Dumme Blogger - Lasst euch nicht verarschen!

Hallo. Mein Name ist Marcel Winatschek. Und ich verdiene Geld im Internet. Wie mache ich das? Indem ich den ganzen Tag auf meinem fetten Arsch sitze und mich mit Feeds,…
Dumme Blogger

Lasst euch nicht verarschen!

Hallo. Mein Name ist Marcel Winatschek. Und ich verdiene Geld im Internet. Wie mache ich das? Indem ich den ganzen Tag auf meinem fetten Arsch sitze und mich mit Feeds, PR-Agenturen und Trollen herumärgere, von denen manche total niedlich und manche eher so zum Klippen herunter schubsen sind. Und das Beste daraus verpacke ich zusammen mit meinen Kollegen, Freunden und Mitläufern in Artikel und jage sie hübsch verpackt wieder in die Umlaufbahn.

Wie wir damit Geld verdienen, fragt ihr? Indem wir zwischen unsere sexy und für den Weltfrieden obligatorischen Beiträge Platz für gesponserte Artikel von Adidas oder Calvin Klein oder Kenzo schaffen und die ebenso gekonnt und mit Herzblut versehen in eure Köpfe pusten. Und warum erzähle ich euch das? Weil viele von euch ebenfalls einen Blog besitzen und alles, was ich euch gerade erzählt habe, nicht gebacken bekommen.

Mehr oder minder glücklich darf ich mich als Mitglied mehrerer Bloggergruppen zählen. Zum Beispiel von der hier. Oder von der. Oder von der. In denen werden zwar oft entweder nur dumme Fragen gestellt oder minderwertiger Scheiß geteilt, aber jeden Tag machen hier naive Modebloggerinnen und überforderte Geschichtenerzähler auf Gewinnspiele, Aktionen und Specials aufmerksam, die augenscheinlich von irgendeiner Firma gesponsert werden, aber bei denen man sofort erkennt: Die Blogger haben sich verarschen lassen. Und das nicht zum ersten Mal.

„Ich verlose heute zwei Lippenstifte von Maybelline!”, „Hier gibt es 10-Euro-Gutscheine von H&M!“, „Irgendwas mit KiK.“ KiK, Alter! Dass ihr Zeug verlost, das nicht einmal meine Oma geschenkt bekommen haben wollen würde sein könnte dürfte bla, ist gar nicht mal einmal das Schlimmste an der Sache. Sondern das Widerwärtige daran ist, dass ihr nicht einmal im Ansatz fair dafür entlohnt werdet!

Der Großteil von euch bekommt gar nichts für seine Mühen. Er haut die digitale Kacke raus, weil er hofft, damit wenigstens ein paar Leute auf seinen Blog zu locken. Die anderen bekommen dafür Gutscheine. 10 Euro. 20 Euro. Manchmal 50 oder 100. Und ganz wenige erhalten Bargeld. Oft nur im zweistelligen Bereich. Und es ist keine Überraschung, wenn ich euch jetzt verrate: Das ist Bullshit. Alles. Zusammen.

Seit Jahren predigen wir das, seit Jahren macht ihr dieselben Fehler. Denn die Firmen verdienen sich durch diese kostenlose PR dumm und dämlich an euch, während ihr euch geil fühlt, weil ihr zwei CDs und ‘nen bunten Jutebeutel verlosen dürft, und denkt, dass die ganz großen PR-Agenturen endlich auf euch aufmerksam wurden. Was auch stimmt. Aber nur, um euch auszunehmen. No offense.

Denn ganz ehrlich: Wäre ich eine PR-Agentur und mir würde sich das kostenlos zu rammelnde Futter so eigenständig vor die Füße werfen: Ich würde auch zuschnappen! Keine Reue, keine unruhigen Nächte. Das Motto ist: Selbst Schuld, wenn sich die Idioten so billig verkaufen. Und damit haben sie Recht. Und das sollte euch zu denken geben. Egal ob ihr einen Blog, einen Tumblr oder einen Twitter-Account habt.

Das noch viel Schlimmere aber daran ist nicht nur, dass ihr euch selbst für umme durchnehmen lasst, sondern dass ihr damit auch noch allen anderen, die sich da weitaus klüger anstellen, die Preise versaut. Und das Ansehen. Und die Chancen. Also allen, die es zu etwas gebracht haben. Oder die sich total anstrengen. Oder uns. Wer gewinnt? Die Firmen, die sich denken: Das Internet ist dämlich.

Wie könnt ihr das ändern: Indem ihr knallhart jeder Kooperationsanfrage mitsamt Media Kit zurück schreibt, dass sie gerne bei euch werben können. Aber für einen festgelegten Preis, der einen Artikel und das Sharing auf Facebook, Twitter und Google+ beinhaltet. Fertig. Ein paar hundert Euro, abhängig von eurer Größe und Leserreichweite. Vielleicht sogar mehr. Aber dann wisst ihr schon längst, was ihr zu tun habt.

Natürlich werden euch dann die meisten antworten, dass sie dafür kein Budget haben oder ihr doch bescheuert seid, was ihr euch eigentlich erlaubt. Hallo, Gutscheine! Was wollt ihr eigentlich noch mehr?! Aber diejenigen, die verstehen, dass ihr ein wertvoller Partner seid, die werden auf euer Angebot eingehen. Solange es durchdacht, logisch und nachvollziehbar ist. Seid gefälligst Professionelle. Und keine Opfer.

Also Leute, lasst euch nicht von Firmen und PR-Agenturen bescheißen. Das sind keine schlechten Menschen, die meisten jedenfalls nicht, aber sie versuchen nun einmal den Preis so niedrig wie möglich zu halten, um ihr Produkt so weit wie möglich zu spreaden. Das nennt man Business. Und es wird Zeit dafür, dass ihr ein wichtiger Teil davon werdet. Und euch nicht mehr für einen 10-Euro-Gutschein vergewaltigen lasst.

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65 Kommentare

  • Verhurte meinen Blog auch einst. Seitdem lasse ich es und blogge lieber über das was ich mag. Scheißegal obs Geld gibt oder nicht. Bisher verdiente ich mit meinem Blog keinen Cent. Moment. Dann mache ich ja doch irgendwas falsch. Hach :/

    • Marcel

      Naja, OB jemand mit seinem Blog Geld verdienen möchte, das muss ja jeder selbst entscheiden. Aber wenn man schon mit Firmen und Agenturen kooperiert, was ja zum Beispiel bei Modeblogs gang und gäbe ist, dann sollte man das auch richtig und durchdacht machen.

  • Hui, mal ein guter artikel hier, gefällt!

  • PatrickPeter

    voll professionel und gewerblich dann. mit dem finanzamt werden die “opfer” dann richtig überfordert sein…

  • stefan urschler

    gutscheine gehen absolut nicht. “ja, wir können dir einen gutschein anbieten. das ist auch für deine leser eine tolle sache”…genau.
    leider verkaufen sich zu viele unter dem wert, so das die agenturen eher über uns lachen als das sie in ernste verhandlungen treten würden.

    anyway…guter artikel. hoffentlich ändern die die damit angesprochen werden, auch ihr verhalten in zukunft.

  • Peter

    “Mami Mami, die Hure eine Strassenecke weiter macht’s für einen Gutschein und ohne Gummi!”

  • Adelina

    Ein guter Artikel, wow :) gefällt mir :)

  • mono

    Das siehst du ein bisschen falsch ;) , die Blogger heizen sich doch massiv daran auf, dass sie denken, sie wären quasi Internet-Stars, von demütigen Fangirls bewundert (“Du bist so hübsch und hast so einen guten Geschmack”) . Ist doch toll, wenn man ein Foto vom Mittagessen postet und 30 anhimmelnde Kommentare dazu bekommt.
    Wieviel wiegt eine Bloggerin? Ein Insta-Gramm…

  • Max Grafe

    leider ist das angebot an blogs viel zu hoch. die pr agenturen finden immer genügend dumme, die sich ausnehmen lassen!

  • skFFM

    Ich gehe davon aus, dass alle die dem hier zustimmen im Alltag all ihre Sachen im stationären Handel einkaufen gehen, anstatt “im Internet”, wo alles billiger ist und man zugeschissen wird mit Coupons, Rabatten, etc…? Oder gilt das mit dem Finger auf andere zeigen nur wenn der eigene Profit davon betroffen ist?

  • Ich habe mich als Modebloggerin rasch auf Socken spezialisiert. Das ist ein großer Markt, außerdem sind Socken voll toll.

  • Rafael

    Du machst es richtig!

  • Super Artikel! Einen Blog so auf Kurs zu bringen wie ihr es geschafft habt ist natürlich schwer! Aber wenn man da erstmal steht und die entsprechende Reichweite hat wie ihr, dann kann man auch den Takt oder die Kohle vorgeben!
    BTW: Ich lese euch schon lange, hab aber noch nie nen Kommentar hinterlassen! Wurde auch mal Zeit! Ihr seid einfach….. stylish!! Gefällt mir total gut! Welches Template ist das eigentlich?
    Gruss, Uli

  • Miss Harrcore

    Meiner Meinung nach geht die Entwicklung in die falsche Richtung. Dass sich Blogger zu billig verkaufen – stimme ich dir zu, Schweinerei. Allerdings, dass sie sich überhaupt verkaufen, hat mir vollkommen die Lust genommen, Blogs überhaupt zu verfolgen. Früher hatte ich das Gefühl, dass ich in privaten Tagebüchern schnüffel. Interessante Geschichten, ehrliche Meinungen. Nun sind alle kleine Onlinemagazine geworden. Das ganze Potential, was das Bloggen versprach – futsch. Nun melden alle Gewerbe an, schreiben Rechungen, blah. Statt sich einfach hinzusetzen und aus dem Bauch heraus bloggen. Nicht für Gutscheine, nicht für alles Geld dieser Welt. Sondern weil man eine Stimme hat und man sein demokratisches Recht gebraucht, diese zu erheben. Nicht alles auf dieser Welt muss man für Geld machen.

    • Miss Harrcore

      Tippfehler my ass. Gibt’s hier keine Editfunktion?

    • Du kannst deine demokratischen Rechte wahrnehmen und TROTZDEM Kohle verdienen. Trenne content und advertorial, mache alles transparent, und behalte das Ding an sich im Hinterkopf: Bloggen ist keine Frage social change (selbst bei den Modefuzzis).

      Es geht um die Wertschätzung der Sache – wer sich von den PR Leuten ficken lässt, lässt sich ficken. Es hat mit Geld verdienen wollen/müssen nichts zu tun. Ein Blogger ist ein publisher, ist einer, der schreibt. Wenn du nicht so geil auf kostenlosen content wärest…würdest du denn bezahlen? Nein. Ist ja auch okay, ich halte sehr viel von “freien” content (but not as in free beer, um Stallmann zu zitieren). Freiheit sit eine Frage, die man sich erst leisten können muss. Und wer es tut, sollte damit dennoch später geld verdienen. Open source Software macht es vor.

    • Jupp, mache ich genau so. Ich blogge einfach so vor mich hin, aus dem Bauch heraus, ganz privat, und ohne Verdienstabsichten. Nicht, dass ich die Idee, mit (m)einem Blog Geld zu verdienen, nicht interessant fände. Ist aber für mich unrealistisch. Zu kleines Blog. Und irgendwelche blöden Gutscheine – also, da kenne ich besseres Klopapier. Hin und wieder habe ich schon mal einen werblichen Kurzartikel geschrieben, weil ich den Typ irgendwie nett fand. Kommt aber nur selten vor.

      Man muss hier einfach unterscheiden zwischen einem reinen Hobby (so wie mein Blog), und einem professionellen Betrieb (wie hier z.B.). Weder ist das Eine gut noch das Andere schlecht. Beides hat seine Berechtigung. Schön, dass Beides geht. Ich wünsch Euch weiterhin viel Erfolg.

  • Danke, mehr braucht man dazu nicht sagen.

  • Marcel Krabinsky

    Glaubt mal nicht, dass der popelige Blog mit ~100 Besuchern eine Geldmaschine ist! Bei der Anzahl von Blogs die es mittlerweile gibt, wird eben auch nicht soviel bezahlt. Ich lese auch immer den hundertsten artikel über das perfekte schminken oder die neuste mode collection.

  • Hans

    Heul doch …
    dich stört es doch nur, dass dir deswegen Leser flöten gehen… ansonsten wäre der beitrag meines Erachtens weniger durch Wut, Zorn und auch Hilflosigkeit gekennzeichnet!

    Stil gefällt und war nett zu lesen

  • JeriC

    Früher habe ich ganz selten ein wenig was in diese Richtung gemacht. Aber gut, das ist vorbei, mein Blog liegt eh auf Eis und ich werde sowieso niemals erfolgreich sein (Weder in Blog- noch in sonstiger Hinsicht); dennoch geht es mir schon dann auf die Nerven, wenn ich in anderen Blogs von solchen Aktionen lese (Sachen wie “ich verlose X, jeder der auf seinem Blog darüber schreibt kriegt Y lose, wer diesen Beitrag bei Twitter Teilt kriegt Z lose”, etc) werde ich tatsächlich auch eher aggressiv denn amüsiert.

  • Hans

    PS:

    PICTURE UNRELATED

  • Recht hast du!
    Wer sein Gegenüber respektvoll behandelt, wird auch ernst genommen!
    Da ich beide Seiten sehr gut kenne – ich wünsche mir oft mehr Zuverlässigkeit von den Bloggern.
    Vielleicht sollten auch die PR Leute nur mit denen zusammen arbeiten, die schon in der Lage sind ein Media Kit erstellen zu können.

    (PS Die Bloggergruppen zu verlinken ist Quatsch, die sind ja nur für die Mitglieder sichtbar ;) )

  • Mir stellt sich nur eine Frage: Warum kenne ich so viele aus den Kommentaren?

  • Super Artikel. Wir Blogger sollten frei sein und nichts zuschreiben lassen.

  • Grandioser Artikel, sehr offen geschrieben. Danke dafür, dass Klartext geschrieben wird.

  • TOP! endlich sagt mal jemand!

  • Meine Rede. Und ja, ich habe schon Unternehmen dazu bekommen, für Werbung auf dem Blog zu bezahlen. Und ja, sie haben dafür ihren gegenwert bekommen. Und ja, so MUSS es laufen.
    Und ja, Blogger machen die gesamte Arbeit der PR mittlerweile – dummes, unbezhaltes Kanonenfutter (no offense).

    …nicht davon zu reden, dass sie Leuten mit qualitativen content die Preise versauen. Aber wir sind in DE und über geld redet man nicht. Woher sollen denn die kleinen Bloggerlein wissen was sie wert sind? Die Agenturen, die den Reibach mit denen machen, werden es ihnen bestimmt nicht verraten.

  • Danke für den Artikel, stehe ab und zu vor genau solchen Fragen. Gerade für die Erstellung eines MediaKits fänd ich ein paar Richtwerte ganz gut….

  • Morgenlinks: Muslimrage, Wolfgang Blau & dumme Blogger | netzfeuilleton.de

    […] Dumme Blogger, lasst euch nicht verarschen (Marcel Winatschek, Amy & Pink) Marcel Winatschek gehört zu den wenigen Bloggern, die Geld verdienen. In diesem Post erklärt er warum er das schafft und andere nicht. Weil zu viele “andere” bereit sind PR-Inhalte ohne Gegenleistung zu übernehmen und damit sich selbst und ihm die Preise versauen. […]

  • Isabel Munich

    Es lebe der Tausenderkontaktpreis! Mein Studium war nicht umsonst!

  • Vielen Dank für diesen Artikel. Du hast verdammt Recht damit. Ich hoffe inständig, dass ihn alle Blogger, die sich ausnehmen lassen, lesen und diese Ausbeute ein wenig vermindert wird. Ansonsten spring ich irgendwann aus dem Fenster, wenn mir noch ein PR-Fuzzi schreibt, dass die meisten Blogger nur 10 Euro für einen bezahlten Post nehmen und wie unverschämt ich denn sei.

  • Vielen Dank für den tollen Artikel, hab ihn direkt verlinkt ;)

  • die_heldin

    hm…mal ernsthaft, für diese social media kacke mehr auszugeben als mal ne hand voll gutscheine kann auch schon mal sehr übertrieben sein.
    ein blogbeitrag, ein paar sachen auf facebook gepostet. was erwartet ihr denn? für ne stunde arbeit sollte man angemessen entlohnt werden und da sind 20, 30€ schon okay, für das was da wirklich geleistet wird. vielleicht denkt man erst mal darüber nach, was journalisten im printbereich an einem artikel verdienen – und hat da einen brauchbaren vergleichswert. schlagt noch 10% drauf, weil ja der blog/besucher des blogs etc. auch schon vorhanden sind und dann ist das vielleicht auch noch realistisch.
    ich meine nur, hier sollte eine relation gewahrt werden. mehr nicht.

  • KLAMMERAUF.ORG | We’re all in this together

    […] been meaning to write about this topic for a long time and when I read Marcel’s little rant on bloggers vs. PR earlier today, I couldn’t help but start writing. It’s probably not […]

  • Normal mag ich deinen Senf ja eher weniger, doch heute: Daumen hoch!

    Auch wenn ich Geschäftsführer eines Unternehmens der “anderen Seite” bin, kotzt mich die von dir beschriebene Art einfach nur an. Wir haben natürlich auch Anfragen von kleinen Unternehmen bis zu namhaften Marken, die meinen, sie könnten eben Blogger mit ein paar Wertgutscheinen ihrer eigenen Läden locken (Stichwort: 10-Euro-Butto-Linkbuilding). Und das können sie leider auch, wenn schon nicht mit und über uns, dann über andere Agenturen von klein bis riesig, für die eben nur die Zahlen auf dem Konto und nicht das Gewissen oder gar einfach einmal ihr eigentliches Business (denn natürlich wird’s bei ihnen auf für den Kunden ‘n Tacken günstiger) zählt. Aber auf der anderen Seite regen sie sich dann über Preis-Dumper in ihrer eigenen Banche auf…

    Cheers, Andi

  • Am liebsten mag ich die, die’s gleich kostenlos wollen, weil man im Gegenzug schließlich Besucher und Traffic bekommt (und wertvollen Content!) :)

  • Leider wird es immer Blogger geben die sich unter Wert verkaufen. Das ändert sich nicht. Ich habe es bei meinem Blog so gehalten. Die ersten zwei Monate habe ich alles gemacht was ging, um etwas “Bekanntheit” zu bekommen. Danach habe ich sondiert und nur noch über Dinge geschrieben die für die Leser meines Blogs auch Mehrwert haben.

    Ich finde man kann schon etwas in seinem Blog vorstellen von dem man ganz genau weiß, dass es eigentlich günstige Werbung für eine Firma ist. Aber es muss zum Thema des Blogs passen. Und dann ist mir auch egal, ob ich dafür einen Gutschein oder gar nichts bekommen. Hauptsache es bringt meinen Leser ein Stück nach vorne. Dann ist das Ziel erreicht.

    Aber leider gibt es immer mehr Blogger, die in ihrem Computer Blog plötzlich Werbung für Strapse machen und denken das fällt niemandem auf. So vergrault man sich halt die Leser.

    Grüße
    Micha

  • David

    Oh ja, diese Anfragen kenne ich nur zu gut. Lehne ich alle rigoros ab. Wo sind wir denn?

  • Wahre Worte ließt man hier.

  • Andre

    hat mir sehr gut gefallen der artikel, sollte ich mir mal für meinen blog zu herzen nehmen.

  • Michael B.

    Na ja, ganz gut geschrieben und gut gebrüllt.
    Aber mal ehrlich, die meisten haben nicht die Reichweite für eine ordentliche Vermarktung.

    Was mir aber voll auf den Zeiger geht, ist die so genannte Restplatzvermarktung. Die Leute verschenken ihre Werbeplätze teils für 30,- Cent TKP. Ich will ja nicht sagen das jeder 20,- € TKP nehmen muss. Aber auch der so genannte Restplatz sollte keiner unter 2,50 € verkaufen. Druter ist verschenkt und voll verarscht. Dann lieber keine Werbung. Zumal, das meist oder zumindest oft ziemlich unseriöses Zeug dabei ist.

    Man muss sich auch mal überlegen was man will.
    Der typische blogger, möchte einfach nur eine Stimme haben die man hört.
    Solche blogger, werden sich mit Werbung jeglicher Art meist eher zurückhalten.
    Und wenn dann sehr selektiv. Die haben dann auch die Poisition und garnicht selten auch die Reichweite um zumindest halbwegs gescheite Preise auszuhandeln.

    Der Rest, der mit der Idee drann geht Geld zu verdienen, geht entweder unter (das dürfte die Mehrheit sein) oder er macht es professionell und nimmt dann auch professionelle Preise!

    Denn wie war das im Spiegel in einem Bericht über blogger: “Dem David fehlts an Munition”
    Will sagen, recherche kostet Geld und ohne Recherche keine Nachricht.

    Was bleibt ist
    1.) das wiederkäuen von Nachrichten und verfursten mit Meinung! Das mache ich auf meinem Googl+ Profil gratis!
    2.) das verwursten von Werbeaktionen als so genannte Tipps! Der Blogger soll froh sein wenn Er ein T-Shirt dafür bekommt!

    Fakten:
    Ich bin selbst bei einem Bettwäsche-Shop mit aktiv. Keinem Blogger zahlen wir was dafür das der über Gutscheine berichtet.
    Kann Er haben und einbauen unser Gutscheingenerator und meinetwegen kann Er dafür ein zwei Bettwäschen auch superreduziert erhalten, aber ich zahle doch nicht einen Cent dafür das Ich ihm ein geiles Thema für seinen Blog gebe! Zumindest nicht dem Durchschnittsblogger. Bei Spreblick oder was vergleichbarem, das mehr ein Nachrichtenportal ist, da sieht die Welt dann schon ganz anders aus!

  • Maria

    Sehr gut geschrieben!

  • david

    wer für geld bloggt, bloggt nicht.

  • Michael B.

    Sodele, ich habe ir gerade die die Blogs in deinen Bloggergruppen angeschaut!

    Gute sachen, aber weit ab davon kommerzialisiert werden zu können.
    Logo ist das PR wenn Cindy 16 von ihrem Einkaufsbummel schreibt.

    Aber ganz ehrlich, was rauchst Du eigentlich wenn Du glaubst, das da einer was für bezahlt?
    Solche Blogs sind da, sind teils sehr authentisch, und den Machern muss man teils respekt zollen.
    Mit Geld, würde man da aber zum einen alles kaput machen und zum anderen hast Du ganz offensichtlich keine Ahnung wie Werbung berechnet wird. Ein kostenloses T-Shirt ist ganz klar mehr Anerkennung als Honorar und wer darüber die Nase rümpft wäre undenkbar!

    In diesem Sinne, etwas weniger Bananenschalen rauchen! ;)

  • Blogroll : ein WordPress Auslaufmodell!

    […] wird getrickst und ausgenutzt was nur geht. Seht Euch z.B. auch mal den Artikel von Amy & Pink Dumme Blogger lasst Euch nicht verarschen an. Das ist mit ein Grund, warum Blogs heute dort stehen wo sie sind“¦ auf der Missbrauchs-Schiene […]

  • Beauty-News 21: Angesagte Themen in der Beauty-Community | Beautyjagd

    […] “Dumme Blogger: Lasst euch nicht verarschen” – so lautet der Appell mit dem provokanten Titel von Amy&Pink, sich nicht von Firmen ausnutzen zu lassen. Insgesamt habe ich in letzter Zeit das Gefühl, dass das Bewusstsein der Blogger für den eigenen Wert wächst (hoffentlich trügt es mich nicht). […]

  • Blogs im September 2012 |

    […] In Dumme Blogger lasst Euch nicht verarschen wird das leichtfertige Verhalten von Blogbetreiber/innen thematisiert, die für Firmen und ihren Produkte amateurhaft Werbung betreiben- In der Sache sicher richtig, wenn auch recht einseitig betrachtet. - amy & pink […]

  • Florian

    @Michael.B: du sprichst mir aus der Seele!

    @Beitragssteller: einfach mal dumm was rausposaunt oder wie?

  • 5 Lesetipps für den 1. Oktober | Netzpiloten.de

    […] BLOGGER Lasst euch nicht verarschen!: Hallo. Mein Name ist Marcel Winatschek. Und ich verdiene Geld im Internet. Wie mache ich das? […]

  • Wenn man einen Blog täglich füttert und die Besucherzahlen steigen, dann kommen feine Angebote von ganz alleine. Allerdings braucht es wohl ca. ein Jahr. Habe es mit “Live oder Livestream” versucht und das läuft mittlerweile recht erfolgreich. Werde zwar nicht reich aber es gibt ein ordentliches Taschengeld….

  • Linksammlung KW 39/2012 | daburnas Logbuch

    […] Lasst euch nicht verarschen!: Über Blogger, die sich mit Gutscheinen abspeisen, wenn sie Werbung für Unternehmen machen. […]

  • Hi Marcel, sehr toller Artikel. Bin seit ein paar ersten Anfragen von PR-Agenturen der selben Meinung. Ist zwar nervig ihnen immer wieder zu verklickern das man Werbeplätze hat und diese auch was kosten aber auf kurz oder lang können alle von solch einer Aktion “leben”.

    Wobei ich auch persönlich Unterschiede machen. Ein kleines, neu gegründetes Unternehmen mit vielleicht sogar nur 2 bis 3 Personen dahinter, was mich persönlich Überzeugt, bekommt bei mir auch eine Chance. Aber ja da liegt der Unterschied… ein kleines Unternehmen ist eben keine beauftragte PR Agentur.

    Bienchen… ^^

  • Ja völlig richtiger Hinweis. Stimme ich so zu und kenne das auch aus anderen Bereichen, zB beim Sprachenlernen, wo Studis/spanische Ehefrauen mal so nebenbei für ein Witzhonorar unterrichten und als Hauptberufliche muss man sich gegen solche Dumpingpreise behaupten. Oder diese Diskussion gibts offline schon seit gefühlten 100 Jahren bei den freien Journalisten: Für welchen Preis schreibe ich für ein Medium? Und angesichts der Existenzangst mancher Kollegen, machts dann halt immer eine/r. Zum anderen enthält der Artikel hier hilfreiche und gute Tipps, um eine mögliche Professionalisierung zu ermöglichen.

  • Blogger, lasst euch nicht verarschen

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  • Wer träumt nicht vom großen Geld?

    […] sofort blind glauben und lieber sein Anwalt konsultieren. http://www.youtube.com/watch?v=jCqoV9OM8jA  Es könnte ja jederzeit passieren, dass man plötzlich einen Anruf bekommt, dass ein weit ent…enger_spenge/6966878_8_8_Millionen_Euro_suchen_einen_Erben.html ansehen. Genau dieses beschriebene […]

  • $$$ MEDIA KIT $$$ | André Duhme / Snapshots, yo.

    […] wird: Arbeiten! Darum habe ich mal ein Media Kit zusammengestellt, frei nach Amy&Pink: “Dumme Blogger x Lasst euch nicht verarschen!”. Also liebe Werbetreibende und PR-Menschen, ich freue mich sehr auf eine Zusammenarbeit und vor […]

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