- Modeblogger sind ab jetzt auf der Fashion Week unerwünscht

Foto: Mark Hunter Du hast gerade erst deinen kleinen Modeblog eröffnet, den du mit selbst gemachten Outfit-of-the-Day-Fotos voll pflasterst, in der Hoffnung, dass du ab jetzt auch die diversen Fashion…

Modeblogger sind ab jetzt auf der Fashion Week unerwünscht


Foto: Mark Hunter

Du hast gerade erst deinen kleinen Modeblog eröffnet, den du mit selbst gemachten Outfit-of-the-Day-Fotos voll pflasterst, in der Hoffnung, dass du ab jetzt auch die diversen Fashion Weeks auf der ganzen Welt eingeladen wirst? Tja, Pech gehabt: Denn der Modebranche ist soeben aufgefallen, dass Blogger absolut keinen Nutzen für die Industrie haben.

Catherine Bennett, Senior Vizepräsidentin und Direktorin von IMG, die wiederum eine Firma ist, die zum Beispiel die Mercedes-Benz Fashion Week organisiert, hat dem amerikanischen Wall Street Journal ein Interview gegeben, in dem sie erklärt, dass eine Menge Modeblogger, die noch in diesem Jahr eingeladen waren, ab 2014 nicht mehr dabei sein werden.

„Die Fashion Week ist ein wahrer Zoo geworden“, lässt sie sich zitieren. „Was einmal eine Plattform für etablierte Designer war, die ihre neuen Kollektionen ausgewählten Medienvertretern und Käufern vorstellen, hat sich in eine äußerst kostspielige und anstrengende Zeitspanne verwandelt, die es schwer macht, wirkliche Geschäfte zu führen.“

Ein anderer Pressesprecher von IMG hat der Zeitung erklärt, dass Personen, die nur eine schwache Verbindung zur Modeindustrie besitzen, ab der nächsten Saison keine Einladung mehr erhalten werden, weil zum Beispiel das Lincoln Center in New York in diesem Jahr mit Modebloggern, Street-Style-Fotografen und Fans überfüllt war. IMG wird Einladungen wieder exklusiv an wirkliche Modekenner verschicken.

Modeblogger, die nicht dabei sein dürfen, könnten aber dennoch gerne an zahlreichen digitalen Ereignissen durch Livestreams, Chats und Social-Media-Kanälen an den Shows teilnehmen, um trotzdem an alle nötigen Informationen inklusive Fotos, Videos und Interviews zu kommen und ihre Onlinemedien mit zugehörigem Inhalt zu füllen.

Oder anders ausgedrückt: Die Modeindustrie hat euch Bloggerinnen und Blogger just in diesem Augenblick mit einem genervten Arschtritt aus ihrer schimmernden Klamottenwelt gekickt. Aber seht’s mal positiv: Dafür habt ihr ab dem nächsten Jahr noch mehr Zeit, Fotos von H&M-T-Shirts und Videos von Lippenstiften zu produzieren und müsst euch nicht auf lauten und überfüllten Fashion Weeks mit all den anderen Banausen um irgendwelche ätzende Goody Bags prügeln. Hurra!

Topman

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