- Die Jungs von Fettes Brot bringen die Party zurück!

An einem sonnigen Tag treffe ich die drei Jungs von Fettes Brot im Schurken in Kreuzberg. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was mich erwartet. Sie sind lange im Geschäft.…

Die Jungs von Fettes Brot bringen die Party zurück!

Fettes Brot

An einem sonnigen Tag treffe ich die drei Jungs von Fettes Brot im Schurken in Kreuzberg. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was mich erwartet. Sie sind lange im Geschäft. Sind sie arrogant, witzig oder vielleicht sogar spießig? Mein erster Gedanke war… Wow, sie sind alt geworden. Die nächsten 48 Minuten reden wir über Sex, den Weltuntergang und natürlich ihrem Album “3 Is Ne Party”, welches heute erscheint.

Nach einer kurzen Pause sieht man euch endlich wieder als schönen Ménage-à-trois. Wie war die Beziehungspause für euch?

König Boris: Das klingt jetzt so, als hätten wir uns gar nicht gesehen. Privat haben wir uns natürlich weiterhin getroffen. Nur geschäftlich hatten wir in den zwei Jahren nichts miteinander zu tun. Aber wie war das? Also mir ist im Nachhinein bewusst geworden, wie schön es ist zu dritt, als Band zu arbeiten und dass es genau die drei sind, die wir sind. Alleine an einem Album zu arbeiten und auf der Bühne zu stehen, wie bei „Der König tanzt“, ist deutlich schwerer. Wenn wir drei zusammen kommen, entsteht eine bestimmt Energie, die einer von uns alleine wahrscheinlich nicht zustande bringt.

Doc Renz: Ich fühlte mich in der Pause mit Gefühlen konfrontiert, die ich lange nicht mehr hatte. Die Angst, dass etwas so Großes und Magisches, was wir zuvor hatten, kaputt gehen könnte. Nach einer längeren Pause weiß man einfach nicht, ob es mit der Band noch mal klappt. Ich hatte Angst, dass mein Leben sich in der Hinsicht stark verändern könnte. Andererseits empfand ich die Pause sehr stark und befreiend. Mir sind viele Sachen eingefallen, wo woher keine Zeit da war. Außerdem konnte ich die Pause auch privat ganz gut nutzen – Stichwort: Familienbetreuung. Im Nachhinein kommen mir meine eignen Ängste viel zu übertrieben vor. Aber es war definitiv ein Teil dieser Phase.

Du willst gar nichts dazu sagen?

Björn Beton: Doch!

Ja?

Björn: Die beiden haben Recht.

Würdet ihr sagen, die Pause hat euch enger aneinander geführt?

Doc Renz: Nö. Wir haben schon immer gewusst, was wir an dem anderen mögen und was uns nervt. Ich glaube einfach nur, das Bewusstsein und die Wertschätzung ist noch mal stärker geworden.

Wer ist der Dominante in der Beziehung?

König Boris: Das ist bei einer Dreier-Beziehung schwierig, weil es sich häufig ändert. Die Rollen sind einfach nicht so klar verteilt wie bei einer Zweier-Beziehung. Was das Ganze schwieriger, aber auch einfacher macht.

Was hat euch in der Pause mehr gefehlt? Die Aufmerksamkeit oder die Moneten?

Doc Renz: Das Geld hat auf jeden Fall nicht gefehlt. Davon gab's zum Glück noch genügend. Irgendwann wäre es natürlich alle gewesen…

König Boris: In dreißig Jahren… (lacht)

Doc Renz: Da hab ich nicht so viel drüber nachgedacht. Die Aufmerksamkeit hat mir auch nicht so sehr gefehlt. Es gab da aber so einen Moment, beim letzten Konzert von „Der König tanzt“, wo wir wieder zusammen aufgetreten sind, als erstes Lebenszeichen, dass es Fettes Brot bald wieder geben wird. Da hab ich gedacht: „Wow, wie geil ist es, auf der Bühne zu stehen“. Da ist mir bewusst geworden, dass ich es vermisst habe. In diesem Moment habe ich gemerkt: I love this shit!

Björn?

Björn Beton: Hat er Recht!

Fettes Brot

Nach so vielen Jahren in dem Musikbusiness, habt ihr doch bestimmt eine Aufteilung, wie ihr Interviews gebt oder labert jeder einfach, wie er will?

Björn Beton: Ich warte einfach jedes Mal ab, bis die beiden das Richtige gesagt haben und dann sag ich am Schluss „Sie haben Recht!“ oder auch nicht.

König Boris: Das ist natürlich Quatsch. Wir haben kein System. Im besten Fall hat am Ende jeder mal was gesagt. Mal ist der eine mehr in Laber-Laune, mal der andere, mal sind es zwei und kommen sich tierisch in die Quere, was aber meist zu witzigen Situationen führt.

Björn, gibst du Boris Recht?

Björn Beton: Voll!

Bei dem Titel „3 Is Ne Party“ ist mir romantischerweise ein DJ-Bobo-Song in die Ohren geknallt…

König Boris: Das hören wir jetzt zum ersten Mal.

Doc Renz: Das ist ja interessant. Welcher genau?

Ja dieser „There's a Party…“ da am Strand

(Jetzt singen die Jungs den Bobo Song)

Björn Beton: Das ist ne tolle Cover-Version für die Tour. Damit sollte ab sofort jedes Konzert anfangen.

König Boris: Es ist peinlich, aber du hast unsere Inspirationsquelle offen gelegt. Wir als alte DJ-Bobo-Fans! (lacht)

Doc Renz: Man könnte dann natürlich auch noch mit alten Aerobic-Bewegungen auftrumpfen.

Am besten habt ihr dann noch so eine riesigen LED-Wand im Hintergrund mit Strandbildern. Das ist ein super Feeling – gerade im kalten Deutschland.

König Boris: Stell dir mal vor, wir machen das jetzt wirklich – und du bist schuld!

Ich würde das mega feiern!

(Alle lachen)

König Boris: Das glaube ich. Allerdings wärest du wahrscheinlich die Einzige. Alle anderen würden sich fragen, ob wir bescheuert sind.

„3 Is Ne Party“ – was für eine Party? Hausparty oder Aftershowparty oder was auch immer?

Doc Renz: Wir sind leidenschaftliche Kneipengänger. Wir lieben es, durch unser Viertel zu laufen, und auf einmal kommt ein Freund um die Ecke und dann kommt noch einer und auf einmal sind alle Leute da, die man mag. Es läuft gute Musik und man lässt sich auf ein sechstes Getränk überreden.

König Boris: Im besten Fall eskaliert es dann noch am Abend.

Doc Renz: Am liebsten mag ich die Partys, wo man überraschenderweise in ein Gelage gerät. Weil's gut ist.

König Boris: Genau, weil's gut ist. Bei „3 Is Ne Party“ geht es allerdings nicht nur ums Feiern. Das ist ein Andy-Warhol-Zitat. Für uns bedeutet das mehr, dass man nicht viel braucht, um was Geiles auf die Beine zu stellen. Wenn Freunde sich zusammen setzen und behaupten, sie sind Musiker, dann ist das so. Das war bei uns genauso und ist auch für alle anderen als Aufforderung zu verstehen. Leute, wenn ihr eine Partei gründen wollt, ein Internet-Imperium oder Musik machen wollt, dann müsst ihr niemanden um Erlaubnis bitten. Ihr könnt euch einfach zusammen setzen und sagen: „Wir machen das jetzt!“.

Quasi ein Arschtritt an die Leute, einfach mal los zu legen?!

König Boris: Kein Arschtritt. Es ist uns einfach aufgefallen. Wir sind ja jetzt auch keine Motivations-Gurus. Bei uns war es so und es hat geklappt.

Doc Renz: Wir sind Motivations-Uhus.

König Boris: Genau. Motivations-Ufos!

Fettes Brot

Der Song „Wackelige Angelegenheiten“ erinnert mich an den typischen Deichkind-Sound. Habt ihr euch von euren Hamburger Kollegen inspirieren lassen?

König Boris: Bei dem Stück nicht. Ansonsten ja!

(Alle lachen)

König Boris: Da hast du dir jetzt ausgerechnet den einzigen Song ausgesucht, wo es nicht so war. Neee, natürlich nicht. Man weiß ja nie so richtig, wo die Inspiration her kommt. Deichkind ist ‘ne super Band. Wir zitieren sie sogar bei dem Song „Für immer immer“. Da haben wir ihnen eine Zeile geklaut für 1,50 Euro, aber bei „Wackelige Angelegenheiten“ wüsste ich das jetzt nicht.

Das schönste Wort für GV in einem Song?

König Boris: Außer GV jetzt?

Ja!

König Boris: Session.

Und im wahren Leben?

König Boris: Für Sex ein gutes Wort? Sex klingt doch eigentlich schon ganz gut.

Doc Renz: Das alte Rein-Raus-Spiel gefällt mir gut.

König Boris: Versteck’ die Salami. Es gibt dafür entweder nur witzige oder medizinische Begriffe.

Was bevorzugt ihr lieber? Wahrscheinlich die witzigen, oder?

Doc Renz: Na es kommt darauf an, ob wir witzig sein wollen oder erotisch.

König Boris: Erotisch nur medizinische Begriffe???

Doc Renz: Können mein Glied und deine Scheide eine humorvolle Beziehung eingehen?!

König Boris: Am besten macht man es einfach und redet nicht drüber.

Doc Renz: Ich weiß nicht genau, ob ich das so stehen lassen möchte. Ich find’, über Sex zu reden, durchaus gut.

Björn Beton: Mir ist das ganze Thema unangenehm.

Na, aber ist doch super. Dann reden die anderen über Sex und du über andere Dinge.

Doc Renz: Weißt du, es gab heute schon andere Interviews, da hat er uns gar nicht zu Wort kommen lassen. Von daher musst du dir keine Sorgen machen.

Ist das denn jetzt für dich okay, wenn wir das so „stehen“ lassen?

Doc Renz: Na ich hab's ja jetzt noch mal „erweitert“.

Boris: Das ist auch ein toller Begriff, aber lass uns lieber weiter machen.

Eure aktuelle Single „Echo“…

Renz: Ich kann jetzt nur noch ans Ficken denken! (Alle lachen)

Ich hab gar kein Problem damit, wenn du einfach „Echo“ aus der sexuellen Sicht erläuterst.

König Boris: Pass auf, wir machen das jetzt einfach so: Björn, du sagst eh schon nichts, und Martin, du denkst jetzt einfach noch über Sex nach…

Ansonsten kannst du auch eben kurz auf die Toilette gehen – so viel Zeit sollte sein.

König Boris: Und ich versuche dieses Gespräch halbwegs würdevoll zu Ende zu bringen. „Echo“- ein großes Menschheitsthema. Im Grunde geht es darum gesehen und wahrgenommen zu werden in der Welt. Seelenverwandte zu treffen und sich in einer anderen Person zu spiegeln. In den ganzen sozialen Netzwerken geht es ja auch um nichts anderes. Die Leute wollen ihr Leben mit anderen teilen und hören, wie gut sie Dinge gemacht haben. Ich glaube, das ist in jedem Menschen inne und wir haben darüber ein schönes Lied geschrieben.

Fettes Brot

Jetzt wollt ihr ja mit euren neuen Songs nicht nur die langjährigen Fans begeistern, sondern bestimmt auch neue, junge dazu gewinnen. Fällt es euch schwerer, die richtigen Themen und Zeilen zu finden, weil ihr ja mittlerweile doch schon paar Jährchen älter seid?

Doc Renz: Wir glauben, dass der Reiz unserer Texte nicht daran liegt, besonders passende Zeitbezüge zu finden oder die Hobbys der jungen Leute aufzuzählen und schon ist es ein funky Tune, sondern sich auf die Dinge zu konzentrieren, die nicht aus der Mode kommen. Wir waren uns nicht zu schade, Lieder über Liebe, Hamburg oder Sachen, die uns bewegen, zu machen. So, wie wir es schon immer gemacht haben oder wie wir es schon länger nicht mehr gemacht haben. Mit einer freshen Herangehensweise.

Solange die Hipster zu euren Konzerten kommen, ist alles gut.

König Boris: Du meinst uns drei jetzt?!

Doc Renz: Die Hipster standen glaub ich noch nie bei uns.

Die stehen hinten. Die seht ihr nicht.

König Boris: Ach im Dunkeln. Gut gemacht.

Auf dem Cover von „KussKussKuss“ bist du, Björn, zu ziemlich pimpmäßig in der Mitte und die beiden anderen geben dir von den Seiten einen Kuss. Ist das auf einer Party schon mal vorgekommen, dass ihr ein bisschen rumgeknutscht habt – natürlich nur im Suff?

König Boris: Das war ja eine Party, die wir gefeiert haben – gar kein Fotoshooting. Wir haben uns da geküsst, weil wir Appetit hatten. (Alle lachen)

Doc Renz: Also wir sind auf jeden Fall eine Band…

König Boris: …die Körpernähe zulässt.

Björn Beton: Und ja es ist schon häufiger vorgekommen, dass wir uns geküsst haben.

Doc Renz: Ein beliebtes Spiel auf Tour im Bus heißt „Auf dem Tisch“. Was auch immer ihr euch darunter vorstellt.

König Boris: Ja, ohne wäre auch schrecklich, muss man dazu sagen!

Generation Porno kann sich jetzt natürlich einiges vorstellen unter diesem Spiel.

König Boris: Man kann sich keine ansteckenden Krankheiten holen, so viel darf verraten sein.

Stellen wir uns mal vor, eure Platte soll auf irgendeiner Hausparty gespielt werden. Welches Lied könnt ihr empfehlen – und in welchem Raum soll es gespielt werden?

Doc Renz: Die ganze Platte komplett durch.

Björn Beton: Auf jeden Fall in der Küche. Da gibt es Essen und Getränke und Leute kommen immer wieder rein.

König Boris: Und wundern sich dann, warum die anderen halb ausgezogen auf den Tischen tanzen.

Björn Beton: Genau. Die coolste Party ist eh immer in der Küche!

Eure beste Party? Eigentlich kann man sich nicht mehr dran erinnern, aber vielleicht hat euch jemand davon berichtet.

Doc Renz: „Die Party fandest du richtig gut“ (und auf einmal sieht man ein Grinsen und ein Glänzen)

Björn Beton: Da fällt mir spontan eine Party an. Sie fing scheiße an und endete mit einer großen Dummheit.

König Boris: Klingt schon mal gut.

Björn Beton: Auf jeden Fall waren wir mit der Band zusammen in Kiew. Dort waren wir abends in so einem Jazz-Keller, wo wir auch noch auflegen sollten. Haben wir natürlich mit Bravour gemacht und irgendwann sind wir auf die Idee gekommen so eine Menschen-Pyramide zu machen.

König Boris: Da hatten wir natürlich schon paar Wodka drin.

Björn: Wir wollten das dann so machen, dass Martin bei Boris auf die Schultern geht und ich dann bei Martin.

Das ist dann aber keine Pyramide.

Doc Renz: Ja nicht so ‘ne Pyramide, sondern halt so eine andere.

Auch bekannt als Turm?

König Boris: Ja genau!

Doc Renz: Wie in diesem Märchen, wo einer gucken kann, der andere sehen und der Dritte hören.

Björn Beton: Und ein so einen großen Mantel drum herum und dann kommen wir in die unanständigen Filme. Wie auch immer… das hat natürlich nicht geklappt. Wir standen nur ganz kurz so und dann sind wir umgefallen. Unsere Crew konnte uns gerade noch so retten nicht in die Anlage zu fallen. Der Türsteher war durch diese Aktion äußerst erbost.

König Boris: Boah, der war aber auch ein fieses Tier. Ich hatte auf jeden Fall den Rest der Reise wahnsinnige Rückenschmerzen.

Björn Beton: Ja, aber es war ziemlich gut.

König Boris: Da war allein der Wodka schuld. Deswegen: Finger weg von Wodka!

Fettes Brot

Habt ihr einen Lieblings-Wodka?

Björn Beton: In der Ukraine haben wir Peperoni-Wodka ohne Ende gesoffen. Das ist zweimal scharf. Einmal durch die Peperoni und einmal durch den Alk und eigentlich total bekloppt. Wie der heißt, weiß ich nicht. Aber den kann man auch in Deutschland kaufen.

Wie viel Wert legt ihr auf Musikvideos?

Björn Beton: Sehr viel. Egal ob wir wenig oder viel Geld zur Verfügung haben. Wir haben jetzt schon vier Songs mit Videos bebildert und demnächst kommt bei Aggro TV auf Halt die Fresse noch ein Video zu „Wackelige Angelegenheiten“.

Ich hab mir mal auf YouTube die Kommentare zu „Echo“ durchgelesen und war sehr erstaunt. Reihenweise nur positives Feedback. Das gibt es sehr selten. Deutet ihr das als gutes oder böses Omen?

König Boris: Also erstmal natürlich als gutes Omen. Aber wenn du dir mal die Kommentare zu „KussKussKuss“ anschaust, siehst du, dass es auch ganz anders geht. Man darf sich nicht zu sehr damit beschäftigen, sonst wird man verrückt im Kopf.

Schon mal geweint wegen eines fiesen Kommentars?

König Boris: Also, wenn mir das tatsächlich passiert wäre, dann würde ich dir das auf gar keinen Fall sagen, aber nein!!! Was meinst du, warum ich die Sonnenbrille trage? Ich bin völlig verheult darunter.

Reisen wir mal ein paar Jahre zurück zur Single „Da draußen“. Ich war wahnsinnig verliebt in Martin und hatte aus der Bravo ein Poster in meinem Zimmer hängen, wo man eure Fressen in diesen Latex-Masken erblicken konnte. Irgendwann kam der Tag ,wo es mich übermannt hat, und ich habe mir den Lippenstift meiner Mutter gekrallt und Martins Gesicht geküsst. Das Problem war allerdings, dass der Lippenstift einen dicken Fettfleck hinterlassen hat. Damals war ich völlig fertig. Habt ihr auch schon mal ungeeignete Flüssigkeiten auf Bildern eurer Schwärme hinterlassen?

König Boris: Martin entschuldige dich erstmal dafür. Guck mal, was du angerichtet hast!

Doc Renz: Sorry, Maaaaann! Ich musste jetzt an so eine teure CD-Box von einem Freund denken, wo ich ein Getränk drauf gestellt hab und plötzlich hat sich… na wie sagt man… alles korrigiert.

König Boris: Rostig!

Doc Renz: Naaa, es hat sich alles verändert. Aber Poster hab ich nicht zerstört. Ich hab nur Videokassetten ständig hin und her gespult wenn meine Lieblings-Schauspielerin Christina Plate zu sehen war.

König Boris: Die geilste Foto-Geschichte hat eigentlich Björn. Hat zwar nichts mit dem Schwarm zu tun, aber sie ist fast magic. Wir stehen wieder in der Ukraine an der Toilette an und er hatte ein Foto von seiner Tochter in der Hosentasche. Er hat dann das Foto raus geholt und es war weg – es war einfach nichts mehr drauf. Er hat dann das innere seiner Jeans raus geholt und da war dann dieses Foto- auf dem weißen Stoff. Richtig scharf und deutlich.

Was hat das für eine Bedeutung?

König Boris: Dass ich nicht so lange auf seinem Schoß sitzen sollte. Da darf man keine Bedeutungen raus ziehen. Guck mal Martin geht es doch auch gut, obwohl du ihm sein Gesicht verätzt hast mit dem Lippenstift.

Doc Renz: Ich muss mal kurz überlegen… seit 2002 hab ich im Gesicht so eine Stelle, die schmerzt. (lacht)

An so einem Interview-Tag wie heute, was bestellt ihr so?

König Boris: Ab 17 Uhr gibt es Rotwein. Da darf auch keiner nicht nicht mitmachen. Ansonsten Cola, Orangensaft, Spezi… alles mögliche.

Björn Beton: Ich versuche alle Getränke durch zu trinken.

Kommen wir von Getränke zum Essen. Welches Gericht könnt ihr richtig gut kochen?

König Boris: Alu gobhi. Das ist so ein indisches Gericht mit Blumenkohl und Kartoffeln, aber Alu gobhi klingt geiler. Das kann ich richtig gut.

Björn Beton: Rinderfilet mit Ingwer und Soja. Da hätte ich mal wieder Lust zu.

Doc Renz: Ich kann hervorragende Pfannkuchen machen, die ich auch in der Luft wenden kann. Das solltet ihr mal sehen.

Angeblich.

(Alle lachen)

König Boris: Ich finde deine gesunde Skepsis gut.

Fettes Brot

Auf welcher Seite im Netz verbringt ihr die meiste Zeit?

König Boris: Also du meinst jetzt außer YouPorn? Natürlich nicht.

Doc Renz: Schlecky Silberstein.

König Boris: Viel! St Pauli TV.

Doc Renz: Ich spiel auch gerne Angry Words. Nicht Birds.

Björn Beton: Das ist ihm sehr wichtig.

Zockt ihr GTA V?

(Alle sagen: Nein!)

Oh Gott, ich glaube ihr seid die einzigen drei Jungs auf der Welt, die das nicht spielen.

König Boris: In Hamburg gab es sogar vor’m Media Markt eine Schlägerei wegen des Spiels. Hat mir dein Bruder erzählt, Björn.

Habt ihr schon mal getwerkt?

König Boris: Nein. Also doch, ich glaube wir haben das sogar erfunden. Auf der Bühne könnte man manchen Tanz-Move als Twerk einordnen.

Vielleicht baut ihr das professionell in die DJ-Bobo-Performance ein.

König Boris: Das würde die Schönheit des Moments vollenden. Im Handstand, aber dann twerken.

Der Komet ISON lässt wieder mehrere Verschwörungstheorien in Richtung Weltuntergang erklingen. Was glaubt ihr wie die Welt wirklich irgendwann untergehen könnte?

König Boris: Ich dachte Komet ISON ist jetzt so ein neuer Rapper.

Neee, wir werden jetzt mal wissenschaftlich.

Doc Renz: Ich bin eigentlich für jede Katastrophe offen.

Pinguine?

König Boris: Pinguine. Sehr gute Idee. Die einen dann in mehrere Teile zerhacken. Und das Zerhacken dauert dann mehrere Wochen.

Könnte es sein, dass unbekannte Kinder aus eurer wilden Zeit irgendwo rum rennen?

Doc Renz: Das ist eine faszinierende Vorstellung.

König Boris: Unwahrscheinlich.

Björn Beton: Ich glaube nein.

Gebt ihr viel Geld für Klamotten aus oder lasst ihr euch lieber von Sponsoren beschenken?

Doc Renz: Beides!

Habt ihr schon mal auf einer Aftershowparty Schnaps geklaut?

König Boris: Ja!

Öfter?

König Boris: Ja, wir haben schon öfter mal Flaschen mitgehen lassen.

Doc Renz: Die letzte Flasche, die ich mitgehen lassen hab, war ein Feuerlöscher.

Also, wenn man euch einlädt, kann man schon einplanen, dass es eskaliert oder irgendetwas verschwindet!

Doc Renz: Wir schmeißen den Fernseher nicht aus dem Fenster, aber wir lassen ihn an.

Habt ihr schon mal überlegt ein Mädel in die Band zu holen, à la Black Eyed Peas?

König Boris: Geile Idee, aber nein. Kannst du singen?

Nein. Nächste Frage: Euer Urteil zum Bischof von Limburg?

Björn Beton: Mich regt dieses Menschen-Bashing total auf. Immer muss man sich eine Person raussuchen, die der Bösewicht von Deutschland ist.

Doc Renz: Ich würde gerne ein „Halt die Fresse“-Video von ihm sehen.

Wo kann man euch am besten stalken?

König Boris: Auf Facebook.

Das neue Album von Fettes Brot “3 Is Ne Party” ist seit heute im Handel, bei Amazon und bei iTunes erhältlich.

Fotos: Jens Herrndorff

Mister Spex

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