League of Legends - Sucht, Sucht, Sucht!

Kennt ihr diese Leute, die irgendwo in China oder Südkorea tot aus einem Internetcafé gezogen werden, weil sie dreißig Tage am Stück “World of Warcraft” oder “StarCraft II” gezockt haben…
League of Legends

Sucht, Sucht, Sucht!

Kennt ihr diese Leute, die irgendwo in China oder Südkorea tot aus einem Internetcafé gezogen werden, weil sie dreißig Tage am Stück “World of Warcraft” oder “StarCraft II” gezockt haben und dabei elendig verreckt sind? Verhungert? Verdurstet? Blutgerinnsel im Arsch? Ich habe das nie wirklich nachvollziehen können. Jedenfalls bis heute Nacht, denn mir war scheißelangweilig und ich entdeckte die Sucht in Spieleform.

Dass ich nun über 16 Stunden lang “League of Legends” gespielt habe, einen Moment unruhig schlief und mich dann wieder vor die Kiste setzte, kann ich mir selbst nur damit erklären, dass ich zur Hälfte Asiate bin. Oder so etwas in der Art. Und denen liegt das ja bekanntlich im Blut. Diese Multiplayer-Online-Irgendwas-Games. Und wenn ich jetzt irgendwem erkläre, was “League of Legends” ist, dann verprügelt mich der Nachbarsjunge.

Ich bin Level 6, habe über 1071 Monster zur Strecke gebracht und 105 Takedowns erzielt. Und fünf Spiele gewonnen. Und den ganzen Rest verloren. Nicht etwa, weil ich ein dummer Noob bin, sondern weil alle anderen aus meinen Teams ukrainische Vollidioten waren, die kreuz und quer über die Map gelaufen sind und sich alle zehn Minuten ausgeloggt haben. Ja okay: Ich war schuld. Manchmal.

Meinen Traum-Champion habe ich noch nicht gefunden, dafür spiele ich die ganze Zeit mit einer Amazone namens Sivir, linse aber sexuell erregt rüber zu Riven, einer ausgestoßenen Soldatin oder irgendwie so etwas, die dicke Hupen hat und so guckt, als würde sie gerne mit mir gemeinsam ein paar Ukrainer verprügeln. Aber die kostet fünf Euro oder 700 Stunden Spielzeit. Und will kein Geld in einem kostenlosen Spiel ausgeben.

Also setze ich meine Kopfhörer auf, prügle in einem verwunschenen Dschungel auf alles ein, was sich bewegt, und gucke dabei alte GameOne-Folgen, damit ich nicht vor Langeweile sterbe, wenn mich xxSchnuffel91xx oder dA_KiNg-hOwL_sTaRX zur Strecke bringen, weil ich vergessen habe, auf welcher Taste ich mich heile und auf welcher ich mich zurück zur Basis teleportiere. Was peinlich ist. Aber merkt ja keiner.

“League of Legends” gibt es sowohl für Windows als auch für Mac, kostet keine müde Mark und da ich der letzte Mensch der Welt bin, dem das bis gestern Abend noch neu war, dürft ihr mich jetzt von mir aus im Nerd-Spasten-Kindergarten-Club anmelden und mir “That’s why you’re fat!”- oder “Forever alone”-Memes schicken. Und jetzt entschuldigt mich bitte, ich muss ein paar Schulschwänzer zum Heulen bringen.

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