Enough Is Enough - Enough Is Enough – Regenbögen beißen nicht

„Ich halte mich bestimmt nicht für irgendeinen Revoluzzer. Ich hänge keine Türen aus, gehe selten oder gar nicht demonstrieren und schreibe keine neuen Petitionen aus. Doch zum ersten Mal in…
Enough Is Enough

Enough Is Enough – Regenbögen beißen nicht

„Ich halte mich bestimmt nicht für irgendeinen Revoluzzer. Ich hänge keine Türen aus, gehe selten oder gar nicht demonstrieren und schreibe keine neuen Petitionen aus. Doch zum ersten Mal in der Geschichte meines nunmehr 32-jährigen Daseins spüre ich, dass es Zeit wird aktiv zu werden, aktiv für unsere Freunde in Russland“, beginnt die Geschichte eines Projekts, das sich gegen die staatlich unterstützte Homophobie in Moskau richtet und innerhalb weniger Wochen etliche Unterstützer in Deutschland und im Ausland fand.Norman Röhlig ist Autor und Inhaber einer kleinen PR-Agentur. „Da sitze ich nun, auf meiner tollen Urlaubsterrasse, mit ‘nem beschissenen Spritz in der Hand und bin unfassbar traurig. Traurig deshalb, weil mir bewusst ist, dass ich nach wie vor in dieser kleinen ach so toleranten Berlinblase lebe, mir klar ist, dass Russland nur ein Beispiel für zig andere Länder ist, dass ich wieder einmal erkennen muss, dass Homophobie ein globales Problem ist. Doch vor allem bin ich traurig, weil ich weiß, dass ich außer Gebrüll mal wieder nichts leisten werde.“

Doch das sollte sich ändern. Normans Aufruf sind Julian Laidig und weitere Freunde gefolgt, die “Enough Is Enough” übernommen und aus der Bewegung eine Demonstration machten, die das Ende der Gewalt gegen homo-, inter- und transsexuelle Menschen im Land von Wladimir Putin fordern und dafür am vergangenen Samstag auf die Straße der Hauptstadt gingen. Und mit ihnen tausende andere, viele davon spontane Passanten.

Sie wollen die deutsche Regierung und die Sponsoren der Olympischen Winterspiele in Sotschi im nächsten Jahr, darunter McDonald’s, General Electric und Panasonic, dazu bekommen, endlich Farbe zu bekennen. Russland hat verboten, in Gegenwart Minderjähriger “von der Norm abweichendes sexuelles Verhalten” zu thematisieren. Über Homosexualität darf nicht einmal gesprochen werden. Außer, natürlich, im negativen Sinn. Dagegen demonstrieren? Fehlanzeige. Schon öffentliches Händchenhalten kann bestraft werden. Durch die Polizei – oder durch gewalttätige, sadistische Schläger, die soziale Netzwerke nach Homosexuellen durchforsten und diese dann foltern – und auch töten.

„Lasst die Welt wissen, dass wir mehr sind all die Summe eines Netzwerks, mehr als die Zielgruppe von Werbetreibenden, lasst uns gemeinsam bezeugen, dass wir Ohren und Augen und das Herz an der rechten Stelle haben“, wünscht sich Norman Röhlig. „Es geht darum … zu bewegen.“ Die Demonstration in Berlin war ein Erfolg. Mit lauter Musik und bunten Farben pfiffen, riefen und tanzten Sympathisanten in einer mehrstündigen Reise durch die Straßen von Berlin bis zur russischen Botschaft.

Jetzt liegt es an den Verantwortlichen der Konzerne, Parteien und Komitees, diesen öffentlichen Schwung, diese freie Kraft. zu nutzen und klarzumachen, dass ein staatliches Verbot von Schwulen und Lesben gegen Menschenrechte verstößt. Und gegen die Liebe. Homo-, Inter- und Transsexuelle haben Anspruch auf ein freies und ungestörtes Leben. Überall. Regenbögen beißen schließlich nicht.

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