Marcel in Japan - Ein neues Leben für fünf Wochen

Nachdem ich euch die letzten Wochen immer und immer wieder mit meinen mehr oder minder interessanten Reisevorbereitungen genervt habe, obwohl ihr doch nur Mädchen sehen wolltet, die sich Fäuste in…
Marcel in Japan

Ein neues Leben für fünf Wochen

Nachdem ich euch die letzten Wochen immer und immer wieder mit meinen mehr oder minder interessanten Reisevorbereitungen genervt habe, obwohl ihr doch nur Mädchen sehen wolltet, die sich Fäuste in den Mund schieben, geht es morgen früh endlich los. Fünf Wochen Japan. Meine Wohnung habe ich derweil an ein schwules Pärchen aus Spanien untervermietet, das meine paar Möbel als Analspielwiese missbrauchen darf, mein Flieger gen Osten hebt dann um 9:45 Uhr in Schönefeld ab. Hoffentlich will uns der russische Pilot keine Waffenfabrik zeigen, die an einem total ungefährlichen Vulkan liegt…

Nach einem sechsstündigen (!) Aufenthalt am Flughafen in Moskau, an dem ich in vollem Ausmaß sitzen, gehen und stehen werde, komme ich dann am Mittwoch um 10:20 Uhr am Flughafen Narita in Tokio an, und werde ab dann hoffentlich so viele unsinnige Erfahrungen, Videos und Fotos wie möglich posten, damit ich am Ende darauf zurück gucken und sagen kann: Ja, Marcel, das hat sich alles total gelohnt!

Wie versprochen habe ich eine Liste mit meinen ganz persönlichen Missionen angelegt, die ich unbedingt erfolgreich abschließen will, damit ich nicht wie ein irrer Tunichtgut da drüben herum renne, sondern irgendetwas Weltbewegendes vollbringe. Denn wisst ihr: Man braucht immer einen Plan im Leben. Von dem dürft ihr zwar ab und an abweichen, weil ihr gerade Bock darauf habt, aber so insgesamt ist das wichtig.

Eigentlich könnte ich mich auch einfach an diese Aufzählung hier halten, weil dann habe ich Japan quasi durchgespielt, aber here we go: Eins. Ich will auf den Tokyo Tower. Seit fast fünf Jahren wohne ich jetzt in Berlin und glaubt ihr, dass ich auch nur einmal auf dem Fernsehturm war? Eben. Aber da will ich rauf! Zwei. Ich will einen japanischen Film in einem japanischen Kino in japanischer Sprache sehen. Japanisch. Einfach so.

Drei. Ich will einen Game Boy Light mit ein paar Spielen kaufen. Weil das Teil dem Begriff Retronanie (den ich gerade erfunden habe) eine ganz neue Bedeutung gibt. Vier. Weil wir gerade dabei sind: Ich will in dieses Super Potato. Weil das Teil dem Begriff Retronanie (den ich gerade erfunden habe und dem ich danach eine ganz neue Bedeutung gegeben habe) eine ganz neue Bedeutung gibt. Fünf. Ich will ein japanisches Mädchen küssen. Seht ihr wie romantisch putzig ich plötzlich bin? Ich habe NICHT ficken geschrieben, ich will einfach nur eins küssen. Und vielleicht ein wenig fummeln. Fuck yeah, Romantik! (Ja okay, außer Eriko Nakao, die kann meine Kinder ruhig haben.)

Sechs. Ich will in eines dieser Restaurants, in denen das Sushi dämlich auf einem Band herum fährt. Und du schnappst dir einfach das, was du willst. Alles sollte auf einem Band herum fahren, damit du es dir einfach schnappen kannst. Sieben. Ich will auf den Fujiyama. Alter, ich bin der Bergsteigerspast schlechthin, aber das muss einfach sein. Wenn gar nichts mehr geht, lasse ich mich einfach von der puren Masse an gleichdenkenden Wanderern mitschleifen. Acht. Ich will an den Strand. Mit Sand. Ohne Wand. Irgendwas mit Land. Wir verstehen uns.

Neun. Ich will eine Nacht in einem dieser Kapsel-Hotel-Internet-Cafés verbringen, in denen Loser absteigen, die entweder die letzte Bahn verpasst haben oder einfach keine Kohle haben. Sympathisch finde ich das. Sympathisch! Zehn. Ich will der Beste sein, so gut wie keiner war! Ich fang’ sie alle ein, ich kenne die Gefahr: Lektrobal, Digda, Nidoran, Menki, Bisaflor, Rattfratz, Ibitak, Taubsi, Golking, Blitza, Dragoran, Nebulak, Ponita, Aquana, Quappo, Smettbo! Komm’ und schnapp’ sie, komm’, schnapp’ sie dir! Pokémon!

Ich weiß, dass das im Großen und Ganzen ziemlich öde Ziele sind, aber ich werde sicherlich nicht in einen Tempel pissen, dabei „Heil Hitler“ schreien und dann die Königsfamilie beleidigen. Erstens stehe ich dafür viel zu sehr auf dieses Land und zweitens bin ich kein fünftklassiger ProSieben-Moderator, der nur noch eigene Shows am Sonntag Abend bekommt, wenn er nervige Aufgaben vor der Kamera erfüllt. Und drittens habe ich ehrlich gesagt jetzt auch nur zehn Minuten darüber nachgedacht, letzten Endes passiert dir der geilste Shit eh dann, wenn du es am wenigsten erwartest. Und mit wem du es am wenigsten erwartest.

Also wünscht mir Glück, dass ich heil da drüben ankomme, schreibt liebe Grüße in die Kommentare, die ich Sari mitbringen soll, und seid gespannt, ob ich überhaupt irgendetwas visuell Wertvolles am schöneren Arsch der Welt produzieren kann, was ich euch dann mit Stolz geschwellter Brust zeigen darf. Ihr müsst wissen: Damit geht mein Lebenstraum in Erfüllung. Also der neben scheiße reich werden und einen eigenen Drogenlieferant besitzen. Der gleichzeitig putzt und mir abends etwas Schönes vorliest. Japan, ich komme! Schulmädchen mit Tentakeln!

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