Ein Jahr Tokio:

Ein Jahr Tokio - Mach’s gut, Berlin!

Es vergeht quasi kein Tag, an dem ich nicht mit den Gedanken in Tokio bin, seitdem ich dort im Sommer drei Monate lang gelebt habe. An die Momente, in denen…
Ein Jahr Tokio

Mach’s gut, Berlin!

Es vergeht quasi kein Tag, an dem ich nicht mit den Gedanken in Tokio bin, seitdem ich dort im Sommer drei Monate lang gelebt habe. An die Momente, in denen ich zum ersten Mal auf der Kreuzung in Shibuya stand, in denen ich durch die Läden in Akihabara streifte, in denen ich in Harajuku im Terminal arbeitete. Und jede Minute verblassten meine Erinnerungen ein wenig mehr. Und mehr.

Damit meine Erlebnisse dort nicht zu einem durchsichtigen Traum verkommen, habe ich in den letzten Wochen darauf hingearbeitet, so bald wie möglich dorthin zurück zu kehren. In die Stadt, die mein Herz erobert und nicht mehr hergegeben hat. So eklig kitschig sich das auch anhören mag. Doch nirgendwo sonst habe ich mich so frei, so lebendig, so neugierig gefühlt wie dort. Und das will doch wohl was heißen, oder?

Jetzt steht mein Flug dorthin. Am 4. März 2013 werde ich Berlin den Rücken kehren. Voraussichtlich für ein Jahr. Im Rahmen des Working-Holiday-Visums der Japanischen Botschaft, das es Unter-30-Jährigen erlaubt, das Land der aufgehenden Sonne ausgiebig zu erkunden, dort zu arbeiten, herum zu reisen. Was man dazu braucht: Etwas Geld, eine Auslandskrankenversicherung und ein paar Dokumente.

Was ich mit meiner jetzigen Wohnung mache, weiß ich noch nicht so genau und eine vernünftige Unterkunft suche ich auch noch. Wenn ihr also jemanden kennt, der jemanden kennt, der in Tokio lebt, dann schickt mir mal dessen Kontaktdaten, damit ich dort nicht ein Jahr lang im Yoyogi Park abhängen muss. Angebote und Gutscheine gewisser digitaler Vermietungsgesellschaften nehme ich natürlich auch entgegen. Hehe.

Einerseits wird es mir unglaublich schwer fallen, mich von meiner Wahlheimat zu trennen. Besonders jetzt. Andererseits sind 365 Tage auch nicht die Welt. Dann komme ich zurück und schätze die Dinge, die ich sonst in der deutschen Hauptstadt so angeödet an mir vorbei ziehen lasse, womöglich wieder ein wenig mehr. Mach’s gut, Berlin! Ich lieb dich ja ein bisschen. Und Hallo, Tokio! Du glitzernd glühende LSD-Metropole!

Abonniert unseren Newsletter!

Amazon Styles

Was ist deine Meinung?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Füge deinem Kommentar ein Bild hinzu:

11 Kommentare