Marcel in Japan - Zehn kleine Missionen

Da ich heute Nacht aufgrund von gefühlten drölfzwillionen Grad da draußen nicht schlafen konnte und auch zwei Wohlfühl-Sessions mit Abby Winters und dem Sideboob von Miley Cyrus nicht wirklich geholfen…
Marcel in Japan

Zehn kleine Missionen

Da ich heute Nacht aufgrund von gefühlten drölfzwillionen Grad da draußen nicht schlafen konnte und auch zwei Wohlfühl-Sessions mit Abby Winters und dem Sideboob von Miley Cyrus nicht wirklich geholfen haben, bereitete ich mich mental auf meine fünfwöchige Reise nach Japan vor, die in sechs Tagen beginnt, indem ich mir ein bescheuertes Video nach dem anderen anguckte. Und ich fühle mich nun viel klüger!

Zuerst folgte ich einem Typen mit eklig langen Haaren in das Mekka der Retronerds, einem Laden namens Super Potato mitten in Akihabara, in dem so viele alte Konsolen und Games gestapelt sind, dass ihr euch kaum durch die Gänge kämpfen könnt, ohne dass ihr entweder anfangt zu heulen oder zu ejakulieren. Oder beides gleichzeitig. Dann bin ich darauf gestoßen, dass es ein Teil namens Game Boy Light gibt, den letzten richtigen Game Boy, der natürlich nur dort drüben veröffentlicht wurde, und der Einzige mit Hintergrundbeleuchtung ist. Mal gucken, ob ich den irgendwo günstig auftreibe. Schließlich hat mein graues Teil, das ich einst mit Ines auf dem Flohmarkt gekauft habe, den Geist aufgegeben.

Anschließend habe ich eine Zeitreise in eine Epoche gemacht, in der die Leute noch mit Handys inklusive langer Antenne durch die Gegend gerannt sind, besuchte Sumo-Ringer und sah den latesten Shit – aus dem Jahr 1995 oder so. Danach erklärte man mir, was ich zu tun habe, sobald ich im Flugzeug bin, und was ich zu tun habe, sobald ich gelandet bin. Und wie scheiße cool Tokio doch ist. Und schön. Und entzückend.

Und jetzt das Wichtigste. Das hat mir Sari geschrieben, die wohl nie zu schlafen scheint. Jeder, der nach Japan fliegt, sollte sich nämlich ein Handy mieten. Weil man sonst keine Chance hat, dass man sich in dem Strudel aus menschlichen Blockaden trifft oder wieder findet. Das Tolle daran: Bei SoftBank kann man sich nicht nur solche Geräte mieten, sondern auch einzelne SIM-Karten, die man dann in sein eigenes iPhone steckt. Mit Telefonieren und SMS und Internet und so. Also merkt euch das! Falls ihr mich besuchen kommen wollt.

Außerdem habe ich meine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen, meiner MasterCard mit Ziegenblut und Jungfrauen gehuldigt (damit sie nicht wieder so ‘ne Scheiße veranstaltet, wie sonst auch immer) und einen Friseurtermin gemacht, damit ich da drüben nicht aussehe, wie der letzte Neandertaler. Sonst werde ich am Ende noch unfreiwillig Star in einer japanischen Reality-Show.

Jetzt fehlt mir noch eine Sache: Ein paar Aufgaben! Ich möchte da drüben nicht einfach nur dumm durch die Gegend taumeln, sondern irgendetwas zu tun haben. Damit ich dann befriedigt nach Hause fliegen kann. Den letzten Unterwäscheautomaten finden? Ein lebendiges Pikachu vom Tokyo Tower werfen? Mir von dem Typen im Hello-Kitty-Kostüm einem blasen lassen? Ihr sagt an, ich such’ mir dann zehn Sachen raus!

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