Polygon - Die Seite über Spiele

Hypes können mich schon lange nicht mehr packen. Während andere neue Bands auf Kellerkonzerten in den Himmel loben, sitze ich an der Bar und schreibe etwas von “Ist doch alles…
Polygon

Die Seite über Spiele

Hypes können mich schon lange nicht mehr packen. Während andere neue Bands auf Kellerkonzerten in den Himmel loben, sitze ich an der Bar und schreibe etwas von “Ist doch alles schon mal da gewesen” auf eine versiffte Serviette, während ich ein Bier nach dem anderen trinke, um das irgendwie zu überstehen. Doch bei neuen Webprojekten, da fängt mein Herz an zu rasen. Wie wild.

Ich bewundere The Verge. Sie haben es in Windeseile geschafft, eine Webseite zu etablieren, die andere Projekte quasi über Nacht überflüssig gemacht hat. Und das, obwohl diese wahrscheinlich mehr als zehn Jahre lang existiert haben. Wie haben sie das erreicht? Durch ein knallhart gutes Image, durch kompetente Artikel, durch Meinungen, durch die perfekte Nutzung aller zur Verfügung stehenden Social-Media-Kanäle.

Sie hievten das Medium Internet auf ein Level, gegen das das deutsche Internet aussieht wie die Marienkäfergruppe des Kindergartens von Ludwigshafen. Ausnahmslos. Und als sie dann auch noch verkündeten, eine Spieleseite launchen zu wollen, war ich so von eben diesem einen Hype gepackt, dass ich die Preview-Seite täglich ansurfte, um zu sehen, wie das wohl aussehen wird. Ganz gespannt war ich.

Polygon heißt das neue Wunderkind, das seit heute Morgen online ist. Und es sieht im Gegensatz zu Destructoid, Kotaku und IGN aus, als würde es aus einer anderen Welt kommen. Es sprengt die Fesseln der etablierten Designzwänge und mutet den Lesern zu, sich auf Neues einlassen zu können, ohne dass die gestört zusammen brechen und sich eine Gestaltung von 1998 zurück wünschen. Warum sind die Links nicht blau?

Das internationale Team rund um Chris Grant baut nicht lange auf, es führt den Nutzer nicht sanft heran, es geht nicht Schritt für Schritt. Sondern es explodiert in einem einzigen Moment, nur mit dem Ziel vor Augen, eine Größe in dieser schieren Flut aus Blogs, Webseiten und Online-Magazinen zu werden. Und das ist besonders im englischsprachigen Raum noch viel schwerer. Manche von euch werden das wissen.

Und selbst die Trailer (Trailer für eine Webseite!), die zum Beispiel Fabu von Superlevel in der Luft zerrissen hatte, hielt ich für absolut brillant, großartig, genau richtig! Aber ich steh’ auch total auf diesen Silicon-Valley-wir-machen-tolle-Dinge-Doku-Stil. Für immer. Und auch die ersten Artikel wie die “Dishonored”-Review überzeugen, lassen aber natürlich reichlich Platz zur Verbesserung.

Wer sich für Videospiele interessiert und nicht nur dem Deutschen mächtig ist, der kommt ab heute an Polygon kaum vorbei. Zu viele Ergebnisse werden auf ihrem Urteilsvermögen beruhen, zu viele enttäuschte Fans werden ihre Wertungen zerreissen, zu viele Veranstaltungen werden von ihnen unterwandert werden. Und jeder von euch, der ab jetzt ein neues Onlineprojekt startet, wird sich an dieser Seite messen müssen.

s.Oliver

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