- Schön, schlank, sexy – Die unglückliche Jugend

Dass wir in einer Gesellschaft leben, die einen unglaublichen Druck auf unsere Jugend ausübt, ob gewollt oder ungewollt, ist längst kein Geheimnis mehr. Zeitschriften, Serien und Schulhöfe vermitteln den Eindruck,…

Schön, schlank, sexy – Die unglückliche Jugend

Dass wir in einer Gesellschaft leben, die einen unglaublichen Druck auf unsere Jugend ausübt, ob gewollt oder ungewollt, ist längst kein Geheimnis mehr. Zeitschriften, Serien und Schulhöfe vermitteln den Eindruck, als wäre Aussehen alles. In Frankreich wurden soeben Schönheitswettbewerbe für Kinder verboten, in der Werbung cremen sich rundliche Frauen mit weißen Produkten ein, Klamottenhersteller werben immer öfter mit Übergrößenmodels. Auch wenn die am Ende so aussehen. Doch so richtig beim Nachwuchs ankommen, mag die halbherzige Nachricht eher nicht. Im Gegenteil.

Bereits Grundschulkinder landen in den Kliniken für Magersüchtige. In den USA schenken die Eltern ihren Kindern immer öfter Schönheitsoperationen zum Geburtstag oder zum bestandenen High-School-Abschluss. Modezar Marc Jacobs bricht absichtlich Regeln, um minderjährige Models auf den Laufsteg zu schicken. Er halte das für richtig. Schließlich gäbe es auch Kinderschauspieler und Models für Kindermode.

Der südafrikanische Fotograf Michelle Sank hat Jugendliche besucht und abgelichtet, die so unglücklich mit sich und ihrem Körper waren, dass sie sich dazu entschlossen haben, etwas zu ändern. Schönheitsoperationen, Tätowierungen, Geschlechtsumwandlungen. Ob sie sich dem Druck beugten oder ihrer inneren Stimme folgten, das verschwimmt oft in einer Welt, in der uns alle Kanäle, alle Medien, alle Münder Angriffe auf unser Aussehen und unsere Persönlichkeit entgegen schleudern. Ob gewollt oder ungewollt. Uns dem zu beugen, das wird fast schon erwartet. Das wissen auch Marta, John oder Hannah.

Jade, 20 Jahre alt. Tätowierte Augenbrauen und Haarverlängerungen.

Shaye, 20 Jahre alt. Brustverkleinerung.

Ben, 17 Jahre alt. Rasiert sich die Beine und glättet sich die Haare.

Amy, 21 Jahre alt. Brustvergrößerung mit 18.

Hannah, 17 Jahre alt. Botox.

Jason, 19 Jahre alt. Muskelaufbau.

Nicola, Magersucht, und Rachel, Brustvergrößerung. Zwillinge, 20 Jahre alt.

Mike, 22 Jahre alt. Gewachster Körper mit Implantaten.

Marta, 24 Jahre alt. Aufgespritzte Lippen.

Ellie, 21 Jahre alt. Tätowiert.

Jacke, 18 Jahre alt. Geschlechtsumwandlung.

John, 19 Jahre alt. Geschlechtsumwandlung vom Mann zur Frau. Jetzt geschlechtsneutral.

Cambell, 16 Jahre alt. Geschlechtsumwandlung vom Mann zur Frau.

Jaye, 25 Jahre alt. Vor ihrer Geschlechtsumwandlung.

Matt, 18 Jahre alt. Geschlechtsumwandlung von Frau zum Mann.

Saraya, 20 Jahre alt. Fettabsaugung und aufgespritzte Lippen.

Abbey, 19 Jahre alt. Aufgespritzte Lippen und Brustimplantate.

Olli, 19 Jahre alt. Magersucht.

Hannah, 20 Jahre alt. Aufgespritzte Lippen, Brustvergrößerung, Botox, Fettabsaugung, Nasenoperation.

Asics

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11 Kommentare

  • Henry

    Ähm, sorry, aber hier läuft gewaltig was schief. Geschlechtsoperationen haben absolut nichts mit Schönheitswahn zutun und das im gleichen Atemzug zu nennen, ist wirklich falsch. Nichts für ungut, aber beschäftige dich doch mal damit, aus welchen Gründen man eine Geschlechtsumwandlung vollzieht, könnte interessant für dich sein. Hat nicht gerade etwas mit äußerer Schönheit zutun.

    • Chris

      Ich bin vollkommen deiner Meinung und wollte auch gerade darauf hinweisen… Allerdings müsste man den Hinweis wohl eher an die Fotografin richten als an den Autor dieses Posts

    • Ich finde, es passt thematisch, weil es geistige Verirrungen einer Jugend zeigt, die gefangen ist in einem Zeitgeist, der ihnen eintrichtert, dass es besser ist, sich einer Geschlechtsumwandlung zu unterziehen, als mit den Gefühlen, die sie haben, umgehen zu lernen, wenn sie eben das Gefühl haben, “sie stecken im falschen Körper”. Ich denke, eine Geschlechtsumwandlung ist eine Verstümmelung der eigenen Person. Jeder kann tun und lassen, was er will, doch das macht vieles nicht besser.

      • DieterVThieß

        Mensch du scheinst ja Ahnung zu haben von dem Thema. Wir leben dummer weise auch in einer Zeit in der Jeder ohne sich mit einem Thema zu beschäftigen eine Meinung haben darf >__>. BILD dir deine Meinung eben :D

    • Ragna Roek

      Die Menschen die sich oben haben ablichten lassen fühlen sich in Ihrer Haut unwohl und lassen sich das verändern, was sie glauben ändern zu müssen um glücklich zu werden. Ob man sich das Geschlecht ändern lässt oder eine vermeintliche Schönheitsoperation spielt keine große Rolle. Das Fazit ist die Leute haben ein psychische Störung die sich auf unterschiedliche Weise darstellen kann.

  • Jana

    Ich denke, es geht bei den Geschlechtsumwandlungen eher um das Alter. Denn es sind ja wirklich noch Jungen und Mädchen und keineswegs Männer und Frauen.

    Was ich sehr interessant finde, ist das auch Tattoos mit Schönheitoperationen auf den gleichen Level gesetzt werden. Aber wenn man so darüber nachdenkt, gar nicht so falsch.

  • “Schön” finde ich auch, dass direkt oben auf der Seite American Apparell Werbung prangt…. Und wenn ich mir die sonstigen Fotos auf eurer Website anschaue, sehe ich da just ganz bestimmte Schönheitsideale die auch ihr vermittelt: Dünn, blass, und …ach so Avantgarde und hipp.

  • Ein sehr interessanter Artikel, wobei die Bilder schon fast für sich sprechen.

    Die Motivationen der Personen sind sicherlich völlig verschiedener Natur, wobei sie sicher alle im Keim dem gleichen Gedanken entspringen, nämlich der Unzufriedenheit mit dem Selbst bzw. dem Selbst, wie es von dem – oder derjenigen wahrgenommen wird und welches offensichtlich nicht als “passend” empfunden wird. Es soll ja auch Leute geben, die Ihr Aussehen nicht nur nach der tradierten Meinung des attraktiven ausrichten, sondern im Gegenteil mit Ihrer Erscheinung provozieren wollen, angefangen bei harmlosen Piercings oder einer Botox-Stirn bis hin zu extremen wie Zombie-Boy, etc. Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass auch eine Geschlechtsumwandlung durchaus den Aspekt der Schönheit beinhalten kann, wobei man hier sicher nichts pauschalisieren darf.

    Cheers, Ben

  • Die Selbstverständlichkeit, die der Irrsinn heute schon besitzt, erklärt auf eine Art, warum wir laufend von Dingen hören, bei denen viele sagen: “Das kann doch nicht wahr sein!” Die Menschen suchen immer eine Steigerung in ihrer Eitelkeit, der Anbetung des eigenen Ichs und am Ende verlieren sie sich in den rein menschlichen Fehlern, aber was sie vergessen in ihrem Tanz um die Nichtigkeiten dieses endlichen körperlichen Seins auf der Erde, das ist, dass all ihr Handeln sich auf ihre Kinder auswirkt und die nächste Generation das Ergebnis der eigenen Sünden genau spiegelt und darunter leiden muss. Ich weiß nicht, ob der Artikel beabsichtigt beim Leser dieses Gefühl zu erzeugen, aber ich finde diese Dinge unheimlich bedrückend. Die geistige Leere dieser Jugendlichen muss den ein oder anderen geradezu auffressen. Wir brauchen den liebenden Gott in unserem Leben. Ich hoffe, diese Kinder finden ihren Weg.

  • Wolfgang Müller

    Geht das, Schönheits-Ops, Magersucht, Muskelaufbau und Geschlechtsangleichung in eine einzige Kategorie zu packen? Völlig unterschiedliche Thematiken und Problematiken werden visuell gleichgeschaltet. Ein Trans*mensch, der in einer extrem komplizierten Operation sich dem (seelischen) Geschlecht seines Körpers angleicht, ist kaum vergleichbar mit einem Menschen, der Schönheits-OPs vornimmt, der sich tätowiert oder jemanden, der an Magersucht leidet. Und auch da wäre entscheidend, wer etwas eher freiwillig an seinem Körper vornimmt – wie zb. in künstlerischer Absicht oder wer diese “freie Wahl” eben nicht hat. Wenn all diese großen Differenzen in eine Kategorie namens “Unzufriedenheit mit dem Körper” oder “Körpereingriffe” zusammengefasst werden, entsteht eine attraktive visuelle Körper(freak)show, in der lediglich die Abweichung festgeschrieben wird: Denn der Magersüchtige bzw. der daran Leidende würde ja gar nicht mehr als solcher zu erkennen sein, wenn er/sie – wie ein Trans* seinen zu ihm/ihr passenden Körper anstreben würde. So bleibt letztlich alles an der (Körper)Oberfläche. In einer solchen Zusammenstellung werden die bereits bekannten Stereotypen zwar visuell attraktiv bestätigt, die (tatsächlich spannenden großen) Differenzen verschwimmen hinter den Oberflächen.

  • Stellan

    Zuerst einmal sei darauf hingewiesen, dass es keine “Geschlechtsumwandlungen” gibt! Es handelt sich um Geschlechtsanpassungen. Niemand kann mal eben sein Geschlecht ändern. Es steht schon vor der Geburt fest welches Geschlecht der Mensch haben wird. Leider läuft bei der Entwicklung der Geschlechtsorgane im Mutterleib etwas schief. Hier von einer Geschlechtsumwandlung zu sprechen und es gleichzeitig auch noch mit dem Thema “Schönheitswahn” gleich zu setzen empfinde ich als sehr diskriminierend und vor allem haben sich die Herausgeber unzureichend mit der Thematik befasst. Da ist es grob fahrlässig so eine Sicht auf die Dinge der schon sowieso unzureichend aufgeklärten Allgemeinheit zu präsentieren. So viel zum Thema “Bild dir deine Meinung”… -.-

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