Im Gespräch mit Schwarz Dont Crack - Liebe, Sex und Partys

Wenn von Zugezogenen aus kleinen provinziellen Dörfern und westlichen Metropolen wie New York gesprochen und mit dem omnipräsenten Wort “Kreativität“ um sich geworfen wird, glaubt man, nicht mehr beeindruckt werden…
Im Gespräch mit Schwarz Dont Crack

Liebe, Sex und Partys

Wenn von Zugezogenen aus kleinen provinziellen Dörfern und westlichen Metropolen wie New York gesprochen und mit dem omnipräsenten Wort “Kreativität“ um sich geworfen wird, glaubt man, nicht mehr beeindruckt werden zu können. Aber mit Sebastian und Ahmad, zwei großartigen Talenten, die zu der Band Schwarz Dont Crack verschmolzen sind, weiß man endlich wieder, was den Hype und Vibe um Berlin wirklich ausmacht, wenn man in der Stadt ist, in der die beiden Künstler derzeit leben, um Musik zu machen.

Zu den berauschenden minimalistischen Elektro-Klängen von Sebastian singt Ahmad mit einer soulig soften Stimme über die sexiesten Dinge im Leben. Mitsingen, Mittanzen und Kopfnicken. Wer die Jungs und ihre Musik noch nicht kennt, weiß spätestens jetzt Bescheid. Wir haben the next big thing Schwarz Dont Crack im Soho House Berlin getroffen und über ihre Anfänge, guten R’n’B und die einmalige Namensgebung gesprochen.

Wo habt ihr euch getroffen?

Sebastian: Auf Craigslist.

Ahmad: Ich bin im Mai 2011 von Brooklyn nach Berlin gezogen. Dort habe ich nach einem Produzenten gesucht, um gemeinsam Songs zu schreiben und nach einem Monat hat Sebastian auf meine Anzeige geantwortet. Also haben wir uns im Juni oder Juli letztes Jahr getroffen und gleich zusammen angefangen.

Cool. Wenn es kein Internet gäbe, was hättet ihr getan?

Ahmad: Ich wäre wahrscheinlich zu Open Mic Sessions oder zu Parties gegangen. Ich bin ziemlich gesellig und es gefällt mir, Menschen zu treffen. Wie ich Sebastian getroffen habe und wie wir zu einer Band wurden, ist eine ziemlich coole Sache.

Und du, Sebastian?

Ich hätte weiter gesucht oder hätte es einfach selbst übernommen, wobei ich mir eigentlich nicht sicher bin, ob ich ich wieder zum Mic greifen will. (Lacht) Ich bin nicht der beste Sänger auf der Welt.

Schwarz Dont Crack

Wie habt ihr beide gemeinsam diese Musik entwickelt, die wir heute von euch beiden hören dürfen?

Sebastian: Das ist eine interessante Frage.

Ahmad: Es ist eine gute Frage. Kannst du sie beantworten?

Sebastian: Ich bin mir nicht wirklich sicher.

Ahmad: Wie haben wir es gemacht? Okay, also ein kurzer Abriss: Wir haben uns getroffen und haben gemerkt, dass wir einen ähnlichen Musikgeschmack haben. Sebastian hat mir seine Tracks vorgespielt. Und weil ich mich sofort hingezogen fühlte, habe ich schnell dazu geschrieben. Und von diesen Anfängen haben wir unseren Sound entwickelt. Unser erster Track heißt „Day by Day“ und dieser Song wurde zur Vorlage für ‘ne Menge anderer Tracks. Nicht ähnlich, auch nicht exakt gleich, aber wir haben irgendwie den Sound um den Song herum kreiert…

Sebastian: …in etwa versucht die gleiche Atmosphäre beizubehalten.

Ahmad: Yeah, so ungefähr haben wir begonnen. Wenn es um R’n’B geht, haben wir so ziemlich den gleichen Geschmack. Und wir wollten es auf jeden Fall minimal halten. Ich weiß nicht, wir schmeißen oft mit dem Wort “minimal“ um uns. (Lacht) Es geht uns wirklich um das Gefühl. Wenn ich einen Track höre, den Sebastian für mich gemacht hat, und eine positive Reaktion darauf habe, möchte ich einfach dazu schreiben!

Weißt du, wir wollen zu diesen Tracks schreiben, von denen wir beide denken, dass sie einfach gut werden. Wenn es ein Track ist, der mich einfach nicht bewegt, dann ist es für mich als Songwriter einfach schwierig. Generell entscheiden wir dann, den Track nicht zu benutzen, da ich einfach nicht dazu schreiben kann. So kreieren wir unsere Musik. Wenn wir es nicht mögen, wird es in den Müll geworfen. (Lacht) Ernsthaft! Es ist echt ein wichtiger Prozess, wenn es darum geht, unseren Sound zu entwickeln. Es ist noch immer ein sich entwickelnder Sound.

Sebastian: Ich denke, es wird immer ein sich entwickelnder Sound sein. Ich möchte nicht einfach in einer Richtung stecken bleiben. Es soll immer eine ähnliche Stimmung da sein, aber die Einflüsse sind ständig verschieden.

Habt ihr Musikidole? Und welche Musik hört ihr gerne?

Sebastian: Mick Jagger und Keith Richards.

Ahmad: Echt? Das sind deine Idole?

Sebastian: Ja.

Ahmad: Ich bin von Prince besessen. Ich bin echt ein großer Prince-Fan. Er ist mein größtes Idol.

Sebastian: Ich denke, wir beide hören so ziemlich jedes Musikgenre. Ich komme aus der Rock-Bereich, aber ich höre eigentlich jedes Genre. Von Klassik über Hip Hop bis hin zu R’n’B.

Ahmad: Ich höre auch jede Art von Musik. Ich höre Hip Hop. Ich höre Elektro. Jede Art von Musik. Aber zurzeit höre ich nicht sehr viel Musik. Ich fokussiere mich wirklich auf unser Projekt und versuche uns auf ein anderes Level zu bringen. Gerade passieren sehr viele Dinge in unserem Leben. Es wird stressiger und arbeitsreicher für uns. Es ist echt so, dass ich einfach nicht sehr viel Musik höre, sondern mich einfach nur auf unseren Sound konzentrieren möchte.

Schwarz Dont Crack

Du bist aus New York, Ahmad. Und du bist aus dem Süden Deutschlands. Ist es noch immer peinlich in Berlin, wenn du erzählst, dass du aus einem Dorf kommst, das keiner kennt?

Sebastian: Ich bin in Halle geboren, was in der Nähe von Leipzig ist. Wir sind dann in ein Kaff mit Namen Völklingen gezogen. Beide Städte sind ziemlich mies, mit ziemlichen Bullshit-Leuten. Die meisten Menschen dort sind sehr einfach gestrickt, manche tragen auch Knarren mit sich rum. Ich weiß nicht, wie auch immer.

Ahmad: Knarren in deinem Kaff?

Sebastian: Manchmal.

Ahmad: Wow.

Außerdem gibt es eine große Nazi-Szene.

Ahmad: Jesus, Ich werde niemals in dein Kaff fahren.

Sebastian: Das Kaff hat mich nie wirklich interessiert. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich in eine Stadt gehöre.

Ahmad: You belong to the city. (Singt)

Ich nehme an, es ist nicht sehr offen für jeden, der nicht hinein passt…

Sebastian: Ich denke, dass kein Ort auf der Welt wirklich offen ist. Aber es ist hier definitiv offener als im Kaff.

Ahmad: Da stimme ich dir nicht zu. Kein Ort auf der Welt ist offen? Was glaubst du, wer du bist? Irgendein Philosoph oder was? “No place in the world is open-minded. We are all close-minded people.“ (ahmt Sebastian nach) Aha. (Lacht)

Überall wird man mit Menschen konfrontiert, die einen nicht akzeptieren werden.

Ahmad: Natürlich, weil sie einfach Angst haben. Das ist es, was passiert, wenn du Unterschiede nicht akzeptierst, aber auch nicht die Schönheit im Unterschied sehen kannst.

Sehr schön gesagt. Wie inspiriert euch Berlin?

Sebastian: Ich denke nicht, dass es mich inspiriert. Die Musik, die ich höre, inspiriert mich und vielleicht die Filme, die ich sehe oder Bücher, die ich lese. Aber ich denke nicht, dass der Ort mich inspiriert.

Ahmad: Und ich sehe genau das ganz anders. Ich bin hier her gezogen, weil mich dieser Ort inspiriert. Meine Freunde, die Energie dieses Ortes, der internationale Vibe, der hier ist. Hier sein. Nicht direkt der Ort selbst, nicht die Straßen. Aber für mich ist Berlin inspirierend, weil es für mich zur Zeit einfach immer noch neu ist. Ich bin ununterbrochen aufgeregt. Und mit dieser Aufregung schaffe ich, es aufgeregt zu sein, wenn es darum geht, an unserem Projekt und der Musik zu arbeiten. Und das liegt definitiv daran, weil ich in Berlin bin. Meine Aufregung hier zu sein, beeinflusst meine Kreativität. Und Berlin inspiriert mich definitiv.

Warum bist du nach Berlin gekommen?

Ahmad: Ich bin 2010 für einen Monat nach Berlin gekommen, um meinen Geburtstag zu feiern. Ich bin dann zurück nach New York gekehrt, arbeitete dort im Bereich Mode. Danach bin ich für 5 Monate nach Los Angeles gegangen, um in einer Band zu sein, aber das hat nicht geklappt, also bin ich hierher gezogen. Außerdem wollte ich in Europa leben, außerhalb der Staaten. Ich habe sehr lange in New York gelebt.

So ist das mit großen Städten, sie entwickeln sich, und manchmal entwickeln sie sich nicht zum Guten… New York City hat mich gelangweilt. Ich war ernsthaft depressiv. Wenn du so lange in einer Stadt lebst, wird es immer vorhersehbarer und es existiert einfach kein Raum für eine Überraschung. Wenn du in eine neue Stadt ziehst, ist es sogar aufregend für dich, wenn du eine verfickte Brücke zum ersten Mal siehst. Nicht nur wegen der coolen Brücken, sondern der Möglichkeit wegen, jeden Tag etwas Neuem zu begegnen. Und es ist verdammt billig hier im Vergleich zu New York City, vollgepackt mit so vielen Künstlern.

Also ist Berlin auch einfach gut als Arbeitsraum.

Ahmad: Yeah, Berlin ist definitiv ein Hafen für Künstler jeder Art. Künstler sind sowieso häufig diejenigen, die sich abrackern müssen und einfach nicht viel Geld verdienen, weißt du. Wenn du in eine Stadt ziehst, die dir erlaubt, etwas zu kreieren und dir dabei nicht zu stark an den Geldbeutel geht, ist es einfach ‘ne gute Sache. Und Berlin ist zentral. Wir können viel verreisen und einfach performen, wenn wir touren.

Schwarz Dont Crack

Wann bist du nach Berlin gekommen, Sebastian?

Ahmad: Ich kam Anfang 2010 nach Berlin. Ich konnte das Kaff einfach nicht mehr ertragen. Ich bin mit meinen besten Freunden hierher gezogen, mit denen ich in einer Rock’n’Roll-Band gespielt habe. Wir haben einfach bessere Aussichten für unsere Musik hier in Berlin gesehen. Da wo wir herkommen, hören die meisten jungen Leute Screamo- und Metalcoremusik. Und wir haben es gehasst. Also mussten wir in eine Stadt ziehen, die einfach offener für verschiedene Arten von Musik ist. Aber am Ende stellte sich heraus, dass meine sogenannten Freunde einfach nur Idioten sind. Also hab ich weiter gemacht und mein eigenes Ding durchgezogen.

Eure Band heißt Schwarz Dont Crack. Wie ist euch das eingefallen? Was ist die Idee dahinter?

Sebastian: Er ist zu mir gekommen und meinte: Yeah, wir sollten das Projekt “Black Dont Crack“ nennen. Wir waren dann auf dieser Party und sein Freund Denvil aus den Vereinigten Staaten kam und machte sich die ganze Zeit über das deutsche Wort “Schwarz“ lustig.

Ahmad: In den Staaten sagt man „Black don’t crack“. Und das liegt daran, dass schwarze Leute langsamer altern. Sie können echt sehr alt sein, aber sehr jung aussehen. Das liegt einfach an der Haut, an Melanin. Also sagt man den Spruch in der afro-amerikanischen Community. „Black don’t crack“, es heißt so viel wie “Schwarz altert nicht“. Es ist einfach etwas Amerikanisches. Mein Freund hat mir das gesagt, und Sebastian antwortete einfach: „Schwarz Dont Crack“. Es war einfach ein Joke.

Die Story dazu gefällt mir! Ich habe euren Namen zuerst mit Crack, der Droge, assoziiert.

Sebastian und Ahmad: Ah, nein, nein, nein. Definitiv nicht.

Ich habe einfach an Vorurteile denken müssen. Eine Freundin von mir ist mit einem Freund nach Berlin gekommen. Es hat ihn ein Fremder wegen seiner dunklen Hautfarbe angesprochen und gefragt: Hey, ich will echt kein Rassist sein, aber hast du was für mich?“

Sebastian and Ahmad: Ernsthaft?

Ahmad: Das ist verrückt. Naja, Leute kommen die ganze Zeit zu mir im Club und fragen mich nach Drogen. Und ich denke mir: Sehe ich aus wie ein verdammter Drogendealer? Shit, vielleicht ist es so….haha. Ich weiß, das hat meistens einfach etwas mit meiner Schockoladenhaut zu tun.

Sebastian: Mich fragen sie auch immer.

Ahmad: Ja, aber mal ehrlich: Meine Freunde meinten schon, sie werden dich nach Drogen fragen. Aber Sebastian, das liegt auch daran, dass du lange Haare hast. Du siehst aus wie ein Hippie. Taschen voll mit Pot! Hehe.

Sebastian: Ich hasse Hippies.

Ahmad: Du siehst aus wie einer.

Sebastian: Ich brauche noch ein Stirnband, um wie einer auszusehen.

Ahmad: Du siehst suspekt aus. Du siehst einfach aus, als hättest du etwas in deiner Jacke. (Lachen)

Magst du die deutsche Sprache?

Ahmad: Ich verstehe die deutsche Sprache nicht, aber ich würde sie gerne verstehen. Ich verstehe nur einige Sachen, aber es ist echt schwierig zu lernen. Wenn ich aber plane, hier zu bleiben, und das tue ich, dann muss ich Zeit und Energie investieren, um die Sprache zu lernen. Ich habe angefangen, einen Kurs zu besuchen.

Schwarz Dont Crack

Würdest du auf Deutsch singen?

Ahmad: Ich denke nicht, dass ich jemals auf Deutsch singen würde.

Sebastian: Und ich möchte einfach nicht Musik auf Deutsch machen. Die meiste Musik, zu der auf Deutsch gesungen wird, ist einfach scheiße, außer Sachen wie Tocotronic oder Blumfeld. Ich denke, die deutsche Sprache hat keinen richtigen Flow wie die Englische. Songs in Englisch hören sich für mich einfach so viel feiner und leichter an.

Deutsch ist sehr ernst. Und monoton.

Ahmad: Ja, da stimme ich dir zu.

Aber deutsche Gedichte sind wegen der Konstruktion der Sätze schön.

Sebastian: Ich meine, es gibt schon gute Musik auf Deutsch, aber es ist eher intellektuelle Musik. Im Englischen kannst du einen ziemlich stupiden, dummen Liebessong singen, und es wird sich einfach nicht so dumm wie im Deutschen anhören.

Ja, das stimmt. Wirst du mit Rassismus in Deutschland konfrontiert, Ahmad?

Ahmad: Ich habe das hier noch nicht wirklich erlebt. Wenn dem so sein sollte, dann ist es mir nicht wirklich aufgefallen. Ohhh! Ein Taxifahrer, der mich Ni**er, nannte, und dann weggefahren ist. Feigling. Typisch eine andere Person mit anderer Hautfarbe, die denkt, sie sei etwas Besseres als ich. Interessiert mich verdammt nochmal trotzdem nicht. Ich meine, er hat einen beschissenen Job und ist wahrscheinlich die ganze Zeit wütend. Aber ich habe bisher nicht wirklich etwas erlebt, das es wert ist, drüber zu diskutieren.

Und in den Staaten?

Ahmad: Wenn du in den Mittleren Westen gehst oder in den Süden, ja, da ist es echt beschissen, aber ich fahre da gar nicht erst hin. (Lacht)

Sebastian: Wenn du nach Weißensee gehen würdest, zu äußeren Bezirken Berlins, da sind auch ein paar Rechte.

Ahmad: Ich war in Polen und die Leute haben mich so extrem angeglotzt. Ich habe mich ernsthaft belästigt gefühlt. Es hat sich angefühlt, als wären ihre Augäpfel Dolche.

Sebastian: Wahrscheinlich, weil sie noch nie in ihrem Leben einen schwarzen Menschen gesehen haben.

Ahmad: Die Sache ist, ich erlebe das oft. Ich reise viel an Orte, die sehr homogen sind. Aber normalerweise interessiert es mich nicht, wenn sie mich anglotzen. Ich versuche, sie zu ignorieren. Manchmal kann ich es nicht. Aber ich wurde noch nie beschimpft oder so.

Das ist gut zu hören! Lasst uns noch mal über eure Musik sprechen. Ein Video habt ihr noch nicht veröffentlicht.

Ahmad: Wir haben ein Promovideo von Dirk Oelmann und Johannes Orthmayr für Modeblock veröffentlicht. Aber wir arbeiten bald an einem Video zu einem unserer Songs. Aber das braucht Zeit. Nächstes Jahr veröffentlichen wir einen Song mit BPITCH.

Denkt ihr darüber nach, nackte Frauen in euren Videos zu zeigen wie wir es aus “klassischen“ R’n’B-Songs kennen? Oder was für einen Stil möchtet ihr verwirklichen?

Ahmad: Nackte Mädels? Ich denke nicht, dass wir in unserem Video nackte Mädels haben werden.

Sebastian: Also mir machen nackte Mädels nichts aus.

Ahmad: Du willst nackte Mädchen im Video haben?

Sebastian: Wenn es passt.

Ahmad: Yeah, wenn es passt. Es ist von dem Song abhängig. Wenn es nackte Mädels will, werden wir im Video nackte Mädels haben. Männer auch!

Ich liebe deine Stimme, sie ist wirklich wunderschön. Als ich jünger war, habe ich viel Ginuwine und Trey Songz gehört.

Ahmad: Genau das ist es, was wir hören.

Deine Stimme erinnert mich an diese Künstler.

Ahmad: Oh, cool. Das ist toll, Danke schön!

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Julia von PonyDanceClyde hat euch mit The Weeknd und Frank Ocean verglichen. Das Zusammenspiel und der Mix von klassischem R’n’B und elektronischen Beats ist eine neue Ära, zu der auch ihr gehört.

Ahmad: Ich meine, ich bin kein großer Fan von Weeknd. Ich denke, was er macht, ist echt gut, aber für mich singt er zu hoch. Ich mag es lieber, mit einer autoritativen Stimme zu singen und nicht Falsetto und die ganze Zeit hoch.

Sebastian: Die Musik von Weeknd hat ein ähnliches Feeling, aber es ist eher dieses Slow Motion Ding.

Ahmad: Yeah. Aber ich stimme dir da zu. Es ist ein andere Art von R’n’B verglichen zu Trey Songz und Ginuwine. Wir sind alle Teil einer anderen Annäherung. Aber verdammt, ich liebe Frank Ocean! Wahnsinn!

Ja, und es ist großartig!

Ahmad: Danke. Wir sind einfach aufgeregt in Berlin zu sein und diese Band hier zu sein, die diese Art von R’n’B macht. Es ist irgendwie cool, in Berlin zu sein, in dieser Technoblase, aber dabei sein eigenes Ding zu machen.

Sebastian: Und die Sache ist, dass es einfach nicht viel an R’n’B-Musik in Deutschland gibt. Eigentlich gibt es hier gar keine richtige. Deutsche Black Music ist so anders. Es ist immer verdammt geschmacklos, so wie Xavier Naidoo. Unser Zeug ist einfach echter.

Ahmad: Ich habe mir noch nie wirklich deutschen R’n’B angehört.

Sebastian: Ich denke mal, sie nennen es R'n'B-Musik, aber eigentlich ist es Pop.

Könnt ihr euch gegenseitig charakterisieren? Sebastian, wie würdest du Ahmad beschreiben, und Ahmad, wie siehst du Sebastian?

Sebastian: Ahmad ist sehr fokussiert. Ich mag es, wie er immer alles bekommt, was er will. Er ist einfach voll mit Energie. Manchmal ein bisschen zu sehr ADS für mich. (Lacht)

Ahmad: Ich denke, dass Sebastian eine besondere Gabe hat, aber er muss intensiver dran sein und diese Gabe weiter entwickeln. Als Band bekommen wir immer mehr Aufmerksamkeit und der Druck, mehr Musik zu machen, wächst. (Lächelt)

Wieso ein Künstler?

Sebastian: Ich bin Künstler geworden, weil ich einfach anders sein wollte. Ich will einfach nicht diese Person sein, die ihr Abi macht und danach bei der verfickten Sparkasse für den Rest ihres Lebens arbeitet. Und natürlich: Ich liebe Musik. Musik war schon immer ein großer Teil meines Lebens. Also war es eine ganz offensichtliche Entscheidung.

Ahmad: Weil es einfach der einzige Weg ist, um weiter zu leben… zu atmen. Es gibt keine Alternativen zu diesem Zeitpunkt in meinem Leben. Singen, Songs schreiben… es ist so wichtig im Hinblick auf meine Existenz.

Über was liebst du es, zu singen, Ahmad? Und für welche Dinge im Leben ist deine Musik gemacht, Sebastian?

Sebastian: Ich denke, meine Musik ist für alle Dinge des Lebens gemacht. Es ist mir egal, ob du küssen, debattieren, Liebe machen oder einen Aufstand zu meiner Musik anfangen willst. (Lacht)

Ahmad: Ich mag es über die Gegenwart und Abwesenheit von Liebe, Sex und Partys zu singen… Du weißt schon… der ganze Spaßshit!

Strellson

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