Im Gespräch mit Marteria - Im Gespräch mit Marteria – Mir geht es nicht ums Geld

Dieser Mann kann einfach alles. Modeln, kicken, angeln, tanzen, gut aussehen und, ach ja, rappen. Nicht ohne Grund hat es Marteria mit „Lila Wolken“, in Zusammenarbeit mit Yasha und Miss…
Im Gespräch mit Marteria

Im Gespräch mit Marteria – Mir geht es nicht ums Geld

Dieser Mann kann einfach alles. Modeln, kicken, angeln, tanzen, gut aussehen und, ach ja, rappen. Nicht ohne Grund hat es Marteria mit „Lila Wolken“, in Zusammenarbeit mit Yasha und Miss Platnum, im letzten Jahr auf Platz eins der deutschen Charts geschafft. Der bescheidene Typ von nebenan lässt das Segel nicht locker. Wir haben Marten Laciny auf dem aufgeheizten SPLASH! getroffen, um mit ihm über das erste Tattoo, soziale Projekte in Uganda, gutes Karma und sein Alter Ego Marsimoto zu sprechen.

Du wirst auch immer bunter. Aus welcher Motivation heraus entstehen deine Tätowierungen eigentlich?

Pure Trotteligkeit. Das erste Tattoo ist auf dem SPLASH! entstanden, früher konnte man sich hier noch tätowieren lassen und da habe ich nicht lange nachgedacht.

Wenn du schon von Trotteligkeit sprichst, scheint dabei ja nichts Gutes rumgekommen zu sein?

Es ist der Name meines Fotografen: Paul Ripke. Den trag ich jetzt für immer und ewig auf dem Rücken. Im Gegenzug dessen, muss er das auch mit meinem Namen tun.

Wunderbar, das ist wahre Bromance!

Allerdings, hehe.

Mit Paul Ripke und Maeckes warst du erst kürzlich in Uganda, um das Projekt BLU UGA von Viva con Aqua zu unterstützen. Was war das für eine Erfahrung?

Sehr besonders auf jeden Fall. Dabei kann man sich bewusst werden, was richtige Werte im Leben sind und was wirklich zählt. Andere Kulturen und Länder sind etwas ganz Spannendes und ich bin der Meinung, dass man Schulen dazu motivieren sollte, Kinder aus der 9. oder 10. Klasse, aus kultivierten Ländern wie Deutschland, in Form von Projekten in Entwicklungsländer zu schicken. Dann würden sich die Welt um einiges bessern.

Gerade als Vorbild, das du ja für viele Kids bist, nimmt diese Reise sicher einen hohen Stellenwert für dich ein oder?

Und wie sie das tut, es geht eben darum aufmerksam zu machen. Viele Menschen wissen wahrscheinlich gar nicht einmal, dass es so ein Land wie Uganda überhaupt gibt. Wenn man sich gezielt damit auseinandersetzen würde, dann würden viele Sachen ganz anders laufen. Hier wird so vieles als selbstverständlich angesehen. Warum müssen Austauschjahre in den USA stattfinden, wenn sie ebenso nach Uganda gehen könnten? Das wäre schon ein erster Schritt.

Suchst du dir selbst soziale Projekte heraus oder ist es dein Management, das da steht und sagt: Mach mal was für ́s Karma! Oftmals ist dies ja eine kritische Sache, um den „lässigen Rapper“ zu einer guten Tat zu bewegen. Wie sieht das bei dir aus?

Das ist bei mir gar nicht so. Es gibt keinen Mensch, der einem sagen sollte, tu mal das, um soundso dazustehen. Genauso wenig gehe ich auf Angebote ein, bei denen es unfassbar viel Geld gibt, um in irgend einer Casting-Show in der Jury zu sitzen und Menschen zu beurteilen. Das ist nicht Sinn der Sache. Da steht auch mein Management auf und applaudiert, wenn ich in 0,3 Sekunden sage: Nein. Es geht nicht um Geld, sondern um Leben, Familie, Freundschaft und Zusammenhalt.

Du spricht gern von Familie und Freundschaft. Ist auch das SPLASH! für dich ein Stück davon geworden?

Das SPLASH! ist ein äußerst wichtiger Teil in meinem Leben geworden. Es ist das, wo ich schon immer war. Bisher habe jedes Jahr das SPLASH besucht, bis auf ein Mal. Bereits mit 15 Jahren bin ich mit 30 Mark in der Tasche, meinem kleinen Zelt und großer Aufregung hingefahren. Ich habe schon vieles mitgemacht auf dem SPLASH!. Angefangen vom jugendlichen Wahnsinn bis hin zum großen Act auf der Bühne.

Heute steht dir definitiv ein großer Spaß bevor. Du bist Headliner und spielst als Main-Act auf der Main-Stage nach A Tribe Called Quest. Wie sehr Wahnsinn ist das für dich? Springst du weiterhin von Level zu Level oder ist das Ziel irgendwann erreicht?

Das ist es nie. Meine Mutter ist Lehrerin und selbst, als sie in Rente ging, hat sie noch Fortbildungen besucht. Genauso ist es mit der Musik, es ist harte Arbeit. Wir haben stetig Action abgeliefert und uns diese Position erkämpft. Vor zwei Jahren waren wir Drittletzter von oben, letztes Jahr mit Marsi Co-Headliner und nun sind wir da wo wir stehen und werden das auch nutzen.

Vor dem Interview habe ich euren einstündigen Soundcheck mitgenommen. Wie es aussah, wird es viele Überraschungen und ein bisschen Marsimoto geben?

Oh ja, wir haben viel Action geplant. Es wird grünen Glanz, viel heißes Feuer und Support von MC Fitti geben. Wir wollen es heroisch und emotional…

Geilo, wir freuen uns. Letzte Frage: Was passiert, wenn nichts mehr geht? Welche Karrierepläne kommen noch?

Reisen, Angeln, Familie. Und natürlich Präsident vom F.C. Hansa Rostock werden. Das wird mein nächstes großes Ziel! â—¼

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