Welcome To New York City - Hier ist alles amazing!

Nachdem mich Las Vegas und Los Angeles eher enttäuscht hatten, war New York City die letzte Chance, die Vereinigten Staaten für mich als kulturell hochwertiges Land zu retten. Als eine…
Welcome To New York City

Hier ist alles amazing!

Nachdem mich Las Vegas und Los Angeles eher enttäuscht hatten, war New York City die letzte Chance, die Vereinigten Staaten für mich als kulturell hochwertiges Land zu retten. Als eine Nation, deren Städte nicht schnell dahin gerotzt wurden, die Geschichte und Tiefe in sich vereinen konnten, die sich gewachsen anfühlten und nicht so, als hätte sie ein Sechsjähriger rasant per SimCity-Editor erschaffen.

Ich war selbst verwundert über mich selbst, wie schnell ich mich letzten Endes doch in die pulsierende Metropole verliebt hatte. Wie sehr mich die ständig aufeinander prallenden Welten der glitzernden Hochhäuser Manhattans und der dreckigen Arbeiterviertel Brooklyns faszinierten. Wie unvermittelt ich mich zwischen all den hektisch umherlaufenden Menschen, den laut hupenden Taxis, den vielfältigen Geschäften heimisch fühlte.

Dank AXE durfte ich vier Nächte in New York City verbringen. Zum Auftakt der Apollo-Kampagne waren ich und zwei Kollegen (Hallo Markus und Alex!) ein- und wieder ausgeflogen worden. Drei Nächte verbrachte ich im Empire Hotel direkt am Central Park, die letzte schlief ich im Apartment einer schielenden Japanerin, das neben dem Rockefeller Center und dem Times Square lag. Gesponsert hatte mir das Wimdu. Danke.

Ich aß das beste Pastrami-Sandwich der Stadt bei Katz’s Delicatessen (obwohl ich das bei Mogg & Melzer in der Jüdischen Mädchenschule trotzdem leckerer finde), hing in zwölf verschiedenen Starbucks ab (getting Shit done) und guckte beim 9/11-Memorial vorbei, nur um zu entdecken, dass die Leute nach über zehn Jahren wohl mit dem Trauern abgeschlossen hatten und den Platz nur noch als ganz normale U-Bahnstation nutzten.

Mit dem U-Bahnsystem wiederum kam ich genauso schnell zurecht, wie damit, den Angestellten auch nach dem 374. “Awesome!”, “Amazing!” und “You’re welcome!” nicht ins Gesicht zu spucken. Die New Yorker sind nämlich höflicher als manche denken. Aber vielleicht auch nur zu dummen Deutschen, die wie ich zehnmal ein- und dieselbe Straße rauf und runter rennen, weil sie zu dämlich dafür sind, eine bestimmte Hausnummer zu finden. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass es wie aus Eimern geregnet hat und es war kalt und ich bin nicht der Hellste.

In Brooklyn wiederum haben wir uns so hart verlaufen, dass wir auf irgendwelchen Hafengegenden herauskamen, deren Szenerien ihr aus diversen “CSI: New York”-Folgen kennt. Weil dort ständig arme Typen wie wir abgezogen und anschließend erschossen werden. Und hätte uns nicht ein angeödeter Taxifahrer aus der Backsteinhölle gerettet, hättet ihr von mir sagen können: „Ach, wenigstens ist er in New York abgekratzt.“

Hätte ich nicht schon längst mein Flugticket, um in eineinhalb Monaten nach Tokio abzuhauen, dann würde ich mir ernsthaft überlegen, ein Jahr in den Big Apple zu ziehen. Es ist schließlich wie hier in Berlin. Nur wichtiger. Und nicht ganz so dorfmäßig. Mach’s gut, US und A. Wir werden uns alsbald wieder sehen. Und vielleicht lerne ich dann ja doch noch Los Angeles und Las Vegas zu schätzen. Wer weiß.

Weitere Fotos von Alexander Frohn.

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5 Kommentare

  • Johnny

    Das letzte Foto hat was :)
    Ansonsten schöner Trip, um den ich dich jetzt irgendwie beneide.

  • Nell

    Genau. WTC is nur noch ne U-Bahn Station und das Trauern is abgeschlossen. WTF? Haste wohl nich gefunden was? Am ehemaligen WTC sind seit ein paar Monaten zwei Memorial-Becken (Grundriss der beiden alten Skyscraper) mit eingravierten Namen und täglich gigantomanischer Touristenschlange davor, inkl. Sicherheitsscheck wie am Flughafen.
    Gegnüber wird gerade eine ein Museum errichtet, mit Führungen von betroffenen und allem Pipapo – dass im Mrz’13 aufmacht.

    Und ja Las Vegas ist Sim City meets Phantasialand. LA ist in den Küstenregionen allerdings ohne jede Frage ein Traum. Gleiches gilt für San Francisco – da sollteste wohl dringend nochmal hin.

    • yvonne strüwing

      Die Fotos sind schön, aber ich verstehe den Sinn des fast inhaltlosen Artikels nicht, New York ist keine Stadt, in der man gut leben kann, oder man gibt sich mit einer 6 qm Nussschale für 900 Dollar im Monat zufrieden. Die Clubs schliessen auch sehr früh und ausgehen ist teuer, außer Konzerte. Da ist Berlin sehr viel weiter und überhaupt kein Dorf. Ja in New York gibt es alle 5 Meter einen Starbucks, aber dieses Cafe ist doch wohl alles andere als erwähnenswert. Hätte von Amy&Pink etwas mehr erwartet.

  • AXE APOLLO × NICHTS SCHLÄGT EINEN ASTRONAUTEN × MODE × AMY&PINK

    […] was haben wir von Altmeister Buzz Aldrin bei unserem fulminanten Besuch im Big Apple gelernt, während Hip-Hop-Wonneproppen Kendrick Lamar uns mit seinen Lyrics zum […]

  • berliner

    Die Fotos sind in der Tat sehr schön, aber auch ich muss Yvonne zustimmen. Berlin ist keineswegs ein Dorf. Es läuft momentan vielen Touristenmetropolen Stück für Stück den Rang ab. Aber das ist auch immer eine subjektive Meinung. New York ist sicher noch etwas bunter und schriller, aber Berlin muss sich im internationalen Vergleich mit Sicherheit nicht verstecken. Was die Party-Szene angeht würde ich mich auch aus dem Fenster lehnen und sagen, dass Berlin hier oft eine Vorreiter-Rolle hat und hier Trends gesetzt werden.