Der Juni gehört Frankfurt - Festivals in der Bankenstadt

Frankfurt hat in den letzten Monaten durch die Occupy-Bewegung immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Das Bankensystem wird kritisiert, man ist gegen den Kapitalismus, ganz im Sinne der Frankfurter Schule. Aber…
Der Juni gehört Frankfurt

Festivals in der Bankenstadt

Frankfurt hat in den letzten Monaten durch die Occupy-Bewegung immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Das Bankensystem wird kritisiert, man ist gegen den Kapitalismus, ganz im Sinne der Frankfurter Schule. Aber wir dürfen wieder aufatmen, und nach all den grauen Tagen wieder ein wenig die Sonne genießen, mit guter Musik und Kunst, gemeinsam mit anderen Menschen. In Frankfurt.

Die Weltstadt in Sachen Ökonomie hat nicht nur Geld, sondern vor allem eine kulturelle Vielfalt zu bieten. Und deshalb ist hier so vieles möglich. Kreative Menschen haben in den letzten Monaten intensiv an der Realisierung von Festivals und Ausstellungen gearbeitet, die es sonst so in Deutschland nirgends gibt. Um den jungen Menschen nicht nur gute Arbeitsaussichten zu ermöglichen, sondern Aufregung, die Freuden des Lebens. Denn wem gefällt schon Einseitigkeit? Bilder, die durch Medien transferiert werden, können wir verneinen, wenn wir uns selbst eines machen. Dazu lädt Frankfurt ein. Der Juni in der Stadt wird bunt und vielfältig, und das Augenmerk in Sachen Musik und Kunst auf sich selbst richten und richten lassen.

Vom 22. bis 24. Juni wird auf dem Gelände der Jahrhunderthalle das Lüften – Mouson Art & Music Festival stattfinden, das vom Künstlerhaus Mousonturm veranstaltet wird. Die Veranstaltung ist als interdisziplinäres Happening zu verstehen, das künstlerische Genres übergreifend drei Tage lang Musik und Kunst von über 160 internationalen Künstlern zu bieten hat. Mit Tagestickets oder Festivalpässen könnt ihr dort das von Markus Gardian, Annette Gloser, Martine Dennewald und Marcus Droß mit Intendant Niels Ewerbeck kuratierte Kulturzentrum erkunden und sogar an verschiedenen Performances teilnehmen. Das Festival bietet große Unterhaltung, 10.000 bis 15.000 Gäste werden erwartet.

Angekündigt wurden bereits Jan Delay, Maxïmo Park, The Shins, James Blake und The Whitest Boy Alive. Ganz besonders freue ich mich, dass auch Dillon aus Berlin und Okta Logue aus Darmstadt dabei sind. Neben den rockigen und elektronischen Bands, wird außerdem Street-Style-Fotograf Yvan Rodic, besser bekannt als Facehunter, neben zahlreichen anderen Künstlern seine Fotografien ausstellen, Lucas Abela mit seinen Happenings uns in Staunen versetzen, der Tänzer Cie.Alias mit seinen Bewegungen faszinieren und für gute Clubmusik abschließend das Team vom Robert Johnson sorgen.

Am 30. Juni wird außerdem Deutschlands erstes Block Festival im Frankfurter Bahnhofsviertel statt finden. Die Macher James und David Ardinast haben sich zusammen mit Yves Hofmann von YOSOY Music mit Levi’s zusammengeschlossen und uns Hip-Hop-Legende NAS versprochen. Die Ardinast-Brüder, Yves und der Geschäftsführer von Levi’s, die schon seit mehreren Jahren im buntesten Teil Frankfurts arbeiten, sehen großes kreatives und soziales Potential im Bahnhofsviertel, und lieben es für die Internationalität im kleinen Raum.

„Es ist ehrlich“, sagt er, „der Fixer ist der Fixer, die Nutte ist die Nutte, der Zuhälter der Zuhälter. Und die sind, wer sie sind und versuchen auch keine Fassade oder kein Spielchen zu spielen. Das macht das Bahnhofsviertel auch aus.“ Auf ihren eigenen Kiez haben die Frankfurter ein Festival hergeholt, was dafür sorgen soll, dass Frankfurt nicht allein weiter mit Bänkern oder Prostituierten in Verbindung gebracht werden soll, sondern mit den kreativen Filmproduzenten, Designagenturen, Fotostudios und gleichermaßen mit den türkischen Obsthändlern, chinesischen Lebensmittelmärkten, Friseuren. Die Niddastraße wird auf dem ganztägigen Open-Air Festival auf knapp 90 Metern – also 100 Yards – für das außerdem AZARI & III, LAING, Breakbot und weitere Künstlern angekündigt sind, mit knapp 3000 Gästen zu einem urbanen Spektakel.

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2 Kommentare

  • 8. Juli

    Love Family Park

    Mainwiesen, Hanau.

  • Fabian

    ” (…) ganz im Sinne der Frankfurter Schule.”

    Ich frage mich ja, ob Du jemals etwas von der sogenannten Frankfurter Schule gelesen bzw. verstanden hast. Vielleicht hast Du diesen Begriff in irgendeiner VL aufgeschnappt, wahrscheinlich während der jüngsten Poetikvorlesung Kluges. In all Deinen Texten nennst Du Geistesgrößen, auf die Du Dich glaubst beziehen zu können. Allein, ihre Nennung enthüllt nur die Distanz, die zwischen jenen und Dir liegt. Anders formuliert: Alles, was Du schreibst ist eine Blamage, Offenbarung Deiner intellektuellen Substanzlosigkeit. Das gilt auch für Deine maßlose Überschätzung der nutzlosen “Occupy-Bewegung”, für die Du in all Deinen Texten wie eine schlechte PR-Agentin wirbst. Was hat diese Bewegung erreicht, von ihrer Medienpräsenz und dem Trostspenden mal abgesehen? Ich bin an Deiner Antwort sehr interessiert. Ich bin ganz offen: wenn Du nicht hübsch aussehen würdest, würde keiner Deine Texte lesen noch Dir eine Plattform zur Publikation bieten.