Zur deutschen Abmahnwelle - Die Blogosphäre schlägt zurück!

Eine Anwaltskanzlei hält seit Monaten die deutschen Blogger in Atem, indem sie Abmahnungen über eventuelle Urheberrechtsverstöße verschickt. Über 500 dieser Briefe, so munkeln Kenner der Branche, sind demnach bereits in…
Zur deutschen Abmahnwelle

Die Blogosphäre schlägt zurück!

Eine Anwaltskanzlei hält seit Monaten die deutschen Blogger in Atem, indem sie Abmahnungen über eventuelle Urheberrechtsverstöße verschickt. Über 500 dieser Briefe, so munkeln Kenner der Branche, sind demnach bereits in hiesigen Briefkästen gelandet. Oft mit Forderungen zwischen 2.000 und 10.000 Euro pro Bild. Und der Wahn geht munter weiter. Das neueste Opfer: Ein über die nationalen Grenzen hinaus bekannter Nachtclub.

Dass sich ein fleißiger Widerstand in der Schreibcommunity zusammen geschlossen hat, dürfte kein Geheimnis mehr sein, jetzt hat der erste bekannte Blogger Strafanzeige gegen die abmahnwütige Kanzlei activeLAW und seinen neuen Lieblingsklienten, die hgm Press Michel OHG, gestellt. Der Vorwurf: Betrug. Denn oft konnte die Kanzlei nicht einmal nachweisen, dass sie die Bildrechte überhaupt besitzt.

Stattdessen setzen sie wohl auf das Unwissen der Abgemahnten. „Hier wird gezielt mit Angst Geld gemacht,” erklärt Matthias Winks, der jetzt genug hat. „Allein der beigefarbene Umschlag, förmliche Zustellung per Einschreiben. Dann die Summe. Ich möchte nicht wissen, wie viele Blogger sich nicht an einen Anwalt gewandt, stattdessen lieber bei der abmahnenden Kanzlei angerufen und dort einen Spezial-Deal ausgehandelt haben.“

Und weiter: „Jetzt gibt es die Peitsche zurück. Ich sollte abgemahnt werden für etwas, wofür der mich Abmahnende überhaupt keine rechtliche Grundlage hatte? 7.550 Euro sollte ich zahlen und dann doch nicht, weil man sich irgendwie geirrt hat? Man wollte mich und viele weitere Blogger betrügen, wenn nicht erpressen. Und genau daher gibt es jetzt eine Strafanzeige zurück.“

Bloggern wie Matthias Winks, die ebenfalls wegen des nun berüchtigten Fotos von Nathan Sawaya eine später doch wieder zurück gezogene Abmahnung bekamen, wird geraten, ebenfalls Strafanzeige gegen ActiveLAW und die hgm Press Michel OHG wegen Betrugs zu stellen. Alle anderen sollten zumindest auf einen hieb- und stichfesten Rechtenachweis pochen, bevor sie Geld bezahlen.

Wir können nur hoffen, dass Matthias mit seiner Retourkutsche Erfolg hat und Anwälten, die denken, dass sie sich mit professionellen Abmahnungen und auf Kosten anderer eine goldene Nase verdienen können, das Handwerk gelegt wird. Ziehen Sie sich warm an, Frau Elisabeth Michel mitsamt den Herren Kai H. und Hans-G. Michel, die deutsche Blogosphäre schlägt zurück! Hoffentlich haben Sie sich das gut überlegt…

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