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Instagram - Die klauen uns unsere Fotos!

Es vergeht kein Tag, an dem sich nicht irgendwer über irgendetwas aufregt. Leute, die sich darüber aufregen, dass die Welt bald untergeht. Leute, die sich darüber aufregen, dass die Welt…
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Die klauen uns unsere Fotos!

Es vergeht kein Tag, an dem sich nicht irgendwer über irgendetwas aufregt. Leute, die sich darüber aufregen, dass die Welt bald untergeht. Leute, die sich darüber aufregen, dass die Welt nicht untergeht. Leute, die sich über Leute aufregen, die sich darüber aufregen, dass irgendwas mit dieser Welt passiert. Heute im Fokus: Instagram. Die Lieblings-App aller Abendessen-, Stinkefüße- und Konzertticketfotografen.

Ganz schnell erklärt geht es darum, dass die Leute hinter Instagram, also Facebook, ab Anfang nächsten Jahres neue Nutzungsbedingungen ausrollen, die es ihnen erlaubt, jedes auf ihrem Service hochgeladene Foto kommerziell und ohne Einverständnis der Mitglieder zu nutzen. Zum Beispiel zu Werbezwecken. Oder damit sich Mark Zuckerberg eine hübsche Tapete aus ihnen basteln kann.

Ein Foto der Sätze, die Filterfetischisten in Rage versetzt, geistert momentan als “Instagram’s Suicide Note” durch’s Netz und hat in den letzten Stunden für zahlreiche Schlagzeilen gesorgt. Die ersten Nutzer haben ihren Account bereits gelöscht, während sich wieder andere über genau diese Leute lustig machen. Da wird mal wieder eine Mücke zum Elefanten gemacht. Wenn ihr überhaupt noch wisst, was dieses Sprichwort bedeutet.

Das Problem an der Sache ist: Diesmal kann ich die Aufregung vollkommen nachvollziehen. Denn ich habe absolut keine Lust darauf, dass Facebook seinen Fotoservice als Bildwäsche missbraucht und diese von Nutzungsrechten befreit. Diese paar Zeilen erlauben es dem Konzern, Fotos kostenlos für alles mögliche zu missbrauchen, ohne den Fotografen dafür anständig entlohnen zu müssen. Und das ist natürlich falsch.

Ein weiteres Problem wird sein, dass trotz des medialen Aufruhrs nur ein Bruchteil der Instagram-Nutzer von den Änderungen der Nutzungsbedingungen erfahren wird. Das dürfte für einige Überraschungen sorgen, wenn sie plötzlich Bilder von sich und ihren Liebsten auf dem nächsten Werbebanner oder sogar außerhalb des Internets wiederfinden. Auf Plaketen oder in Werbespots. Und nichts dagegen machen können.

Die Erfahrung zeigt, dass Alternativen wie Vignette, Hipstamatic oder EyeEm durch solche Ereignisse zwar einen Nutzeransturm erleben, aber keines von ihnen auch nur annähernd an Instagram heranreichen wird. Ich persönlich werde mir ab jetzt besser überlegen, welche Arten von Bildern ich auf Instagram teilen werde. Jedenfalls solange, bis Facebook der Kritik klein beigibt oder sich ein klarer Sieger bei den Mitbewerbern abzeichnet.

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Superdry

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4 Kommentare

  • Ich bin hier ganz klar deiner Meinung. Im Prinzip ist es egal aber dennoch ist es in gewisser Weise Diebstahl, da Instagram, wie du schon sagtest, die Fotografien nicht entlohnt. Als ob der gesamte Konzern nicht genug Geld hätte jedem Fotografen 10€ in die Tasche zu stecken, für ein Bild das sie gern verwenden möchten. Wobei ich es sowieso witzig finde, denn wenn man mal die Qualität und Größe der fertigen Instagram Bilder betrachtet, sollte jedem klar sein, dass diese weder für eine 10 Meter Plakatwand noch für Mini-Skyscraper im Netz verwendet werden können. Die Qualität/Größe der Bilder lässt das eigentlich gar nicht zu. Klar, Instagram wird die Originalbilder sicherlich mitloggen auf voller Größe und Qualität aber das wird auch relativ wenig bringen. Meistens sehen die Bilder wirklich schöner mit Filtern aus (weil kaum eine Sau weiß, wie man richtig fotografiert) aber einen super duper Qualitätsunterschied wird es hier denke ich nicht geben, wenn ich mir mal so die typischen Instagram-Hipster anschaue, sind die Bilder sowieso alle scheiße.

    Vermutlich wird sich Facebook/Instagram nur an Bilder bedienen, die mit einer Spiegelreflex gemacht wurden und anschließend hochgeladen wurden.
    Naja, was will man da noch groß sagen/machen. Ob die User es wollen oder nicht, sie ziehen es durch und im Endeffekt wird es doch sowieso jedem egal sein. Klar, es werden sich drei oder vier Familienväter und ihr Töchter beschweren, wenn Sie in einem Facebookprospekt abgebildet sind wie sie gerade einen Käsekuchen essen aber das Spielchen kennen wir ja schon. 1 Tage streiterei und am nächsten Tag könnte man meinen, dass Facebook die besagten Personen mit einem Betonblock an den Füßen im Meer versenkt hat, da man nie wieder etwas von diesen Personen hört.

    Fazit: Wie gut, dass Überübermorgen die Welt untergeht.

  • Roman

    Alles in allem wird das ganze 95% der Nutze kaum bis garnicht betreffen.
    Und diejeniegen die mit ihren Fotos wirklich echtes Geld verdienen werden klug genug sein den Dienst entsprechend zu nutzen.

    Trotzdem finde ich diesen Schritt es eine ziemliche Frechheit, gerade in Zeiten von Fotos von Schlangenkuchen, Ironman cosplay und ähnlichem werden Blogger in die Hölle und zurück geklagt und instragram respektive Facebook ändert mal eben rückwirkend, die AGB’s uns sichert sich so die verkaufsrechte an mehreren millionen Fotos.

    Da fehlt mir die verhältnismäßigkeit.

  • myopinion

    ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha.

    AMY Fick beschwert sich über fotoklauende Gestalten. Das ihr euch nicht selber schon peinlich seid.

    ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha. ha ha.