreative Seite ausleben und da interessiert auch niemanden das hübscheste Modell. Zwickmühle.

    • Nordlicht

      Peter von Untzu schreibt:

      “Und nirgendwo höre ich heraus, dass du dankbar bist, dass du als frischer Uniabgänger sofort eine so wichtige Position, für die manche sich Jahre den Arsch aufreißen, bekommst.”

      Danke Peter, dass hier auch mal jemand diesen Aspekt beleuchtet!
      Natürlich will man nach langen Jahren des Studiums auch endlich mal im Berufsleben Fuß fassen, doch gerade in den Geistes-/Kulturwissenschaften gelingt das oftmals nur durch einen Quereinstieg in Form von Praktika u.ä. Die Hürde des passenden Praktikumsplatzes (im Idealfall dann sogar mit Bezahlung!) überhaupt erstmal nehmen zu können, hat oftmals schon viel mit Glück zu tun – ich habe das nicht nur selber durchgemacht, sondern beobachte es natürlich auch in meinem Freundeskreis. Da ist Dankbarkeit tatsächlich ein wichtiges Thema.

      Eine Geisteswissenschaftlerin

  • Aro

    Bin mit dem Artikel nicht einverstanden. Wer Kunstgeschichte, Philosophie und Anglistik studiert, um dann ein Lifestyle-Interview mit Sido zu führen (und denkt, dies sei eine richtige “Arbeit”), sollte zu den 1000 Euro noch einen Tritt in den Híntern kriegen.

    Das Geld bekommt man nicht dafür, dass man viel Energie aufbringt und Überstunden schiebt; sondern dafür, dass man für jemanden einen Mehrwert schafft. Deswegen verdienen einige so viel, obwohl sie scheinbar gar nix tun.

    Übrigens: Die, die in den Kommentaren “Ja genau, ich bin in der gleichen Branche, das kenne ich!!!” schreiben – das sind nicht Deine Freundinnen, sondern Deine Wettbewerberinnen. Sie sorgen dafür, dass es immer ausreichend günstigen Nachschub für diese (Verzeihung) unqualifizierte Tätigkeit gibt, die Du oben beschreibst.

    Mein Lieblingskommentar ist aber dieser: “Hehe, sich ausgerechnet auf Amy&Pink über die arschlochige Berliner Onlinemedien-Szene auszulassen hat schon was sehr ironisches.”

    Volltreffer.

    • Gnumpf

      Welchen gradniosen Mehrwert schafft denn z.B. ein Bankmanager, daß sich seine Gehaltsstufe rechtfertigen läßt?

      Sorry, das ist Bullsh** hoch drei, es gibt entsprechende Berechnungen über das Schaffen von Mehrwert und dabei kam raus, daß viele der hochbezahlten Jobs eher Werte vernichten, dann schaffen. Dem gegenüber stehen die Jobs, die wirklich Volkswerte schaffen und extrem mies bezahlt sind, wie z.B. Pflegekräfte usw…

      Ich finde viele dieser Kommentare hier extrem erschreckend, aber leider ein Spiegelbild der Gesellschaft. Statt irgendetwas wie Solidarität hervorzubringen, wenn irgendwo etwas schief läuft, so hat der deutsche Michel nur noch Hähme oder gar noch Neidanwandlungen gegenüber dem, dem es schlecht geht.
      Neid? Ja, genau das. Da gibt es jmd, der hat etwas, was ich nicht habe, also darf er es auch nicht haben. Sei es in dem Fall hier “Spass an der Arbeit/Selbsterfüllung” oder woanders, wo sich Leute (ernsthaft) darüber aufregen, daß Studenten von der GEZ befreit werden oder Arbeitslose im Schwimmbad Rabatt bekommen.

      Das Land ist verkommen zu einer Neidgesellschaft hoch 10, aber von den Mächtigen geschickt so gesteuert, daß man denen neidet, die unter dem Strich auch nicht mehr haben als man selber, ja oft eigentlich eher weniger haben.

      Anstatt daß der unterbezahlte Arbeiter nach oben strebt, schaut er nur nach unten und sagt, daß die unter ihm in der Hackordnung “zu viel bekommen” im Vergleich zu seinem Einkommen.

      Und so lange sich die Leute unten über Brotkrumen streiten lachen sich diejenigen, die sich wirklich dumm und dusselig verdienen scheckig.

      Was wir brauchen ist eine breite Solidarität über alle niedrigen bis mittleren Einkommensschichten hinweg, ohne den Reflex, den Anderen nicht den Dreck unter den Nägeln zu gönnen, nur weil man diesen selber nicht hat.

  • Wenn ich so drüber nachdenke, dann ist die Frau eindeutig auf dem falschen Dampfer. Wieder die Musikindustrie, überlaufen wie sonst was: Zahllos sind die Stories über Leute, die ihre Karriere begannen by making tea at the BBC, Kabelträger beim Fernsehen, Abwart im Studio in Nashville, die Nächte auf der Matratze unterm Mischpult, Angestellte in Videotheken. Auch wenn das wie bei Tarantino Legenden sein dürften, so ist es doch seit eh und je das Muster. Der Grundwiderspruch ist halt der, dass man alles tut, einen Fuss in die Tür zu kriegen, man diesen Erfolg aber als Beweis für seinen Wert hinstellt. Dabei bezeugt es ja nur eine gewisse Biegsamkeit. Wer nun plötzlich die Regeln des Spiels ändern will, muss schon gute Argumente haben. Zum Beispiel einen Nummer-Eins-Hit. Zum Beispiel eine Präsenz beim Publikum, die einen unkündbar machen. Da hätte sie vielleicht ihre Zeit, ein Jahr, doch lieber besser genutzt statt ingrimmig Überstunden zu notieren.

  • Klaus Jarchow

    Mal ehrlich: In den ‘Medienbereich’ strömen in jedem Semester ungefähr 5.000 neue Menschen (Medienbericht Bundesregierung), die in diesem seit Jahren dahinsiechenden Umfeld arbeiten möchten. Zugleich werden dort, im ‘Irgendwas-mit-Medien-Bereich’, jährlich bisherige Arbeitsplätze im Bereich 10.000 plus abgebaut, weil der große Medienwandel unerbittlich die gewohnten Renditen verhagelt (Anzeigenschwund, Auflagenabsturz, Quotenverfall usw.). Während dort dann keineswegs die nettesten Leute die Zügel führen, sondern zumeist höchst empathiebefreite Menschen mit Excel-Tabellen im Kopf, die dafür bezahlt werden, dass sie nur in Zahlen denken können. Und dann wollen die meisten unbedingt auch noch nach Berlin, weil’s dort ja so ‘hip’ ist. Worüber wundert ihr euch?

    Gegenmittel: Macht euer eigenes Ding. Notfalls weit entfernt von allen Medien.

    • Grundlegendes

      @Klaus: sehe ich genauso. Es ist ein Denkfehler zu glauben eine Stadt wie Berlin als Basis für verlustfreie und wertgeschätzte Geschäfte nutzen zu können. Zum Erfolg zählt immer noch die richtige Wahl des Standortes sowie die Größe im eigenem Talent die Grenzen zu erkennen, sie sich einzugestehen und im besten Fall zu ändern.
      Wenn das alle machen gibt es keine chai-tee-latte-2-go-chefs mehr oder (freie) Mitarbeiter die mit Klang ihrer Berufsbezeichnung schon das gesamte Können auffahren…

  • eva

    cool, und jetzt hast du für das verfassen dieses textes ca so viel bekommen wie vorher in einem monat. also alles richtig gemacht ODER?

  • Grossartig! Du hast den beruehmten Nagel auf den Kopf getroffen, well done!

  • dude

    Wie süss, es geht also um eine Person die für ein Internet Format arbeitet…
    Was hat sie nochmal studiert? vielleicht sollt. Ich mit meinem Abschluss in Film und Fernsehen mal irgend einen job mit Kunstgeschichte machen.
    Da kommt also wer der weder Ausbildung noch Ahnung von dem Beruf hat, fängt naiv als Praktikant an, arbeitet für ein Witz Gehalt auch dann noch wenn alle anderen gefeuert werden, und beschwert sich am Ende darüber dass den Job nach ihrer Kündigung andere machen für weniger Geld?
    Dieser Artikel ist ein gutes Beispiel für die heutige Zeit, nur ist die Autorin hier diejenige, auf die jeder verzichten kann und die das Geschäft kaputt macht.
    Scheiss hipster, keine Ahnung vom Job aber gleich jedem erzählen auf was für Veranstaltungen man so darf.
    Mädel, Du hast für das scheiss Web gearbeitet, das ist nichts, unwichtig, und setzt 0 Kenntnis und Fähigkeiten voraus.
    Eine Frechheit dass solche Artikel von so möchtegern Leuten überall verlinkt werden, die darüber heulen dass sie den Job den die nie gelernt haben nicht packen.
    Und was ist mit uns Profis die fürs tv arbeite. , die trotz ihrer echten Fähigkeiten auf der Strasse landen, weil irgendwelche hippen quereinsteiger girls es total supi finden für ein witzgehalt sagen zu können dass sie auf der fashion week waren… Für ein Internet Format…

  • dude

    Wie süss, es geht also um eine Person die für ein Internet Format arbeitet…
    Was hat sie nochmal studiert? vielleicht sollt. Ich mit meinem Abschluss in Film und Fernsehen mal irgend einen job mit Kunstgeschichte machen.
    Da kommt also wer der weder Ausbildung noch Ahnung von dem Beruf hat, fängt naiv als Praktikant an, arbeitet für ein Witz Gehalt auch dann noch wenn alle anderen gefeuert werden, und beschwert sich am Ende darüber dass den Job nach ihrer Kündigung andere machen für weniger Geld?
    Dieser Artikel ist ein gutes Beispiel für die heutige Zeit, nur ist die Autorin hier diejenige, auf die jeder verzichten kann und die das Geschäft kaputt macht.
    Scheiss hipster, keine Ahnung vom Job aber gleich jedem erzählen auf was für Veranstaltungen man so darf.
    Mädel, Du hast für das scheiss Web gearbeitet, das ist nichts, unwichtig, und setzt 0 Kenntnis und Fähigkeiten voraus.
    Eine Frechheit dass solche Artikel von so möchtegern Leuten überall verlinkt werden, die darüber heulen dass sie den Job den die nie gelernt haben nicht packen.
    Und was ist mit uns Profis die fürs tv arbeite. , die trotz ihrer echten Fähigkeiten auf der Strasse landen, weil irgendwelche hippen quereinsteiger girls es total supi finden für ein witzgehalt sagen zu können dass sie auf der fashion week waren… Für ein Internet Format..

  • Sebastian (Menzin)

    Sowas ist ganz große Scheiße, die sich aber offenbar immer mehr verbreitet. Früher haben Unternehmen und junge Talente “investiert”. Man war bereit mehr zu zahlen, als der Newbie in den ersten Monaten einbringt.

    Heute versucht man das Minimum auszuloten. Echt traurig! Der Mindesstandard sollten im 1.500 Euro brutto – und nach einem Jahr 2.000 Euro brutto sein, wenn es um Akademiker geht.

  • C.S.

    Willkommen im Leben. Sehr schöner Artikel, allerdings sehr einseitig.
    Das mit dem Respekt unterschreibe ich zu 100% aber woher bei einem WEB TV Sender die Kohle kommen soll um hohe Gehälter zu zahlen frage ich mich. Und 4 x 8 Std. für 1000,- netto für jemanden der als Praktikant und Quereinsteiger reingerutscht ist und das gerade mal paar Monate machet ist so megamies jetzt auch nicht. Dafür kriegt halt ein gelernter diesen Job nicht weil du ihn billiger machst bzw. auch nicht mehr drin ist. Findest du das z.b. gerecht?
    Nicht falsch verstehen, ich bin da zum Großteil deiner Meinung nur schaue ich auch immer auf die andere(n) Seite(n). Wer noch nie selbst ne Firma geführt hat sieht die Sachen meist sehr einseitig und selten realistisch unternehmerisch. Solche Web Sachen leben nun mal oft auch von frischen Leuten mit kleinem Gehalt die das mehr als Sprungbrett sehen. Das Sozial / Krankensystem hat früher auch nicht ohne Zivis funktioniert. So ist es eben in der Medienbranche oft auch in der heutigen Zeit (Ausnahmen bestätigen die Regel).
    Dude im vorherigen Post trifft einen weiteren Nagel auf den Kopf und seine Worte kann ich ebenfalls zu 100% unterschreiben.

  • Thomas

    Es ist toll, dass Du dies erkannt und reagiert hast.
    Schade nur, dass Du solange dafür gebraucht hast.
    Dies ist das perverse speziell in Berlin, da jeder was mit Medien machen will, werden un(ter)bezahlte Praktika angenommen, die teilweise zwei oder gar drei Vollzeitstellen darstellen könnten.
    Damit werden die Preise kaputt gemacht, denn ja, es findet sich immer wieder ein(e) Dumme(r).

    Ich kämpfe jeden Tag im Eventbereich genauso um Jobs, die wenigstens halbwegs bezahlt sind und erschricke immer wieder vor Angeboten, die unhaltbar sind. Da rede mal einer von Mindestlohn…

    Es müssen mehr aufstehen und mal laut “NEIN!” sagen.

    Aber spolange hochqualifiziertes Personal sich selbst kanibalisiert wird sich dda nichts tun.

  • Imnotlucy

    Woher Anneli dieses falsche Selbstbild hernimmt, wird in dem folgenden Artikel sehr schön erläutert. Sie kann nichts dafür ;)

    Viel Spaß beim Lesen, dann versteht man vielleicht auch den Tagebucheintrag der Autorin hier.

    http://www.imboycrazy.com/2013/09/why-generation-y-yuppies-are-unhappy-via-wait-but-why/

  • Ulrich Brodde

    Nur Abitur, dann Ausbildung zur “Führungskraft” bei Karstadt, offiziell 5-Tage-Woche, praktisch jedoch 6-Tage-Woche, Arbeitszeit 09:00 bis 18:30, bei Sondereinsätzen auch länger.
    Regalputzer und -auffüller, Vertretung des Abteilungsleiters, Purtkraft, Kasse, Kundenbedienung, Bestellwesen, Einarbeitung in die Buchhaltung, nebenbei Prüfung zum Einzelhandelskaufmann, Berichtwesen, kurzfristige Versetzungen in andere Filialen/Städte, Nachtdienst bei Neueröffnungen.
    Gehalt: im ersten Jahr 400,00, im zweiten Jahr 600,00 (D-Mark)
    Da sonst keine Unterstützung nachts nebenbei bis 01:00 gekellnert.

    Nach den zwei Jahren dann “Karriere” gemacht.

    Früher war alles besser, als die böse böse Gesellschaft noch nicht so verroht und rücksichtslos war.

    Das oben Geschilderte war vor knapp 40 Jahren.

    Frau Magister tut mir echt leid, das arme Hascherl.

  • Philip

    Ehrlich gesagt : Selber schuld. Wer erst irgendwelche schwammigen Studienfächer belegt, und als Lebensziel hat “irgendwas Kreatives, bloß keinen Bürojob” machen zu wollen, muss halt damit rechnen nur knapp über die Runden zu kommen. Das ging Millionen “Künstlern”, Bohemians und anderen Lebeleuten der “Kreativ-Szene” schon in Jahrzehnten davor so. Was jetzt noch mal verstärkend dazu kommt ist zum einen, dass ja heute niemand mehr was anderes machen will als “Kreativ sein” und, dass Content eben nichts mehr Wert ist. Dank dem Internet müssen selbst renommierte Nachrichtenmagazine jedes Thema in einem Dutzend Artikel verwerten, damit die Klickzahlen zusammen kommen. Dank Mobile und der Hinwendung zu einer reinen digitalen Verwertungsgesellschaft, die um jede Minute Aufmerksamkeit der Konsumenten kämpft, werden selbst ehemals qualitativ hochwertige Produkte zu Junk Ware. Und ihr alle macht dabei auch noch mit. Die Leute die in die Szene rein wollen. Weil es zu viele sind, und diese dann am besten auch noch kostenlos ihre Artikel in Blogs etc. unterbringen. Wert ensteht durch Mangel. Was es überall gibt hat nicht viel Wert, und damit lässt sich dadurch auch nicht viel verdienen. Und die Konsumenten, die für nichts mehr bezahlen wollen, und dank Leuten wie den Piraten jetzt auch noch eine Lobby haben die ihnen rhetorisch geschliffene Theoriengebilde liefert, warum jeder alles kopieren darf, ohne dafür zu bezahlen. Wenn ihr also wollt das sich was ändert dann macht mal folgendes : 1. Überlegt euch ob ihr in anderen Branchen nicht doch besser aufgehoben seid. 200 Bewerber auf eine Stelle drückt zwangsläufig das Einstiegsgehalt. 2. Für Filme und Musik demnächst wieder bezahlen. Und wenn es nur ein Watchever Abo ist. 3. Ein richtiges Nachrichtenmagazin abbonieren, und beim Besuch auf den Newsticker den Werbeblocker ausschalten. 4. Hört mir den Blogs auf, ihr werdet sowie so nicht entdeckt.

  • Marc

    In der Medienbranche wird schlecht verdient? Wie überraschend..!
    Millionen von Hipstern wollen “was mit Medien” machen, studieren Hüpf-und Springwissenschaften auf Magister und wundern sich dann, dass sie mit 1000 Euro abgespeist werden. Mann, Leute, kommt doch mal in der Wirklichkeit an. Und überhaupt, Berlin! Das bescheuerte und vollkommen versiffte Berlin ist vollkommen überschätzt und finanziert sich nur, weil andere Bundesländer die Idiotien dieses Molochs mittragen. Liebe Leute, studiert was vernünftiges, kommt nach Westdeutschland und dann könnt ihr selbst bei mittelständischen Betrieben mindestens 2000.- Euro mit zusätzlichen Benefits bekommen. Auch dort gibts kreatives Eventsmanagement, hippe Marketingabteilungen und ähnliches. So what is the problem?

  • me

    wer aus dem westlichen teil der republik nach berlin kommt um hier “normales” geld zu verdienen hat sich überhaupt nicht informiert.
    wohl noch nie was vom großen niedriglohnsektor im osten gehört waaa?!
    wieso sollte sich hier die medienbranche anders verhalten als der rest?!
    schuld ist deine oma, oder deine eltern und/oder du selbst, sofern ihr zu dem wahlvolk gehört, welches die (scheiss) neoliberalen haben einflußreicher werden lassen.

    • Steve

      Stimmt, ohne die Neoliberalen (wahrscheinlich meinst du Unternehmer und ähnliches Pack) wäre der Westen auch arm und wäre alles schön viel gleicher.

  • Tom

    Hallo Anneli,

    dazu muss ich dir leider mitteilen: vor 5 Jahren gab es extrem seltenst mal eine Praktikastelle die BEZAHLT wurde! Da hieß es immer: nettes Team, Kaffee und BVG Ticket.

    Nichtsdestotrotz bist DU aber mit deinem Eliteabschluss in eine Branche gegangen wo du an jeder Ecke unterbezahlt wirst (hättest du mit deinem Eliteabschluss auch mal kurz recherchieren können).
    Also entweder gehst du zu einer Bank oder in die Politik. Bei Amy&Pink wirst du sicherlich auch nicht reicht. Oder schreib gleich bei der Huffington Post.

    Allerdings, hier muss ich zustimmen, ist die Art und Weise der Chefs nicht hinnehmbar und absolut nachvollziehbarer Kündigungsgrund.
    Weiterhin hat man da Gefühl das in der “boomenden Medienhauptstadt” die Gehälter nicht entsprechend dem Boom angepasst sind – aber da herrscht nun Angebot/Nachfrage am Markt ;)

    • sally

      Leider hat Anneli da etwas falsch dargestellt, Zitate verwendet, die nie so ausgesprochen wurden – soviel zum guten Journalismus. Nicht sie hat gekündigt, sondern sie wurde gekündigt.

      • Ulrich Brodde

        uuuups, das war´s dann wohl mit der Karriere.
        Frau Magister ist offenbar nicht klar, dass die Branche letztlich doch klein ist und das internet nichts vergisst.

  • Stayintune

    Wenn die ihre Leut’ nicht bezahlen können dann sollen dann sollen sie zu machen. Wenn dir dein Einstiegsgehalt zu gering ist dann mach es nicht!

    So einfach is des! Mehr sog i ned.

  • cusdom

    >> Magisterabschluss in Kunstgeschichte, Philosophie und Anglistik …
    Ja, aber da weiß man schon vorher das man mit solchen Studienfächern nichts verdienen wird. Ist halt so: wer Ideel denkt wird auch Ideel bezahlt.

    Ist schon hart wenn man erwachsen wird und feststellt das man alles falsch gemacht hat….

  • Sascha

    Es wird Zeit, dass mehr ‘prekäre’ Medienarbeiter den Mut haben hinzuschmeißen.
    Ich habe oft genug gesehen, dass Arbeit die sehr teuer verkauft wurde, von Praktikanten gemacht wurde. Und gut gemacht wurde. Nur von dem Benefit hatten sie nichts. Wenn sie wenigstenz sozial abgesichert wären (Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung, Rentenversicherung) könnte man eventuell noch von ‘learning on the job’ sprechen.
    Aber diese moderne Sklaverei greift immer mehr um sich.
    Unternehmer, die ihre Mitarbeiter ordentlich bezahlen umnd sich um ihr ‘Humankapital’ kümmern, gelten als langweilig und uncool. Denn diese hängen nicht so oft auf Parties rum und markieren den dicken Max, sondern hocken über den Büchern und Angeboten, um das notwendige Geld dafür heranzuschaffen. Da hat man dann meistens keinen Bock mehr, bis morgens um drei in irgendeinem Club herumzuhängen.

  • Philip

    >>wer Ideel denkt wird auch Ideel bezahlt.

    Wenn da mal wenigstens Ideale dahinter stehen würden. Entwicklungshelfer sind Idealisten, Ärzte die statt Schönheitschirugie in den stationären Drogenentzug gehen von mir aus. Leute die gerne ein Leben wie in Sex in the City hätten haben einfach nur zuviel Fernsehen geguckt.

  • Timecool

    Man weiß vorher was einem im Job erwartet. Wenn nicht, läuft schon von Anfang an einiges falsch. Ich lerne oder studiere das was mir gefällt UND wo man anständig für bezahlt wird. Jammern nützt da überhaupt nichts.
    Was wird heutzutage erwartet ? Als Anfangsgehalt 2000 Netto ?
    Ich gehe für etwas über besagte 2000 arbeiten, mein Einstiegsgehalt lag weit darunter.

  • geisteswissenschaftler

    An alle, die hier Anneli angreifen: bitte denkt mal über folgende Punkte nach!

    1. zu den 1000€:
    Ich habe Anneli so verstanden, dass das ihr Honorar als freie Mitarbeiterin war. Davon gehen schon mal mindestens 250€ für die Krankenkasse weg, die man als Freiberufler zu 100% selbst bezahlen muss (Gruß an alle Angestellten!). Davon hat sie noch keine Einkommenssteuer abgeführt, von freiwilliger Altersvorsorge ganz zu schweigen (aus der gesetzlichen ist sie ja raus). Auch im “billigen” Berlin sind akzeptable Wohnungen für wenig Geld inzwischen nicht mehr zu finden, will man nicht nach Mahrzahn oder Hellersdorf oder ganz an den Stadtrand ziehen, dann braucht man wieder ein BVG Ticket, weil die Strecke für’s Fahrrad zu weit wird. Zieht man all diese Ausgaben ab, bleibt weniger als H4 übrig und sie hat nicht mal Anspruch auf Wohngeld.

    2. zum Studienfach:
    Im Gegensatz zu Ingenieuren, BWLern und Juristen studieren Geistes- und auch Naturwissenschaftler ohne am Ende einen “Berufsabschluss” zu haben. Wieso nennt man bei den Juristen eine Note 3 ein “Prädikatsexamen”, aber ein Magisterabschluss mit einer 1 oder auch 2 ist dagegen nix wert? Ein Studium an einer Universität ist in allen Fächern ähnlich anspruchsvoll, aber in der freien Marktwirtschaft sind Gesteswissenschaftler in der Regel überhaupt nicht gefragt und es gibt auch so gut wie keine Stellenbeschreibungen, die solche Studienfächer voraussetzen. Da herrscht ein grundsätzliches Ungleichgewicht. Was bleibt einem also übrig? Zu versuchen, als Quereinsteiger seine Fähigkeiten und Qualitäten “on the job” zu beweisen! Und sei es als Praktikant. Nur weil man in Deutschland so urkundengeil ist, gibt man denen, die nicht zu 100% dem Anforderungsprofil entsprechen, gar nicht erst die Chance auf einen regulären, fair bezahlten Vollzeitjob. Das geht in anderen Ländern auch anders.
    Und die, die schreien, dass sie ja auch hätte etwas anderes studieren können als ‘Liberal Arts’ seien daran erinnert, dass es mal eine Situation gab, als die Berufsberatung des Arbeitsamtes zu Zeiten der Lehrerschwemme davon abgeraten hatte, ein derartiges Studium zu beginnen und das Resultat einige Jahre später war ein Lehrermangel. Also auch die “Profis” auf diesem Gebiet scheinen hier keinerlei Voraussicht zu haben, wie soll man das bitte von einem Schulabgänger erwarten, der erst mal nach seinen Interessen und Neigungen entscheidet?

    3. zu Berlin:
    In Deutschland herrscht das Recht der Freizügigkeit. Ich selbst habe Berlin vor Jahren wegen eines Jobs verlassen und ich habe bis heute Heimweh. Wo die Liebe halt hinfällt – das muss jedem selbst überlassen werden und auch, wie er/sie seine Prioritäten setzt. Keiner hat das Recht, dabei über andere zu urteilen.

  • Timecool

    Zu 1 : Was gibt es an 1000 € Netto nicht zu verstehen ?
    Zu 2 : Jammern auf hohem Niveau.
    Zu 3 : Siehe zu 2.

  • Nur sechseinhalb Jahre Studium?
    So einen Leistungsträger wünsche ich mir im Team.
    Bitte bewerben.

  • Ich kann den Frust der Autorin nachvollziehen und halte ihn auch berechtigt. Ebenso halte ich 1000 Euro netto für einen Vollzeitjob (bei 4×8 Stunden könnte man das wieder ein wenig anders sehen) für vollkommen indiskutabel, egal ob in Friseursalon oder sonstwo.

    Aaaaber: “nicht wirklich etwas zu schaffen, das auch längerfristig einen kulturellen Beitrag leistet” schreibt sie selbst. Warum sollte jemand für eine kulturell oder sonstwie wertlose Arbeit bezahlt werden?

  • ha

    Ich hab mir mal gerade deine Facebook Seite angesehen und kann nur sagen: Du hattest doch deinen tollen Lebensstil mit total coolen Leuten im supercoolen Berlin und hast dafür auch noch 1000€ bekommen, die du wahrscheinlich nichtmal brauchst weil Mutti und Vatti dir sowieso Kohle für deine schicke Altbauwohnung in Friedrichshain zustecken.

    Man sieht dort übrigens auch wo du gearbeitet hast, dann kannst du es hier auch gleich schreiben.

    Ganz im ernst: selbst schuld.

  • Dimitra Panou

    ich fand den Bericht echo Supervisor
    Lieder erlebe ich I’m Moment viel schlimmeres in meinen Heimatland, wo ich Nach ein Studium in Deutschland Lebe
    Hier gib tea k eine jobs und wenn man einen bekommt wird er unterbezahlt Da Sind 1000 euro Luxus

  • Marc

    In der Medienbranche wird schlecht verdient? Wie überraschend“¦!!
    Millionen von Hipstern wollen “was mit Medien” machen, studieren Hüpf-und Springwissenschaften auf Magister und wundern sich dann, dass sie mit 1000 Euro abgespeist werden. Mann, Leute, kommt doch mal in der Wirklichkeit an. Und überhaupt, Berlin! Das bescheuerte und vollkommen versiffte Berlin ist vollkommen überschätzt und finanziert sich nur, weil andere Bundesländer die Idiotien dieses Molochs mittragen. Liebe Leute, studiert was vernünftiges, kommt nach Westdeutschland und dann könnt ihr als Einsteiger selbst bei mittelständischen Betrieben mindestens 2000.- Euro mit zusätzlichen Benefits bekommen. Auch dort gibts kreatives Eventsmanagement, hippe Marketingabteilungen und ähnliches. So what’s the problem?

  • PS

    Habe bewusst jetzt erstmal alle anderen Kommentare ignoriert, nachdem ich den vom dem Vollpfosten wg. “Liberal Arts Studium” gelesen habe.
    Zu meiner Uni-Zeit – über 20 Jahre her- galt ein abgeschlossenes Uni-Studium in erster Line nicht als Befähigung für ein Aufgabengebiet, sondern als Nachweis dafür, dass man in der Lage ist, sich in JEDE Lage reinzudenken und sich schnellstens auf neue Situationen einzustellen. Für den Rest war die BA da…
    Den einzigen Vorwurf, den man Dir machen könnte, ist, dass Du aus dem vergleichsweise gut bezahlten Köln nach Berlin gezogen zu sein. Aber wer will schon für RTL arbeiten.

    Also viel Erfolg, ich erlebe, dass es da draussen Jobs gibt, die Spaß machen und gut bezahlt werden!

  • Andy

    Großartig der Artikel. 1000 Euro Gehalt. Dreckspack. Kündigen den Scheiß, Hartz 4 und nebenbei schwarz was verdienen bringt mehr und weniger Stress und Überstunden. Soweit sind wir schon gekommen. Dieses Land ist nur noch lächerlich. Ich hoffe hier geht alles bald den Bach runter damit die Leute mal merken was hier abgeht. Leider scheint es vielen noch zu gut zu gehn.

  • Veracous

    Ist eigentlich schon irgendjemandem aufgefallen, dass der Arbeitsmarkt der einzige Markt ist, auf dem, in unserer Denktradition, die Marktteilnehmer ausgetauschte Rollenbezeichnungen haben: Das “Gut” ist die Arbeitskraft (nicht die Arbeitsstelle), die eingekauft wird (beachte den Geldfluss) – dennoch heißt es ArbeitNEHMER für den Anbieter und ArbeitGEBER für den Nachfrager. Wem das […] Prinzip hinter diesem System klar ist, rechnet bereits VOR DEM BERUFSSTART (spätestens während des Studiums) mit dem, was die Frau Potz dann an Erfahrungen gemacht hat.

  • Sabine

    Ich empfinde den Beitrag nur als halbgut. Klar ist es richtig, dass die Medienbranche verkackt ist, viel zu wenig bezahlt für das Geleistete und auch mit Anerkennung sparsam umgegangen wird. Schön, dass das mal jemand aufschreibt. Aber ich finde dein Bericht liest sich auch ein wenig wie von einer gescheiterten Praktikantin, die vielleicht doch nicht so gut war wie selbst angenommen. Die Sicht deiner Chefs kommt ja hier gar nicht zum Vorschein. Im Übrigen, Magisterabschluss hin oder her, du kannst nicht erwarten, dass du sofort nach dem Studium einen Haufen Kohle verdienst und als Redakteurin einsteigst. Bei diesen Studiengängen (gerade bei deinen Fachbereichen) lernst du im Grunde so gut wie nichts was wichtig für die Medien ist. Das lernst du eben “Learning bei doing” und musst Talent mitbringen. Dafür kannst du aber nicht riesige Summen einfordern. Und für einen Anfänger wie dich empfinde ich 1000 Euro angemessen. Übrigens hat Nietzsche auch gesagt: “In Wahrheit heißt etwas wollen, ein Experiment machen, um zu erfahren, was wir können.”

  • wie kann man man nur aus dem schönen Rheinland nach berlin kommen??? eine Stadt, voller Praktikanten und Träumer, wenn man Glück, darf mit Ende 30 für 1.200 Netto bei Zalando arbeiten, in 20 Jahren wird berlin die Stadt mit der größten Altersarmut sein, kaum ein Schwein zahlt hier in die Rentenkasse ein, wärst du doch in Düsseldor (respektive Köln) geblieben…
    in Berlin gibt es wenig gut bezahlte Jobs, hier findet man kein einziges Dax-Unternehmen!

  • Frau Schulz

    Warum macht man nicht parallel zum Studium Praktika? Oder warum sammelt man nicht während des Studiums Berufserfahrung indem man in der gewünschten Branche jobbt? Völlig sinnlos ewig lange zu studieren ohne Praxiserfahrung zu sammeln.

    Was nützt einem das qualifizierteste Studium wenn man volkswirtschaftliche Zusammenhänge nicht durchschaut: Wer zahlt wem für was wieviel Geld? Wie fließt die Kohle?!

    Was nützt einem eine Elite-Universität, wenn man keine Ahnung von der Geschichte des Arbeitsmarktes hat? Wieso in allerwelt arbeitet man freiwillig in einer Firma, die keinen Betriebsrat hat? Wer hat denn den 8-Stunden-Tag erkämpft? Und wie? Wurde das etwa auf dem Silbertablett serviert?!

    Was ich auch nicht verstehe: Wenn man schon angeblich hochqualifiziert in geisteswissenschaftlichen Fächern ist, warum kommt man dann nicht auf die Idee Karriereratgeber zu lesen??? Es gibt da x Ratgeber, die Dir den Weg aufzeigen wie man sich im Berufsleben durchsetzt.
    Oder warum analysiert man nicht aus eigener Kraft die Situation und setzt sich durch?

    Dass Du gekündigt hast, ist mutig und richtig. Aber jetzt musst Du Deine Hausaufgaben machen: Wie funktioniert unsere Wirtschaft? Wie funktionieren Machtverhältnisse in einer Firma? Wer genau bin ich und warum brauche ich pseudo-coolen Quatsch für mein Ego?

    Welche Fachkräfte werden denn gebraucht? Will ich was Sinnvolles machen oder ist es mir egal?

    Wenn ich viel Geld verdienen will – wie geht das?
    Es geht nämlich, auch mit geisteswissenschaftlichen Fächern. Dazu muss ich mir aber bisle die Birne anstrengen und herausfinden wie das geht.

    Wie gesagt, Kündigung war gut. Aber jetzt musste mal Dein Köpfchen anstrengen und Erfahrungen sammeln, in allen möglichen Bereichen. Kann ja nicht sein, dass man erst mit nem Uni-Abschluss das Arbeiten anfängt. Richtig wäre gewesen schon als Schülerin zu jobben und niemals mit dem Jobben aufhören, während des ganzen Studiums nicht. Und zwar nicht nur als Kellnerin, sondern in den Bereichen, in denen man arbeiten will. Oder in möglichst vielen verschiedenen Bereichen.

    Und dann musste mal anfangen Deine gesamten Wissenslücken in Bezug auf Wirtschaft und Arbeit zu schließen, Geschichte gehört auch dazu.

    Was auch nicht schaden würde: Psychoanalytisches Wissen aneignen, sprich, anfangen zu durchschauen wie der Mensch funktioniert und wie deshalb Macht funktioniert, wer weshalb Macht hat und wer nicht.

    Noch so viel zu lernen… Auf geht’s! :-)

    • Sally

      Wie bereits oben schon erwähnt: Sie hat ja nicht mal gekündigt, sondern wurde gekündigt.

    • Viviane

      Frau Schulz, Du bist vielleicht naiv! Jetzt musst auch mal Du “bisle” (aha, wohl aus dem fetten Süddeutschland, wo man Dir natürlich das Geld, die bezahlten Schülerjobs in kreativen Berufen und die bezahlten Praktika hinterherwirft??) Dein Köpfchen anstrengen und uns zeigen, wie viele gut bezahlte Jobs mit Betriebsrat es in der Berliner Kreativbranche gibt. Na? Genau. Ein paar Handvoll bei ZDF & Co, und dann eigentlich nur noch bei Springer und Konsorten. Viel Spaß damit. Ist Gott sei Dank nicht aller Menschen Weg!
      Es geht in diesem Artikel um die BERLINER Kreativbranche. Dass man in Stuttgart oder München viel leichter an bezahlte (Schüler-)Jobs und Praktika in der Medienbranche kommt, ist klar.

  • Julian

    Vielen Dank für dieses motivierende und erhellende Statement von dir! Dass du deinen Job gekündigt hast um dich selbst frei zu schlagen zeugt von großer innerer Stärke. Mach weiter so, geh deinen Weg…du bist sicherlich nicht allein!
    LG

  • Aarrghh

    Sehr schön, ich hab mich mal ein bisschen durchgeklickt. Artikel mit Headlines wie:
    Beth Behrs greift Kat Dennings an ihre riesigen Möpse
    Dieser M.I.A. Bad Girls Remix bumst einfach mal alles weg
    Schwedens schönste Modebloggerin ist jetzt auf YouTube
    Das hier muss das schlechteste Blog der Welt sein. Du musst eine der schlechtesten Menschen der Welt sein. Menschen, die in Blogs kommentieren, sind allerdings noch schlechtere Menschen.

  • Viviane

    Endlich spricht’s mal jemand aus. Ich habe mich auch jahrelang in der Berliner Medienbranche ausbeuten lassen (trotz 3 Fremdsprachen, Diplom-Abschluss an Eliteuniversität, mehreren Jahren internationaler Arbeitserfahrung und Erfahrung in Führungsposition!). Ich wurde zum Teil gar nicht bezahlt, weil die Firma immer wieder kein Geld hatte… Und dann arbeitet man noch für das Image und den Traum eines anderen (des Chefs/der Chefin) — nee, hab ich mir jetzt gesagt, damit ist nun Schluss! Nun guckt der alte Chef in die Röhre und ich baue mir mein eigenes Label auf. Ich hoffe, uns folgen noch viele nach – damit sich die Bedingungen für die Jüngeren ändern!

  • JoeDoe

    Liebe Anneli,

    zunächst mal; mein Respekt für deinen Mut, diese doch sehr unangenehmen Erfahrungen öffentlich zu machen. Die gehässigen Kommentare solltest du dir nicht zu Herzen nehmen. Sie kommen von Leuten, die denken, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen, weil sie zufällig etwas momentan Marktgängiges studiert haben. Menschen, die es wagen, bei der Berufswahl ihren Neigungen zu folgen, sind für kleine Technokraten eine wandelnde Provokation, und dich beim „Scheitern“ zu ertappen, erfüllt sie mit sabbernder Schadenfreude, während insgeheim die Raten für das mickrige Vororthäuschen und den peinlichen SUV aufs Gemüt schlagen, Mutti immer fetter, die Blagen immer frecher werden und der Chef erst gestern angekündigt hat, die ganze Abteilung nach Shenzen auszulagern. Spätestens dann ergehen sie sich in der Art von wehleidigem Geheule, das sie dir hier unterstellen. Schau mal in die Kommentarforen von SPIEGEL und Co, unter Artikeln wie: „SIEMENS baut X-tausend Stellen ab.“ Wenn Herr Klugscheißer Dipl. Ing. die 40 überschritten hat, findet er sich ganz schnell neben den “šNichtskönnern' aus der Medienbranche im Jobcenter wieder. Und dann ist die große Fresse plötzlich ganz klein.

    Die andere Fraktion der Flamer hier kommt aus der Medienbranche, und auch deren Kommentare kannst du getrost in den Orkus schütten. Ich selber bin seit 25 Jahren dabei (übrigens in Berlin, übrigens selbständig, übrigens kein Sozialfall“¦) und kenne einige der Pappnasen sogar persönlich. Das eine oder andere bewährte Ausbeuterschweinchen ist definitiv dabei, und wenn sie neoliberalen Dünnpfiff absondern, von wegen “šDer Markt bestimmt den Preis' oder “šWir verdienen doch selber nichts', glaube ihnen kein Wort. Nach wie vor wird in der Branche fett Kohle gemacht, bundesweit generiert sie weit mehr als 70 Mrd. Euro Umsatz pro Jahr. Auch die Gewinne steigen in den meisten Sektoren der Branche, vor allem durch Produktivitätssteigerungen sowie Lohn- und Honorardumping. Wie sich das anfühlt, hast du gerade selber erfahren – und offenkundig hast du etwas daraus gelernt. Auch, dass die Chefchen jener Modefilm-Klitsche, die dich ausgebeutet haben, ganz sicher nicht mit mickrigen 1000 Öcken nach Hause gehen. Dass sie hier nur gegen dich meckern und hetzen, um jungen Kollegen jeden Anflug von Renitenz von vornherein auszutreiben. Schließlich darf der Praktikantenfluss nicht versiegen, sonst wird’s eng für den neuen Porsche. Übrigens in Köln, München und Hamburg ebenso wie in Berlin, das gibt sich alles nichts.

    Das Einzige, was deine (und auch meine) Generation sich vielleicht vorwerfen kann, ist ein gewisses Maß an Naivität und Gutgläubigkeit. Liegt wohl daran, dass Journalisten per se auch immer irgendwie Idealisten sind und den Feind nicht unbedingt eine Tür weiter vermuten. Lass dir deinen Traum nicht vermiesen. Jetzt ist es an der Zeit, den nächsten Schritt zu wagen. Nicht in einer Trallala-Bude, sondern in einer Qualitätsredaktion mit netten, kompetenten Kollegen und anständiger Bezahlung. Die findet man durchaus, auch in dieser Stadt.

  • NameIt

    Sehr geehrte Frau Botz,
    ich weiß nicht, ob Sie sich die Kommentare hier wirklich antun. Sollten Sie es, so hoffe ich, dass Sie bis dahin Ihren Stolz wieder gefunden haben. Die meisten Kommentatoren haben anstatt den Text aufmerksam zu lesen, versucht, Ihre Persönlichkeit zu ergründen. Allein hieran lässt sich feststellen, dass jene eben nicht eine Geisteswissenschaft studiert haben, sprich, sich eben nicht auf Ihrem geistigen Niveau befinden. Das lässt sich mitunter daran erkennen, dass sie sich selbst als Humankapital begreifen und jegliches neoliberales Denken internalisiert haben. Und genau das bemängeln Sie ja.
    Dass Sie bei Amy&Pink veröffentlichen entbehrt gerade keiner Ironie. Genau hier ist der Artikel am richtigen Platz. TAZ-Leser sind über derartige Zusatände nicht mehr überrascht.
    Ich möchte nicht anmaßend klingen, Ihnen und den Kommentatoren jedoch etwas auf den Weg geben:
    1.) Nach einem Studium, in welchem man ja auch auf vieles verzichtet hat, sollte man kein Praktikum mehr machen müssen. Praktikas nach der Ausbildung gehören entweder anständig bezahlt oder gleich abgeschafft.
    2.) Nach einem Studium hat man sich ein Wissen angeeignet, das einen zu etwas befähigt. Suchen Sie sich einen Arbeitsplatz unter Ihresgleichen. Sido zu interviewen bedeutet, dass Sie sich auf ein (mentales und sprachliches) Niveau begeben müssen, das Sie schon lange verlassen haben. Sie entwürdigen hiermit quasi Ihr Studium (und zudem die Universität).
    Zudem scheint mir, dass viele “Entscheidungsträger” in Klitschen, die sich nur durch Praktint_innen tragen können, jegliches Gespür für Humanität verloren haben (egal wer hier nun wem kündigt! -> Lustig nebenbei, dass einige hier einen Kommentar für glaubenswürdig halten)
    3.) Sollten Sie dem Medienbetrieb treu bleiben wollen, so lesen Sie nur Kritik, die sich ernsthaft mit Ihren Texten (Text im Allgemeinen – Intertextualität) auseinandersetzen, also von Menschen, die eine Ahnung davon haben, worüber Sie warum in welchem Stil schreiben. Journalismus ist Handwerk. (Kommentare in Foren nicht lesen!!! Ist nur Dummgequatsche jener, die keine Ahnung von Journalismus, geschweige denn von einem guten Schreibstil haben.)
    4.) Sollten Sie nach dieser ersten Arbeitserfahrung bzw. Erniedrigung Ihren Stolz wieder gefunden haben (etwas was Sie mit Ihrem Artikel ja verständlicherweise zu finden gedenken), so suchen Sie sich ein seriöes Unternehmen aus, das Ihrem Bildungsniveau entspricht. Alles andere macht unglücklich. (Sie könnten es zum Beispiel mal bei einem Ministerium in der Kommunikationsabteilung versuchen und nebenbei unter Pseudonym über Mode schreiben, sollte das Ihr “Spezialgebiet” sein)
    5.) Sollten Sie jemals wieder auch nur den Hauch einer respektlosen Ausbeutung verspüren, kündigen Sie SOFORT! Das Selbstwertgefühl das einem genommen wird ist nicht annähernd so schnell wieder zu finden, wie man es verloren hat.

    Noch ein kleiner Buchtipp: Durchstarten zum Traumjob. Campus Verlag.

    Alles GUTE auf dem beruflichen Weg. Beste Grüße H.

    • Danke für diesen Beitrag! Er erspart es mir, genau das Gleiche noch einmal zu schreiben. Ich stimme 100%ig zu.

      Abschließend:
      1. Wertschätzung
      2. Vertrauen

      DAS müssen die Kernpunkte eines jeden Arbeitsverhältnisses sein!

    • Sabine

      “Allein hieran lässt sich feststellen, dass jene eben nicht eine Geisteswissenschaft studiert haben, sprich, sich eben nicht auf Ihrem geistigen Niveau befinden.”

      Was für ein unqualifizierter, arroganter, abgehobener Schwachsinn!

  • Pusteblume

    Fakt ist, dass sicher einiges von dem, was in diesem Artikel steht, richtig ist und es ist auch gut, dass es mal jemand sagt. In den meisten Fällen ist man unterbezahlt und man muss wirklich sehr viel Glück haben, dass man an Chefs gerät, die keine Psychos sind. Aber im Großen und Ganzen kann ich trotzdem kein Mitleid haben, weil man in diesee Branche relativ schnell merken sollte, dass man weder reich wird, noch dass irgendein Abschluss irgendeiner Uni einen Wert hat.

    Mir persönlich geht es viel weniger um das Geld, als darum, wie mit einem umgegangen wird, denn 1000 € sind vielleicht das Existenzminimum, wenn man unbedingt jedes Wochenende ins Berghain gehen muss, aber ansonsten kommt man auch im teurer werdenden Berlin damit klar. Ich habe 3 Jahre lang in dieser “Hölle” gearbeitet, bis ich 1000 € netto verdient habe und das für eine mindestens 50-Stunden-Woche. Finde ich das gut? Nein, sicher nicht, aber mir war von Anfang an klar, dass ich in der Branche nicht reich werde und ich mache meinen Job einfach gern, dafür nehme ich auch unbezahlte Überstunden in Kauf, WENN sie denn wertgeschätzt werden. Ich finds auch scheiße, dass alle meine Freunde mehr verdienen als ich und dass sich vermutlich nie was ändern wird, weil tatsächlich der nächste vor der Tür steht, wenn ich gehe, aber die Unterbezahlung hat weniger mit dem Hipsterpack, das Berlin übervölkert zu tun, als viel mehr damit, dass zu viele Chefs Narzissten und Ego-Schweine sind, die sich ein leichtes Leben damit machen, indem sie in ihrer Klitsche ausnahmslos Praktikanten beschäftigen, über die sie sich erheben können und die ihnen die Arbeit machen.

    Zu “Arbeite während deines Studiums in der Branche” kann ich nur sagen: bei 6-8-wöchigen Pflichtpraktika während der Semsterferien verdient man erst recht kein Geld. Wenn man sein Studium größtenteils selbst finanzieren muss, kann man das also knicken. Außerdem ist viel arbeiten während des Semsters bei nem Bachelor-Studium auch nicht mehr wirklich drin…

  • Hairy Potter

    Das ist leider Standard, vielleicht nicht so straight, aber indiekrt treten sie dir doch in den Hintern, nachdem du dir selbigen aufgerissen hast. Ich habe schon lange aufgehört, mich darüber aufzuregen, villeicht ein Fehler, aber was soll man sonst tun?

  • Frau Schulz

    Wenn es hier tatsächlich Leute gibt, die, ohne sich darüber zu beschweren, freiwillig für sehr, sehr wenig Geld arbeiten, dann müssen sich diejenigen, die das nicht in Ordnung finden, mal mit ebendiesen Leuten auseinandersetzen, die dafür sorgen, dass die Löhne niedrig bleiben.

    Ist mir echt ein Rätsel wie man angeblich gebildet ist, aber keinen einzigen Karriereratgeber gelesen hat, um herauszufinden, wie man sich denn durchsetzt im Berufsleben oder wie man seine Ziele erreicht. Oder keine Ahnung von Gewerkschaften und Streiks hat.

    Wenn ich während des Studiums schon Praktika gemacht habe, warum sollte ich dann nach dem Studium eins machen?

    Wenn kein einziger bei dem ganzen Quatsch mitmachen würde, würde es nicht funktioniern. Aber alle machen mit. Alle lassen sich mit Praktika und schlechten Löhnen abspeisen. Einfach unglaublich dumm. Da waren die ganzen Jahre in der Uni mal sowas für den Arsch.

  • Sascha

    Dit arme Püppchen.. ne Gehaltssteigerung von 150% aber bei Kritik des Chefes gleich mal eine gesamte Branche dafür verantwortlich machen. Sonst müßte sich die Dame wohl eingestehen, dass sie einen Fehler gemacht hat, gell. warum zum Henker geht die Dame zur besagten Produktionsfirma bei der sie sich Content aus den Fingern saugen muss? Was zum Henker denkt sie denn, macht denn ein Redakteur so? Und dann noch groß auf die Tränendrüse. Man, mir ist sowas einfach schleierhaft!
    Mein Kumpel arbeitet seit Jahren als freiechaffender Produzent und lebt hervorragend. Er hat ein derart gutes Netzwerk, dass er sich um Aufträge keine Sorgen machen muß (hauptsächlich aus der Werbung). Jeder wie er kann.

  • Michael

    Gern gelesener Artikel. Fragte mich gleich warum Berlin bei den Quali.
    Gleich in die 1. Liga. Ausland, N.Y. – London – Paris. Da macht das kratzen noch Spass.
    Ob Frau dann ueberhaupt nochmal nach B. im Angestelltenverhaeltniss will ..?
    Eher nicht und wenn: There’s room at the top.

  • Du hast nach einem Jahr nun alles richtig gemacht.

  • Das wahre Leben | Strandgucker

    […] Tja das wahre Leben in der Medienbranche, dicht dran an den Stories und an den Persönlichkeiten, ein Leben was für viele total spannend klingt. Doch die Realität ist ganz anders, ständiger Druck, Lügen, miese Bedingungen und das alles für etwas was man Lohn nennen soll. Klingt komisch ist aber die Realität, spannend dazu ein Artikel von Anneli Botz. Zum Artikel […]

  • Arno

    Guter Artikel und gute Entscheidung!

  • Toller Kommentar!

    Wenn ich die Kommentare darunter lese bekomme ich allerdings ein bisschen die Krise. Natürlich studiert man keine geisteswissenschaftlichen Fächer um mit 50.000€-Jahresgehalt einzusteigen, aber wir brauchen eben nicht nur Ingenieure und Informatiker, sondern auch Menschen, die die Entwicklungen einordnen können. Und Einordnen und Interpretieren lernt man in einem rein wissenschaftlichen Studium nun mal.

    Zur Medienbranche muss ich sagen, dass es eben viele Menschen gibt, die mit maximalem Aufwand minimal verdienen, aber es gibt eben auch die anderen, die mit wenig Aufwand, viel verdienen. Aufs Netzwerk kommt es an und auch auf die Ideen. In einer sich wandelnden Medienbranche muss ich nicht aufs sinkende Schiff aufspringen, sondern mir selbst ein Boot bauen.

  • Süße!
    Weine nicht mehr, kleine Jeanne d’Arc des Trends. Das Wort “Aufbegehren” zum Luxury-Klischee zu verranzen, das ist schon total mutig. Du wirst mit diesem Talent bestimmt einen noch viel besseren Job in den “Medien” finden. Wie 1000e vor und nach dir. Und wenn nicht – wie wär’s mit einem neuen Betätigungsfeld, bei anderen Persönlichkeits-Boostern des Internet? Die nehmen jede/n. Wenn du noch etwas besser schreiben lernst (das heißt, mehr Keywords und vielleicht ein bisschen Nerd-Attitüde einbringst und dich etwas ordentlicher social vernetzt), dann auch für etwas mehr Geld. Also keine Angst. Dein Abendbrot bei Luigi rund um die Hackeschen Höfe ist gesichert. Pass nur auf, dass du bei deinem Feldzug gegen die Gemeinheit der Welt weiter nie den Verdacht politischen Ansatzes erweckst. Und wenn die Haare von Miley Cyrus mal nichts mehr hergeben – Depression geht immer. Eines rate ich dir: Steige nie thematisch in die Berliner Ghetthos ab. Das Dasein könnte dich traumatisieren. Kämpfe lieber weiter so aufrecht und aufbegehrend für die Rechte der Fashion-Week-Berichterstatterinnen. Liebsten Gruß,
    Omi (die schon 1988 nach Studi und Jahren im festen Print-Redakteursjob beschloß, doch lieber wieder täglich 20 Stunden für ein Fünftel deines mägerlichen Ex-Honorars als Funk-Praktikantin zu schubbern. In W-Berlin. Wo’s lustig war – trotzdem. Steinzeit eben :-))

  • Elias

    Toller Artikel! Toll geschrieben, Nagel auf den Kopf getroffen -> Bitte mehr!
    Ich wünsche mir mehr Berliner Arbeitsweltdschungel-Aufdeckungsjournalismus.

  • Hansi

    Mh, sieht mir alles gar nicht so ausbeuterisch da aus, das ganze Küssi Küssi und Chichi und sich total geil fühlen, weil man so toll und so hübsch und so toll und so trendy und so geiel und so trendy hip ist. Und irgendwann kommt dann der Backlash und man merkt, dass 6 Jahre irgendwas mit dem Kopf studieren, geiel aussehen, trendy nach Berlin hipstern und da rumeiern weder erfüllt, noch die Miete zahlt. Aber gut, hauptsache eine Zeit lang geiel dazugehören: http://www.fashiondaily.tv/berlin-fashion-week-juli-2013/editor-diary-gopro/

  • Mario

    Die Bereitstellung eines Alleinstellungsmerkmals stellt die zentrale Herausforderung für die Produktpolitik im Marketing dar, weil der Kunde ohne ein solches Merkmal keine Identifikation mit der Leistung aufbauen kann, sondern nur darauf abzielen wird, das Angebot über den besten Preis zu erwerben

  • monthi

    Ich wäre längst gegangen….mir macht Arbeiten am meisten Spass, wenn ich Freude an der Arbeit habe und wenn ich jedes oder alle 2 Jahre an einer Lohnerhöhung pokern konnte. ..schließlich arbeite ich ja nicht nur zum Spass….und bei uberschnittlicher Leistung kann man auch überdurchschnittlich Bezahlung erwarten…gute Mitarbeiter sind nicht so leicht zu finden wie mache behaupten würden. ..

  • Mario

    Ich kann diesen Scheißdreck ehrlich gesagt nicht mehr hören! Jeder der was auf der Pfanne hat wird eine Möglichkeit finden, aus dieser Idiotennr. finden aus dieser rauszukommen! Der Anfang (sprich die ersten 3-5 Jahre) war noch für niemanden, der zum Erfolg kam ein Honigschlecken!

  • Amy&Pink: Ich mach' mir die Welt, wie sie mir gefällt. “º CMD-A

    […] Vor kurzem erschien in eben diesem “Magazin” ein Artikel darüber, wie junge Absolventen in der Medienbranche in Berlin ausgebeutet werden und zu Minimalstlöhnen schuften dürfen. Eine Aussteigerin aus diesem Business schildert ihre Eindrücke und stellt fest: “Die Berliner Medienbranche ist eine unterbezahlte Hölle“. […]

  • MR.WOM | Durch Danksagung und Wertschätzung zur Mundpropaganda

    […] sorgte ein Gastbeitrag von Anneli Botz beim Blog “Amy & Pink” über die “unterbezahlte Hölle der Berliner Medienbranche” reichlich für  digitalen Gesprächsstoff. Sie schildert darin ihre Erlebnisse als […]

  • Kennick

    Oh, da hatte ich gerade einen massiven Flashback: erst 400€-Praktikum, dann knappe 1000€ Netto in der Medienbranche. All das hat man hingenommen weil man Optimist ist oder Idealist oder was auch immer. Tatsächlich kann man vieles erleben, was andere nicht können, aber irgendwann ist das nicht mehr spannend, wenn man auch mit Job immer noch in einer WG wohnen MUSS, wenn man sich keine Extras leisten kann usw.

    Ich hatte glücklicherweise auch technische Grundlagen und plötzlich klingt IT gar nicht mehr so abwegig, wenn man schon als Einsteiger doppeltes Gehalt bekommt und dann nach oben noch alles offen ist.

    Das wichtigste, was ich in dieser Zeit gelernt habe: Wenn sie dich scheiße bezahlen, dann behandeln sie dich auch scheiße. Lasst euch bloß nicht scheiße bezahlen, die geringe Wertschätzung kriegt man im Bundle dazu.

  • DEMOKRATISCH, SICHER, FREI × EURE PROBLEME IN DEUTSCHLAND SIND DOCH ALLESAMT LÄCHERLICH × LEBEN × AMY&PINK

    […] Wie viel verdienen die angehenden Anwältinnen wohl so im Durchschnitt? Als Referendare umgerechnet um die 300 Euro, als Anwälte beginnen sie mit einem Gehalt von gerade einmal 800 Euro. Oh, und das in einer Stadt wie Istanbul, in dem die Lebenshaltungskosten höher als in Berlin sind. Zeitgleich lese ich von der Berliner Medienbranche als Hölle. […]

  • Akademiker fluchen über die “unterbezahlte Hölle” | Bedenklich

    […] Berliner Medienbranche ist eine unterbezahlte Hölle”, schrieb Anneli Botz vor einigen Tagen auf einem Onlineportal. “Überstunden, Lügen, Arschlöcher” stand in der Dachzeile über ihrem Beitrag. Auch […]

  • Anarphobia38

    Mal ehrlich, wen interessiert es auch was in solchen Firmen produziert wird? TrashTV, WebTV,sonstige konsumscheiße, alles Dinge die die Welt NICHT brauch !! Ist doch ganz einfach: Shit out – shit in.

  • Glänzende Muschis neben Kulturgütern – Reklektion über Amy&Pink | MAX PAHL

    […] gestattet es mir wenigstens, relativ viel zu dichten und zu denken. Neulich habe ich hier einen Artikel von Anneli Botz auf Amy&Pink promotet und auch eine meiner fleißigsten Leserinnen hat dort einmal etwas veröffentlicht … […]

  • Glänzende Muschis neben Kulturgütern – Reflektion über Amy&Pink | MAX PAHL

    […] gestattet es mir wenigstens, relativ viel zu dichten und zu denken. Neulich habe ich hier einen Artikel von Anneli Botz auf Amy&Pink promotet. Auch eine meiner fleißigsten Leserinnen hat dort einmal etwas veröffentlicht … […]

  • UNIDOG Blog – Klausurstoff von Studis für Studis » Blog Archi » Niedriglohn trotz Studium – Nichts Ungewöhnliches!

    […] Berliner Medienbranche ist eine unterbezahlte Hölle“, lautete der Titel von Anneli Botzs Blog-Beitrag, der in den letzten Tagen erst durch alle Social Media Kanäle und daraufhin durch die gesamte […]

  • Jonet Das Journalistennetz. Seit 1994. » Medienlog 8. Januar 2014

    […] 7.1. Überstunden, Lügen, Arschlöcher: Die Berliner Medienbranche ist eine unterbezahlte Hölle (Amy Pink via journalist.de) 7.1. Üben, üben, üben: Keeping New Year's resolutions and learning to code […]

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