XCOM Enemy Unknown - E.T. schlägt zurück

Das einzig Tolle daran, wenn draußen die Welt vor lauter Kälte und Regen und Gewitter unterzugehen scheint und sich die Sonne nur noch ab und zu auf ein kleines “Haha!”…
XCOM Enemy Unknown

E.T. schlägt zurück

Das einzig Tolle daran, wenn draußen die Welt vor lauter Kälte und Regen und Gewitter unterzugehen scheint und sich die Sonne nur noch ab und zu auf ein kleines “Haha!” zu uns herablässt, ist das schlechte Gewissen, das du jetzt nicht mehr haben musst, wenn du den ganzen Tag zu Hause vor dem Bildschirm klebst und dir ein dummes Videospiel nach dem anderen reinziehst, während du Kekse aus der Familienpackung frisst.

Der neueste Grund für traditionelle Amokläufe und die Verblödung unserer Kinder, den ihr auf jeden Fall angespielt haben solltet, hört auf den Namen “XCOM Enemy Unknown” und ich würde es glatt als eine illustre Mischung aus “Mass Effect” und “Civilization” beschreiben. Was ich auch mache, schließlich habe ich in den letzten fünf Jahren nur drei Spiele gespielt und kenne nicht mehr.

In dem rundenbasierten Taktikshooter wählt ihr diverse Missionen auf der Erde aus, schickt eine Truppe von Special-Army-Irgendwas-Soldaten in den Kampf mit schleimigen Aliens, erforscht wichtige Technologien, befördert eure Einheiten, trefft weitreichende Entscheidungen, bringt das eine Land zum Jubeln und das andere zum Heulen und ballert nach etlichen Klicks irgendwelchen “Mars Attacks!”-Viechern die Rüben weg.

Eigentlich ganz geil. Schade nur, dass bereits bei der ersten Mission dein halbes Team verreckt und du in Tränen ausbrichst, weil du doch noch so viele Abenteuer mit der kleinen Asiatin inklusive ihrem Maschinengewehr erleben wolltest. Aber dann geht plötzlich alles ganz schnell: In China eine Entführung, in den USA ein extraterrestrischer Terroranschlag – und in deinem Labor hüpft diese seltsame Wissenschaftlerin herum, die sich so anhört, als würde sie gleich jede Sekunde während des Gesprächs einpennen. Schlafen Sie gut, Frau Doktor!

Das Spiel scheint sich aus jeder Menge Genres das Beste herauszuziehen und vereint das alles in einem actiongeladenen Feuerwerk, dessen Geschichte zugegeben so öde ist, dass ich mir wünsche, dass sich die Aliens bei einer echten Invasion etwas mehr Mühe geben würden. Mehr Kreativität zeigen. Sich als Weihnachtsmann verkleiden zum Beispiel. Oder die Menschen mit Freibier und T-Shirts auf ihr Schiff locken. Einen eigenen Fernsehsender gründen und euch so jeden Nachmittag die Gehirne wegschmelzen. Ups, zu viel verraten…

Für alle minderjährigen “Call of Duty”-ADHS-Spasten ist “XCOM Enemy Unknown” nichts. Euch stehen ein erhöhter IQ-Anspruch und die Wartezeit nach jeder Runde, in der der Gegner entscheiden darf, und die ihr womöglich nutzen würdet, um die Wand mit eurem Gesicht einzuschlagen, im Weg. Mir hat’s jedenfalls Spaß gemacht, aber ob ich Bock drauf habe, mehr als fünf Missionen am Stück zu spielen: Keine Ahnung. Zieht euch einfach hier die Demo und guckt selbst nach. Am 11. Oktober könnt ihr das Teil dann kaufen. Over and out! Scheiß Aliens…

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s.Oliver

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