Ist das das Ende? - Menschen, Meteoriten, Melancholia

Wow, krass. Ein Meteoroid ist gerade in der russischen Ural-Provinz Tscheljabinsk eingeschlagen und hat damit hunderte Menschen verletzt, die meist von zerbrochenen Fensterscheiben getroffen wurden. SPIEGEL ONLINE schreibt: „Nachrichtenagenturen zitierten…
Ist das das Ende?

Menschen, Meteoriten, Melancholia

Wow, krass. Ein Meteoroid ist gerade in der russischen Ural-Provinz Tscheljabinsk eingeschlagen und hat damit hunderte Menschen verletzt, die meist von zerbrochenen Fensterscheiben getroffen wurden. SPIEGEL ONLINE schreibt: „Nachrichtenagenturen zitierten mehrere Augenzeugen, die von heftigen Explosionen in der Region berichteten. Unter Teilen der Bevölkerung sei Panik ausgebrochen.“

Und weiter: „Genaue Angaben zum Umfang der Schäden liegen bislang nicht vor. Unklar ist auch noch, ob es sich um einen oder mehrere Meteoriten gehandelt hat, die niedergingen. Während die Sprecherin des Katastrophenschutzministeriums von einem Meteoritenhagel sprach, zitierte die Agentur Interfax eine andere Sprecherin mit den Worten, es sei ein einzelner Meteoritenkörper gewesen.“

Anscheinend hatte das Teil niemand auf dem Schirm, Wissenschaftler beobachteten wohl lieber einen gewissen 2012 DA14, der heute Abend um 20.24 Uhr Mitteleuropäischer Zeit nur knapp an der Erde vorbei fliegen soll. Und mit knapp meinen wir in weniger als 28.000 Kilometern Entfernung, was in kosmischen Maßstäben einem Beinahe-Zusammenstoß gleicht. Und plötzlich ist sie wieder da: Die Angst aus dem All.

Unter den YouTube-Videos von russischen Autofahrern, die den Einschlag live dokumentiert haben, sammeln sich die Kommentare von Spinnern, Propheten und Gottesfürchtigen. “The Light is the Light of God at all times”, schreibt zum Beispiel ein Nutzer namens onebodyonebread. „PEACE as John Lennon would have wanted it“, meint Johnny Goode. Und roofanhealer fügt hinzu: „In Soviet Russia, you hit Meteorite!“

Kein Film hat mich im letzten Jahr so sehr beschäftigt wie “Melancholia”. Die Geschichte um eine nackte Kirsten Dunst im Mondschein und einen wunderschönen, blauen Planeten, der auf die Erde zurast und vor dem es kein Entkommen gibt. Alles endet in einer alles beendenden Explosion, es gab nichts, was wir dagegen tun konnten. Dieser Einschlag zeigt mal wieder, wie schnell alles vorbei sein kann.

Russland will nach dem Vorfall jedenfalls nicht mehr untätig dasitzen und sich freiwillig von Brocken aus dem All treffen lassen. Der Vizeregierungschef Dmitrij Rogosin möchte jetzt Technologien entwickeln lassen, die gefährliche Flugkörper im All zerstören können. Mit Lasern oder Raketen oder einer riesigen Steinschleuder, was weiß ich. Denn weder Russland noch die USA hätten die Möglichkeit zur Abwehr solcher Objekte, sagte der für die Raumfahrt zuständige Politiker. „Und was ist dein Job so?“ „Ich ballere auf Asteroiden!“ Wow!

Ob man mit diesem Schutzschild auch riesige Planeten namens Melancholia zerbröckeln kann, die in einem Todestanz um die Erde fliegen, bevor sich Väter im Pferdestall selbst das Leben nehmen, Strommasten zu glühen beginnen und kleine Kinder in imaginären Schutzräumen von Druckwellen zerfetzt werden, sei einmal dahin gestellt. Etwas sicherer würde ich mich dennoch fühlen. Ein bisschen jedenfalls.

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