Marcel in Japan - Sommer, Sushi und Shibuya

Seit knapp einem Monat mache ich jetzt bereits Tokio unsicher und habe zum Entsetzen meiner zahlreichen männlichen sowie weiblichen Fans erst einen ganzen Artikel darüber verfasst. Das wird diesen großartigen…
Marcel in Japan

Sommer, Sushi und Shibuya

Seit knapp einem Monat mache ich jetzt bereits Tokio unsicher und habe zum Entsetzen meiner zahlreichen männlichen sowie weiblichen Fans erst einen ganzen Artikel darüber verfasst. Das wird diesen großartigen Land zwar in keinster Weise gerecht, aber mal ganz ehrlich: Wenn man sich erst einmal an die sprechenden Toiletten, zum Leben erweckten Mangafiguren und halbnackten Kindern in Zeitschriften gewöhnt hat, verspürt man nicht mehr den Drang, jede Ecke fotografisch festzuhalten und die Bilder dann irgendwo hoch zu laden.

Stattdessen habe ich versucht, am alltäglichen Leben teilzunehmen. Um zu arbeiten hängen wir in den beiden Cafés On The Corner oder Wired Cafe ab oder finden uns bei Freigetränken und Oberholz-Flair im The Terminal wieder. Gegessen wird in einem der zahlreichen Sushi- und Tendon-Restaurants, die man an jeder Ecke findet, oder wenn’s mal amerikanisch sein soll, in der Burger Factory gleich bei mir um die Ecke.

Ansonsten kenne ich Shibuya nun schon fast wie meine Westentasche, in Harajuku habe ich mich ein wenig verliebt, wir haben uns alte Tempel und fette Buddhas angeguckt, überall gibt es One-Piece-Souveniers und Mitglieder der Mädchenband AKB48 grinsen dir von Plakaten, Getränkeautomaten und vorbei fahrenden Werbetrucks lautstark entgegen. In einer kleinen Bar liefen meine Lieblingssongs von Utada Hikaru.

Und weil es mir hier so schön gefällt, werde ich wohl meine Reise, die eigentlich am 5. Juli enden sollte, noch ein wenig verlängern. Schließlich erlaubt mir die Regierung einen Aufenthalt bis Ende August, die großen Festivals wie das Summer Sonic mit Grimes, Perfume, Rihanna, Kyary Pamyu Pamyu und SBTRKT, finden im Sommer statt. Das sollte ich doch alles mitnehmen. Wenn ich schon einmal hier bin, hier bleiben darf und es mir mein seltsamer Internet-Job erlaubt. Sonst würde ich das irgendwann wohl bereuen. Und dann bin ich ganz traurig.

Es ist wirklich unglaublich, mit welch inspirierender Energie mich diese vertraute Parallelwelt speist – und das möchte ich gerne noch ein wenig länger ausreizen. Schließlich habe ich erst einen Bruchteil einer Gesellschaft gesehen, deren Land in einer Umfrage zum kreativsten auf diesem Planeten gekürt wurde. Tja, Berlin. Musste dich wohl noch ein wenig gedulden, bis du mich wieder in deine alternativen Arme schließen darfst.

Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio

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