- Mit Mercedes-Benz in Monte Carlo – Unterwegs auf der Yacht Show

Wir spazieren spät abends durch das regnerische Monte Carlo, vorbei an Boutiquen, Hotels und Restaurants, und retten uns in ein nahegelegenes Casino, das von ruhelosen Zockern und extravaganten Mädchen bewohnt…

Mit Mercedes-Benz in Monte Carlo – Unterwegs auf der Yacht Show

Wir spazieren spät abends durch das regnerische Monte Carlo, vorbei an Boutiquen, Hotels und Restaurants, und retten uns in ein nahegelegenes Casino, das von ruhelosen Zockern und extravaganten Mädchen bewohnt wird. Jörn ist adrett gekleidet, er stolziert durch die mit einarmigen Banditen und Pokertischen vollgestellten Räume und erzählt uns etwas über die Vergangenheit der Bucht, die von Piraten, Monarchen und, ja, Casinos gezeichnet ist.

Der Grund, warum wir hier sind, liegt allerdings weniger in den Spielhöllen als viel mehr am nahegelegenen Hafen. Die Monaco Yacht Show öffnete ihre Pforten wieder einmal für Menschen, die es sich leisten können, mehr Geld in ein illustres Boot zu stecken als andere in ein ganzes Leben. Es ist ein Festival der Schönen und Reichen, der Seefahrer und Verkäufer. Allein das Ticket, um ihnen beizuwohnen, kostet 240 Euro. Wer sich das nicht leisten kann oder will, der wird auch mit den dort angepriesenen Designermöbeln für das persönliche Traumschiff nicht glücklich werden.

Mercedes-Benz Style und Silver Arrows Marine stellen am nächsten Morgen ihr neues Schmuckstück vor, einen 14 Meter langen „Silberpfeil der Meere“ namens Arrow460 Granturismo, Kosten: Rund 1,25 Millionen Euro. Wer ihn jetzt bestellt, der darf mit einer limitierten Edition 1 nach Hause gehen. Allerdings erst 2015. Dann ist das Designer-Boot mit fast 1000 PS Leistung und einer Höchstgeschwindigkeit bei ruhiger See von 40 Knoten nämlich erhältlich.

Antonella und ich fliehen am Nachmittag mutig aus der Welt des fließendes Champagners, der kleinen Hunde und der surrealen Anblicke, nur um in eine Welt des fließendes Champagners, der kleinen Hunde und der surrealen Anblicke zu stolpern. Vom Hafen aus geht es ins Herzen von Monte Carlo, wir wollen echte Menschen sehen, das Leben in diesem auf Wohlhabende ausgerichteten Ort in uns aufnehmen, doch was wir vorfinden, sind nur noch mehr Boutiquen, Hotels und Restaurants. Und Casinos. Das hätten wir uns fast denken können.

Unser Ausflug bringt uns am Ende in einen verlassenen McDonald’s. Wir bestellen uns ein bisschen billiges Fast Food, setzen uns und genießen den Ausblick aufs Meer. Ein paar Kinder und Pärchen laufen an uns vorbei, näher kommen wir wohl nicht mehr an Dasein der vermeintlich kleinen Leute heran, nur eine Stunde später geht es wieder zurück in den vergoldeten Traum der großen und der richtig großen Yachten.

Monte Carlo ist ein seltsamer Ort. Das Volk, das hier nachts herrscht, scheint von den Sorgen der Welt nur noch peripher etwas mitzubekommen, in den Restaurants fließen Wein, Sushi und Gelächter. Die Mädchen sind teuer, die Herren sind gönnerhaft, das Personal ist diskret. Man merkt Monaco in jedem Augenblick seine finanzielle Stärke und die seiner Gäste an, wer nicht aufpasst, verliert sich schnell in einem glitzernden Traum.

Die Reise endet, wie sie begonnen hat: In einem Hubschrauber. Vom Hermitage geht es nach Nizza, von dort aus über München nach Berlin, aus der Sonne und der Hitze mitten hinein in den aufkommenden und kalten Herbst. Das ist nicht fair, denke ich mir. Ich hätte noch viel mehr von den Piraten, den Monarchen und den Casinos sehen wollen, doch der Eintritt in diese Reihen kostet mehr als nur Geld. Wer in der lediglich aus Maximilianstraßen bestehenden Stadt überleben will, der braucht außerdem noch Stil, Willenskraft – und eine Yacht. Zumindest das letzte, kann man käuflich erwerben. Ein Glück.

s.Oliver

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