Tokyo Diary - Lost in Vorbereitungen

In etwas über einem Monat verlasse ich dieses Land, das unter seinen ständig gleichen Debatten, Gesichtern und Regeln zu zerbrechen droht, und werde in einem Flugzeug gen Osten sitzen. Ein…
Tokyo Diary

Lost in Vorbereitungen

In etwas über einem Monat verlasse ich dieses Land, das unter seinen ständig gleichen Debatten, Gesichtern und Regeln zu zerbrechen droht, und werde in einem Flugzeug gen Osten sitzen. Ein Jahr Tokio. Aber das wisst ihr ja bereits. Warum ich euch das noch mal auf die Nase binde, bevor hier überhaupt mal was passiert, liegt genau daran: Es passiert nichts! Jedenfalls nicht auf AMY&PINK. Momentan.

Denn so gerne ich euch auch wie gewohnt gepflegt fotografische Sensationen, unheimliche Ereignisse und traumatiserende Musikvideos um die kleinen Ohren hauen würde, so sehr muss ich mir langsam eingestehen, dass meine bevorstehende Reise in das Land der aufgehenden Sonne ein ziemlicher Stress ist. Ne, nicht nur einer, ziemlich viele Stresses! Stresss. Stressesse. Immer zweimal mehr.

Zum einen das ganze Visumsgetue. Krankenkasse, Flugtickets, Wohnung, Formulare, Kopien, Passfotos, Anschreiben, zur Japanischen Botschaft rennen, sein ganzes Zeug durch die Sicherheitsschleuse vom lieben Ulrich drücken lassen. Zum anderen natürlich die Wohnungsauflösung. Wohin mit dem ganzen Zeug? Verkaufen, verschenken, verbrennen, zu Mami karren? Aufessen? Wer will meine alten DVDs, hm? Und die Wii?

Dann natürlich noch die ganze Steuerscheiße plus Abmelden plus Papiere zusammen suchen plus Bankangelegenheiten klären plus Verträge pausieren bzw. kündigen plus noch schnell zu diversen Ärzten stolpern. Ganz zu schweigen davon, dass ich noch etwas über 30 Tage Zeit habe, die Sprache so sehr zu beherrschen, um nicht schon am ersten Tag von einem wütenden Mob durch Shibuya gejagt zu werden. Warum auch immer.

Außerdem bin ich gerade dabei, FRIENDS IN TOKYO zu meinem persönlichen Reiseblog umzuarbeiten, um dort über meine sicherlich toootaaaal epischen Abenteuer zu berichten und den normalen AMY&PINK-Leser nicht mit kunterbuntem Nippon-Overkill zu verschrecken. Und das bedeutet auch, dem Japanischen Tourismusverband regelmäßig in sexy gestalteten Media Kits zu erzählen, was man denn da drüben so vorhat, damit die einem am besten Tickets für Festivals, Events und die U-Bahn sponsern. Ach ja, das ist schon ein echt hartes Leben.

Eigentlich habe ich diesen “Artikel” nur geschrieben, um mich mal über nichts und wieder nichts zu beschweren und euch dämlich verpackt zu erzählen, warum hier momentan ungefähr so viel abgeht wie in Georginas Gehirn. Uuuuh, popkultureller Diss! Voll krass. Habt also noch ein wenig Geduld, bald bin ich mit allem fertig. Auch mit FRIENDS IN TOKYO. Wenn alles glatt geht, dann wird das toll. So. Und was geht bei euch so?

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Topman

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2 Kommentare

  • jim knopf

    Um etwas gegen “ständig gleichen Debatten, Gesichtern und Regeln” zu unternehmen, entflieht man einfach den Problemen.
    Bravoohhhh.

    • Marcel

      Ich wette, dass sich die selben Leute auch noch über die selben Dinge aufregen werden, wenn ich wieder zurück komme. Ich mach also einfach mal eine Pause von dem ständigen Gelaber.