Moralkurs im Internet - Island will Pornos verbieten

Wisst ihr noch, als Robert Lopez und Jeff Marx “The Internet is for Porn” im Musical “Avenue Q” gesungen haben? Und wisst ihr auch noch, als wir alle nach Island…
Moralkurs im Internet

Island will Pornos verbieten

Wisst ihr noch, als Robert Lopez und Jeff Marx “The Internet is for Porn” im Musical “Avenue Q” gesungen haben? Und wisst ihr auch noch, als wir alle nach Island auswandern wollten, weil dort das Mekka der digitalen Publizisten errichtet werden sollte? Tja, das eine ist wohl bald eine Lüge und aus dem anderen wird auch nichts mehr. Denn wenn es nach Island geht, wird das Internet bald pornofrei.

Geile Teens, die Massenorgien mit ihrem vermeintlichen Lehrer veranstalten? Amerikanische Promis, die mal wieder einen stöhnenden PR-Schub brauchen? Japanerinnen, die in Tassen scheißen und damit eine Welle von Reaktionsvideos lostreten? Wenn es nach dem isländischen Innenminister Ögmundur Jónasson geht, ist damit so schnell wie möglich Schluss. Für die Kinder. Und gegen die Wichser.

Wie die britische Daily Mail berichtet, trommelt der Politiker gerade alle Parteien zusammen, um die digitalen Fickbildchen, Penetrationsfilme und Inzestgeschichten aus dem heimischen Netz zu verbannen und alles für illegal zu erklären, was damit einher geht. Alles wird automatisch geblockt. Und Kreditkarteninhaber, die für anstößiges Material bezahlen, können angezeigt und eingebuchtet werden.

Warum machen die das? „Wir sind nicht gegen Sex“, sagt die Beraterin des Innenministers Halla Gunnarsdóttir. „Es geht darum, dass Kinder Pornos sehen und das nachmachen. Und genau dagegen müssen wir vorgehen! Dank Pornografie wissen Jugendliche nicht mehr, was richtig und was falsch ist.“ Das alles geschieht zwei Jahre, nachdem Island alle Stripclubs geschlossen hatte.

Sollte Island digitale Pornografie tatsächlich verbieten, wäre es die erste europäische demokratische Nation, die so ein Gesetz erfolgreich verabschiedet. Und damit womöglich ein Vorbild für weitere Staaten. Und während die Moralapostel jubeln, dürfte der Markt für externe Festplatten und USB-Sticks in den nächsten Monaten explodieren, damit sich jeder noch schnell das komplette YouPorn-Archiv herunterladen kann.

Wie seht ihr das: Würdet ihr komplett auf Pornos im Internet verzichten, wenn damit der Schutz unserer Kinder gewährleistet wäre? Wäre so ein Schritt technisch überhaupt 100% durchführbar? Und wären Jugendliche nicht die Ersten, die Mechanismen finden würden, um die Blockaden zu umgehen? “The Internet is for Porn?“ Wenn es nach unseren nordwestlichen Nachbarn geht, dann lautet die Antwort ganz klar: Nö.

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4 Kommentare

  • Würdet ihr komplett auf Pornos im Internet verzichten, wenn damit der Schutz unserer Kinder gewährleistet wäre?
    – Nö

    Wäre so ein Schritt technisch überhaupt 100% durchführbar?
    – Nö

    Und wären Jugendliche nicht die Ersten, die Mechanismen finden würden, um die Blockaden zu umgehen?
    – Nö, die 21-30 jährigen Hardcore-Nerds die nie Chicks abbekommen finden die Hacks.

  • Dan

    naja was ist wenn die keine ips blocken sondern man zwangssoftware auf seinem computer installieren muss, damit alle pornos und nacktfotos geblockt werden? dann nützen dir proxys auch nicht mehr!

  • @Dan Ich höre Staatstrojaner ?

    Ansonsten wird doch eh nix draus werden in Deutschland, wir schalten da eher das Internet komplett ab und Marcel ist arbeitslos :D