Gemeinsam gegen GEMAinheiten - Geht für eure Clubs auf die Straße

Habt ihr nicht auch Lust, mal wieder gegen irgendetwas Blödes zu demonstrieren? Auf die graue, kalte Straße zu gehen? Eure Forderungen in die weite Welt hinaus zu brüllen, unter den…
Gemeinsam gegen GEMAinheiten

Geht für eure Clubs auf die Straße

Habt ihr nicht auch Lust, mal wieder gegen irgendetwas Blödes zu demonstrieren? Auf die graue, kalte Straße zu gehen? Eure Forderungen in die weite Welt hinaus zu brüllen, unter den Leuten auf der anderen Seite damit Angst und Schrecken zu verbreiten und ihnen dank moralischer Zweifel schlaflose Nächte zu verpassen? Dann kommt hier eure optimale Chance angeritten. Und ihr solltet sie nutzen.

Die Piratenpartei ruft zu Demonstrationen am Montag, den 25. Juni, in Berlin auf, um dort bürgerlichen Einspruch gegen die Tarifreform der allseits beliebten GEMA einzulegen. Die Leute, denen Musik anscheinend wirklich eine ganze Menge wert zu sein scheint, fordern nämlich ab Anfang des nächsten Jahres Club- und Diskotheken dazu auf, unverhältnismäßig hohe Gebühren an die GEMA zu zahlen.

Was bedeutet das? Dass damit das allgemeine Clubsterben rasant beschleunigt wird, weil es sich viele Einrichtungen schlichtweg nicht mehr leisten können, rhythmische Klänge mit Gesang in ihren Räumlichkeiten ertönen zu lassen. Dann müsste der kleine Ralf wieder traurige Lieder auf seiner Ukulele zum Besten geben – und das will ja nun wirklich niemand hören. Nicht einmal Ralf selbst.

Obwohl für viele Teilnehmer die Demo gleichzeitig auch ein Rant gegen die GEMA an sich ist, stellen die Veranstalter klar, dass es nicht gegen die Blockierungen auf YouTube, die Hausdurchsuchungen nach der von Anonymous angezettelten Serverlahmlegung oder die GEMA an sich geht. Aber ganz ehrlich: In den letzten Monaten und Jahren hat sich die Verwertungsgesellschaft mit ständig abstruseren Aktionen in unser tägliches Leben eingemischt, so dass die Forderungen auch insgeheim darin bestehen, endlich eine offene, faire und moderne GEMA in Deutschland zu etablieren. Und ja, einige wollen, dass der kuriose Verein auch gleich komplett von der Bildfläche verschwindet. Verständlicherweise.

Schließt euch also am Montag Abend den Kundgebungen unter dem Titel “Gemeinsam gegen GEMAinheiten” an und sorgt sowohl mit eurer Unterschrift auf der dazugehörigen Online-Petition und der analogen Aktion dafür, dass eure Lieblingsclubs nicht wegen überzogenen zusätzlichen Gebühren von durchschnittlich 600 bis hin zu 2000 Prozent schließen müssen, ihr am Donnerstag Abend nicht stundenlang in der Gemüseabteilung bei Kaiser’s herumlungern müsst, um euch den letzten Kick zu holen, und die GEMA endlich erkennt, dass sie mit der ständigen Ausnutzung ihrer Monopolstellung und einem daraus resultierenden allgemeinen Unverständnis immer mehr mündige Bürger dieses Landes gegen sich aufbringt.

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