- Hey Blogger, ihr seid nur Marionetten der Werbeindustrie!

Foto: Mark Hunter Gibt es etwas, das Blogger besser können, als ihre eigene Meinung kund zu tun? Daniel Decker umschreibt es treffend: “Was mich interessiert, blogge ich, auch wenn es keinen interessiert!” Und…

Hey Blogger, ihr seid nur Marionetten der Werbeindustrie!


Foto: Mark Hunter

Gibt es etwas, das Blogger besser können, als ihre eigene Meinung kund zu tun? Daniel Decker umschreibt es treffend: “Was mich interessiert, blogge ich, auch wenn es keinen interessiert!” Und weil es so Spaß macht, als Blogger auch mal nicht zu gefallen, gibt es Gott sei Dank auch ein paar freche Buben wie die Dandys, die sich ihre Werbegeschenke wie eine Flasche Schampus in den Allerwertesten schieben.

Diese Haltung vermisse ich jedoch oftmals! Wird die Meinungsvielfalt auch auf Modeblogs langfristig erhalten bleiben, oder ertrinken wir wie alle Hipster irgendwann im kommerziellen Mainstream? Ich mache mir Sorgen um die heranwachsende emanzipierte „Ich blogge für egal was, solange ich Schminke oder Geld bekomme”-Riege.

Schminke kann hierbei optional auch in ein Computerspiel umgewandelt werden. Leuten, denen völlig die Abstraktion von Marketingmaschinerie, eigener Meinung und dem Wunsch nach Aufmerksamkeit und Einfluss, kurz gesagt dem Blogfame, zu Kopf steigt. Was ihr macht, hat durchaus Unterhaltungswert, doch es ist kein Journalismus. Seid euch darüber im Klaren!

Mich nervt dieser Hype um Modeblogger, der vor allem von kleinen Mädchen zelebriert wird. Jeder will nur möglichst bekannt sein, als kleiner Goldfisch mit im Teich der Modehaie schwimmen, kostenlose Geschenke abgreifen und sich selbst darstellen. Dafür wird fleißig Content produziert. Doch eigentlich geht es den meisten nicht um den Inhalt.

Hauptsache, ein Onlineshop ist verlinkt und die Seite wurde für die Google Search optimiert. Wie beliebt dieser kleine Traum ist, zeigen Veranstaltungen wie der “Blogger Bazaar“, die überrannt werden. Einmal Fashion Week mit Modebloggern für Normalos. Eigentlich nett gedacht ist es jedoch lediglich eine Reproduktion des Systems in sich selbst. Firmen versuchen, ihre Produkte zu streuen und Besucher zahlen auch noch Eintritt dafür. Jeder, der gerne Bloggerfeeling schnuppern möchte, kann es hier. Eine Entwicklung, die es kritisch zu beobachten gilt.

Und warum regen sich dann manche Blogger auf, als „Hobbyautoren“ bezeichnet zu werden? Sind Hobbys heutzutage zu uncool, oder was? Die Begriffe „Autor“ und „Journalist“ sind in Deutschland nicht geschützt. Jeder kann sich Redakteur schimpfen, Head of Blog Business Development, whatever.

Gebt euch lustige Tiernamen oder eben Berufsbezeichnungen. Es sei euch auch vergönnt, wenn ihr euch euer eigenes Blogimperium aufbauen und die Miete für euer trendy Büro mit euren besten Freunden aus Werbegeldern speist, aber Journalisten oder Redakteure seid ihr deshalb längst nicht. 

Aber was macht sie aus, die wahren Journalisten? Mit Sicherheit eine gute Portion Handwerkszeug, eine gewisse Objektivität und Unbefangenheit, mit der sie an ihre Themen herantreten. Als bloggende Freelance-Studentin tapse ich hier selbst auf sehr dünnem Eis, aber ich finde es traurig, wenn ein Werbefeature mit einem redaktionell aufbereiteten Beitrag vertauscht wird.

Ist hier die Unwissenheit oder die pure Ignoranz schuld? Darf man da nicht einmal fragen, wann ihr lieben Blogger euer Oberstübchen einschalten wollt und einmal darüber nachdenkt, was ihr tagtäglich von euch gebt? Freie Meinungsäußerung: ja. Aber verschont uns mit lieblos getexteter Werbung.

Wenn ihr bloggt, um eure Haltung zu zeigen, dann macht es doch bitte auch und präsentiert nicht nur in Modalpartikeln wie „Ich bin ja ein großer Fan von…“  den liebsten Lippenstift. Hat das, was ihr macht, irgendeinen Mehrwert, außer anderen eure vermeintlich persönlichen Favoriten vorzugaukeln? Für diese Empfehlung steht ihr immerhin mit eurem Namen.

Liebe Autoren da draußen, ja ich meine euch, die ihre Advertorials, von Firmen gesponserte Werbetexte, nicht kennzeichnen und über Dosen mit Tieren, die nach Gummibärchensaft riechen, oder über Töpfchen mit Gesichtspflege berichten. Ihr seid nichts anderes als Werbetexter. Jeder sucht im Web seinen Weg, um mit seinem Talent und seinen Kapazitäten Geld zu verdienen.

Und was gibt es Schöneres, wenn die eigene Meinung Bares wert ist. Doch das Geld, das ihr damit verdient, bekommt ihr nicht wegen der Qualität eures Schreibstils, der Recherche oder dem tieferen Sinn dahinter, es geht lediglich, um die Platzierung eines Produkts. Darauf wäre ich nicht stolz. Es tut mir leid, das zu sagen. Werbetexten hat nichts mit Journalismus zu tun.

“¨“¨Verkauft euch nicht so billig. Viele Journalisten wandern vom Handwerk zur PR über, da sich damit leichter sicheres Geld verdienen lässt, wenn die eigene Familie grüßt und man nach Sicherheit sucht. Das ist keineswegs verwerflich. Es ist legitim, zudem muss gute PR auch gekonnt sein. Und ganz ohne ist dieser Beruf “Journalist” sicherlich auch nicht.

Man steht immer in einem kritischen Licht, vor allem, wenn man auch über die unangenehmen Dinge im Leben berichtet. Es wird gerne über sie geschimpft, und wer verdient mit dem Schreiben (noch) richtig Geld? Vielleicht Magazin- oder Zeitungsredakteure, wenn sie Glück haben und nicht in Berlin angestellt sind.

Als Freier sieht es nicht gut aus. Niemand will wirklich viel für Qualität zahlen und Huffpost und Co. sorgen im kostenlosen World Wide Web ganz schön für Furore. Sie teilen freudig euer Motto „Content is King“: lieber eine Überschrift mehr als ein Mal nachdenken. Das schmerzt, denn die persönliche Meinung prägt die Vielfalt.
    
Doch träumen wir wirklich alle davon, auf Fashion Partys zu rennen, Champagner zu trinken und mit Händen voller Goodie-Bags nach Hause zu stolzieren? 15 Minuten Fame für jeden. Oder sollten wir diese Blase, als das was sie ist, erkennen? Ob ihr Teil davon sein wollt oder doch lieber wieder eure eigene Meinung kund tut, müsst ihr letztendlich selbst entscheiden.

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27 Kommentare

  • Antonia

    Liebe Natalie,
    im Grunde stimme ich dir zu – viele Blogger verwechseln objektiven Journalismus mit Bloggen. Und nicht jeder, der bloggt, ist ein Journalist.

    Da du aber wahrscheinlich auch ein wenig auf uns anspielst, muss ich hier sagen: Ja, ich möchte nicht als Hobby-Autor bezeichnet werden. Warum? Weil ich zwar womöglich über Mode blogge, gleichzeitig aber auch als Redakteurin arbeite. In richtigen Redaktionen. Und: Ich habe sogar studiert und ein redaktionelles Volontariat absolviert. Mein Blog ist eine weitere freiberufliche Tätigkeit, die eben nicht mehr nur Hobby ist. Die anders ist als der klassische Journalismus. Als reines Werbetexten würde ich es nicht bezeichnen, gleichzeitig ist der Blog natürlich kein objektives Printmagazin. Dem bin ich mir schon bewusst. Aber: Ich arbeite eben auch – wie alle drei von uns – in anderen redaktionellen Bereichen, abseits von PR.

    Und wie du sehe ich die Entwicklung kritisch, dass für wirklich gute Texte niemand mehr was zahlen will. Auch hier stimme ich dir zu.
    Und weißt du was? Diese ganzen Blogger-Events und der Fame sind mir im Grunde egal. Ich will mit dem Schreiben Geld verdienen – als Redakteurin im Print- und Onlinebereich – und als Bloggerin.
    Liebe Grüße!

  • Franzi

    Na ja – du magst in gewisser Hinsicht wohl recht haben! Aber sag mir ganz ehrlich- wo finde ich denn heute noch guten Journalismus? Wer ist denn bitte in einer Redaktion nicht gekauft? Wer muss nicht Aufträge annehmen, um zu überleben? Schwieriges Urteil! Und wie du schon sagst, jeder darf sich so betiteln. Ich glaube beides (seichte Unterhaltung oder geballter Inhalt) hat seine Daseinsberechtigung. Und wenn das 100. Review über den DM Haul kommt, es schaut sich ja doch eine gewisse Menge an. (Wobei ich auch nicht urteilen will, denn ich persönlich weiß nicht, wie viel Zeit ein Video in Anspruch nimmt.) Aber es lohnt sich glaube ich nicht mehr, auf Bloggern im Allgemeinen und mit den typischen und sorry schon wirklich ollen Vorurteilen zu schimpfen.
    Ich würde hier viel lieber mal einen Beitrag über das motivieren junger Blogger “mehr zu schreiben und mehr zu wollen” lesen. Der Rest, Fame, Party Geschenk Bla ist durch.

  • Blogs, die mit “Hallo ihr Lieben…” anfangen, sind einfach nur lächerlich. Wenn jemand von einem Produkt so sehr schwärmt, dann kann es nur erzwungene Werbung sein.

    Ich bevorzuge Blogger ohne gefakte Scheiße, auch wenn ich ihnen das Geld viel mehr gönne, als diesen, die dafür ihr breites Lächeln in die Kamera halten.

  • Da schmeisst ihr aber herrlich alle in einen Topf :-)…man kann auch unkommerziell bloggen UND es macht richtig Spass – einfach weils eine Leidenschaft ist! Aber der Artikel hat natürlich seine wahren Seiten & wie alles im Leben gibt es halt eben auch immer mindestens zwei Seiten…

  • Silvia

    Ja so gehts mir auch und deshalb hab ich vor 2 Wochen ein Mail an eine meiner (ehemals) liebsten Bloggerinnen geschickt…. vielleicht hats was bewirkt, aber Antwort hab ich erwartungsgemäß keine bekommen… lg Silvia

    Hallo liebe Anna oder doch Fashionpuppe?

    Anna, ich muss sagen ich vermisse Dich! Obwohl ich fast jeden Tag einen Post von Dir lese habe ich das Gefühl das bist nicht mehr Du!

    Als ich vor 2 Jahren begann Deinen Blog zu lesen war ich gleich begeistert – ein freches Mädel mit guten Mundwerk und vielen Ideen dachte ich.
    Ich freue mich sehr für Dich, dass Du mit Fashionpuppe so erfolgreich bist und mittlerweile davon leben kannst, ja sogar eine GmbH gegründet hast – wow, sehr professionell – gratuliere.
    Ich habe mir selbst ebenfalls ein eigenes Unternehmen aufgebaut und weiß wieviel harte Arbeit da drin steckt und wie viel Herzblut!
    Darum finde ich es gerade so schade, dass mittlerweile offensichtlich Deine (unumgänglichen) Werbekunden den Content diktieren.
    Im letzten Jahr sind die offensichtlich immer mehr geworden – freut mich total für Dich – aber dadurch wurden Deine Artikel leider aber immer unpersönlicher und damit auch uninteressanter (für mich zumindest).
    Eh klar – wie soll man einen ordentlichen Blogbeitrag schreiben, wenn dieser vorgegebene Wortanzahl von 350 hat und mindestens 8x der neue Superglide Wonder-Rasierer von Gilette drinnen vorkommen soll? Das ist einfach schwer.
    Ich bewundere Dich wirklich dafür, dass Du auf Deinem letzten New York Trip ja sage und schreibe mindestens 6 Sponsoren in Artikeln untergebracht hast und der Text trotzdem nicht ganz Scheiße war – da gehört schon einiges dazu!

    Warum sich vor einigen Jahren Blogs wie die Karnickel vermehrt haben lag daran, dass endlich ganz normale Leute über Themen die Sie beschäftigen schreiben konnten – einfach so – ohne Startkapital – ohne professionelle Redaktion – ohne feste Themenvorgaben – und ohne Werbekunden.
    Das machte diese so überraschend, ehrlich, einzigartig und einfach spannend – viel spannender als jedes Hochglanzmagazin wo jedem klar ist, dass die vorgestellten Designer in den Editorials natürlich eine Riesensumme in Inserate investieren müssen damit sie überhaupt in Betracht gezogen werden im Heft erwähnt zu werden.
    Wo nicht die schönsten und besten Produkte und Deine ehrliche Meinung dazu – sondern die besten Kunden Thema sind.

    Bei Blogs passiert im Moment gerade das gleiche – dieselben Unternehmen kaufen sich halt jetzt keine Anzeigenseiten mehr sondern halt Beiträge in Blogs (ist auch billiger by the way).
    Für Euch Blogger-Mädls super – so kommt ihr zu den Fashion-Weeks, werdet zu tollen Events eingeladen und bekommt Sachen zur Verfügung gestellt.
    Schade nur für die Leser, denn es wird natürlich nicht eine Bloggerin eingeladen – nein – man lädt ein ganzes Rudel ein, damit es sich auch lohnt – Bloggerevents sind ja mittlerweile gang und gäbe.
    Ergebnis ist, das man am nächsten Tag 14 nahezu identische Blogposts über die Berliner Fashion Week lesen darf. Und alles war immer so toll, so perfekt organisiert und ein herzliches Dankeschön geht an Zara, an Moet Chandon und natürlich an die tollen Leute bei Loreal die sich um Eure Haare und Euer Make-Up gekümmert haben.

    Kannst Du eigentlich noch über Themen schreiben die Dir wichtig sind? Hast Du dafür noch Zeit oder ist es wirklich einfach ein Job geworden und Du musst halt noch Deine 4 Fotos und 350 Zeichen “abliefern“.
    Kannst Du über Marken, Designer, Events & Leute berichten die DU gut findest, oder denkst Du Dir – den Platz nutze ich lieber für zahlendes Volk?

    Anna ich verabschiede mich von Dir und “Deinem“ Blog – es gibt einfach zu viele davon und ich langweile mich :(
    Alles Gute auf jeden Fall weiterhin! Du machst das ganz toll das mit der PR.

    Liebe Grüße

  • Maria

    Hallo Natalie,
    In einigen Punkten stimmen wir Dir zu. Leider ist die eigentliche Grundidee des Bloggens in den letzten Jahren verloren gegangen. In vielen Blogs geht es um Eitelkeiten und Selbstdarstellung, die wenigsten Blogger können als ernstzunehmende Kritiker bezeichnet werden. Genau das gleiche kann man allerdings auch über professionelle Modezeitschriften behaupten.
    Wir denken vielen Lesern ist diese Tatsache bereits bewusst und anstatt sich darüber aufzuregen, könnte man es einfach versuchen besser zu machen.
    Wie arbeiten derzeit an einem Projekt indem wir uns ausführlich mit dieser Problematik befassen. Da wir beide in der Modebranche arbeiten versuchen wir hier einen umfassenden Überblick darüber zu geben wie die Modebranche tatsächlich funktioniert. Warum? Aus Liebe zur Mode und weil“˜s Spaß macht! Ohne jeglichen kommerziellen Hintergrund! Denn von diesen Bloggern gibt es immerhin auch noch einige.
    Liebe Grüße!

  • Maria

    Hallo Natalie,
    In einigen Punkten stimmen wir Dir zu. Leider ist die eigentliche Grundidee des Bloggens in den letzten Jahren verloren gegangen. In vielen Blogs geht es um Eitelkeiten und Selbstdarstellung, die wenigsten Blogger können als ernstzunehmende Kritiker bezeichnet werden. Genau das gleiche kann man allerdings auch über professionelle Modezeitschriften behaupten.
    Wir denken vielen Lesern ist diese Tatsache bereits bewusst und anstatt sich darüber aufzuregen, könnte man es einfach versuchen besser zu machen.
    Wie arbeiten derzeit an einem Projekt indem wir uns ausführlich mit dieser Problematik befassen. Da wir beide in der Modebranche arbeiten versuchen wir hier einen umfassenden Überblick darüber zu geben wie die Modebranche tatsächlich funktioniert. Warum? Aus Liebe zur Mode und weil“˜s Spaß macht! Ohne jeglichen kommerziellen Hintergrund! Denn von diesen Bloggern gibt es immerhin auch noch einige.
    Liebe Grüße!
    http://www.streetstylebook.com

  • Du betrittst tatsächlich dünnes Eis, weil jemand, der in so einem Maße verallgemeinert und einen so aggressiven Grundton anschlägt nur um zu polarisieren ist meiner Meinung nach keinen Deut besser als das was du da angesprochen hast. Attention-Gehabe und ich geb sie dir auch noch, ich Horst.
    Dieses über einen Kamm scheren hat auch einfach so einen Bart. Mittlerweile wissen, so meine Erfahrung, so gut wie alle Blogger, was sie so wert sind und es ist tatsächlich die Minderheit, bei der ich denke, die würden auch über Leichen gehen um ein bisschen Kohle zu machen. Blogs sind meistens eben mehr als eine Sammlung von Werbetexten, sonst hätten sie ja auch mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Leser.
    Ich versteh auch diese Journalismus-Diskussion nicht, die immer wieder aufkommt. Welcher Blogger hat sich denn je ernsthaft so genannt? Ein Modeblog hat fast nie etwas mit Qualitätsjournalismus zutun, genauso wie Neue Elite ganz weit davon entfernt ist. Auf Modeblogs gehe ich, um mich zu inspirieren und mich ‘berieseln’ zu lassen – wenn ich mich informieren will, schau ich auf Spiegel online.
    Ich würde aber auch nie auf die Idee kommen Spiegel und Bild über einen Kamm zu scheren, warum dann einfach mal alle Berufsblogger in einen Topf werfen?

  • monday update #45 – BEKLEIDET – Modeblog / Fashionblog Germany

    […] endlich mal wiedersehen. Ich freue mich so! Gedanken: Ich bin diese ewige Debatte über ‘Blogger seid doch mal ehrlich‘ einfach so leid, weil man damit irgendwie immer auch mich anspricht. Ich bin auch ein […]

  • Und was soll der Beitrag hier werden? Aufmerksamkeit um jeden Preis, damit die Statistik schöner aussieht?

    Neue Elite bzw. Amy&Pink ist doch genauso aufgebaut oder denkst du, dass das Geld den du für diesen Artikel bekommen hast aus dem Fond des qualitativen und innovativem Journalismus entspringt?
    Was eine naive Einstellung…

  • Ein Blog? Du auch noch?

    […] interessanter und mehr als kritischer Artikel von NeueElite brachte mich heute (erneut) zu einer Überlegung. Darin kritisieren sie das Dasein […]

  • Lisalei

    Erstmal finde ich ganz schon stark, was Silvia da runtergeschrieben hat. Das spricht mir echt aus der Seele. Ich frage mich oft, wann Anna Frost zuletzte a) einen ungesponserten oder b) einen alternativ nicht aus Instagram Bildern geschusterten Post verfasst hat. Traurige Sache.

    Besonders gut gefällt mir auch der Beitrag von bekleidet bei dem die Kommasetzung gleich mal ausgeblendet, dafür die Anzahl an Nebensätzen potenziert wurde,um der Qualität der eigenen journalistischen Fähigkeiten auch Rechnung zu tragen. Klares Understatement, verstehe. Ich denke außerdem, dass neben all den ausgewählten (gesponserten) Empfehlungen auch die nahezu 30 %, die die Eventberichterstattung zum Bloggen beiträgt, absolut unter “Ideenreichtum” zu verbuchen ist. Nagut, morgens vor der Uni kurz drei Outfitbilder mit den neuen gesponserten Sachen (die einem aber echt gut gefallen und deshalb ist es ja ok) schießen, Links setzen und drei Zeilen drunter schreiben, wäre auf Dauer auch zu langweilig. Ein kleiner Eventbericht hier und da, eine Collage mit den Lieblingsprodukten bringt da schon ordentlich Abwechslung rein. Hoch innovativ das Ganze.

  • Die Zeit rennt mir davon | flashbash

    […] wenn mir dann vorgeworfen wird, eine Marionette der Werbeindustrie zu sein. Alles Lüge! Ich finde es ja schön, wenn jemand seine Meinung kund tut, aber dieses […]

  • Kerstin

    Gratulation zu den Klicks, die du mit deinem geistigen Dünnschiss erzielst. Schon traurig, wenn man es nicht auf Geschenke abgesehen hat, dafür aber unbedingt Klicks sammeln will. Gott sei Dank mit es unter der untersten Schublade ja noch den Keller…

  • Thorsten

    Einerseits geil wie die Mädchen gleich auf den wirklich guten Artikel anspringen von wegen “mimimidubistjaauchnichtbesser”, andererseits doch lustig, dass so ein Artikel bei Neue Elite erscheint, wo es mehr Product Placement gibt als Spaß macht und man es mit der Kennzeichnung gesponserter Posts auch nicht immer so genau nimmt.

  • Micha

    Hallo Na­ta­lie,

    und was ist mit den Werbern im WWW – hier auf Deiner Seite/Deinem Blog?
    Die Grundlage der Werber sind doch personalisierte Daten mit deren Hilfe die Inhalte der entsprechenden Zielgruppe angezeigt werden.

    Schaue ich mir an, an wen Du und neueelite.de meine Daten weitergebt (google, facebook, ivwbox, populis, twitter, pinterest, gravatar, mediaplex) entbehrt das nicht einer gewissen Ironie, oder?
    (“Hauptsache, ein Onlineshop ist verlinkt und die Seite wurde für die Google Search optimiert.”)

    LG,
    mh

    P.S.;
    “Wenn ihr bloggt, um eure Haltung zu zeigen, dann macht es doch bitte auch und präsentiert nicht nur in Modalpartikeln wie „Ich bin ja ein großer Fan von“¦“[…]” einer werbe-finanzierten Seite.

  • Modemensch

    Netter Artikel, aber der Zug ist doch längst abgefahren. Wenn man sich ansieht, dass eine Jessica Weiss mit ihrer PR-Arbeit für Celine und Isabelle Marant und der Fähigkeit langweiligen Provinzmädchen weiss(höhö)zumachen, dass sie irgendeinen Trend entdeckt hätte, in Deutschland als Modeikone gilt, weiss man was wie es um den deutschen Modejournalismus in Blogs bestellt ist; auf der AMD bekommen die Duttmädchen aus gutem Hause eine Ausbildung (Studium wäre eine Verhöhnung jeder richtigen Universität in Deutschland), um irgendwann auch die Vermarktungsmaschine anzuschmeissen und auf langweiligen Modepartys Bilder zu machen, die aussehen als wäre es glamourös. Aber der Erfolg in Form von Clicks und Zuspruch von blondierten Marketingtanten in Düsseldorf, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, aber voll nice presents verschicken, gibt den Jessica Weiss’ Recht und alle die das nicht so sehen, sind sowieso neidisch.

  • jakob

    Noch blöder als korrupte Modeblogger finde ich Leute, die (freiwillig oder für Geld) Werbung für Adidas machen. Echt mal, es hätte kein unpassenderes Bild für diesen Artikel gegeben. Mag altmodisch sein, aber ich empfehle da immer, Naomi Klein zu lesen.

  • Simply The Best – Blogger und die Werbeindustrie – Blogtivisten

    […] Interessanter Artikel über Blogger und die Werbeindustrie. Eine Meinung von Natalie Mayroth. […]

  • Leckt mich ihr Werbeblogger | Apokapixel

    […] nie irgendetwas gesponsert bekomme. Aber leckt mich ihr Werbeblogger! Ich wurde inspiriert, ein Artikel auf neueelite.de fixte mich an diese Zeilen zu verfassen, und so auch meine Frustration hinaus in die Welt zu […]

  • tom

    … schreibt Sie und veröffentlicht auf einer Internetseite, die sich mit Titten und Ärschen Klicks und Likes runter holt.

  • Über Marionetten schreiben, aber den eigenen Blog mit Facebook-Funktionen zukleistern. Ich bin mir nicht sicher, wer hier die Marionette ist.

    • Sascha

      Es ist ja nicht nur das. Die Bezeichnung des Bloggers wird wieder herrlich verallgemeinert, wenn es in Wahrheit nur eine Provokation an die Zielgruppe der Modebloggerinnen ist. Man sieht das ja hier selbst an der Reaktion. Ein großer Teil der Blogosphäre schert sich hier überhaupt nicht drum, weil es für sie keine Lebensrealität ist. Diese Art von Geschenkchen und verschickten Ladenpröbchen gibt es nur für diese relativ Modeblogblase. Diese Art von Artikel und Provokation erscheint ja alle paar Wochen hier. Das ist alles kalkuliert und amüsant. Sagt aber mehr über die Untergruppe als Neue Elite aus, wenn die immer wieder darauf reinfallen. Dass man hier dann davon profitieren möchte, halte ich dann sogar noch für völlig legitim.

  • Blogger Relations und Musik | House of Reggae

    […] und durch den Artikel weitere Labels auf mich aufmerksam mache. Hat geklappt. Ich verstehe deshalb die kleinen Blogger Mädchen, die sich über Lippenstifte freuen, sehr gut. Wenn sie dranbleiben, werden auch sie sich […]

  • The new Shitstorm in teh Wasserglas – Nerdcore vs. Blogs feat. Andere | Kotzendes Einhorn

    […] Monate, brodelt die Debatte schon seit einigen Tagen in der Blogosphäre. Auf Neue Elite hieß es, dass Blogger*innen nur Marionetten der Werbeindustrie seien. Abgezielt wurde da vor allem auf Fashion-Blogs. Und Doktor Chris hat zu seinem 3000sten Post auch […]

  • Ich gehe mal davon aus, dass dieser Beitrag im besten Hipster-Sinne selbstironisch gemeint ist.
    Falls nicht, fällt mir dazu nicht mehr viel ein. Außer vielleicht: http://en.wikipedia.org/wiki/Hipocracy

    Aus dem “Neue Elite Media Kit, S.5”

    “Auf NEUE ELITE kann nicht nur durch reine Bannerschaltung geworben werden,
    sondern auch durch Advertorials und Product Placements.
    Wir bieten unseren Kunden hierbei eine Vielzahl von Möglichkeiten an, ihre
    Produkte, Wettbewerbe, Dienstleistungen und Events sowohl in den Artikeln auf
    unseren Webseiten als auch über Social-Media-Kanälen wie Facebook, Twitter
    oder Tumblr zu präsentieren.
    Das erfahrene Team von NEUE ELITE bindet Werbung durch Text und Bild in die
    allgemeine Tonalität ein und schafft es dadurch, sie für alle Besucher interessant
    und attraktiv zu gestalten.
    Unsere Kunden (Auswahl):
    adidas Originals, American Apparel, Asos, Axe, Bacardi, Beck's, Ben Sherman,
    BMW, Casio, Coca-Cola, Dell, Deutsche Telekom, Disney, Dove, Electronic Arts,
    H&M, Intel, Jägermeister, Johnson & Johnson, L'Oréal, Lacoste, Levi's, Mazda,
    McDonald's, Mercedes-Benz, MTV, Nestlé, Noisey, Nokia, Palladium Boots,
    Peugeot, Red Bull, Reebok, Samsung, Smart, Sony Ericsson, Special Engage

    ments, Swarovski, The Avant/Garde Diaries, Vice, Vodafone, Volkswagen.
    Kontaktieren Sie uns bitte für aktuelle Beispiele: werbung@neueelite.de

  • anonymo

    An die Autorin:
    du schreibst dich um Kopf und Kragen, jeder Absatz hat die gleiche Aussage, die wirklich schon nach spätestens 5 Sätzen klar war. Versuch beim nächsten Mal, kürzer und prägnanter zu schreiben und dich nicht immer weiter im Kreis zu drehen. Vielleicht schaffst du dann auch mal den Sprung von der bloggerin zur Journalistin

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