Mit Mercedes-Benz in Toronto - Mit Mercedes-Benz in Toronto – Sonne, Seen und S-Klasse

Wir stehen vor einem kristallklaren See, der blaue Himmel lächelt auf uns herab. Kinder springen lachend ins kühle Nass, dort hinten ein paar Segelschiffe, um uns herum grüne Wildnis, die…
Mit Mercedes-Benz in Toronto

Mit Mercedes-Benz in Toronto – Sonne, Seen und S-Klasse

Wir stehen vor einem kristallklaren See, der blaue Himmel lächelt auf uns herab. Kinder springen lachend ins kühle Nass, dort hinten ein paar Segelschiffe, um uns herum grüne Wildnis, die paar bunten Sommerhäuser komplettieren das idyllische Paradies. Von den Einheimischen nur Skelettsee genannt, ragt aus der Mitte eine kleine, auf den ersten Blick unscheinbare Insel, die uns entgegen scheinende Sonne erschwert den Blick. „Wie unglaublich perfekt muss das Leben sein, wenn man dort eben dieses verbringen darf“, höre ich neben mir eine Stimme sagen. Ich nicke nur ehrfürchtig. In diesem Augenblick war Kanada das schönste Land der Welt. Mit Abstand.

Unsere Freunde von Mercedes-Benz hatten uns ein ganzes Wochenende lang nach Toronto eingeladen, um dort das aktuelle Flaggschiff des Stuttgarter Konzerns, die neue S-Klasse, zu testen. Wir heizten mit den schwarzen und weißen Limousinen durch die unterschiedlichen Stadtteile, vorbei an den studentischen Verbindungshäusern, vorbei an China Town, vorbei an den beiden königlich benannten Straßen, dort, wo die junge Wirtschaftsmetropole am nordwestlichen Ufer des Ontariosees am pulsierendsten und kulturell beeindruckendsten ist.

Schon kurz nach der Ankunft am Flughafen erzählte uns unser Chauffeur, früher Polizist und Freund der gepflegten Unterhaltung, eine Menge über die Stadt, ihre Bewohner und die kleinen und großen Geheimnisse, die an jeder Ecke versteckt sind. Welche Sportmannschaft momentan am höchsten im Kurs steht, welche Firmen das Bild prägen, wo es den besten Stripclub in der ganzen nördlichen Hemisphäre gibt. Als wir endlich am Four Seasons Hotel ankamen, hatte ich das Gefühl, Toronto schon besser zu kennen als so mancher Einwohner. Ich verwarf den Gedanken schnell wieder. Wie eingebildet das doch klang.

Im Hotelzimmer angekommen, ging ich erst einmal meinem seit Jahren praktizierten Ritual nach. Klamotten aus, MTV an, Badewanne volllaufen lassen. Und eine Kleinigkeit aus der Minibar stibitzen. Also hing ich mit einer kühlen Dose Red Bull in der nach Früchten duftenden schäumenden Brühe und guckte Jugendlichen dabei zu, wie sie sich beim Skateboarden beide Beine brachen. Diverse Versionen von “Jackass” lagen in diesem Teil der Erde anscheinend noch voll im Trend. Ein als Hip-Hopper verkleideter Moderator machte sich über den armen, am Boden wimmernden Jungen lustig, eine mit Goldketten überhäufte und in bunte Nike Air Max gesteckte Blondine lachte laut und seltsam. MTV führte wohl nicht nur in Deutschland ein Schattendasein.

Dass ich eine Nation, die mir sonst nur durch Justin Bieber, Holzfällerromantik und den gerne hämisch betrachteten Bruder der Vereinigten Staaten ein Begriff war, so schnell ins Herz schloss, lag neben der unglaublichen, und ehrlich gemeinten, Freundlichkeit der Kanadier ganz besonders an den zauberhaften Momenten, die wir an den unterschiedlichsten Orten erleben durften. Die winzigen Boutiquen auf der westlichen Seite der Queen Street, das Barbecue in der auf einer Insel gelegenen gigantischen Holzvilla, die man nur mit einem Motorboot erreichen konnte, der Künstlermarkt inmitten der Stadt, auf dem Kreative aus aller Welt ihre Werke zur Schau stellten.

Die neue S-Klasse selbst ist ein mit Modernität vollgepacktes Wunderwerk, leise, sicher – und mit W-Lan ausgestattet. Während Kai und Teymur über die Autobahnen heizten, konnte ich also gemütlich im hinteren Teil des Automobils sitzen und auf einem der mit Fernbedienungen steuerbaren Bildschirme im Internet surfen. Der blau leuchtende Getränkehalter kühlte derweil meine Coke. Es war schließlich heiß an diesem Tag. Sehr heiß. Und egal wie abenteuerlich die beiden auch durch die Gegend brausten, durch die zahlreichen aktivierten Sicherheitsmechanismen fühlte ich mich sicher. Plötzlich auftauchende Fußgänger? Kein Problem. Auffahrende Verkehrsteilnehmer? Kein Problem. Abkommen von der Straße? Kein Problem. Sogar alleine fahren kann es. Jedenfalls bis zu einer gewissen Geschwindigkeit.

Mein persönliches Highlight, abseits von Technik und Fahrspaß, war ein kleines unscheinbares Getränk, das Clamato hieß und in eiskalten Dosen serviert wurde. Eine Mischung aus Muschel- und Tomatensaft, mit Gewürzen verfeinert. Ja, es klingt seltsam. Aber es schmeckt besser als es sich anhört. Und es passt zu allem, was die kanadische Küche zu bieten hat. Leider weiß ich nicht, ob es in Berlin überhaupt kanadische Restaurants oder Lebensmittelläden gibt, aber sollte euch diese flüssige Delikatesse irgendwo einmal über den Weg laufen, dann rate ich euch, es auszuprobieren – und am besten gleich Paletten davon für schlechte Zeiten zu horten.

Das Wochenende verging wie im Flug. Und dennoch hat es Eindruck bei mir hinterlassen. Großen Eindruck. Toronto ist eine kleine Welt, die man einmal gesehen haben muss. Eine Mischung aus amerikanischem Selbstbewusstsein und europäischer Gelassenheit, die durch eine ganz eigene Art von leichter Inspiration glänzt. Das Produkt, um das es sich drehte, ist imposant und man merkt den Menschen, die daran beteiligt waren, an, dass sie selbst von seinem Potential, das Leben zahlreicher Kunden zu verbessern, überzeugt sind. Am schönsten war natürlich wie immer, dass man mit Leuten unterwegs war, die man mit jeder Reise mehr ins Herz schließt. Ballermanngegröle in der Business Class? Bier und Cheeseburger in der nahegelegenen Bar? Bei aufgeheiztem Sommerregen einer Truppe Straßenmusiker in Pokémon-Kostümen bei ihrer Interpretation des Gangnam-Styles zuschauen? ich möchte diese Klassenfahrten nicht missen.

Und eines Tages, womöglich, und wenn auch nur in längst vergessenen Träumen, werden wir an diesen See zurück kehren. Und wieder wird der blaue Himmel auf uns herab lächeln, Kinder springen lachend ins kühle Nass, inmitten eines grünen Paradieses. Vielleicht bleiben wir dort ja dann für länger. Wenn das mit diesem Internet nicht so recht klappen sollte. Und wir werden braun und alt, auf dieser idyllischen Insel inmitten eines Ortes, der von Einheimischen nur Skelettsee genannt wird. Kein Wunder, dass ich eine Nation, die mir sonst nur durch Justin Bieber, Holzfällerromantik und den gerne hämisch betrachteten Bruder der Vereinigten Staaten ein Begriff war, so schnell ins Herz schloss. Oh, Kanada.

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