- Indien hat gerade die Homosexualität verboten

Foto: India HIV/AIDS Alliance Während wir Wladimir Putin am liebsten mit Wattebäuschen bewerfen würden, bis er von seinem Amt zurück tritt, weil er tatenlos mit ansieht, wie Schwule, Lesben und…

Indien hat gerade die Homosexualität verboten


Foto: India HIV/AIDS Alliance

Während wir Wladimir Putin am liebsten mit Wattebäuschen bewerfen würden, bis er von seinem Amt zurück tritt, weil er tatenlos mit ansieht, wie Schwule, Lesben und Transsexuelle verfolgt, verprügelt und sogar töten lässt, hat Indien gerade die Homosexualität komplett für illegal erklärt. So kann man es natürlich auch machen.

Die TAZ berichtet: „Indiens Oberstes Gericht hat ein Strafgesetz aus der Kolonialzeit, das homosexuelle Handlungen kriminalisiert, bestätigt. Es sei Aufgabe des Parlaments, dieses gegebenenfalls zu ändern, hieß es in einer Entscheidung vom Mittwoch. Die Regelung betreffe auch Verfassungsfragen. Das Oberste Gericht hob damit die Entscheidung eines Gerichts in Neu Delhi aus dem Jahr 2009 auf, das gleichgeschlechtlichen Sex zwischen Erwachsenen als nicht strafbar eingestuft hatte.“

Und weiter: „Die niedrigere Instanz in Neu Delhi hatte im Juli 2009 geurteilt, die Bestimmung im Strafrecht, die „widernatürlichen Geschlechtsverkehr“ untersagt, sei diskriminierend und verstoße deshalb gegen die Grundrechte. Vor der damaligen Entscheidung konnte Homosexualität mit einer Geldstrafe und bis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft werden. Das Gesetz wurde selten angewendet, Homosexuelle warfen der Polizei jedoch vor, den Paragrafen für Schikanen und Einschüchterungen zu nutzen.“

Dabei hatte sich das gesellschaftliche Klima in den letzten Jahren insbesondere in den indischen Großstädten und vor allem durch Bollywood-Filme in zunehmendem Maße liberalisiert. Jetzt fürchten Beobachter, dass sich Lesben und Schwule wieder vermehrt Erpressungen ausgesetzt sehen und durch die Polizei Haftarreste ausgesprochen werden.

Menschenrechtsaktivisten sind zurecht fassungslos: „Eine solche Entscheidung war überhaupt nicht absehbar, das ist ein schwarzer Tag“, sagt Arvind Narayan, Anwalt der Homosexuellengruppierung Alternative Law Forum. „Wir sind sehr erbost über diese rückschrittliche Entscheidung.“ Sie wollen rechtliche Schritte dagegen prüfen.

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