Sim City - Schaffe, schaffe, Häusle baue

Die einzige Erinnerung, die ich an die drei Jahre Gymnasium habe, bevor sie mich wegen des unterirdischsten Notendurchschnitts aller Zeiten rausgeworfen haben, besitze, ist die, wie ich im Lateinunterricht hocke…
Sim City

Schaffe, schaffe, Häusle baue

Die einzige Erinnerung, die ich an die drei Jahre Gymnasium habe, bevor sie mich wegen des unterirdischsten Notendurchschnitts aller Zeiten rausgeworfen haben, besitze, ist die, wie ich im Lateinunterricht hocke und unbedingt nach Hause will, um endlich “Sim City” auf dem Super Nintendo weiter zu zocken. Was bekanntlich die beste Version des Spiels ist. Aller Zeiten. Keine Widerrede.

Es ist also kein Wunder, dass ich mir auch den neuesten Teil der Simulationsserie angeschafft habe. Und das, obwohl ich ständig nur was von Serverausfällen, Onlinezwang und überteuertem Preis höre. Aber hey: Ich wollte “Sim City”, und wenn die das nicht geliefert hätten, dann… dann wär hier aber mal was los gewesen! Gerappelt im Karton hätt’s aber dann! Genau! Um was geht’s gleich wieder? Ach ja genau.

Bei mir ist das Produkt kein einziges Mal abgestützt oder hat mich aus dem Spiel geworfen. Außer einmal, als sich mein Windows ohne Vorwarnung dazu entschieden hatte, irgendwelche Updates zu installieren. Was es eigentlich ständig macht. Weshalb ich Microsoft so sehr hasse, dass ich fast ein eigenes Meme werden könnte, wenn ich daran denke. „Du machst grad was Wichtiges? Nein? Dann lass’ mal einfach neu starten!“ Arschloch.

“Sim City” selbst ist eine weichgespülte Version der Vorgänger. Es gibt keine Wasser- oder Stromleitungen mehr, jedes Gebäude muss an irgendwelche Straßen gebaut werden, weil es den Bau sonst verweigert, die Karte ist viel kleiner als damals, was es schon nach einer halben Stunde ziemlich schwierig macht, irgendwo wichtige Gebäude wie den Flughafen, das Casino oder deine scheiß Villa hinzubauen.

Auch wenn dich der Antarktis-Server nicht aus der Liste haut, hast du dennoch immer wieder Momente, in denen du den Computer aus dem Fenster werfen könntest. Wenn du dich zum Beispiel verbaust und es keine Zurück-Taste gibt. Wenn du nur eine Straße abreißen willst, aber automatisch ein ganzes Stadtviertel mitlöscht. Oder wenn du keinen Platz mehr hast, um Anbauten an dein Krankenhaus oder die Feuerwehr zu setzen.

Ansonsten ist es wohl die beste Aufbausimulation der Welt. Du bastelst ein wenig rum und guckst, was passiert. Hier eine Bibliothek, da drüben eine Polizeistation und ein Sonnenkraftwerk. Irgendwelche Bewohner demonstrieren ständig vor dem Rathaus oder ziehen weg, weil es “zu viele Opfer” in der Stadt gibt. Ein krimineller Industrieller ist dein bester Kumpel. Ach, der Aquariumeffekt ist so toll…

“Sim City” ist nett, aber nicht unbedingt 70 Euro wert. Besonders wenn man bedenkt, dass sie euch durch anstehende In-Game-Käufe noch weitere Geldscheine aus der digitalen Börse stibitzen. Das nimmt ja alles kein Ende, nimmt es das. Wer schon auf dem SNES oder mit den früheren Teilen Spaß hatte, der wird auch hiermit seine Freude haben. Mein Gott, es ist halt “Sim City”, was soll ich da groß sagen? Schaffe, schaffe, Häusle baue!

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